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Aus Formsteinen gebildeter Hauskamin, der wenigstens über Dach mit einem äusseren Mantel aus Mauersteinen versehen ist
Es ist bereits ein aus Formsteinen gebildeter Hauskamin bekannt, der wenigstens über Dach mit einem äusseren Steinmantel versehen ist und bei dem zwischen den Kaminformsteinen und dem Mantel, u. zw. oberhalb der üblichen Blechverwahrung, die den zwischen dem Kamin und dem Rand der Durchtrittsöffnung im Dach gebildeten Ringspalt abdeckt, als Sperre gegen Wasserdurchtritt eine Isolierschicht vorgesehen ist, deren unterer Rand bzw. deren untere Ränder, in knapp über der Blechverwahrung liegenden Mörtelfugen des Mantels nach der Kaminaussenseite geführt sind.
Nach diesem noch nicht zum Stande der Technik gehörenden Vorschlag dienen als Isolierschicht um die Kaminformsteine herumge- legte und je eine Wange abdeckende Folien, wobei von zwei benachbarten Folien wenigstens eine Folie breiter ist als die durch sie abgedeckte Wange, so dass jeweils ein überstehender Randstreifen dieser breiteren Folie nach Abwinkeln den Seitenrand der benachbarten Folie überlappt.
Die zwischen den Kaminformsteinen und den sie umgebenden Mauersteinen eingebrachte Isolierschicht vermeidet mit Sicherheit das Eindringen von Wasser in die Kaminformsteine. Diese Isolierschichtleitet das durch Kapillarwirkung eingesaugte oder durch Schlagregen in Mörtelfugen eindringende Wasser über die knapp über der Blechverwahrung in Mörtelfugen liegenden, nach der Kaminaussenseite geführten Ränder der Isolierschicht nach aussen ab. Dabei hat es sich jedoch gezeigt, dass, da infolge der Schräge des Daches bei einem derart gegen Eindringen von Wasser geschützten Kamin immer noch einige Mörtelfugen zwischen der Blechverwahrung und den nach aussen geführten Rändern der Isolierschicht ungeschützt bleiben, das nach aussen geführte Wasser durch diese Mörtelfugen wieder in das Innere treten und so die beabsichtigte Schutzwirkung, zumindest zum Teil, aufheben kann.
Es ergab sich daher die Aufgabe, das eingedrungene, an der Isolierschicht nach unten abgeleitete Wasser so nach aussen zu führen, dass ein nochmaliges Eindringen in ungeschützte Mörtelfugen nicht auftreten kann.
Weiter hat es sich gezeigt, dass die Anbringung der Isolierschicht in einzelnen Bahnen schwierig und zeitraubend durchzuführen ist. Insbesondere hat es sich gezeigt, dass, wenn die Isolierschicht aus folienartigem Material hergestellt wird, die Überlappungen der einzelnen Bahnen nur unter Schwierigkeiten so ausgeführt werden können, dass sie mit Sicherheit einem Wasserdurchtritt standhalten.
Ausgehend von einem solchen aus Kaminformsteinen gebildeten Hauskamin, bei dem oberhalb der Blechverwahrung als Sperre gegen Wasserdurchtritt eine schwer brennbare Isolierschicht angeordnet ist, werden die genannten Schwierigkeiten nach der Erfindung dadurch vermieden, dass die Isolierschicht Wasserableitstreifen übergreift, die in unmittelbar über der Blechverwahrung liegenden Mörtelfugen des Mantels aus Mauersteinen eingelegt sind und allseitig über den oberen Rand der Blechverwahrung greifen.
Das durch die Mauersteine eingedrungene und an der Isolierschicht nach unten ablaufende Wasser wird in erfindungsgemässer Weise an den Wasserableitstreifen nach aussen abgeführt und kann nunmehr, da die Wasserableitstreifen ihrerseits die Blechverwahrung umfassen, nicht mehr in den Kamin eindringen, sondern fliesst über das Dach ab. Es umschliesst also ein allseitig gegen Wasser abdichtender Mantel den Kamin von seinem oberen Ende bis zum Dacheintritt, also in der gesamten, der Witterung ausgesetzten Länge. Gleichzeitig ist auch erreicht, dass eine ununterbrochene Wärmedämmschicht eine
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Abkühlung des Kamins und damit einer Kaminversottung vorbeugt.
