AT268274B - Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 2-Anilinomethyl-imidazoline und ihrer Salze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 2-Anilinomethyl-imidazoline und ihrer Salze

Info

Publication number
AT268274B
AT268274B AT778867A AT778867A AT268274B AT 268274 B AT268274 B AT 268274B AT 778867 A AT778867 A AT 778867A AT 778867 A AT778867 A AT 778867A AT 268274 B AT268274 B AT 268274B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
anilinomethyl
imidazolines
preparation
salts
Prior art date
Application number
AT778867A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Boehringer Sohn Ingelheim
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Boehringer Sohn Ingelheim filed Critical Boehringer Sohn Ingelheim
Application granted granted Critical
Publication of AT268274B publication Critical patent/AT268274B/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung neuer substituierter 2-Anilinomethyl-imidazoline der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 
In dieser Formel bedeuten : Ri ein Fluor-,   Chlor- oder Bromatom ; R2   ein Fluor-, Chlor- oder Bromatom,   CEP, CON   oder eine Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 1-4 Kohlenstoffatomen. 



   Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle blutdrucksenkende und vasokonstriktorische Eigenschaften. 



   Arylaminomethylimidazoline mit blutdrucksteigender, sympathikolytischer, gefässkontrahierender und Antihistamin-Wirkung sind bereits in der Literatur beschrieben [Helv. Chimica Acta Band 33, S. 1386   (1950) .   Es war bisher jedoch nicht bekannt, dass Arylaminoimidazoline mit zwei Substituenten im Phenylring, von denen mindestens einer ein Halogenatom sein muss, wertvolle pharmazeutische Eigenschaften aufweisen, die sie als Heilmittel in der Humanmedizin geeignet erscheinen lassen. 



   Pharmakologische Untersuchungen haben gezeigt, dass die   erfindungsgemäss   herstellbaren Verbindungen starke   blutdrucksenkende und/oder   vasokonstriktorische Eigenschaften besitzen, wobei bei einigen Verbindungen die Blutdrucksenkung, bei andern die Vasokonstriktion im Vordergrund steht. Diese beiden zunächst gegensätzlich erscheinenden Komponenten schliessen einander nicht aus. Bekanntlich erlauben Blutdruckmessungen vor und nach Gabe eines Arzneimittels Rückschlüsse auf die Beeinflussung des Herzens und der Blutgefässe durch das zugeführte Arzneimittel ; der gemessene Blutdruck ist die Summe vieler Einzelkomponenten. 



   Betrachtet man die Beeinflussung der Blutgefässe, so stellt auch diese Komponente die Resultierende aus der Beeinflussung aller Gefässgebiete des Organismus dar ; ein Teil der Gefässe wird verengt (z. B. periphere Wirkung, ein Teil erweitert. Wird der überwiegende Teil der Gefässe erweitert, so ist eine Blutdrucksenkung die Folge. Gleichzeitig können jedoch periphere Gefässe kontrahiert werden. 



   So besitzt z. B.   das2- (2-Chlor-6-methylanilinomethyl)-imidazolin- (2) eine blutdrucksenkende Wirkung,   die diejenige des bekannten Mittels Guanethidin um das 15fache übertrifft. Das isomere 2- (2-Methyl-   5-chloranilinomethyl) -imidazolin- (2)   hingegen hat sich als besonders geeignet zur Abschwellung der Nasenschleimhaut erwiesen ; seine vasopressorische Wirkung ist doppelt so gross wie die von Oxymetazolin. 



