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Bogenanlegevorrichtung für Druckpressen.
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einer Verbesserung mit dem Zwecke, ein genaueres und sicheres Anlegen zu erzielen.
In der Zeichnung zeigt : Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht der nach der vorliegenden Erfindung verbesserten Vorrichtung, Fig. 3 eine Vorderansicht mit teilweisem senkrechten Querschnitt durch die Mitte von Fig. 1 in einer von der in den
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eine Seitenansicht eines Teiles der Druckmaschine mit der Einrichtung zum Anlegen der Bogen.
Wie die Fig. 2, 4 zeigen, ist eine Fussplatte 75 vorgesehen, auf welcher der Bogen 7U vorgcsehohcn wird. Die Ohorfliiche dieser Fussplatte ist vorzugsweise in der mit
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versehenen Stange 9 'ausgebildet, die durch das äussere Ende der Grundplatte 84 hindurch- geht (Fig. 3). Das äussere Ende der Stange 96 ist mit Muttern 97 versehen, um die Spannung der Feder 94 zu regeln und dieselbe zu sichern.
Die Grundplatte 84 bildet ein Stück mit der Säule 98, die oben ein Lager. 99, fUr die hohle Nabe 100 des oben genannten segmentfurmigen schwingenden Daumens M tragt, Auf dieser Nabe sichert ein Halsring 101 die Daumenscheibe 92 in ihrer frei von der
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die vollständige Bogenanlegevorrichtung seitlich vom Zuspeisetisch verstellen zu können, je nach den verschiedenen Weiten oder Lagen der in die Maschine zu speisenden Bogen.
Damit diese seitliche Verstellung ohne Störung des Zusammenhanges zwischen dem Segment 92 und dessen Antriebswelle 107. vor sich gehen kann, ist die Nabe 100 des Segmentes mittels einer geeigneten Feder-oder Nutcnrichtung mit der Welle 107 verbunden.
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senkrechte Teile 112, die mit ihr ein Stück bilden und deren obere Enden durch ein nach vorn vorspringendes Brückenstück 113 verbunden sind, in welches das untere Ende einer Stellschraube 114 eingeschraubt ist. Die beiden vorgenannten Schwalbenschwanzleisten 110 befinden sich an dem Rücken eines jeden der beiden vertikalen Glieder 112.
Der Zwischenraum 115 zwischen den beiden Gliedern 112 bildet eine senkrechte Führung für einen Schieber 116, der mit einem rückwärts vorspringenden Ansatz 117 versehen und durch eine Platte 118 in der genannten Führung 115 mittels Schrauben 119 an der Fläche der beiden Glieder 112 gehalten ist. Dieselbe Führung 109 führt auch in ihrem oberen Teil einen Schlitten 120, der mit einem nach vorn vorspringenden Schlitzlager 121 versehen ist, in welchem die vorbeschriebene Schraube 114 gelagert ist und mittels der Klemmschraube 122 erforderlichenfalls gegen Drehung gesichert werden kann. Mit der Stellschraube kann die Bogenführung 108 je nach der Papierdicke mit Bezug auf den Schlitten 120 verstellt werden. Beide Teile sind also durch die Stellschraube verbunden und bewegen sich miteinander.
Die Aussparung 80 in der Säule 77 gewährt dem Ansatz 117 des Schiebers 11 fi
Spielraum zur Bewegung. In diesem Ansatz steckt ein Zapfen 123, der von dem unteren Ende einer Spiralfeder 124 umgeben ist, deren oberes Ende sich gegen die Unterseite eines Widerlagers 125 des Auslegers 7. 9 stützt. Dieser ist ferner mit einem nach vorn vorspringenden Widerlager 126 versehen, zwischen welchem und dem Schlitten 120 eine
Spiralfeder 127 gehalten ist, die den Schlitten stets niederzudrücken trachtet. Der
Schlitten 120 besitzt einen Führungs- und Mitnehmerstift 128, der in der Aussparung 81 der Säule 77 auf und ab gleitet und dazu dient, indem er sich gegen das untere Ende der Aussparung, wie in Fig. 3, legt, die Abwärtsbewegung des Schlittens 120 und der
Bogenführung 108 zu begrenzen.
An der Schieberplatte 82 sind zwei senkrechte Führungslappen 129 vorgesehen, zwischen denen ein von dem Hebel 130 betätigtes, senkrecht bewegliches Gleitstück 131 gelagert ist. Das andere Ende des Hebels ist in Eingriff mit der Unterseite des Ansatzes 117.
An seinem oberen Ende trägt das Gleitstück : eine Rolle 132, die auf dem Daumen 133 der Nabe 100 läuft, der aus zwei Teilen von abgestuftem Radius besteht, und wenn der grössere Radius auf die Rolle ;
M ; 3 wirkt, wie in Fig. 1 und 2, so wird der Hebel 130 veranlasst, den Schieber 116 zu heben, tritt dabei mit seinem niederbewegton Ende unter eine Sperrfeder 134 und ist mitsamt den mit ihm zusammenwirkenden Organen gesperrt. Gelost wird er wieder durch die Daumenkante 135, indem dieselbe auf einen Ansatz 136 der Sperrfeder 134 wirkt. Die Daumen 133 und 135 sind vorzugsweise in einem Stück von L-Querschnitt gegossen (Fig. 3) oder auch an einem sektorförmigen, mit der vor- genannten Nabe 100 ein Stück bildenden Flügel 137 befestigt. Diese Nabe ist, wie Fig. 1 zeigt, geschlitzt und mit einer Klemmschraube 138 versehen.
