<Desc/Clms Page number 1>
Gitterartiges Bewehrungselement für Stahlbetonbauteile
Die Erfmdung betrifft ein gitterartiges Bewehrungselement für Stahlbetonbauteile aus Stahlstäben, die an den Kreuzungsstellen durch einen Kleber festhaftend miteinander verbunden sind.
Die früher übliche Flächenbewehrung von Stahlbetonbauteilen in der Form von lose in die
Schalung eingelegten Bewehrungsstäben, die zur Lagensicherung an den Kreuzungsstellen von Hand durch Rödeldrähte in der gegenseitigen Lage zueinander gehalten sind, ist seit einigen Jahren insbesondere bei Flächenbewehrungen namentlich für Stahlbetondecken oder Fahrbahnplatten weitgehend durch punktgeschweisste Bewehrungsmatten ersetzt worden, die in festgelegten Grössen serienmässig hergestellt werden und durch die die Montagearbeit an der Baustelle weitgehend entfällt.
Die Herstellung dieser punktgeschweissten Bewehrungsmatten erfordert jedoch den Einsatz von elektrischen Vielpunktschweissmaschinen mit den erforderlichen Transformatorenstationen und hohen Anschlusswerten und Stromkosten.
Um eine sichere Schweissverbindung zu erreichen, muss dabei auf die Verwendung von entzundertem Material mit sauberer Oberfläche geachtet werden. Es lässt sich trotzdem nicht immer vermeiden, dass an einigen Schweissstellen eine unzulässige Versprödung des Drahtmaterials eintritt oder nur eine unzureichende Schweissverbindung erreicht wird.
Nach der französischen Patentschrift Nr. 1. 190. 987 ist auch schon vorgeschlagen worden, zur Verbindung von Bewehrungsdrähten an den Kreuzungsstellen zwischen diese Drähte ein Klebemittel einzubringen, so dass die Stahlstäbe an den Kreuzungsstellen miteinander verbunden und die vorgenannten Nachteile der Schweissverbindungen weggefallen sind. Bei diesen bekannten Bewehrungselementen musste jedoch gegenüber den Schweissverbindungen der Nachteil in Kauf genommen werden, dass eine sehr hohe Haftfestigkeit der Klebeverbindung erforderlich ist, um die verwendeten glatten Stahlstäbe genügend gut im Beton zu verankern.
Durch die Erfindung soll eine neue Ausbildung dieser gitterartigen, flächenhaften Bewehrungselemente für den Stahlbetonbau geschaffen werden, die diese Nachteile überwindet, so dass eine wesentlich geringere Haftfestigkeit an den Klebestellen erforderlich, gleichzeitig aber eine hervorragende Verankerung im Beton gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Bewehrungselement der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass erfindungsgemäss bei der Verwendung von Profilstäben wenigstens die Stäbe einer Richtung an den Kreuzungsstellen in der Verbindungsebene abgeflacht sind.
Die Erfindung besteht also darin, dass bei Klebeverbindungen einerseits Profilstäbe verwendet werden und anderseits gerade diese Profilstäbe, d. h. wenigstens die Stäbe einer Richtung an den Kreuzungsstellen in der Verbindungsebene abgeflacht sind. Hiebei ist zu beachten, dass bei einer Bewehrungsmatte, bei welcher durch einen Kleber verbundene Profilstäbe verwendet werden, die Anforderungen an die Haftfestigkeit der Klebeverbindungen wesentlich geringer sind als bei Verwendung von glatten Stäben. Denn die notwendige Verankerung der Stäbe im Beton wird in diesem Fall durch die Profilierung bewirkt.
Demgemäss braucht dann die Haftfestigkeit der Verbindungsstellen nur so gross zu sein, dass die beim Transport und Verlegen auftretenden Stoss-, Zug- und sonstigen
<Desc/Clms Page number 2>
Kräfte aufgenommen werden können, ohne dass die Verbindungsstelle zerstört wird. Die wirksame
Haftung, die nun noch notwendig ist, wird gemäss der Erfindung mittels Abflachen wenigstens der
Stäbe einer Richtung an den Kreuzungsstellen erreicht.