   Die neuen Verbindungen lassen sich synthetisieren durch Umsetzung eines substituierten Anilins der allgemeinen Formel 
 EMI1.3 
 worin Ri und R2 die oben genannte Bedeutung besitzen, mit einem 2-Halogenmethyl-imidazolin-Salz, z. B. 2-Halogenmethyl-imidazolin-hydrochlorid ; die Reaktion gelingt mit oder ohne Verwendung eines Lösungsmittels und wird bevorzugt bei Temperaturen von 40 bis 180  C durchgeführt. Ein analoges Verfahren ist in Helv. Chim. Acta Band 33, S. 1386 (1950), beschrieben. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die   erfindungsgemäss   herstellbaren 2-Anilinomethyl-imidazoline der allgemeinen Formel I können nach an sich bekannten Methoden in ihre physiologisch verträglichen Säureadditionssalze überführt werden. Zur Salzbildung geeignete Säuren sind beispielsweise Salzsäure,   Bromwasserstoffsäure,   Jod- 
 EMI2.1 
 theophyllin usw. 



   Die neuen Verbindungen der Formel I sowie ihre Säureadditionssalze können allein oder in Kombination mit andern Pharmazeutika in den üblichen galenischen Zubereitungsformen zum Einsatz gelangen. 



  Geeignete Anwendungsformen sind beispielsweise Tabletten, Kapseln, Suppositorien, Lösungen oder Pulver, zu deren Herstellung die üblichen Hilfs-, Träger-, Spreng- oder Bindemittel bzw. Mittel zur Erzielung eines Depoteffektes verwendet werden können. Die Herstellung dieser Zubereitungen erfolgt auf übliche Weise nach den bekannten Fertigungsmethoden. Die Dosierung der   erfindungsgemäss   erhältlichen Substanzen beträgt 0, 5-100, vorzugsweise 1-50 mg/Einheit. 



   Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne sie zu beschränken. 
 EMI2.2 
 
2- (2-Chlor-4-methylanilinomethyl) -imidazolin- (2) -hydrochlorid.Ausbeute ; 6,42 g=49,4% der Theorie 2-(2-Chlor-4-methylanilinomethyl)-imidazolin-(2)-hydrochlorid vom Fp.   277-278 C.   



   Beispiel2 :2-(2-Chlor-4-fluoranilinomethyl)-imidazolin-(2)-hydrochlorid. 



     14, 5   g (0, 1 Mol) 2-Chlor-4-fluor-anilin (hergestellt aus 4-Fluoranilin durch Chlorierung analog Fieser und Bowen, J. Am. Chem. Soc. Band 62, S. 2103) werden mit 7, 7 g (0, 05 Mol)   2-Chlormethylimidazolin-   hydrochlorid in 50 ml absolutem Äthanol 16   h unter Rückfluss   erhitzt. Nach dem Erkalten wird der ausgeschiedene Niederschlag abgesaugt und zweimal aus Methanol unter Verwendung von Kohle umkristallisiert.

   Ausbeute : 5, 9 g =   44, 7%   der Theorie 2-(2-Chlor-4-fluoranilinomethyl)-imidazolin-(2)hydrochlorid vom Fp.   254-255   C.   
 EMI2.3 
 der Rückstand in verdünnter Salzsäure aufgenommen und die erhaltene   Lösung filtriert.   Nach dem Alkalisieren mit 2n Natronlauge wird mehrmals mit Äther extrahiert und die vereinigten Ätherextrakte 
 EMI2.4 
 ausgeschiedene Niederschlag abgesaugt und aus Methanol unter Verwendung von Aktivkohle umkristallisiert. Man erhält 6, 24 g (= 48% der Theorie) 2-(2-Methyl-5-chloranilinomethyl)-1,3-diazacyclopenten- (2)-hydrochlorid in weissen Kristallen vom Fp. 241-243, 5   C. 



