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Absperrvorrichtung für die Abgasleitung von Gasfeuerstätten
Die technische Neuerung betrifft eine Absperrvorrichtung für die Abgasleitung von Gasfeuerstätten.
Zur Absperrung von Abgasleitungen sind bereits durch Thermobimetallteile gesteuerte Drosselklap- pen bekannt. Bei einer Ausführungsform dieser Art ist ein schraubenförmig gewickelter, quer zur Strö- mungsrichtung angeordneter Bimetallstreifen unter Vorspannung an seinen beiden Enden an je einer Klappenhälfte befestigt, so dass sich die Klappenhälften im kalten Zustand in ihrer Schliessstellung be- finden, indem sie nach aussen hin abfallend liegen, während sie sich bei Wärmeeinwirkung durch die
Abgase gegeneinander bewegen und eine Stellung einnehmen, in welcher sie einen freien Durchtritt der
Abgase gewährleisten.
Eine andere Abgasklappe dieser Art weist zwei in der Mitte des Querschnittes des Abgaskanals ange- ordnete spiralförmige Bimetallstreifen, welche an ihrem inneren Ende eingespannt sind und am äusseren je eine Klappenhälfte tragen.
Diese bekannten Ausführungsformen haben den Nachteil, dass ein Grossteil des Bimetallstreifens durch einen andern Teil desselben abgeschirmt ist, wodurch die Ansprechempfindlichkeit solcher Ein- richtungen verhältnismässig klein ist. Ebenso werden in einer vorbekannten Ausführung Thermobimetall-
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genausdehnung verwendet werden können, so dass ein relativ grosser Bewegungsweg in Verbindung mit hoher Ansprechempfindlichkeit erzielt wird.
Die technische Neuerung geht von der Aufgabenstellung aus, eine Absperrvorrichtung für die Abgasleitung von Gasfeuerstätten, bei der als Thermobimetallteile ausgebildete, bewegbare Drosselelement in der Abgasleitung vorgesehen sind, im Hinblick auf die Ansprechempfindlichkeit zu verbessern und ausserdem eine Kostensenkung bei der Herstellung herbeizuführen. Das Kennzeichnende der technischen Neuerung ist darin zu sehen, dass die an sich bekannten, aus Bimetallscheiben bestehenden, symmetrisch angeordneten, dem Umfang des Strömungskanals angepassten Drosselelemente in geschlossenem, also kaltem Zustand mindestens mit einer der beiden Symmetrieflächen der Strömungsrichtung entgegen konvex gekrümmt sind, und im warmen, also offenen Zustand axial gestreckt sind.
Bei einer solchen Anordnung liegt die gesamte Ausdehnung der Thermobimetallscheiben im Strömungsweg der heissen Gase, und es wird daher ein rasches Ansprechen der Absperrvorrichtung erreicht. Ausserdem lassen sich in einer solchen Ausführung Formen der Thermobimetallscheiben verwenden, welche einfach hergestellt und befestigt werden können.
In weiterer Ausgestaltung der technischen Neuerung kann es zweckmässig sein, dass an einem in der Abgasleitung vorgesehenen Quersteg zwei nach der Wand der Abgasleitung konkav gekrümmte Thermobimetallscheiben vorgesehen sind. Dabei kann vorteilhaft die konkave Krümmung entweder einen spiegelsymmetrischen Kurvenzug der Querschnittskurve oder einen S-förmigen Kurvenzug bestimmen. Bei
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dem spiegelsymmetrischen Kurvenzug ergibt sich eine geringere Bauhöhe, jedoch erscheint die S-för- rnige Gestaltung strömungstechnisch günstiger.
Es kann ausserdem günstig sein, dass die Thermobimetallscheiben vorzugsweise senkrecht zum Be- festigungssteg vorzugsweise am Rand der Thermobimetallscheiben einseitig offene schlitzartige Ausnehmungen aufweisen. Dadurch wird ein minimaler Gasdurchlass auch bei geschlossener Drosselklappe sichergestellt. Ein weiterer Vorteil kann gegebenenfalls dadurch erreicht werden, dass eine Mehrzahl von Thermobimetallstreifen im Querschnitt der Abgasleitung rotationssymmetrisch angeordnet ist. Für eine solche Anordnung lassen sich die Thermobimetallteile als Sektorteile einer Kreis-, Kegel- oder Kugelfläche ausbilden, wobei die einseitige Halterung der Enden ringartig im Bereich des inneren Umfangs der Abgasleitung liegt. Zweckmässig werden die zu halternden Enden unmittelbar mit einem ringartigen Anpresselement am inneren Umfang der Abgasleitung festgespannt.
