AT261916B - Verfahren zur Herstellung feinporiger Festpolymerisate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung feinporiger Festpolymerisate

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AT261916B AT170565A AT170565A AT261916B AT 261916 B AT261916 B AT 261916B AT 170565 A AT170565 A AT 170565A AT 170565 A AT170565 A AT 170565A AT 261916 B AT261916 B AT 261916B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung feinporiger Festpolymerisate 
Nach einem nicht zum Stand der Technik gehörenden Vorschlag zur Herstellung feinporiger Festpolymerisate wird als Ausgangsmaterial eine Emulsion von Wasser in Lösungen von   Polymerisationsbe-   schleunigern, Aktivatoren und Emulgatoren in monomeren Vinylverbindungen verwendet. Vor der Emulgierung des Wassers sind in 100   Gew.-Teilen monomerer Vinylverbindungen l-SGew.-Teile   eines in Wasser unlöslichen Emulgators oder eines Gemisches solcher Emulgatoren zu lösen.

   Ein derartiger Emulgator besteht in seiner Hauptmenge aus hydrophoben Polymerisationsprodukten von monomeren organi-   schen Verbindungen mit polymerisationsfähigen Doppelbindungen im Molekül und enthalt in 100 Gew.-T ei-    len 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> 1, <SEP> 0-4, <SEP> 0 <SEP> Gew.-Teile-OH-Gruppen <SEP> oder
<tb> 0, <SEP> 3-7, <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile-SO <SEP> H-Gruppen <SEP> oder
<tb> 0,5 <SEP> - <SEP> 2,0 <SEP> Gew.-Teile <SEP> -SO2Na-Gruppen <SEP> oder
<tb> 1,0 <SEP> - <SEP> 6,0 <SEP> Gew.-Teile <SEP> > SO4-Gruppen <SEP> oder
<tb> 0, <SEP> 5-10, <SEP> 0 <SEP> Gew.-Teile-CONH <SEP> 2-Gruppen <SEP> 
<tb> 
 
 EMI1.2 
 giert und die in der Emulsion enthaltenen polymerisierbaren Verbindungen, gegebenenfalls unter Luftabschluss, polymerisiert und ausgehärtet. 



   Es wurde ein Verfahren zur Herstellung feinporiger Festpolymerisate durch Polymerisation und Aushärtung von Emulsionen von Wasser in monomeren Vinylverbindungen, die neben Polymerisationsbeschleunigern und Aktivatoren in Wasser unlösliche Emulgatoren bzw. ein Gemisch derartiger Emulgatoren gelöst enthalten, welche in ihrer Hauptmenge aus hydrophoben Polymerisationsprodukten von monomeren   organischen Verbindungen mit polymerisationsfähigen Doppelbindungen im Molekül   und aus geringen Mengen an hydrophilen Komponenten bestehen, gefunden. Danach werden in 100   Gew. - Tei-   len der monomeren Vinylverbindungen als Emulgator   1,     0-5, 0 Gew.-Teile   eines wasserunlöslichen Polymerisationsproduktes von monomeren organischen Verbindungen mit polymerisationsfähigen Doppel- 
 EMI1.3 
 



   Als   monomere Vinylverbindung   wird vorteilhaft Styrol verwendet, dem noch andere organische Verbindungen mit polymerisationsfähigen Doppelbindungen im Molekül zugesetzt sein können. Diese organischen Verbindungen sollen nach Möglichkeit im Gemisch mit Styrol vernetzte Mischpolymerisate ergeben. So wird beispielsweise ein Endprodukt von hervorragenden mechanischen Eigenschaften erhalten, wenn an Stelle der monomeren Vinylverbindungen ein Gemisch eingesetzt wird, das aus 30 bis 80 Gew.-Teilen Styrol und aus   20   Gew.-Teilen eines ungesättigten Polyesters besteht, der beispielsweise durch Kondensation eines Gemisches von Malein- oder Fumarsäure und   Phthal-bzw. Iso-   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 phthalsäure mit mehrwertigen Alkoholen erhalten werden kann.

   Ebenso lassen sich Gemische von Styrol mit Divinylbenzol, Äthylenglykoldimethacrylat oder Acrylnitril als monomere Vinylverbindungen einsetzen. 



