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Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung von Ablassschleusen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung, welche das Öffnen oder Schliessen von Ab) asssch ! cuscn durch Veränderungen eines Wasserspiegels selbsttätig bewirkt. Diese Veränderung der Öffnung der Schleuse kann entweder von dem Ober-oder dem Unterwasserspiegel bedingt sein und erfolgt in der Weise, dass der betreffende Wasserspiegel innerhalb geringer, vom Standpunlite der Bedürfnisse der Praxis nicht in Betracht kommender Grenzen konstant erhalten wird, wobei in letzterem Falle erreicht wird, dass von der Schleuse selbst bei verschiedenen Druc1dÜihen stets eine gleich grosse Wasser-
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Die Vorrichtung besteht aus einem ausbalancierten, unter dem Einflusse eines Schwimmers stehenden Winkeihebel, von welchem ein Arm normal wagerecht steht, jedoch bei Veränderungen des Wasserstandes durch den Einfluss eines Schwimmers sich neigt und dadurch eine das Triebwerk der Schleuse betätigende Kraftmaschine in entsprechender Weise einschaltet, so dass die Stellung der Schleuse dem Zwecke entsprechend geregelt wird. Durch diese Bewegung der Schleuse wird gleichzeitig der Hebel dadurch wieder in seine normale wagerechte Lage gebracht, dass der Drehpunkt des Winkelhebels nach der-
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gestellt.
Auf der Welle a für das Triebwerk der Ablassschleuse sitzt eine schnecke b, die
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ist derart bestimmt, dass beim vollständigen Öffnen der geschlossenen Schleuse bezw. um- gekehrt das Schneckenrad e nicht ganz um 360 gedrcht wird. Mit dem Schneckenrade c fest verbunden ist ein exzentrischer Mitnehmer d, eine Daumenscheibe oder dgl. Bei der dargestellten Ausführungsform ist dieser Mitnehmer d als exzentrische seitliche Flansche gedacht, die von zwei Rollen eines lotrecht geführten Schlittens e umfasst wird. An dem Schlitten ist bei f ein ausbalancierter Winkelhebel drehbar gelagert, dessen Arm 9 mit
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wird durch zwei Stellschrauben k und l begrenzt.
Der andere Arm m des Winkelhebels wirkt auf die Steuerungsstange n einr Kraftquelle, von welcher aus die Welle a an- getrieben wird.
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Winkelhebels bewegt und da das äussere Ende des Winkelhebels durch den Schwimmer als fix angenommen werden kann, wird der Hebelarm g wieder wagerecbt eingestellt. Durch diese Bewegung des Winkelbebels wird aber gleichzeitig die Stouerungsstange n in die Ausschaltstellung verschoben, so dass der Motor abgestellt wird und die Schleuse in der zugehörigenStellungstehenbleibt.
Zur Verwendung des Apparates zur IKonstanterhaltung des Oberwasserspiegels wird die Vorrichtung in der Weise eingestellt, dass bei vollständig geschlossener Schleuse der Schlitten e sich in seiner tiefsten Lage befindet. Die untere Stellschraube k wird nun derart eingestellt, dass der Arm 9 des Winkelhebels wagerecht steht. In dieser Stellung des Hebels wird an demselben der auf dem normalen Wasserspiegel frei schwimmende Schwimmer i mit Hilfe der verstellbaren Stange h in seiner natürlichen Lage befestigt. Sodann wird die Schleuse in die der grössten verlangten Abflusswassermenge entsprechende Stellung gebracht, wobei auch der Schlitten in eine höhere Lage gelangt. In dieser Stellung des Schlittens wird die Stellschraube l so weit eingeschraubt, dass sie den wagerecht gestellten Hebelarm g gerade berührt.
Diesen beiden Grenzlagen des Hebelarmes 9 in seiner wagerechten Stellung entsprechen die Stellungen der Schleuse #geschlossen" und #geöffnet" und können höhere oder tiefere Wasserstände als die durch diese Grenziagen gegebenen eine Bewegung der Schleuse nicht mehr herbeiführen. Die vorstehend beschriebene Wirkung der Vorrichtung erfolgt zwischen diesen beiden Grenzen.
Zur Regelung der Schleuse nach dem Unterwasserspiegel erfolgt die Einstellung in gleicher Weise, jedoch mit dem Unterschiede, dass der unteren Grenziage des Armes 9 in der wagerechten Lage die Stellung #Schleuse offen" und der oberen die Stellung Se) lieuse geschlossen"entspricht.
Da die Höhe des Unterwasserspiegels von der von der Schleuse abfliessenden Wassermenge bedingt ist und diese für eine bestimmte Öffnung der Schleuse von dem Drucke des gestauten Wassers abhängig ist, so wird mittels der vorliegenden Vorrichtung die
Konstanterhaltung der Abflusswassermenge dadurch herbeigeführt, dass bei Änderung des
Druckes die dadurch bedingte Änderung der abfliessenden Wassermenge, welche wieder eine
Veränderung des Unterwasserspiegels herbeiführt. durch entsprechende Vergrösserung oder
Verkleinerung des Abnussquerschnittcs aufgehoben wird.
Durch entsprechende Wahl der Dimensionen des Schwimmers sowie der Länge der
Arme des Winkelhebels und Entfernung der Grenzlagen des Armes 9 für #Schleuse offen"
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Kraftquelle@ kann die Empfindlichkeit der Vorrichtung den Bedürfnissen der Praxis entsprechend gemacht werden.