AT268318B - Verfahren zur Reinigung von Nitrosylhydrogenpyrosulfat - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von NitrosylhydrogenpyrosulfatInfo
- Publication number
- AT268318B AT268318B AT191767A AT191767A AT268318B AT 268318 B AT268318 B AT 268318B AT 191767 A AT191767 A AT 191767A AT 191767 A AT191767 A AT 191767A AT 268318 B AT268318 B AT 268318B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- nitrosyl hydrogen
- pyrosulphate
- nitrosyl
- purifying
- pyrosulfate
- Prior art date
Links
- AWPYBYJCDUDYNO-UHFFFAOYSA-N nitroso sulfo sulfate Chemical compound S(=O)(=O)(ON=O)OS(=O)(=O)O AWPYBYJCDUDYNO-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 27
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 12
- XTHPWXDJESJLNJ-UHFFFAOYSA-N chlorosulfonic acid Substances OS(Cl)(=O)=O XTHPWXDJESJLNJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 10
- KEQGZUUPPQEDPF-UHFFFAOYSA-N 1,3-dichloro-5,5-dimethylimidazolidine-2,4-dione Chemical compound CC1(C)N(Cl)C(=O)N(Cl)C1=O KEQGZUUPPQEDPF-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 2
- RAHZWNYVWXNFOC-UHFFFAOYSA-N Sulphur dioxide Chemical compound O=S=O RAHZWNYVWXNFOC-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- 239000000047 product Substances 0.000 description 7
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 6
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 6
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 5
- 238000002425 crystallisation Methods 0.000 description 3
- 230000008025 crystallization Effects 0.000 description 3
- 239000002904 solvent Substances 0.000 description 3
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 2
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 238000000746 purification Methods 0.000 description 2
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 239000003153 chemical reaction reagent Substances 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 239000012043 crude product Substances 0.000 description 1
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 1
- 238000006193 diazotization reaction Methods 0.000 description 1
- 238000000921 elemental analysis Methods 0.000 description 1
- 238000001914 filtration Methods 0.000 description 1
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 1
- 150000003951 lactams Chemical class 0.000 description 1
- 230000009935 nitrosation Effects 0.000 description 1
- 238000007034 nitrosation reaction Methods 0.000 description 1
- 238000006146 oximation reaction Methods 0.000 description 1
- 239000012264 purified product Substances 0.000 description 1
- 230000009257 reactivity Effects 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 1
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Reinigung von Nitrosylhydrogenpyrosulfat
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Nitrosylhydrogenpyrosulfat, insbesondere ein Verfahren, das durch Kristallisation mittels eines Lösungsmittels durchgeführt wird.
Nitrosylhydrogenpyrosulfat ist ein Reagens für alle Verfahren, bei denen die Reaktionsfähigkeit der NO-Gruppe ausgenutzt wird, d. h. Diazotierungs-, Nitrosierungs-, Oximierungsreaktionen usw., oder z. B. die Herstellung von Lactamen.
Nitrosylhydrogenpyrosulfat besitzt hohe Wärmebeständigkeit und kann deshalb vorteilhaft unter besonders strengen Reaktionsbedingungen, wie z. B. bei hohen Temperaturen oder in Gegenwart von Stoffen verwendet werden, bei denen andere, die NO-Gruppe enthaltende, leichter zersetzliche Verbindungen nicht verwendet werden können. Nitrosylhydrogenpyrosulfat ist bei Temperaturen um 2000 C so beständig, dass keine merkliche Zersetzung festgestellt werden kann.
Die bekannten Verfahren zur Herstellung von Nitrosylhydrogenpyrosulfat ergeben ein rohes Produkt, dessen Schmelzpunkt zwischen 112 und 1170 C liegt und das einen kleinen Prozentsatz schwer entfernbarer Verunreinigungen enthält.
Es stellte sich heraus, dass der grösste Teil der Reinigungssysteme für Nitrosylhydrogenpyrosulfat unwirksam oder nicht anwendbar ist, da dieses Produkt in üblichen Lösungsmitteln unlöslich oder jedenfalls ziemlich schwer löslich ist und mit vielen Lösungsmitteln reagiert.