Als zweckmässig hat es sich erwiesen, dass die Isolierschicht aus einer Folie besteht, die alle Wangen des aus Kaminformsteinen gebildeten Kamins umgreift und deren zwei Stossränder sich parallel zur Kaminlängsachse überlappen.
Da bei dieser erfindungsgemässen Isolierung keine Rücksicht auf senkrecht zur Kaminachse abzuwinkelnde Ränder genommen werden muss, kann sie aus einem biegefähigen Band hergestellt werden, das nur eine einzige in einer parallel zur Kaminachse verlaufenden Ebene liegende Überlappung aufweist, die genügend breit ausgeführt werden kann, um einem Wasserdurchtritt mit Sicherheit standzuhalten. Diese eine Überlappung ist ohne Schwierigkeiten festzulegen, behindert also die Anbringung der Isolierschicht in keiner Weise.
Um eine noch einfachere Montage zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, dass die Isolierschicht aus einem Folienband besteht, das mit sich überlappenden Bahnen schraubenlinienförmig von unten nach oben um den aus Kaminformsteinen gebildeten Kamin gelegt ist.
Auf diese Art und Weise kann der aus Kaminformsteinen errichtete Kamin entsprechend dem Höherrücken des Gerüstes zur Anbringung des aus Mauersteinen zu bildenden Mantels mit dem Folienband umwickelt werden, wodurch die Möglichkeit gegeben ist, diese Arbeiten wesentlich zu vereinfachen.
Bei steilen Dächern werden zweckmässigerweise die Wasserableitstreifen, der Schräge des Daches oder des oberen Randes der Blechverwahrung folgend, stufenförmig in unmittelbar über der Blechverwahrung liegende Mörtelfugen des Mantels aus Mauersteinen. eingelegt.
Durch ein solches stufenförmiges Anpassen der Wasserableitstreifen an die Dachschräge kann ein unschönes Höherziehen der Blechverwahrung vermieden werden. Da ausserdem die zwischen den Kaminformsteinen und den sie umgebenden, als Mantel ausgebildeten Mauersteinen eingebrachte Isolierschicht nicht unmittelbar der Witterung ausgesetzt ist, also aus weniger witterungsbeständigem Material als die übliche Blechverwahrung bestehen kann, wird durch eine solche Ausbildung erheblich teureres Material eingespart.
Zur Verbilligung des Erfindungsgegenstandes trägt auch bei, dass die Isolierschicht und/oder die Wasserableitstreifen aus Kunststoff bestehen.
Eine billigere Herstellung wird nicht nur dadurch erreicht, dass solche Kunststoff-Folien im allgemeinen nicht nur billiger sind als entsprechende Zink-, Aluminium- oder Bleiabdeckungen, sondern auch dadurch, dass diese Kunststoff-Folien leichter und schmiegsamer, also müheloser zu montieren und weiterhin einfacher zu transportieren sind.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, u. zw. zeigen Fig. l ein aus dem Dach herausgeführtes, ummanteltes Kaminende in teilweise geschnittener, schaubildlicher Darstellung und Fig. 2 ausschnittweise einen Längsschnitt durch den Kamin in Höhe der Blechverwahrung.
Das obere Ende des aus Kaminformsteinen 1 gebildeten Kamins ist sowohl oberhalb als auch unterhalb des Daches 2 mit einem äusseren Mantel 3 aus Mauersteinen versehen. Unmittelbar beim Dachaustritt ist der Kamin von einer üblichen Blechverwahrung 6 umgeben. In die knapp über der Blechverwahrung 6 liegenden Mörtelfugen sind Wasserableitstreifen 15 eingelegt, deren nach oben weisende, den Kaminformsteinen anliegende, umgebördelte Kanten 16 von einer Isolierschicht 7 überdeckt werden. Die Isolierschicht 7 bedeckt die Wangen der Kaminformsteine von dem Wasserableitstreifen bis zum oberen Kaminende. Nach unten weisende Kanten 17 der Wasserableitstreifen 15 umfassen die Blechverwahrung 6.
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untendie Blechverwahrung 6 ablaufen.
Es wird auf diese Weise vermieden, dass das an der Isolierschicht 7 ablaufende Wasser nochmals mit dem Kamin in Berührung kommt, womit eine vollkommene Abdichtung des Kamins gegen Eindringen von Wasser und eine ununterbrochene Wärmedämmung vom Kaminende bis zum Dachaustritt erreicht ist.
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