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Die Erfindung bezieht sich auf eine Staussziegelmatte, insbesondere mit Versteifungseisen.
Eine Staussziegelmatte besteht bekanntlich aus einem Drahtgewebe mit etwa 20 mm weiten Maschen, das an den Kreuzungspunkten der Drähte mit aufgepressten, ziegelhart gebrannten Tonstückchen, z. B. in Rautenoder Kreuzchenform, versehen ist. Häufig wird eine solche Staussziegelmatte mit an ihrer Seite liegenden Versteifungseisen versehen, die nicht nur eine Versteifung der Staussziegelmatte bilden, sondern auch deren Belastbarkeit erhöhen. Solche Staussziegelmatten werden für alle Deckenarten, wie Hängedecken, Schwebedecken, Fischbauchdecken usw. verwendet, aber auch für nicht tragende Zwischenmauern, Einfriedungen, Tribünenausbildungen, Ummantelungen von Stahlkonstruktionen, Schlitzverkleidungen usw.
Es hat sich aber herausgestellt, dass die Steifigkeit einer solchen Staussziegelmatte auch dann, wenn sie mit Versteifungseisen versehen ist, für viele Anwendungsfälle nicht ausreicht und es daher zu Knicken, Brüchen oder andern unerwünschten Deformationen bzw. Beschädigungen der Staussziegelmatte kommt.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, die Steifigkeit einer solchen Staussziegelmatte zu erhöhen und damit das Anwendungsgebiet einer solchen Staussziegelmatte zu erweitern. Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen darin, dass auf die Staussziegelmatte eine die Steifigkeit erhöhende Betonschichte aufgebracht ist.
Vorzugsweise ist im Rahmen der Erfindung diese Betonschicht ein Spritzbeton. Durch eine solche Betonschicht ergibt sich eine wesentlich erhöhte Steifigkeit der Staussziegelmatte, so dass sie nunmehr auf Anwendungsgebieten eingesetzt werden kann, auf denen dies bisher nicht möglich war, ohne dass es zu Knicken, Brüchen usw. kommt. Es kann beispielsweise die Staussziegelmatte als Schalung, insbesondere als verlorene Schalung, verwendet werden, wobei zugleich der Vorteil auftritt, dass die die Steifigkeit der Staussziegelmatte erhöhende Betonschicht einen Verputz auf ihrer Sichtseite erspart. Ist die Betonschichte ein Spritzbeton, z. B. ein nach dem Torkret-Verfahren aufgebrachter Beton, so lässt sich eine solche Staussziegelmatte besonders wirtschaftlich herstellen.
Insbesondere bei Aufbringung der Betonschicht als Spritzbeton ergibt sich eine Durchdringung der Maschenlöcher der Staussziegelmatte durch den aufgebrachten Beton, welcher die Ränder der Tonstückchen von der andern Seite hintergreift, wodurch sich eine innige Verankerung der Staussziegelmatte mit der auf sie aufgebrachten Betonschicht ergibt. Je nach der Art und Weise, in welcher die Betonschicht auf die Staussziegelmatte aufgebracht, insbesondere aufgespritzt wird, ergibt sich auf der der Aufbringungsseite abgewendeten Seite der Staussziegelmatte eine unebene Betonlage, welche von dem durch die Maschenlöcher der Staussziegelmatte hindurch getretenen Beton gebildet ist. Dieser Beton kann z.
B. zapfenförmige Vorsprünge auf dieser Seite der Staussziegelmatte bilden, die in vorteilhafter Weise eine Verankerung für den nachfolgenden Ortbeton, Putz oder andere Baustoffe bilden.
Eine in erfindungsgemässer Weise ausgebildete Staussziegelmatte lässt sich in vorteilhafter Weise überall dort verwenden, wo nach konventioneller Bauweise eine Schalung aus Brettern, Schaltafeln od. dgl. zu teuer käme und eingespart werden soll. Die Staussziegehnatte kann auch mit zusätzlichen Bewehrungseisen versehen sein, so dass die Matte nicht nur die Funktion einer Schalung und gegebenenfalls auch eines Putzträgers, sondern auch jene einer Bewehrung eines Stahlbetonbauteiles bildet. Dadurch kann in vielen Fällen eine gesonderte Anbringung einer Bewehrung an der Baustelle entfallen, so dass an Arbeit auf der Baustelle gespart werden kann. Es kann z. B. die Anordnung so getroffen sein, dass auf eine Schicht von Versteifungseisen Bewehrungseisen aufgelegt sind, welche mit den Versteifungseisen in beliebiger bekannter Weise, z.
