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Vorliegende Erfindung betrifft eine Sitzeinrichtung besonders für Strassenbahn wagen, die entweder offen, als sogenannte Sommerwagen, oder geschlossen, als Winterwagen, zu benutzen sind. In derartigen Wagen worden die Bänke bei Benutzung als Sommerwagen
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Wagens angeordnet und in beiden Fällen an denselben Stützen befestigt.
Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, dass zur Befestigung der Sitze in der Quer- wie auch in der Längsrichtung von den an den Säulen des Wagenkastens befestigten Stützen Lappen vorspringen, die mit Schlitzen zum Einstecken von Langkopfbolzen versehen sind, mittels welcher die Sitzhänke bei Anordnung derselben quer zum Wagen mit Endstücken und bri Anordnung derselben längs des Wagens mit an der Rückseite der Sitzlehnen angeordneten Flanschen auf den genannten Lappen befestigt werden, wobei die Flanschen höher als die Endstücke der Sitzbänke angeordnet sind, so dass die Sitze bei Winterwagenanordnung ge-
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In der Zeichnung zeigt :
Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht des Wagens, teilweise abgebrochen und im Schnitt, wobei im vorderen Teil des Wagens seine Einrichtung als Sommerwagen und im hinteren Teil seine Einrichtung als Winterwagen veranschaulicht ist ; Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch den als Sommerwagen eingerichteten Teil des Wagens mit (Iuer angeordneten Banken, Fig. 3 einen wagerechten Schnitt durch einen Teil des Wagens, wobei ein Sitz gemäss der Anordnung nach Fig. 2 in Draufsicht erscheint, Fig. 4 eine schaubildliche Teilansicht des Winterwagens und Fig. 5 einen wagerechten Schnitt hiezu, Fig. G ein Endstück der Sitze, mit dem diese bei Winterwagen gegeneinander und bei Sommerwagen auf den Stützlappen liegen, Fig 7 und 8 je einen Querschnitt
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oben gesehen.
Der in Fig. 1 teils als Sommer- teils als Winterwagen dargestellte Wagen besitzt vom Dach bis zum Laufbrett hinabreichende, unten an den Längsträgern befestigte Säulen d, zwischen welche behufs Herrichtung eines geschlossenen Wagens durch Ricgel p, q ge- haltens Füllungen 1'1 eingesetzt werden. Zur Befestigung der Sitzbänke sind an den Längsseiten des Wagens auf dem Fussboden a und an den senkrechten Säulen d metallene Stützen t befestigt, die mit vertikalen Rippen versehen sind und sich seitlich gegen die Säulen d anlegen (Fig. 5).
Die Lappen v der Stützen t sind mit je einem Schlitz w aus- gestattet zum Einstecken der Langköpfe der Befestigungsbolzen P, 9', so dass diese durch Drohung um !' () O zum Schlitz gesichert sind. Die Sitze x bestehen aus den Randleisten y und den Latten z, die durch die Endstücke 1 zusammengehalten sind (Fig. 6), so dass die Sitze der Längsanordnung mit den Flanschen 4 ihrer Endstücke zusammenstossen und nötigenfalls zusammengeschraubt werden können. Mit den Flanschen 3 werden sie bei der
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so dass auf diese Weise die Bolzen ohne Verschraubung schnell festgemacht und gelöst werden können.
In dieser Queranordnnng haben die Sitze an allen vier Eckpu@kten auf den Lappen v Auflager und bedürfen mithin keiner Füsse zur Unterstützung. Der Fusshoden des Wagens kann daher vollständig frei'bleiben und die Reinigung desselben somit ohne weiteres durchgeführt werden. Die Sitzlehnen 7 können nach gebräuchlicher Weise an den Säulen d oder an der hinteren Randleiste y des Sitzes ihre lösbare Befestigung haben.
Bei der Längsanordnung ruhen die Sitze mittels der an der Rückseite der Sitzlehnen angeordneten Flanschen 10 auf den Lappen v der Stützen t und werden mittels der Langkopfbolzen 9', wie vorher beschrieben, befestigt. Die Flanschen 10 sind in solcher Höhe angebracht, dass der Sitz bei Winterwagenanordnung etwas tiefer liegt als bei der Sommerwagenanordnung, entsprechend der Polsterdicke, mit der die Sitze im Winter belegt werden (vgl. Fig. 7 und 8). Da die Bolzen 9'durch den freitragenden Sitz bei Belastung desselben zu Fehr beansprucht würden, so werden unter dem Vorderrande der Sitze noch Bankfüsse 12 angebracht. Diese Füsse 12 sind am oberen Ende mit einem Zapfen 13 ausgestattet, der in eine Bohrung der vorderen Randleiste des Sitzes eingreift.
Das untere Ende des Fusses steckt mit einem Stift 18 in einem Bajonettschlitz 17 der'Muffe 16, die am Fussboden befestigt ist, so dass die Sitzbank gegen Erschütterung gesichert ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sitzeinrichtung für in Sommer- und Winterwagen umwandelbare Strassenbahn- fahrzeuge, gekennzeichnet durch an den Wagenkastensäulen befestigte Stützen (t) mit vorspringenden Lappen (v), welche mit Schlitzen (w) zum Einstecken von Langkopfbolzen (f), 9') versehen sind, mittels welcher die Sitzbänke bei Anordnung derselben quer zum
Wagen mit ihren Endstücken (1) und bei Anordnung derselben längs des Wagens mit an der Rückseite der Sitzlehnen angeordneten Flanschen (10) an den Lappen (v) der
Stützen (t) befestigt werden, wobei die Flanschen (10) höher als die Endstücke (1) der Sitzbänke angeordnet sind,
so dass die Sitze bei Winterwagenanordnung genügend tiefer als bei Sommerwagenanordnung liegen, um im ersteren Fall Polster auflegen zu können.