Nachdem die Bogenanlege- vorrichtung seitlich von der Maschine in die erforderliche Lage eingestellt worden ist, kann sie durch Anziehen jener Schraube in dieser Stellung auf der Welle 107 fest- gehalten werden.
Wie in Fig. 5 dargestellt, kann diese Welle mittels einer Daumenscheibe 139, die fest auf der Welle 140 sitzt, in Schwingung versetzt werden, die durch Hebelarme 141, 142,
Gelenkstange 143 und Hebelarm 144 der Welle 107 übertragen wird. Diese Organe können jedoch als nicht zur Erfindung gehörig von verschiedener Bauart sein.
Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Vorrichtung ist wie folgt :
Wenn der Hebel 130 von der Sperrfeder 134 gesperrt und die Vorrichtung in der in Fig. 1 und 2 gezeichneten normalen Lage sich befindet, wird der Bogen 76 zwischen der Fussplatte 75 und dem Teil 108 zugespeist, worauf sofort die Wolle 107 in der durch den Pfeil in Fig. 1 bezeichneten Richtung zu schwingen beginnt, so dass durch den Daumen 95 und den wagerecht gleitenden Bock 79 der Bogen nach innen von der Zuspeisetischkante geschoben wird. Während dieser Einwärtsbewegung des Auslegers 79 kommt der Sperrfederansatz 136 in die Bahn des schwingenden Daumens 135, der bei seiner Weiterbewegung unmittelbar darauf die Sperrfeder 134 von dem Hebel 130 frei macht (Fig. 4). Die Feder 124 kann nun den Schieber J.
M niederdrücken, zugleich seht
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auch die Bogenführung 108 mit dem Schlitten 120 unter der Wirkung der Feder 127 abwärts, damit gebt auch die wagerechte Einwärtsschwingung einher, wobei die Bogen-
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einzuschlagen (Fig. 1), mit der Wirkung, dass der Daumen 92 von der Rolle 91 allmählich sich zurückzieht und die Feder 94 nun den Ausleger 79 anziehen kann, der gleichzeitig den zwischen dem Schieber 116 und der Fussplatte 75 gefassten Bogen mitnimmt.
Diese Auswärtsbewegung des Auslegers 79 im Verein mit der weiteren Schwingung der Welle 107 bringt auch den Sperrfederansatz ausser Berührung mit dem Daumen 135 und gestattet der Sperrfeder 134 die geeignete Lage einzunehmen, sich mit dem Hebel 130 in Eingriff zu setzen, worauf dieser alsdann durch den Daumen 133 betätigt wird, indem durch dieselbe Auswärtsbewogung des Auslegers die Rolle 132 in die Bahn dieses Daumens 133 kommt und ein neues Spiel einsetzt, so dass bei der Weiterschwingung des Daumens die Stufe 143 desselben, wie vorher beschrieben, das Gleitstück 131 niederdrückt und mittels des Ilebels 130 zuerst den Schieber 116 und dann durch Anschlag gegen den Stift 128 die Bogenführung 103 hebt.
Das Nacheilen der Bogenführung 108, die den Bogen 7fi noch hält, nachdem der Schiober 116 bereits gehoben ist, dient dazu, irgendwelche Bögen, die zufällig am Schieber haften geblieben sind, loszumachen.
Die Stellschraube 14 gestattet, wie bereits erwähnt, ein Verstellen der Bogen- führung 108, je nach den verschiedenen Papierdicken, mit denen die Vorrichtung zu tun haben mag. Die richtige Einstellung ist jene, in welcher das niedergedrückte Fuhrungs- stück in leichter Berührung mit der Papieroberfäche ist.
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Einstellung der Bogenanlegevorrichtung, die durch die früher genannten Schraubenbolzen 104 bewirkt wird, zu berichtigen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bogpnantegcvorrichtung für Druckpressen, bei welcher der zugeführte Bogen von einer hin und her bewegten Groifervorrichtung erfasst und seitwärts in die Anlegelinie versetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass diese Greifervorrichtung aus einem seitwärts hin und her bewegten Anleger (79) nebst einer Fussplatte (75) an diesem und einem senkrecht dazu in diesem Ausleger auf und ab gehenden Führungsstück (108, 116) gebildet wird, in dessen einem zum Aufnehmen des zugeführten Bogens dienenden Teil (108) der andere zum festen Erfassen dienende Schiebeteil (116) senkrecht verschiebbar ist, derart,
dass dieser letztere nach dem gemeinschaftlichen Abwärtsgang beider Teile zum Erfassen des Bogens und nach der wagerechten Rückbewegung in die Anlegelinie unabhängig von don ersteren (108) und bevor dieser auch aufwärts bewegt wird, das Papier verlässt, zu dem Zwecke, Dogen, die an der Unterkante des Schieberteiles (116) haften bleiben, zu lösen.