B. durch eine Verrödelung, verbunden sind.
Die Versteifungseisen, mit denen diese Bewehrungseisen verbunden sind, tragen dann zur Gesamtbewehrung des Stahlbetonbauteiles bei. Beispielsweise können sie die gemäss den einschlägigen Vorschriften erforderliche Verteilerbewehrung bei Stahlbetonplatten mit Hauptbewehrung nach einer Richtung, oder, falls kreuzweise bewehrte Stahlbetonplatten zur Anwendung gelangen, die Feldbewehrung in der Richtung der geringeren Lastabtragung bilden. Zweckmässig sind im Sinne der Erfindung die Versteifungseisen auf beiden Seiten der Staussziegelmatte angeordnet, so dass sich hinsichtlich der Versteifung der Matte durch diese Eisen eine Symmetrie auf beiden Seiten der Matte ergibt.
Die Versteifungseisen tragen auch dazu bei, die Haftung der die Matte versteifenden Betonschicht an der Matte zu verbessern, da ja die Versteifungseisen zumindest an jener Seite, von welcher die Aufbringung der die Steifigkeit der Matte erhöhenden Betonschicht erfolgt, von diesem Beton umschlossen werden. Es empfiehlt sich, die zu beiden Seiten der Matte liegenden Schichten der Versteifungseisen über Abstandhalter miteinander zu verbinden, wodurch zugleich den Vorschriften der einschlägigen Normen bezüglich der Betondeckung der Stahleinlagen in einfacher Weise Rechnung getragen wird.
Im Montagezustand, also bis zum Erhärten des Ortbetons, bildet die zweckmässig zumindest zum Teil bereits im Erzeugerwerk der Staussziegelmatte aufgebrachte Bewehrung derselben zusammen mit der die Steifigkeit der Matte erhöhenden Betonschichte den Vorteil, dass die Steifigkeit der Matte derart erhöht wird, dass in vielen Fällen auf eine Unterstellung der Matte verzichtet werden kann. Um Variationsmöglichkeiten im Hinblick auf verschiedene Stützweiten, aber auch im Hinblick auf verschiedene Belastungen zu erreichen, empfiehlt es sich, im Erzeugerwerk nur bestimmte Typen von Staussziegelmatten, gegebenenfalls mit Versteifungs- und Hauptbewehrung, zu erzeugen und auf Lager zu halten, wobei diese Hauptbewehrung, sofern es die Stahlqualität zulässt, durch Punktschweissung mit der Versteifungsbewehrung verbunden ist.
Die Anpassung an die tatsächlich erforderliche Bewehrung kann dann durch zusätzlich anzuordnende Bewehrungseisen an der Baustelle durch Verrödeln erfolgen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch im Schnitt dargestellt.
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unteren, an der Staussziegelmatte anliegenden Lage von 4 mm starken Quereisen-3--, welche in einem Abstand von 15 cm voneinander liegen, besteht. Oberhalb der Längseisen--2--kann eine den jeweils vorliegenden statischen Erfordernissen entsprechende, nicht dargestellte Bewehrung angeordnet sein. Auf der Seite der Quereisen--3-der Versteifungsbewehrung ist eine Betonschicht --4-- auf die Staussziegelmatte - -1-- aufgebracht. Diese Betonschicht erhöht die Steifigkeit der Staussziegelmatte und greift durch die Maschenlöcher zwischen benachbarten Tonstückchen --5-- auf die andere Seite der Matte hindurch, so dass sich dort ebenfalls eine Betonlage bildet.
Dadurch werden nicht nur die Quereisen--3--, sondern auch die Längseisen --2-- der Versteifungsbewehrung vom Beton der auf die Staussziegelmatte aufgebrachten, die Steifigkeit erhöhenden Betonschicht umschlossen.
An der Baustelle wird die Staussziegelmatte einschliesslich der Versteifungseisen und der ihre Steifigkeit erhöhenden Betonschicht, gegebenenfalls auch mit Bewehrungseisen, auf die Auflager aufgelegt, wobei in den
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Allenfalls können dann zusätzliche erforderliche Bewehrungen aufgebracht werden, worauf der Beton eingebracht wird. Hiebei wirkt die Staussziegelmatte als Schalung, die nach dem Abbinden des Betons mit diesem fest verbunden ist. Erforderlichenfalls kann auf die Staussziegelmatte ein Verputz aufgebracht werden, jedoch kann ein solcher bei ebener Untersicht der Betonschicht --4-- entfallen.
PATENTANSPRÜCHE :
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