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Herd für Wärmeöfen und Verfahren zu seiner Herstellung
Die Erfindung bezieht sich auf einen Herd für Wärmeöfen, in welchen das Wärmgut über die Herd- fläche bewegt wird, insbesondere für Roll- und Stossöfen oder Schmiedeöfen mit Gleitschienen aus keramischem Material, insbesondere aus Tonerde, zum Schutz des Herdes gegen mechanische Beanspru- chung. Es ist bereits bekannt, bei den Herden dieser Art einzelne Sintertonerdesteine in einer auf
Chromerzbasis aufgebauten Stampfmasse einzubetten. Es wurde auch bereits vorgeschlagen, die Steine, die nur in verhältnismässig kleinen Abmessungen hergestellt werden können, in zueinander versetzten Reihen anzuordnen, wobei diese etwas über die Herdfläche vorstehen, um eine Gleitbahn mit verringerter Reibung zu schaffen.
Diese Steine, die sehr teuer sind, können nur einige Zentimeter abgenutzt werden und müssen dann, weil sie oft ihren Halt in ihrer Bettung verlieren, durch neue Steine ersetzt werden. Dadurch geht nicht nur viel wertvolles Material verloren, sondern es sind auch häufige Unterbrechungen im Ofenbetrieb notwendig, um die erforderlichen Wiederherstellungsarbeiten ausführen zu können.
Die Erfindung bezweckt, diese Mängel zu beseitigen. Erreicht wird im wesentlichen dies dadurch, dass man lange, einstückige Gleitschienen aus an Ort und Stelle gestampfter Masse herstellt.
Der neue Herd für Wärmeöfen, in welchen das Wärmgut über die Herdfläche bewegt wird und der insbesondere für Roll-und Stossöfen oder Schmiedeöfen geeignet ist und welcher mit an Ort gestampften Gleitbahnen aus keramischem Material, insbesondere aus Tonerde, zum Schutz des vorzugsweise aus Chromerz bestehenden Herdbodens gegen mechanische Beanspruchungen ausgestattet ist, ist also durch einstückig ausgebildete oder in in Abschnitte von 1 bis 2 m lange Stücke unterteilte Gleitschienen gekennzeichnet.
Bei der neuen Bauart braucht nur der jeweils abgenutzte Teil der Schienen ersetzt zu werden, was möglich ist, weil diese Schienen selbst aus Stampfmassen bestehen. Die Schienen können breiter als die bisher für den angegebenen Zweck verwendeten Sintertonerdesteine gehalten und können auch weitgehender als diese abgenutzt werden, so dass nicht nur Material erspart, sondern auch Betriebsunterbrechungen seltener notwendig sind.
Um die Wärmedehnungen der Schienen besser zu beherrschen, unterteilt man diese zweckmässig in Abschnitte von etwa 1 bis 2 m. Hiebei können die Schienenabschnitte Nasen aufweisen, mit denen sie sich an Pfeilern im Herdunterbau abstützen, wodurch die Längsschubkräfte aufgeteilt und an mehreren Stellen in den Herdunterbau abgeführt werden.
Die Erfindung betrifft weiters auch ein Verfahren zur Herstellung des neuen Herdes, welches im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass nach Verlegung von teilbaren Verschalungen bzw. Kernen an den Stellen, an denen die Schienen vorgesehen sind, der übrige Herd hergestellt, dann die Kerne entfernt und die Schienenmasse, gegebenenfalls nach teilweiser Ausheizung der umgebenden Herdteile, eingestampft wird.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in einer beispiels weisen Ausführungsform dargestellt. Es zeigen die Fig. 1 und 2 Schnitte durch einen erfindungsgemässen Herd längs der Linien l-l
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und II-II in der Fig. 3, Fig. 3 eine Draufsicht auf den Herd nach den Fig. 1 und 2 und Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3.
Die Oberfläche des Herdunterbaues wird, sofern dies erforderlich ist, mit einem Estrich aus einer mechanisch hochfesten feuerfesten Masse 1 überzogen, um eine glatte Herdfläche zu erreichen. Hiebei können, wie dies in den Zeichnungen dargestellt ist, jene Stellen, in denen später die Schienen angeordnet werden, etwas dicker, d. h. erhabener, sein, um wertvolles Schienenmaterial zu sparen. In den Unterbau werden ferner ebenfalls aus einer mechanisch hochfesten, feuerfesten Masse Pfeiler 2 eingesetzt. Vor diesen Pfeilern ist der Estrich dicker ausgeführt, so dass sich die Schienen später mit nach unten gerichteten Nasen an diesen Pfeilern zur Ableitung des horizontalen Schubes abstützen können. Sodann wird die Herdmasse 3 gestampft, wobei der Raum, den später die Schienen einnehmen sollen, durch entsprechende Kerne ausgespart ist.
Dieses Herdmaterial besteht z. B. aus einer Mischung von 40 bis 60% hochtonerdehaltiger Schamotte, 20 bis 40% Chromerz und 10 bis 30% hochtonerdehaltigem Bindeton. In die bestehenden Flächen wird nach Entfernung der Kerne das Schienenmaterial 4 eingestampft, das aus 85-99% AI03 und 15 - 10/0 chemischem Bindemittel verschiedener Art besteht.
Falls notwendig, wird vor dem Aufstampfen des Schienenmaterials der Herd an diesen Stellen ausgeheizt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Herd für Wärmeöfen, in welchen das Wärmgut über die Herdfläche bewegt wird, insbesondere für Roll- und Stossöfen oder Schmiedeöfen, mit an Ort gestampften Gleitschienen aus keramischem Material, insbesondere aus Tonerde, zum Schutz des vorzugsweise aus Chromerz bestehenden Herdes gegen mechanische Beanspruchungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschienen einstükkig ausgebildet oder in Abschnitte von 1 bis 2 m unterteilt sind.