Auch eine auf Schmelzen und anschliessendem Kristallisieren des geschmolzenen Produktes beruhende Reinigungstechnik ergibt keine Verbesserung des Reinheitsgrades des Produktes.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Reinigung von Nitrosylhydrogenpyrosulfat, das ein Produkt von hoher Reinheit ergibt.
Erfindungsgemäss wird das rohe Nitrosylhydrogenpyrosulfat durch Auskristallisieren aus Chlorsulfonsäure und durch anschliessendes Waschen des auskristallisierten Produktes mit flüssigem Schwefeldioxyd gereinigt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das rohe Nitrosylhydrogenpyrosulfat (dessen Schmelzpunkt gewöhnlich bei 112 bis 1170 C liegt) in Chlorsulfonsäure durch Erhitzen bei einer Temperatur um 1000 C unter leichtem Rühren gelöst.
Man lässt die Lösung darauf auf Zimmertemperatur abkühlen und das in der Lösung vorhandene Nitrosylhydrogenpyrosulfat kristallisiert in Form einer weissen Masse aus. Die kristalline Masse wird dann, z. B. durch Filtrieren, abgetrennt, mit flüssigem S02 gewaschen und dann unter Vakuum bei 30 bis 400 C getrocknet. Der Schmelzpunkt des so gereinigten Nitrosylhydrogenpyrosulfats liegt bei 119 bis 120 C.
Wird das so gereinigte Nitrosylhydrogenpyrosulfat in Chlorsulfonsäure gelöst und dann erneut
<Desc/Clms Page number 2>
kristallisiert, ändert sich der Schmelzpunkt nicht, selbst wenn das Verfahren mehrere Male wiederholt wird.
Vorzugsweise wird erfindungsgemäss ein Gewichtsverhältnis zwischen rohem Nitrosylhydrogenpyrosulfat und Chlorsulfonsäure zwischen 1 und 5, vorzugsweise zwischen 1, 5 und 2, 5, eingestellt.
Die Temperatur, bei welcher das Nitrosylhydrogenpyrosulfat in Chlorsulfonsäure gelöst wird, liegt zweckmässig zwischen 50 und 1500 C, vorzugsweise jedoch bei Temperaturen um 1000 C.
EMI2.1
von etwa 100 bis 1100 C erhitzt, bei welcher Temperatur es dann etwa 15 min gehalten wird. Nach Ablauf dieser Zeit hat sich das Nitrosylhydrogenpyrosulfat vollständig in der Chlorsulfonsäure gelöst.
Man lässt die so erhaltene Lösung auf Zimmertemperatur abkühlen. Das in der Lösung enthaltene Nitrosylhydrogenpyrosulfat kristallisiert dann aus und wird abfiltriert, worauf es mit flüssigem SO gewaschen und unter Vakuum bei 300 C getrocknet wird.
Der in einem verschlossenen Kapillarröhrchen festgestellte F. des so gereinigten Nitrosylhydrogenpyrosulfats beträgt 119 bis 1200 C und ändert sich auch nach weiteren Kristallisationen nicht. Die Elementaranalyse ergab folgende Werte für NOUS, 07 : Ber. : NO = 14, 48% SO4 = 92, 75% gef. : NO = 14, 41% SO = 92, 81%.
Beispiel 2 : Zu 200g Chlorsulfonsäure, die auf 100u C erhitzt worden war, wurden 350 g Nitrosylhydrogenpyrosulfat mit dem F. = 115 bis 1160 C gegeben. Das Gemisch wurde heiss gehalten und so lange periodisch gerührt, bis es sich vollständig gelöst hatte, was nach 10 min der Fall war. Man liess die so erhaltene Lösung auf Zimmertemperatur abkühlen und hielt sie darauf einige Stunden bei 50 C.
Das Nitrosylhydrogenpyrosulfat kristallisierte aus, worauf es filtriert, mit flüssigem Schwefeldioxyd gewaschen und schliesslich im Vakuum bei 400 C getrocknet wurde.
Der in geschlossenen Kapillarröhrchen bestimmte F. des so gereinigten NOHS d betrug 1190C.
