<Desc/Clms Page number 1>
Hornformer
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Formung von Rinderhörnern mit einem Joch, dessen beide mit Schlitzen versehene Arme Ausnehmungen für verschieblich und mittels Klemmschrauben feststellbar gelagerte Führungsstücke aufweisen, an denen Formkörper zur Aufnahme der Hornenden mit ihrem weiteren Ende befestigt sind.
Solche Geräte sind bereits mehrfach bekanntgeworden, ohne dass sie sich in der Praxis durchsetzen konnten. Der Grund hiefür ist entweder in unbefriedigender Wirkung oder in schwerfälligen, umfangreichen und komplizierten Konstruktionen zu suchen.
Schon die zur Befestigung des Gerätes am Kopf des Tieres und bzw. oder zur passenden Einstellung der Teile zueinander meist verwendeten Kettenglieder, Stifte und Riemen machen die bisher bekannten Vorrichtungen unhandlich und, besonders für das Tier, lästig. Eine solche Konstruktion sieht z. B. eine dreifache Verstellbarkeit der Formkörper, jeweils durch verschiedene Lagerung-un Fixierungsmittel, vor. Diese vollständige Verstellbarkeit lässt darauf schliessen, dass das Gerät zum Richten von bereits verwachsenen Hörnern gedacht ist.
Abgesehen davon, dass an die Formung der Hörner in einer bestimmten Art möglichst früh geschritten werden muss, um nennenswerte Erfolge zu erzielen, wobei die natürliche Hornanordnung in relativ engen Grenzen schwankt und keine solche übertriebene Anpassungsfähigkeit erfordert, fehlt bei diesem Gerät jegliche Nachgiebigkeit der wesentlichen Teile, sei es in sich oder in ihrer Anordnung aneinander. Dadurch kann gerade in jenen krassen Fällen, für die dieses Gerät gedacht ist, kein Erfolg erzielt werden, da beim Anlegen trotz genauester Anpassung zunächst kein Formungsdruck erzielt werden kann, während beim Weiterwachsen des Hornes die Stabilität der Vorrichtung meist überschritten und das eine oder andere Verbindungsmittel desselben zerstört wird.
Eine bessere Anpassung an die bestehende, zu korrigierende Hornform weist ein anderer, bekanntgewordener Hornformer auf, bei dem die Formkörper aus konischen Schraubenfedern bestehen.
Diese sind jedoch lediglich an ihren engeren, äusseren Enden mit einem Riemen od. dgl. zusammengehalten, wodurch die Formung der Hörner nur nach einet Richtung hin gestattet ist ; ausserdem hat dieses Gerät den Nachteil, dass der die Enden der beiden Schraubenfedern verbindende Riemen erheblich über die Kopfkontur hinausragt und daher laufend durch Hängenbleiben, Reiben usw. zerstört wird. Auch ist es unvermeidlich, dass das kopfseitige Ende der Schraubenfeder unmittelbar gegen die Kopfhaut direkt drückt und dort kahle Stellen, unter Umständen sogar Verletzungen verursacht. Das Tier versucht sich dann des Gerätes zu entledigen, was ihm durch die Nachgiebigkeit der nur an ihrem engeren Ende gehaltenen Schraubenfeder meist gelingt.
Demgegenüber sieht die Erfindung vor, dass die Formkörper, wie an sich bekannt, aus rohrförmig-konischen Schraubenfedern bestehen, die an dem aus zwei Armen aus Vierkantrohr mit von deren Enden ausgehenden, parallel zu ihrer Längsachse angeordneten Schlitzen bestehenden Joch befestigt sind, wobei die ebenfalls aus Vierkantrohren bestehenden Führungsstücke formschlüssig in den Jocharmen gleiten.
Die erfindungsgemässen Formkörper tragen den auftretenden Unterschieden von Stärke und Richtung der Hornbiegung durch ihre Formelastizität in einfachster Weise Rechnung, wodurch sämtliche komplizierten, dreidimensionalen Verstellvorrichtungen entfallen. Lediglich für den in
<Desc/Clms Page number 2>
grösserem Masse unterschiedlichen Abstand der Hörner voneinander ist allenfalls eine Verstellmöglichkeit notwendig, wofür bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung das Joch aus zwei Armen aus Vierkantrohr mit von deren Enden ausgehenden Schlitzen parallel zu ihrer Längsachse besteht und die ebenfalls aus Vierkantrohren bestehenden Führungsstücke formschlüssig in den Jocharmen gleiten und mittels einer Klemmschraube feststellbar sind.
Das erfindungsgemässe Gerät wird also zweckmässigerweise auf die Hörner noch junger Tiere, bei älteren erforderlichenfalls mittels der Abstandsverschieblichkeit, aufgesetzt ; sobald ein oder beide Hörner von der gewünschten, von den Schraubenfedern gegebenen Form abweichend wachsen, geraten sie unter den zunächst leichten, aber ständigen Druck der Federn, der umso grösser ist, je stärker sich die Abweichung zu äussern versucht und so sanft, aber unnachgiebig und ständig für die gewünschte Hornform sorgt. Dabei sind Verletzungen des Tieres sowie auch ein Hängenbleiben an Hindernissen so gut wie ausgeschlossen, da das erfindungsgemässe Gerät nur unwesentlich über die natürliche Kopfform hinausragt.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, ohne dass diese darauf eingeschränkt sein soll.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht des Gerätes von vom, Fig. 2 einen Arm des Joches in der Draufsicht.
An den Enden eines Joches-l-aus hohlem Vierkantrohr sind mittels der Flügelschrauben - 2 und 2'-die Führungsstücke-4 und 4'--festgeklemmt. Die dazu erforderliche Toleranz der Jocharme ist durch die Schlitze-3 und 3'-gegeben. An den Enden der Führungsstücke-4 und 4'--sind die rohrförmig-konischen, in der gewünschten Hornform gebogenen Schraubenfedern-5 und 5'--befestigt.
In Fig. 2 ist die Anordnung der Klemmschraube in der Draufsicht dargestellt. Bei diesem Beispiel sind beiderseits kurze Laschen angebracht, durch die die Schraube geführt ist.
Ausserdem zeigt diese Ausführungsform die Möglichkeit, durch Änderung des Winkels zwischen den beiden Armen des Joches-l-dieses der vorherrschenden Kopfform der Tiere anzupassen, sofern nicht eine gelenkige Lagerung der Arme aneinander vorgezogen wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gerät zur Formung von Rinderhörnern mit einem Joch, dessen beide mit Schlitzen versehene Arme Ausnehmungen für verschieblich und mittels Klemmschrauben feststellbar gelagerte Führungsstücke aufweisen, an denen Formkörper zur Aufnahme der Hornenden mit ihrem weiteren
EMI2.1
aus rohrförmig-konischen Schraubenfedern (5) bestehen, die an dem aus zwei Armen (1) aus Vierkantrohr mit von deren Enden ausgehenden, parallel zu ihrer Längsachse angeordneten Schlitzen (3) bestehenden Joch befestigt sind, wobei die ebenfalls aus Vierkantrohren bestehenden Führungsstücke (4) formschlüssig in den Jocharmen (1) gleiten.
EMI2.2