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Abriebfester photographischer Film
Die Erfindung betrifft einen photographischen Film mit erhöhter Abriebfestigkeit.
Infolge der gleitenden Reibung im Bildfenster der Aufnahmekamera kommt es zur Bildung von festhaftendem Abrieb, der den Gleichlauf des Filmtransport beeinträchtigt, sowie zur Bildung von Emulsionsstaub, der von dem mehr oder weniger stark aufgeladenen Film angezogen wird.
Es sind bereits mehrere Vorschläge gemacht worden, um die gleitende Reibung dieser Filme herabzusetzen. So wird z. B. eine Reibungsverminderung erzielt, indem der auf der Vorderseite des Films befindlichen Aussenschicht ein Dialkylpolysiloxan, das Trialkyl- bzw. Trialkoxyendgruppen besitzt, zugesetzt wird. Solche Silikonpolymere kommen als wässerige Dispersionen in den Handel.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Verminderung der Reibung durch Verwendung solcher Verbindungen noch nicht ausreicht, um die Bildung von Abrieb im Gebrauch zu vermeiden.
Gegenstand der Erfindung ist es daher, einen photographischen Film mit höherer Abriebfestigkeit herzustellen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dem photographischen Film geeignete Gleitmittel beizugeben.
Erfindungsgemäss wurde festgestellt, dass die Abriebfestigkeit erhöht wird, wenn der photographische Film, dessen Träger mit mindestens einer Silberhalogenid enthaltenden Emulsion eines wasserdurchlässigen Kolloids beschichtet ist, in der äusseren Schicht eine Silikonverbindung der Formel
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enthält, in der n eine ganze Zahl von 1 bis 200 bedeutet.
Dabei kann die Menge der Silikonverbindung zwischen 1 und 5 Gew.-%, bezogen auf die Gewichtsmenge der in der Beschichtungsmasse enthaltenden Feststoffe variieren. Die Viskosität der Verbindungen beträgt 50 bis 200 Zentistoke. Die Silikonverbindung ist vorteilhafterweise in der äusseren Silberhalogenid enthaltenden Schicht des photographischen Films enthalten.
Die Methyl-phenyl-silikonverbindung wird in n-oder i-Propanol gelöst und diese Lösung in eine
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5 ige wässerige Gelatinelösung, die ein Dispersionsmittel enthält, dispergiert. Diese Dispersion wird entweder der äusseren Schichtmasse des photographischen Films vor ihrem Vergiessen zugegeben oder als solche auf den bereits sämtliche photographische Schichten aufweisenden Film aufgetragen.
Als Dispersionsmittel wird vorteilhafterweise das Natriumsalz einer Alkylnaphthalinsulfonsäure ver- wendet.
Ein photographischer Film, dessen äussere Emulsions- oder Schutzschicht erfindungsgemäss ein Methylphenyl-silikonöl enthält, besitzt gegenüber andem Filmen, beispielsweise solchen, die Dialkylpolysiloxane enthalten, eine weitaus grössere Abriebfestigkeit.
Beispiel 1 : 11 einer 5 zuigen Gelatinelösung wird bei 400C mit 200 ml einer 4%igenwässeri- gen Lösung des Natriumsalzes einer alkylierten Naphthalinsulfonsäure versetzt. Anschliessend werden in 200 ml n- oder i-Propanol 16 ml Methyl-phenyl-silikonöl aufgelöst und ebenfalls der Gelatinelösung zugegeben. Das Gemisch wird dann sofort in einer Emulgiermaschine während 5 bis 10 min emulgiert. Die Emulsion wird dann entweder sofort oder später als erstarrte Gallerte zu 100 l einer l, 5 leigen Gela- tinelösung zugegeben. Das Gemisch wird als Schutzschicht auf die Emulsionsschichten eines Negativfilmes vergossen.
Ein solcher Negativfilm hinterlässt nach dem Durchlaufen durch eine handelsübliche Aufnahmekamera im Bildfenster weniger Abrieb und Emulsionsstaub als ein silikonölfreier bzw. als ein Dialkylpolysiloxan enthaltender Negativfilm.
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sion je Mol Silberhalogenid in der Emulsion. Nach dem Durchlaufen durch eine Projektionskamera wird weniger Abrieb und Emulsionsstaub gefunden als nach dem Durchlaufen eines silikcnölfreien Positivfil- mes.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abriebfester photographischer Film, dessen Träger mit mindestens einer Silberhalogenid enthaltenden Emulsion eines wasserdurchlässigen Kolloids beschichtet ist und der gegebenenfalls eine äusse-
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Silikonverbindung der Formel
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in der n eine ganze Zahl von 1 bis 200 bedeutet, in Mengen von 1 bis 5 Gel.-%, bezogen auf die Gewichtsmenge der in der Beschichtungsmasse enthaltenen Farbstoffe, enthält.