   Ausser den beschriebenen   Verfahrensbeispielen   wurden noch folgende Substanzen der Formel I synthetisiert : 
 EMI2.5 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> X <SEP> \ <SEP> Salz <SEP> Fp. <SEP>  CR1
<tb> Beispiel <SEP> # <SEP> Salz <SEP> Fp. <SEP>  C
<tb> Cl <SEP> CH3
<tb> Nr. <SEP> 7 <SEP> J <SEP> ! <SEP> HCI <SEP> 263-264
<tb> #
<tb> Cl
<tb> Nr. <SEP> 8 <SEP> # <SEP> HCl <SEP> 255
<tb> #
<tb> Nr. <SEP> 9 <SEP> I <SEP> HCI <SEP> 246-247 <SEP> 
<tb> Cl
<tb> Nr. <SEP> 10 <SEP> # <SEP> HCI <SEP> 207-209
<tb> #
<tb> Cl
<tb> Nr. <SEP> 11 <SEP> L <SEP> HCI <SEP> 182-185 <SEP> 
<tb> #
<tb> Cl
<tb> Nr. <SEP> 12 <SEP> # <SEP> HCl <SEP> 285
<tb> #
<tb> Cl
<tb> J
<tb> Nr. <SEP> 13 <SEP> zo <SEP> HCI <SEP> 246-247
<tb> #
<tb> 
 
 EMI3.2 
 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 
 EMI3.5 
 
 EMI3.6 


AT778867A 1966-08-25 1967-08-24 Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 2-Anilinomethyl-imidazoline und ihrer Salze AT268274B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE268274X 1966-08-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT268274B true AT268274B (de) 1969-02-10

Family

ID=5997706

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT778867A AT268274B (de) 1966-08-25 1967-08-24 Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 2-Anilinomethyl-imidazoline und ihrer Salze

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT268274B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2167157C2 (de) 4-Substituierte-2-halogen-6,7,8-trimethoxychinazoline
DE2163911B2 (de) 2-Aminomethyl-phenole, Verfahren zur Herstellung derselben und diese enthaltende Arzneimittel
DE69424183T2 (de) 6-(2-imidazolinylamino)chinolin-verbindungen als alpha-2-adrenoceptor-antagonisten
DE2123246C2 (de) 6-[p-(&amp;beta;-Phenyläthylaminoacetylamino)-phenyl]-4,5-dihydropyridazon-(3)
DE2523103A1 (de) Neue propargyl-2-phenylamino-imidazoline-(2), deren saeureadditionssalze, diese enthaltende arzneimittel und verfahren zur herstellung derselben
AT268274B (de) Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 2-Anilinomethyl-imidazoline und ihrer Salze
DE68912263T2 (de) 4-Methyl-5[2-(4-phenyl-1-piperazinyl)-ethyl]-Thiazolderivate, ihre Herstellung und Zusammenstellungen, die sie enthalten.
AT343643B (de) Verfahren zur herstellung von neuen naphthylsubstituierten ketonen
DE1963317A1 (de) Chemische Verfahren und Produkte
DE2336670A1 (de) Aminoaether von o-thymotinsaeureestern
EP0045911B1 (de) Neue Aminopropanol-Derivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
DE3028927C2 (de) Azoverbindungen enthaltendes pharmazeutisches Mittel
DE1303930C2 (de) 2-(2-chlor-4-methyl- oder-aethyl- anilino)-1,3- diazacyclopenten-(2), deren salze sowie ein verfahren zu deren herstellung
DE2053205A1 (de) Dihydrofurandenvate und Verfahren zu deren Herstellung
DE2323005A1 (de) Neue derivate des cumarons und deren verwendung als medikamente
DE3105122A1 (de) Neue piperazin-verbindungen, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung
DE1695785A1 (de) Neue,substituierte 2-Aminomethylbenzofuranverbindungen und Verfahren zu deren Herstellung
DE948153C (de) Verfahren zur Herstellung des hoeherschmelzenden Isomeren des 2-AEthylcrotonylharnstoffes
DE2002107A1 (de) Neue organische Verbindungen und Verfahren zu deren Herstellung
AT344727B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 3-alkyl-7- (omega-1)-oxoalkylxanthinen
DE1618025A1 (de) Neue tertiaere alpha-Naphthylamine,ihre Herstellung und Verwendung
AT250933B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Carbonsäuren
DE1545786A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeure-N-methylpiperaziden
DE2164638A1 (de) Phenoxyalkylamine, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
AT239235B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden und von deren Salzen