   In den monomeren Vinylverbindungen können dann gebräuchliche Polymerisationsbeschleuniger, wie beispielsweise Benzoyl- oder Lauroylperoxyd bzw. organische Hydroperoxyde, und Aktivatoren, wie beispielsweise tertiäre Amine bzw. Kobaltnaphthenat   oder-octoat, gelost werden.   Wenn leicht polymerisierende Vinylverbindungen als Ausgangsmaterial verwendet werden, kann es jedoch vorteilhaft sein, diese Polymerisationsbeschleuniger und Aktivatoren der fertigen Emulsion erst kurz vor Beginn des Polymerisationsvorganges zuzusetzen. Die von den   Polymerisationsbeschleunigern   und Aktivatoren einzusetzenden Mengen richten sich im wesentlichen nach der Art der verwendeten Vinylverbindungen und nach der Temperatur, die bei der Polymerisation eingehalten werden soll. Diese Mengen können durch einfache Vorversuche leicht ermittelt werden. 



   Ausser den Polymerisationsbeschleunigern und Aktivatoren werden in 100   Gew.-Teilen   der mono-   meren Vinylverbindungen 1, 0 - 5, 0 Gew. -Teile   eines in Wasser unlöslichen Emulgators gelöst, der in seiner Hauptmenge aus hydrophoben Polymerisationsprodukten von monomeren organischen Verbindungen mit polymerisationsfähigen Doppelbindungen im Molekül besteht und in 100   Gew. -Teilen 0, 1   bis 10, 0 Gew.-Teile-POsH2-Gruppen als hydrophile Komponente enthält.

   Es kann auch vorteilhaft sein, in 100 Gew.-Teilen der monomeren Vinylverbindungen   1,     0-5, 0 Gew.-Teile   eines Gemisches zu lösen, das aus einem solchen Emulgator und Emulgatoren gebildet wird, die in der Hauptmenge aus hydrophoben Polymerisationsprodukten von monomeren organischen Verbindungen mit polymerisationsfähigen Doppelbindungen im Molekül bestehen und in 100 Gew.-Teilen 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 1, <SEP> 0- <SEP> 4, <SEP> 0 <SEP> Gew.-Teile-OH-Gruppen <SEP> oder
<tb> 0, <SEP> 3-7, <SEP> 5 <SEP> Gew.-Teile-SO <SEP> H-Gruppen <SEP> oder
<tb> 0, <SEP> 6-2, <SEP> 0 <SEP> Gew.-Teile-SO <SEP> Na-Gruppen <SEP> oder
<tb> 1, <SEP> 0-6, <SEP> 0 <SEP> Gew.-Teile <SEP> > <SEP> SO-Gruppen <SEP> oder
<tb> 0, <SEP> 5-10, <SEP> 0 <SEP> Gew.-Teile-CONH <SEP> -Gruppen <SEP> 
<tb> 
 als hydrophile Komponente enthalten. 



     Die-POgH-Gruppen   enthaltenden Emulgatoren können beispielsweise durch Polymerisation von ss-Styrolphosphonsäure und Methacrylsäuremethylester hergestellt werden. Zur Herstellung der erfindungsgemäss einzusetzenden Emulgatoren ist aber auch jedes andere Verfahren geeignet, das zu Polymerisationsprodukten von organischen Verbindungen mit polymerisationsfähigen Doppelbindungen im Molekül führt, die in Wasser unlöslich sind und ausser dem hydrophoben Polymerteil in 100   Gew.-Tei-   len 0,   1 -10, 0 Gew.-Teile-POsH -Gruppen   als hydrophile Komponente enthalten. 



   In den als Ausgangsmaterial eingesetzten Vinylverbindungen können ausserdem Weichmacher und Substanzen, die die Brennbarkeit der Endprodukte vermindern, eingebracht werden. Besonders geeignet sind hiefür Weichmacher und flammhemmende Substanzen, die mit den als Ausgangsmaterial verwendeten monomeren Vinylverbindungen Mischpolymerisate zu bilden vermögen. Auch Farbstoffe können in die monomeren Vinylverbindungen eingebracht werden. 