Beispiel 3 : Das gemäss Beispiel 1 erhaltene gereinigte Produkt (F. =120 C) wurde zusätzlich fünfmal gelöst und auskristallisiert ; das daraufhin erhaltene NOHS07 zeigte den gleichen F. wie das nach der ersten Reinigung erhaltene Produkt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Reinigung von Nitrosylhydrogenpyrosulfat, dadurch gekennzeichnet, dass man das rohe Nitrosylhydrogenpyrosulfat durch Erhitzen in Chlorsulfonsäure löst, die so erhaltene Lösung abkühlt, bis das Nitrosylhydrogenpyrosulfat auskristallisiert, worauf man das auskristallisierte Produkt abtrennt und mit flüssigem Schwefeldioxyd wäscht.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gewichtsverhältnis zwischen rohem Nitrosylhydrogenpyrosulfat und Chlorsulfonsäure zwischen 1 und 5, vorzugsweise zwischen 1, 5 und 2, 5, einstellt.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Temperatur, auf die das Gemisch aus Nitrosylhydrogenpyrosulfat und Chlorsulfonsäure zur Auflösung des Nitrosylhydrogenpyrosulfats erhitzt wird, auf Werte zwischen 50 und 1500 C, vorzugsweise auf etwa 1000 C, einstellt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT268318X | 1966-02-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT268318B true AT268318B (de) | 1969-02-10 |
Family
ID=11220329
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT191767A AT268318B (de) | 1966-02-28 | 1967-02-27 | Verfahren zur Reinigung von Nitrosylhydrogenpyrosulfat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT268318B (de) |
-
1967
- 1967-02-27 AT AT191767A patent/AT268318B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT268318B (de) | Verfahren zur Reinigung von Nitrosylhydrogenpyrosulfat | |
| EP0037895B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Hexabromcyclododecan gleichbleibender Qualität | |
| DE1804833C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Methallylsulfonsäure und deren Salzen | |
| DE968034C (de) | Verfahren zur Herstellung von festem kristallwasserhaltigem Natriummetasilicat | |
| AT239244B (de) | Verfahren zur Reinigung von 7-Chlor-1-methyl-5-phenyl-1, 4-3H-benzodiazepin-2(1H) -on | |
| DE1767797A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Natriumtripolyphosphat | |
| DE572723C (de) | Verfahren zur Darstellung von Chlor- und Bromderivaten der 2-Aminonaphthalin-1-sulfonsaeure | |
| DE954873C (de) | Verfahren zur Herstellung von Diaethylisonitrosomalonat | |
| DE1667601A1 (de) | Verfahren zur Reinigung von Nitrosylhydrogenpyrosulfat | |
| CH516551A (de) | Verfahren zur Herstellung optisch aktiver N-Acylproline | |
| DE166427C (de) | ||
| CH631702A5 (de) | Verfahren zur herstellung von thiocarbohydrazid in technischem massstab. | |
| DE945234C (de) | Verfahren zur Herstellung von Maleinsaeure-monoureid | |
| AT252271B (de) | Verfahren zur Herstellung der neuen Nitrosylpyroschwefelsäure | |
| DE654395C (de) | Verfahren zur Herstellung von 1, 2-Diaminobenzol | |
| DE1668494B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis-thiocyanat | |
| DE349266C (de) | Verfahren zur Gewinnung von reinem Ammoniumnitrat durch Umsetzung von Natriumnitrat und Ammoniumbicarbonat | |
| DE579113C (de) | Herstellung und Trennung von Natronsalpeter und Ammonchlorid | |
| AT302968B (de) | Zyklisches verfahren zur herstellung wasserfreier fluorwasserstoffsaeure | |
| DE1593487C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Triuret | |
| AT213388B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen 3-Nitro-azacyclo-alkanon-2-N-carbochloriden | |
| AT268319B (de) | Verfahren zur Herstellung von Nitrosylhydrogenpyrosulfat | |
| AT137306B (de) | Herstellung und Trennung von Natronsalpeter und Ammonchlorid. | |
| DE555488C (de) | Verfahren zur Herstellung von festem Ammoniumchlorid | |
| DE387963C (de) | Verfahren zur Darstellung von Estern der Carbaminsaeure |