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Gerät zur unmittelbaren grössenvariablen Raumbildprojektion von Gegenständen und
Raumbildaufnahme auf Film
Der Erfindungsgegenstand hat zum Ziel, Gegenstände aller Art unmittelbar als dreidimensionales Raumbild d. h. von allen Seiten betrachtbar in dem Gerät vergrössert oder verkleinert, räumlich zu projizieren. Durch Umschalten des Gerätes kann der Aufnahmegegenstand sofort auf Film mittels Konturlichtbänder festgehalten werden. Im gleichen Gerät kann dieser Film, der die registrierten Konturlichtbänder trägt, projiziert werden, sodass der Aufnahmegegenstand als von allen Seiten betrachtbares, farbiges Raumbild erscheint..
Der Erfindungsgegenstand baut auf dem Verfahren gemäss Patent Nr. 261932 auf und schafft zusätzlich zur Registrierung auf einen Fihn die Möglichkeit, direkt unter Veränderung der Grössenverhältnisse zu projizieren.
Praktische Anwendung findet der Erfindungsgegenstand bei der Registrierung von Gegenständen, für Rationalsisierung bei der Registrierung in Magazinen und Einzelteillagern, bei Form, Art, Information, ohne den Artikel d. h. den Originalgegenstand tatsächlich materiell zur Verfügung zu haben. Zur Archivierung von organischen und anorganischen Objekten in Raumbildern für Wissenschaft und Technik wobei die grössenvariable Raumbildprojektion neuartige Beobachtungsmöglichkeiten bringt.
Für Unterricht und Lehrzwecke, für Bildung und Unterhaltung auch im Zusammenhang mit Raumbildarchiven ergeben sich vielseitige Anwendungsmöglichkeiten, da die Bildträger in bekannter Art vervielfältigt werden können.
Für die Flugüberwachung und Flugbahnbestimmung ergeben sich naturgetreue Darstellungmöglichkeiten, wenn der Erfindungsgegenstand als Raumbildkoordinatograph ausgelegt wird. Bei Planetarien werden gegenwärtig nur Bilder auf eine konkave Projektionsfläche, Kalotte, projiziert. Mit dem Erfindungsgegenstand sind Darstellungen in dreidimensionaler Art möglich, sodass Galaxien, Gaswolken, Sonnen und Planeten im Raum als Phantom schweben.
Mit dem Erfmdungsgegenstand sind erstmals Raumbildsynthesen verschiedener Aufnahmegegenstände möglich, z. B. zum Zwecke dreidimensionaler Schnitthälften, Formvergleiche von Aufnahmegegenständen die im Original untrennbar sind, oder den Aufnahmegegenstand entwerten oder zerstören würden, oder bei organischen Aufnahmegegenständen das Objekt tödlich verletzen würden.
Eine beispielsweise Ausführung zeigen die Fig. 1 bis 4. Das Gehäuse --1--, ist mit einer
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ringförmigem Kondensorsystem-7--ist im Gehäuse--l--axial drehbar. Die Projektionseinrichtung ---7 - trägt in der kreisförmigen Filmführung --32-- ein Filmband --8--, das den Aufnahmegegenstand-4--kreisförmig umgibt. Mittels der Tasten --9-- können durch
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die Blenden --45-- Teile des Filmbandes-8-bei der Aufnahmy oder bei der Projektion abgeblendet werden.
Der Rotor --10-- trägt die Projektionsfläche --11-- und die Spiegel - -12A-D--, sowie einen Flügelkranz --35--, der einen axialen Luftstrom zur Kühlung der Projektionslampe--26--erzeugt.
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--13E-H--,Schaltprisma--31, 23-- sowie der Projektionsoptik--18--mit veränderbarer Brennweite. Im Inneren des Rotors befindet sich eine Beleuchtungseinrichtung--14-, die eine Lichtebene-15mittels der Spaltblende-16-erzeugt, welche synchron mit dem Rotor um den Aufnahmegegenstand --4-- rotiert.