Zwar sind durch die USA-Patentschrift Nr. 2, 180, 486 geschweisste Gitterträger bekanntgeworden, bei denen an den Kreuzungsstellen von Stäben Abflachungen vorhanden sind, hiebei befindet sich die
Abflachung jedoch nicht in der Verbindungsebene. Die Stäbe haben runden Querschnitt und sind nicht profiliert. Die Abflachung kommt durch die Herstellungsweise der Kreuzungsstellen zustande. Die Stäbe werden hier nämlich zwischen zwei stempelförmigen Schweisselektroden zu zusammengeschweisst, dass überschüssiges Material die Hohlkehlen und Zwischenräume ausfüllt und damit an den Auflageflächen der Elektroden ebene Flächen gebildet werden.
Auch die Verwendung von abgeflachten Drähten bei der Herstellung von Drahtgittern nach der deutschen Patentschrift Nr. 275508 betrifft nicht das der Erfindung zugrunde liegende Problem. Hier handelt es sich vielmehr lediglich darum, eine Tropfenbildung beim Verzinken eines aus glatten Stäben bestehenden Zaungitters, dessen Kreuzungsstellen verschweisst sind, zu verhindern.
Für die Fertigung der erfindungsgemässen Bewehrungselemente kann vorteilhafterweise das für die Herstellung der punktgeschweissten Matten bekannte Verfahren in den Folgeschritten im wesentlichen beibehalten werden. Die Stäbe der einen Richtung werden in einander paralleler Lage schrittweise zwischen zwei Pressbalken hindurchgeführt, wobei den Pressbalken im Abstand je eines Förderschrittes für jeden dieser Stäbe ein gesteuertes Abgabemundstück zur vorbemessenen Abgabe einer bestimmten Klebstoffmenge und ein Schlag- oder Presswerkzeug zum Einprägen der Abflachung vorgeordnet ist. Das Presswerkzeug kann dabei aus einem über alle Drähte geführten Druckbalken mit entsprechendem Gegendruckbalken bestehen, wie auch jedem Draht eine mit einem entsprechenden Nocken versehene Druckrolle zugeordnet sein kann, die mit einer entsprechenden Unterlage zusammenarbeitet.
Die hiebei verwendbaren Abgabemundstücke zur Druckabgabe vorbestimmter Mengen eines Klebers sind an sich bekannt.
Die Querstäbe können in ebenfalls bekannter Weise von einem Vorrat heraus einzeln unter den Pressbalken auf die Längsstäbe über eine Rutsche aufgegeben werden, wie es auch möglich ist, die Querstäbe von einer endlosen Länge abzuteilen und schrittweise quer zu den Längsstäben unter den Pressbalken vorzuschieben. Bei dieser Querförderung können die Querstäbe noch zwischen Quetschrollen durchgeführt werden, um auch an diesen in den Längsstäben entsprechenden Abständen Gegenabflachungen vorzusehen.
Es ist auch möglich, die miteinander zu vereinigenden Stäbe zur Schaffung der erforderlichen abgeflachten Haftflächen aneinander zu pressen, dann voneinander abzuheben und den Kleber vor einem dem letzten Zusammenschlussvorgang zwischen Kreuzungsstellen einzubringen.
Je nach der Art des verwendeten Klebers kann dann dem Pressbalken noch eine Wärmehaube zugeordnet sein oder der Pressbalken durch irgendeine übliche Heizeinrichtung auf einer für das Wirksamwerden des Klebers erforderlichen Temperatur gehalten sein.
Alle diese Massnahmen lassen sich mit praktisch nicht aufwendigen Mitteln durchführen. Die Fertigung dieser Bewehrunselemente wird wesentlich vereinfacht und verbilligt.
Die Erfindung lässt sich selbstverständlich auch auf warmgewalzte Drähte anwenden und ist nicht auf die Fertigung von flächenhaften Bewehrungselementen beschränkt.