   In 100   Gew.-Teilen   der auf diesem Weg hergestellten Lösung werden anschliessend 70 bis 950 Gew.-Teile Wasser unter lebhafter Bewegung eingetragen und emulgiert. Der Lösung oder der Emulsion können auch feinteilige Füllstoffe zugesetzt werden. Die mechanischen Eigenschaften, insbesondere die Biegefestigkeit, der feinporigen Festpolymerisate können noch verbessert werden, wenn Gewebe oder Matten, beispielsweise Textilgewebe oder Glasfasermatten   bzw. -gewebe,   in die Emulsion eingebracht oder damit beschichtet werden. 



   Die in der Emulsion enthaltenen polymerisierbaren Verbindungen können durch Erwärmen der Emulsion auf Temperaturen von 50 bis 1300 auspolymerisiert werden. Es ist aber auch möglich, die in der Emulsion enthaltenen polymerisierbaren Substanzen bei Raumtemperatur zu polymerisieren und das erhaltene Polymerisat durch Erwärmen auf Temperaturen von 50 bis 1300C auszuhärten. Die Polymerisation der in der Emulsion enthaltenen polymerisierbaren Substanzen muss besonders dann unter Luftabschluss durchgeführt werden, wenn in der Emulsion Verbindungen enthalten sind, die bei der einzuhalten sind, die bei der einzuhaltenden Polymerisationstemperatur verdampfen bzw. mit Luftsauerstoff zu Verbindungen reagieren, die den Ablauf des Polymerisationsvorganges stören oder die Qualität des Endproduktes mindern.

   Die Emulsion kann vor oder während der Polymerisation in vorgeheizte Formen ge- 

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 bracht oder zu Formteilen ausgewalzt werden. 



   Das nach der Polymerisation in den Poren des feinporigen Festpolymerisates noch verbliebene Wasser kann leicht, beispielsweise durch Erwärmen des Polymerisates auf Temperaturen zwischen 50 und   80 C,   entfernt werden. 



   Die feinporigen Festpolymerisate, die erfindungsgemäss unter Verwendung   eines - POsH2 -Gruppen   enthaltenden Emulgators hergestellt worden sind, zeichnen sich durch gute mechanische Eigenschaften 
 EMI3.1 
 
100   Gew.-Teilen 0, 22 Gew.-Teile-PO H -Gruppen   enthält, werden in 50 Gew.-Teilen Styrol gelöst. In dieser Lösung werden 100 Gew.-Teile Wasser unter lebhaftem Rühren emulgiert. Die entstehende Emulsion wird auf Temperaturen von 80 bis   900C   erwärmt und bis zur vollständigen Aushärtung des entstehenden feinporigen Festpolymerisates auf dieser Temperatur gehalten. Anschliessend wird durch längeres Erwärmen des Festpolymerisates auf Temperaturen von 50 bis   800C   das in dessen Poren befindliche Wasser ausgetrieben. 



    Beispiel 2-DeminBeispiellangegebenenAusgangsgemischwerdenanSteUevon2Gew.-Tei-    len 4 Gew.-Teile Mischpolymerisat aus ss-Styrolphosphonsäure und Methacrylsäuremethylester zugesetzt. 



   Es entsteht ein feinporiges Festpolymerisat, dessen Poren noch kleiner sind als in dem nach Beispiel 1 hergestellten Festpolymerisat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung feinporiger Festpolymerisate durch Polymerisation und Aushärtung von Emulsionen von Wasser in monomeren Vinylverbindungen, die neben Polymerisationsbeschleunigern und Aktivatoren in Wasser unlösliche Emulgatoren bzw. ein Gemisch derartiger Emulgatoren gelöst enthalten, welche in ihrer Hauptmenge aus hydrophoben Polymerisationsprodukten von monomeren organischen Verbindungen mit polymerisationsfähigen Doppelbindungen im Molekül und aus geringen Mengen an hydrophilen Komponenten bestehen, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass in 100 Gew.-Teilen der monomeren Vinylverbindungen als Emulgator 1, 0-5, 0 Gew.-Teile eines wasserunlöslichen Polymerisationsproduktes von monomeren organischen Verbindungen mit polymerisationsfähigen Doppelbindungen im Molekül gelöst werden, das in 100 Gew.
    -Teilen 0, 1 - 10, 0 Gew. -Teile -POsH2-Gruppenals hydrophile Komponente enthält, und in dieser Lösung 70 - 950 Gew.-Teile Wasser emulgiert werden.
AT170565A 1962-09-21 1962-10-31 Verfahren zur Herstellung feinporiger Festpolymerisate AT261916B (de)

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