Der Rotor --10-- wird durch den Motor-36angetrieben.
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unmittelbare grössenvariable Raumbildprojetion oder Aufnahme des Gegenstandes mittels Konturlichtbändern --22-- auf Film --8-- vorgenommen werden, oder durch Projektion der abgebildeten Konturlichtbänder vom Film die grössenvariable Raumbildprojektion des Gegenstandes durchgeführt werden.
Die zweckdienliche Umlenkung des Strahlenganges erfolgt durch Ausschwenken
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Fig. l,--22-- durch ein rotierendes Polygonalprisma-25-auf den Film --8-- abgebildet werden (Objektaufnahme), bzw. die Projektionslampe-26--die aufgezeichneten Konturlichtbänder über das Schaltprisma-23-und den Spiegel --12-- zur Projektion bringt (Filmwiedergabe). Der Vorgang erfolgt gleichlaufend in den optischen Einrichtungen--13E-H--. Der Antrieb der Polygonalprismen erfolgt über ein Ritzel mittels Zahnkranz --27-- am Gehäuse --1--.
Der Gleichlauf für beliebige Einstellungsvarianten in den optischen Einrichtungen --13E-H-- erfolgt über die Schaltringe --19--, Fig.1,2,3, die sich durch die Keilführung --43-- nur axial verschieben lassen und durch Kurvenschlitze-37--, Fig. 3, die Tangentialbewegung der Einstellringe --17 bzw. 21--auf die Zahnkränze --20-- übertragen, die ihrerseits die kuppelnde Funktion der Projektionsoptiken --18-- bzw. Schaltprismen --23-- in den optischen Einrichtungen --13E-H-- gleichlaufend durchführen.
Unmittelbare grössenvariable Raumbildprojektion : der Aufnahmegegenstand--4--wird auf den Objekttisch--5--gestellt. Handelt es sich um einen ortsgebundenen Aufnahmegegenstand z. B. Blumen, Pflanzen, Kristalle od. ähnl., so wird der Boden--6--mit dem Objekttisch--5--ganz abgenommen und das Gerät über den Aufnahmegegenstand gestülpt. Die Beleuchtungseinrichtung
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Winkel erkennen lässt.
Durch die Drehung des Rotors mit dem die Beleuchtungseinrichtung --14-- verbunden ist, wird der Aufnahmegegenstand--4--fortlaufend durch die Lichtebene --15-- geschnitten, so dass alle Dingpunkte, die in den reflektierten Konturlichtbändern --22-erscheinen, in gleicher relativer Winkellage über die Auffangspiegel--28 und 29--, (die in allen optischen Einrichtungen--13E-H--gleichlautend angeordnet sind), auf den Projektionsschirm
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ruht der Film--8--bei dem Aufnahmevorgang und bei dem Projektionsvorgang (Wiedergabe) in der ringförmigen Filmführung --32-- der Projektionseinrichtung --7--, die ihrerseits gleichfalls still
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steht.
Mit zunehmender Eigenbewegung des Aufnahmegegenstandes läuft der Film-8-in der Filmführung --32-- fortlaufend ab, wobei Filmablauf und Rotordrehung synchron verlaufen. Bei der Raumbildprojektion werden die Konturlichtbänder --22-- über die optischen Einrichtungen
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mit ihren Projektionsoptiken-18-und- registriert, so wird der Film um die Länge des Umfanges der ringförmigen Filmführung - weiter befördert und ist für die nächste Raumbildregistrierung aufnahmebereit.
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--33-- am UmfangFlansch --34-- axial um 3600 gedreht werden, so dass das Raumbild-30-in einem Umkreis von
3600 betrachtet werden kann, ohne dass der Betrachter seinen Standort verändert. Dies ist gleichermassen bei den in Bewegung befindlichen Raumbildern unabhängig von deren Eigenbewegung möglich.
