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Aus einem Blechstreifen gebildetes Bewehrungselement für Stahlbetonträger od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf ein aus einem Blechstreifen gebildetes, aus einem Steg und an dessen beiden Rändern angesetzten Flanschen bestehendes Bewehrungselement für Stahlbetonträger od. dgl., ins- besondere für Stahlbeton-Rippendecken, mit im bestimmungsgemäss der Druckzone des Stahlbetonträgers zugewendeten Flansch vorgesehenen, zur Bildung von aus der Flanschebene ausbiegbaren Zungen ge- eigneten und wenigstens teilweise im Abstand der Zungenbreite vom freien Flanschrand in Längsrichtung des Elementes verlaufenden Einschnitten od. dgl.
Bei einem bekannten Element dieser Art sind im gesamten oberen Flansch durch hakenförmige Einschnitte die Zungen vorbereitet, die an der Stelle des Einbaues des Elementes rechtwinkelig aufgebogen werden und eine solche Länge besitzen, dass sie in die Druckzone des Stahlbetonträgers reichen. Der
Nachteil dieser bekannten Bauart liegt darin, dass die Zungen am Element über dessen gesamte Länge durch die hakenförmigen Einschnitte vorgebildet sind, wodurch das Widerstandsmoment des oberen Flansches des Elementes gegen eine seitliche Verbiegung dieses Elementes stark verringert ist. Dies macht sich beim Transport und bei der Montage unangenehm bemerkbar, da es leicht zum Kippen des Elementes bzw. zu einerAusbeulung kommt, wodurch das Element unbrauchbar wird.
Ein weiterer Nachteil des bekannten Elementes besteht darin, dass die Zungen nur nach einer Richtung ausgeschnitten sind, was bei senkrechter Abwinkelung der Zungen keine Rolle spielt, jedoch unangenehm ist, wenn die Zungen z. B. eine Neigung von etwa 450 zur Flanschebene einnehmen sollen. In diesem Fall müssen an einem Trägerende die Zungen um 450, am andern Trägerende jedoch um etwa 135 aufgebogen werden, was zu einem unangenehmen Spannungszustand an der Zungenwurzel und zu einer Riss- oder Bruchgefahr an dieser Stelle führt.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen. Grundgedanke der Erfindung ist, die schäd- lichen, im wesentlichen senkrecht zur Flanschlängsrichtung verlaufenden Einschnitte zu vermeiden, den Träger nur mit der Länge nach verlaufenden Einschnitten zu versehen und erst an Ort und Stelle der Verarbeitung des Elementes einige zur Zungenbildung erforderliche Einschnitte vorzunehmen. Demnach ist das erfindungsgemässe Element dadurch gekennzeichnet, dass es nur Einschnitte od. dgl. aufweist, die ausschliesslich in Längsrichtung des Bewehrungselementes verlaufen, und der Flansch zumindest im mittleren Bereich des Bewehrungselementes frei von quergerichteten, vom freien Flanschrand ausgehenden Schlitzen ist. Eine vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich, wenn die längsgerichteten Einschnitte von vorgeformten Rillen gebildet sind.
Die Widerstandskraft des Elementes gegen Verformungen während des Transportes und der Montage kann durch eine Längswellung, vorzugsweise im Bereich der Zug- und Druckzone des Elementes, erhöht werden.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in zwei beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt. Es zeigen Fig. l eine erste Ausführungsform und Fig. 2 eine zweite Ausführungsform, beide im Schaubild, und Fig. 3 einen Teilschnitt durch das erfindungsgemässe Element nach der Linie III-III in Fig. 2.
Das Bewehrungselement 1 weist einen Steg 2, einen unteren Flansch 3 und einen oberen Flansch 4 auf. Dieser ist nahe seiner neutralen Linie, bezogen auf eine seitliche Biegebeanspruchung des Elementes, mit Schlitzen 5 versehen, die in Abständen voneinander angeordnet sind.
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