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Schrägsitzventil.
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von Flüssigkeiten, Dämpfen oder Gasen in einer geraden Rohrleitung abzusperren, ist man durch die schräge Lage des Ventils zur Rohrleitung gezwungen, mindestens einen der beiden Rohranschlussstutzen des Ventils bogenförmig zu gestalten, wenn man einen kreisförmigen Querschnitt des ebenfalls schräg gerichteten Ventilkörpers erhalten will. Neben der dadurch bedingten komplizierten Bauart ist der besondere Nachteil derartiger Schrägsitzventile darin zu sehen, dass diese dem Mittel keinen geradlinigen Durchgang gestatten.
Sieht man von dieser bogigen Gestaltung des Rohranschlussstutzens ab und benutzt ein schräg durchgeschnittenes Gehäuse mit elliptischem Durchgang, so erhält man-wenn man nicht etwa einen ebenfalls elliptischen Abchlusskörper anwenden will-einen Ventilteller von unverhältnismässig grossem Durchmesser, indem dieser naturgemäss mindestens dem grössten Ellipsendurehmesser entsprechen muss ; daraus ergibt sich wieder die Notwendigkeit, das Ventilgehäuse entsprechend grösser zu bemessen.
Diese Übelstände werden durch das Schrägsitzventil nach der Erfindung dadurch vermieden, dass der Rohranschlussstutzen der Ventilsitzseite nach dem Ventilsitz hin in einen elliptischen Querschnitt übergeführt ist und in diesem Querschnitt von der Ebene des Ventilsitzes in einem kreisförmigen Querschnitt geschnitten wird. Auf diese Weise wird der Durchmesser des Dichtungskreises auf das geringstmögliche Mass zurückgeführt. Dementsprechend ist gegenüber dem bekannten schräg durchschnittenen Ventilgehäuse mit elliptischem Durchgang bei gleicher Dichtungsbreite der spezifische Pressungsdruck des Ventiltellers bei dem Ventil nach der Erfindung grösser und daher günstiger, während anderseits der Druck des geförderten Mittels auf den Ventilteller infolge des kleineren Durchmessers geringer und also ebenfalls günstiger ist.
Für viele Fälle wird eine solche Ausführungsform des Ventils zu empfehlen sein, bei welcher die elliptische Ausbildung des Ventilgehäuses an der Stelle des Schrägsitzes derart erfolgt, dass der elliptische Durchgangsquerschnitt gleich dem lichten runden Querschnitt des Anschlussflansches ist ; indessen ist die Gleichheit dieser Querschnitte kein unbedingtes Erfordernis der Erfindung, und die angegebenen Vorteile werden in entsprechendem Masse auch dann erzielt, wenn beispielsweise der elliptische Querschnitt kleiner gewählt wird als derjenige der anzuschliessenden Rohrleitung.
Eine weitere Ausführungsform besteht darin, dass der elliptische Querschnitt so gewählt wird, dass die grosse Achse der Ellipse gleich dem Durchmesser des Rohranschlussstutzens ist, so dass also der elliptische Querschnitt geringer ist als der runde Querschnitt des Rohranschlussflansches. Selbstverständlich kann auch ein anderer elliptischer Querschnitt gewählt werden, doch ist es zweckmässig, dafür Sorge zu tragen, dass der mittlere Flüssigkeitsfaden annähernd in einer Geraden verläuft.
In der Zeichnung ist die Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei der die elliptische Ausbildung des Ventilgehäuses an der Stelle des Schrägsitzes derart erfolgt ist, dass der Durchgangsquerschnitt gleich dem lichten runden Querschnitt des Anschlussflansches ist.
Fig. 1 zeigt einen lotrechten Schnitt des Ventilgehäuses,
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie A-B der Fig. l,
Fig. 3 zeigt eine Ansicht des unteren Gehäuseteiles in der Richtung C-D gesehen.
Der Anschlussstutzen a, der am Flansch b einen kreisförmigen Querschnitt besitzt, ist nach der Ventilmitte hin in einen flächengleichen elliptischen Querschnitt c (Fig. 2) gebracht, der von der Ebene d des Ventilsitzes dl in einem Kreis e (Fig. 3) geschnitten wird. Zur Erzielung des elliptischen Querschnittes
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ist bei der dargestellten Ausführungsform der Erfindung im wesentlichen nur die obere Hälfte al des Stutzens a nach der Ventilmitte hin in entsprechendem Masse niedergezogen, ohne dass eine Aufbiegung der unteren Rohrhälfte a2 eintritt.
Dieser Umstand ist bei der dargestellten stehenden Anordnung des Ventils bzw. der Ventilspindel h insofern wichtig, als dadurch die Bildung von toten Räumen vermieden und stets eine vollständige Entleerung der Rohre gewährleistet wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schrägsitzventil, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohranschlussstutzen der Ventilsitzseite nach dem Ventilsitz hin in einen elliptischen Querschnitt (e) übergeführt ist und in diesem Querschnitt von der Ebene des Ventilsitzes in einem kreisförmigen Querschnitt (e) geschnitten wird.