Mittels der Tasten --9-- kann das Raumbild-30-, z. B. des Aufnahmegegenstandes - -4--, im Umkreis von 360 an beliebigen axialen Oberflächensegmenten abgeblendet werden, so dass z. B. die dem Beobachter zugewandte Raumbildoberfläche unsichtbar wird und man in den gegenüberliegenden Raumbildteil blicken kann, der nun aus dieser Blickrichtung als konkaver Raumbildrest erscheint.
Es können unmittelbar Form und Abmessungen für Gehäuse ermittelt werden, wenn das zu verkleidende Gerät, Teil, usw. in den Aufnahmeraum gestellt wird oder hineinragt und als Raumbild wiedergegeben wird, so dass bei angehaltener Projektionsfläche --11-- die Schnittebene unmittelbar sichtbar wird und dermassen um den gewünschten Toleranzabstand vergrössert eingestellt werden kann. Damit entfällt die bisher zeitraubende Anfertigung von Schnittzeichnungen und Teilmessungen zur Ermittlung von Schnittbildern bei der Konstruktion von Gehäusen und ähnlichem.
Eine ähnliche Anwendungsmöglichkeit ergibt sich z. B. in der gesamten Bekleidungsindustrie. Die Registrierung der Konturlichtbänder --22-- auf Film --8-- kann in 4 Bildreihen --39, 40, 41, 42-- Fig. 4, erfolgen, wobei die Bildfenster der optischen Einrichtungen --13E-H-- jeweils um die Bildreihenhöhe verstellbar sind und der Rotor--10--eine Drehung von 180 durchführt, um den Aufnahmegegenstand mittels Konturlichtbändern im Umkreis von 3600 zu registrieren. Die Lichtebene--15--schneidet den Aufnahmegegenstand von zwei gegenüberliegenden Richtungen gleichzeitig.
Die optischen Einrichtungen --13E und F-- sowie --13G und H-sind deshalb der Lichtebene --15-- unter gleichlautenden Winkelabständen aus sich gegenüberstehenden Richtungen zugeordnet.
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-. -22-- des- 13G und H-hat zum Zweck, auch bei Gestaltsüberhängen am Aufnahmegegenstand der im Moment bestrahlten Oberflächenzone (Schnittebene), den optischen Einrichtungen die Registrierung der Konturlichtbänder --22-- zu ermöglichen. Die vierzeilige Filmbildregistrierung Fig. 4 ermöglicht weiters eine gemeinsame Raumbildprojektion zweier verschiedener Aufnahmegegenstände, etwa Gerät und dazugehöriges Gehäuse.
Bei der Raumbildprojektion erscheint das "Gerät" im "Gehäuse" als Phantombild, wobei die Aufzeichnung der Konturlichtbänder --22-- des zweiten Aufnahmegegenstandes als Bildreihen in der verbliebenen Differenzfläche --38-- des Filmbandes --8-gleichfalls um 3600 erfolgen kann.
Werden aus einem belichteten Konturlichtband, Fig. 4, z. B. die Bildreihen --39 und 40-oder - 41 und 42--entfernt, (halbe Aufzeichnung eines Aufnahmegegenstandes) und Konturlichtbänder eines zweiten andersartigen od. ähnl. Aufnahmegegenstandes einkopiert, so werden Raumbildsynthesen verschiedener Aufnahmegegenstände möglich.
Die Registrierung der Konturlichtbänder --22-- auf dem Film--8--kann in anamorphotischer Abbildungsweise erfolgen, so dass die Maximalradien des Aufnahmegegenstandes am Film dermassen abgebildet werden können, dass bei der Projektion keine überschneidungen der Konturlichtbänder entstehen. Der optische Ausgleich, Relativbewegung Film-Rotor, wird durch eine
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die optische Achse der Projektionsoptiken dem fortlaufenden Filmbild nachführen. Das Prisma --44-- dient zur Strahlenkorrektur an der Filmeinlaufstelle.