<Desc/Clms Page number 1>
Prägevorrichtung, insbesondere für Brotteigformlinge
Die Erfindung betrifft eine Prägevorrichtung, insbesondere für Brotteigformlinge zur kontinuierlichen Kennzeichnung des Brotsortimentes mit einem Walzenkörper über einem endlosen Förderband.
Bekannt ist das manuelle Aufkleben von Etiketten, Zetteln oder Marken unmittelbar auf die fertige Backware, z. B. Brot, was sehr kostspielig, mühevoll und zeitraubend ist. Des weiteren sind Vorrichtungen bekannt, die die Kennzeichnung der Teigformlinge durch Einprägen, Einstüpfeln oder Einbrennen vornehmen. Mechanische Präge- und Stüpfelvorrichtungen werden der Teigteil- und Langrollmaschine nachgeschaltet, wobei die Abnahme der derart gekennzeichneten Teigformlinge von einem endlosen Band und das Einlegen derselben in Backformen manuell erfolgt, um durch Korrigieren ihrer Lage die Markierung zu erhalten.
Nachteilig wirkt sich der Einsatz von Präge- und Stüpfelvorrichtungen bekannter Art durch die manuelle Tätigkeit bei kontinuierlich arbeitenden Backlinien aus. Das Prägen oder Stüpfeln vor dem Gär- und Backprozess führt oft zum Verschwimmen der Markierung.
Es ist ferner eine Vorrichtung zum Kennzeichnen von Backwaren, insbesondere von Broten und
EMI1.1
Brennstempelband die Teigformlinge mit ihrer Unterseite das Kennzeichen durch Anbringen von Brandzeichen erhalten.
Nachteilig wirkt sich hiebei der kostspielige technische Aufwand aus, der durch das Erhitzen der Brennstempelwalze oder dem Brennstempelband entsteht. Des weiteren wird die Backlinie durch Zwischenschaltung dieser Vorrichtung unnötig verlängert.
Zweck der Erfindung ist es, die aufgezeigten Nachteile der beschriebenen Vorrichtungen zu beseitigen und eine einfache, funktionssichere Vorrichtung zu schaffen. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Prägevorrichtung derart zu verbessern, dass mit geringstem technischem Aufwand ein Verschwimmen der Markierung weitestgehend verhindert und eine raumsparende Anordnung im Rahmen der Fertigungslinie erreicht wird.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass mindestens ein aus zwei Transportwalzen und einem dazwischen liegenden Distanzstück bestehender Walzenkörper an einem höhenverstellbaren Tragarm aufgehängt ist und das Distanzstück einen festen oder auswechselbaren, teigabweisenden Prägestempel aufweist, wobei vorzugsweise die Transportwalzen in bekannter Weise teigabweisend poliert oder mit Kunststoff bzw. Filz belegt sind.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In den Zeichnungen zeigen : Fig. l die Vorderansicht, Fig. 2 eine Seitenansicht gemäss Fig. l und die Fig. 3 bis 6 verschiedene Stellungen des Walzenkörpers gemäss Fig. 2 im Arbeitsablauf der Prägevorrichtung in schematischer Darstellung.
Gemäss Fig. l ist die einreihig dargestellte Prägevorrichtung über einem dem Gareschrank
<Desc/Clms Page number 2>
nachgestalteten Transportband --1-- angeordnet. Ein Walzenkörper, bestehend aus zwei Transportwalzen --3, 3'-- und einem dazwischenliegenden Distanzstück --2-- ist mittels eines Langloches --4-- an einem höhenverstellbaren Tragarm --5-- eines angedeuteten Gestelles-6-- aufgehängt. An dem Distanzstück --2-- sind parallel zum Langloch --4-- vorne und hinten Prägestempel--7, 7'-- befestigt, die mit ihrer Prägefläche gemäss Fig. 2 über die Laufflächen der Transportwalzen --3, 3'-- vorstehen.
Die Laufflächen der Transportwalzen --3,3'-- sind in bekannter Weise mit Filz überzogen, die Prägeflächen der Prägestempel --7, 7'-- poliert und somit teigabweisend. Die aus den Fig. 3 bis 6 ersichtliche Wirkungsweise der Prägevorrichtung zeigt, dass der Walzenkörper an dem höhenverstellbaren Tragarm --5-- drehbar gelagert ist, u. zw so, dass die Drehachse innerhalb des Langloches --4-- verläuft. Wie in den Fig. 2, 3 und 6 gezeigt ist, befindet sich der Schwerpunkt des Walzenkörpers bei Ruhestellung des Walzenkörpers unterhalb der Drehachse, wobei das Langloch --4-- lotrecht verläuft.
Der durch das Transportband --1-- kontinuierlich herangeführte Teigformling--8-berührt die Transportwalzen --3,3'-- des Walzenkörpers gemäss Fig. 4 und bewegt diesen um seine Drehachse, wobei einer der Prägestempel--7, 7'-- in die Oberfläche des Teigformlings --8-- nach Fig.5 eindringt und ein Zeichen prägt. In dieser Stellung befindet sich der Schwerpunkt des Walzenkörpers mit der Drehachse desselben auf gleicher Höhe.
Durch die Weiterbeförderung des Teigformlings --8-- wird der Walzenkörper weitergedreht und bei Verlagerung der Drehachse im Langloch --4-- nach abwärts bewegt, bis der Schwerpunkt des Walzenkörpers wieder unterhalb der im Langloch verlagerten Drehachse zu liegen kommt (Fig. 6).
Der Walzenkörper befindet sich nach einer Drehung um 1800 wieder in Ruhestellung.