AT267195B - Verfahren zum Gewinnen von Metallen oder metallähnlichen Substanzen - Google Patents

Verfahren zum Gewinnen von Metallen oder metallähnlichen Substanzen

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Leopold Dr Balcarczyk
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Oesterr Studien Atomenergie
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Gewinnen von Metallen oder metallähnlichen Substanzen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Gewinnen von Metallen oder metallähnlichen Substanzen, wie z. B. Karbiden, unter Verwendung von Kohlenwasserstoffen. Zur Reduktion von Oxyden des Nickels, Kupfers und Kobalts ist es bekannt, gasförmige Kohlenwasserstoffe bzw. zur Reduktion von Erzen flüssige Kohlenwasserstoffe zu verwenden. 



   Erfindungsgemäss wird nun vorgeschlagen, dass zur Gewinnung der Substanzen höchster Reinheit das Ausgangsmaterial pulverisiert, mit einem Paraffin hoher Reinheit versetzt und unter Schutzgasatmosphäre rasch erhitzt, wodurch das Paraffin gekrackt und das Ausgangsmaterial zum Metall oder zur metallähnlichen Substanz umgewandelt wird. 



   Im folgenden ist ein Beispiel für einen experimentellen Vorgang beschrieben. 



   Das zu reduzierende oder in Karbid umzuwandelnde Metalloxyd wird auf eine Teilchengrösse unter 50   Jl   zerkleinert und mit der doppelten Menge reinen Paraffin (verwendet wurde Merck Paraffin für histologische Zwecke) innig vermengt, zur leichteren Handhabung zu Pillen gepresst und auf eine metallische Heizfläche aus Tantal oder Wolfram gebracht. 



     Die Anordnung wurde mit einer Glasglocke   bedeckt und mit Argon durchspült. Die über einen Transformator regelbare Heiztemperatur richtet sich nach dem gewünschten Endprodukt Metall oder Karbid und nach den verwendeten Metalloxyden. Die Erwärmung kann bis auf Temperaturen über 24000C erfolgen und liegt im allgemeinen zwischen 2000 und   2400oC ; es   ist nur zu beachten, dass die Verdampfungstemperatur der Metalle oder Karbide dabei nicht überschritten wird. Die zu erreichenden Höchsttemperaturen liegen bei den Siedepunkten bei Wolfram 3 3700C bzw. Tantal   3027oC.   



   Will man Endmaterialien sehr hoher Reinheit, so müssen bereits die Ausgangsmaterialien sehr rein sein, was aber durch Trennung im Massenseparator od. dgl. keine Schwierigkeit bildet. Beim Massenseparator werden die einzelnen Isotope in Graphit-bzw. Aluminium-Taschen geschossen, und um ein Loslösen von den Taschen zu erreichen, muss man die Isotope chemisch lösen, von den Verunreinigungen des Taschenmaterials trennen und das so gewonnene Rohprodukt zum Oxyd überführen. Dieses Oxyd kann nunmehr als Ausgangsmaterial für das erfindungsgemässe Verfahren verwendet werden. Als Paraffin hat sich Paraffin für histologische Zwecke als am besten geeignet erwiesen, das einen sehr hohen Reinheitsgrad aufweist. Da ausserdem Argon mit äusserst hohem Reinheitsgrad erhältlich ist, ergibt sich somit ein Endmaterial sehr hoher Reinheit.

   Selbst mit spektroskopischen Analysen konnte bisher in den Endmaterialien noch keine Verunreinigung festgestellt werden. Bei Silizium und Aluminium zeigten sich im Chromatogramm keine Spuren von Verunreinigungen. Bei den seltenen Erdmetallen sind Reinheiten von über   99, 90/0   festgestellt worden. Bei einem Versuch wurden    2 g Gd2 0   mit 4 g Paraffin für histologische Zwecke vermischt und unter Argonatmosphäre auf 2 000 C erhitzt. Das entstehende Endprodukt hatte nach dem Chromatogramm eine Reinheit von   99, 921o.   



   Die Erfindung arbeitet völlig verlustlos, ist äusserst billig und liefert vollkommen reine Materialien. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



  Es ist mit dem erfindungsgemässen Verfahren gelungen, aus ihren Oxyden die seltenen Erdmetalle, z. B. 



  Gd, Schwermetalle, Si, Al und Mg, rein herzustellen. 



   Ausser den Oxyden können aber auch alle andern Verbindungen verwendet werden, so z. B. die Halogenverbindungen. Stickstoffverbindungen usw. Ausser den genannten Materialien lassen sich selbstverständlich auch andere Metalle und Karbide gewinnen. 



   Aus den so gewonnenen Materialien lassen sich dann nach bekannten Verfahren, wie Walzen, dünne, völlig reine Folien herstellen. Die vorstehenden Angaben sind alle nur beispielsweise und stellen keine Beschränkung der Erfindung dar. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Gewinnen von Metallen oder metallähnlichen Substanzen, wie z. B. Karbiden, unter Verwendung von Kohlenwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Gewinnung der Substanzen höchster Reinheit das Ausgangsmaterial pulverisiert, mit einem Paraffin hoher Reinheit versetzt, und unter Schutzgasatmosphäre rasch erhitzt, wodurch das Paraffin gekrackt   und das Ausgangsma-   terial zum Metall oder zur metallähnlichen Substanz umgewandelt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsmaterial eine Verbindung eines seltenen Erdmetalls nimmt, vorzugsweise deren Oxyd.
    3. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsmaterial ein Siliziumoxyd nimmt.
    4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man das Ausgangsmaterial auf Temperaturen zwischen 2000 und 24000C erhitzt.
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