Man wird dabei vorteilhaft jeweils eine lochförmige Öffnung in der geschlossenen Anordnung der Drosselelement vorsehen, so dass auch hier ein erforderlicher minimaler Gasdurchlass bei geschlossener Absperrvorrichtung gewährleistet ist. Im einzelnen können derartige Absperrvorrichtungen aus den verschiedensten Thermobimetallmaterialein aufgebaut werden.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der technischen Neuerung schematisch dargestellt : Es zeigen : Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Abgasleitung mit einer Absperrvorrichtung gemäss der Erfindung, Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Abgasleitung mit einer Absperrvorrichtung nach Fig. l, Fig. 3 eine Absperrvorrichtung mit eine Kugelfläche bestimmenden Thermobimetallteilen, Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine Abgasleitung mit S-förmiger Querschnittskurve der beiden Thermobimetallscheiben.
Bei der Ausführungsform der Fig. l und 2 ist in einer rohrförmigen Abgasleitung --1-- ein Quersteg - symmetrisch im Innenraum angeordnet, welcher zu beiden Seiten zwei Thermobimetallscheiben - -3, 4-- trägt, die nach der Wandfläche der Abgasleitung-l-konkav gekrümmt sind. Die Thermo- bimetallscheiben --3, 4-- zeigen, wie aus Fig. 2 erkennbar, schlitzförmige Ausnehmungen-31, 41- und bestimmen im übrigen eine spiegelsymmetrische Querschnittskurve mit Umkehrpunkt. Die Strömungsrichtung ist durch den Pfeil in Fig. 1 angedeutet. Bei der Erwärmung nehmen die beiden Thermobimetallscheiben--3, 4-die in Fig. l gestrichelt gezeichnete bzw. eine entsprechende spiegelsymmetrische Lage ein.
Dadurch werden zwischen den Rädern der bei den Thermobimetallscheiben --3, 4-- und
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Vielzahl von sektorförmigen Thermobimetallstreifen --5, wobei die Thermobimetallstreifen--5-- einen Teil einer Kugefläche bestimmen und mit ihren Einspannstücken --51-- unmittelbar an der inneren Wandfläche der Abgasleitung-l-gehalten sind. Bei geschlossener Absperrvorrichtung wird durch die kugelsektorförmigen Thermobimetallstreifen --5- eine kreisförmige Durchlassöffnung --7-- freigege- ben. Der Strömungsverlauf der Gase ist auch hier durch einen Bezugspfeil angedeutet. Ebenso zeigt ein gestrichelter Thermobimetallstreifen --5-- die Lage in der Durchlassstellung, in der hier eine mittlere sternförmige Durchtrittsfläche freigegeben wird.
Bei der Ausführungsform der Fig. 4, welche besondere strömungstechnische Vorteile bietet, liegen innerhalb der rohrförmigen Abgasleitung-l-zwei zur inneren Wandfläche konkav gekrümmte Ther- mobimetallscheiben die einen S-förmigen Kurvenzug bestimmen und an einem mittleren Quersteg --2-- gehaltert sind. An Stelle der beiden Thermobimetallscheiben--8, 9-- kann auch eine einstückige Ausführung angewendet werden. Beim Gasdurchtritt, der hier ohne Vorzugsrichtung erfolgen kann, nehmen die scheibenförrnigen Thermobimetallteile --8, 9-- die gestrichelt gezeichnete langgestreckte S-Form an, wodurch jeweils entsprechende Durchlassflächen freigegeben werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Absperrvorrichtung für die Abgasleitungvon Gasfeuerstätten, dadurch gekennzeichnet, : lass die an sich bekannten, aus Bimetallscheiben bestehenden, symmetrisch angeordneten, dem Umfang des Strömungskanals angepassten Drosselelemente in geschlossenem, also kaltem Zustand mindestens miteiner der beiden Symmetrieflächen der Strömungsrichtung entgegen konvex gekrümmt sind, und im warmen, also offenen Zustand axial gestreckt sind.