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Vorrichtung zum Anklemmen von Halterungen vorzugsweise für Schifahrer an ein umlaufendes Schleppseil eines Liftes
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anklemmen von Halterungen vorzugsweise für Schifahrer an ein umlaufendes Schleppseil eines Liftes mit einer Klammer, die eine seitliche Öffnung zum Einbringen des Seiles aufweist.
Es sind bereits Klemmvorrichtungen bekanntgeworden, die an ein endloses, umlaufendes Schleppseil eines Schiliftes angeklemmt werden können. Diese Vorrichtungen bestehen im wesentlichen aus einer Halterung zwischen deren beweglichen oder festen Klemmbacken das Förderseil durch Verdrehen der Halterung eingeklemmt und reibungsschlüssig festgehalten wird. Diese bekannten Einrichtungen haben den Nachteil, dass das Seil an der Klemmstelle einer starken Beanspruchung unterliegt, da auf das zwischen den Klemmbacken liegende Seilstück durch das Gewinde des zu befördernden Schifahrers bedingte. Abscherkräfte einwirken.
Auch der starke Anfahrstoss ist bei diesen Klemmvorrichtungen sehr nachteilig, da bei diesen infolge Ausbildung der einen Klemmbacke als etwa exzentrische Nocke der Klemmvorgang sehr plötzlich vor sich geht und ein kontrolliertes Rutschenlassen des Seiles beim Anklemmen unmöglich ist.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nunmehr eine Vorrichtung zum Anklemmen von Halterungen vorzugsweise für Schifahrer an ein umlaufendes Schleppseil eines Liftes, bei welcher die oberwähnten Nachteile dadurch behoben sind, dass die Klammer aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Hebeln besteht, von denen der erste Hebel, der in angeklemmten Zustand annähernd in Seilrichtung verläuft, an seinem freien Ende eine Seilhalterung trägt, deren Backen die seitliche Seileinbringungsöffnung bilden, und der zweite Hebel an seinem freien Ende die Halterung für den Schifahrer sowie in der Nähe seiner Anlenkstelle einen parallel zur Gelenkachse verlaufenden Bolzen aufweist, der ein Führungsblech für das Seil trägt und in Klemmstellung der Vorrichtung, in welcher die beiden Hebel einen Winkel von etwa 900 einschliessen, das Seil gegen Teile des ersten Hebels presst,
wobei eine Feder vorgesehen ist, die mit ihrem einen Ende an einer der Backen befestigt ist und mit ihrem andern Ende an dem Bolzen angreift und die Vorrichtung in Seilaufnahmestellung zu halten sucht, in welcher die beiden Hebel einen spitzen Winkel einschliessen.
In den Zeichnungen sind beispielsweise Ausführungsformen einer Klemmvorrichtung dargestellt, an Hand derer die Erfindung im folgenden näher beschrieben wird. Es zeigen Fig. l in Seitenansicht eine erfindungsgemässe Klemmvorrichtung in Klemmstellung, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie a-a der Fig. l und Fig. 3 einen Schnitt nach Linie b-b der Fig. 1. Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen Ansichten weiterer Ausführungsformen.
Bei der Klemmvorrichtung nach Fig. l ist eine Klammer gezeigt, die einen Hebel 1, der einen Zapfen 2 aufweist, an dem gelenkig ein zweiter Hebel 3 befestigt ist, enthält. Der Hebel 1 ist an seinem freien Ende bei 4 abgerundet und mit einer aus Backen 5 und 6 bestehenden Seilhalterung versehen, die eine seitliche Einbringungsöffnung 7 für ein Seil 8 bilden. An der Unterseite der unteren Backe 6 ist das eine Ende einer Blattfeder 9 befestigt, deren anderes Ende an einem Bolzen 10 angreift, der am Habel 3 in Nähe seiner Anlenkstelle 2 parallel zur Gelenkachse an-
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geordnet ist. Der Bolzen 10 trägt ein in einer Richtung nasenartig vorspringendes Führungsblech 11 für das Seil. Das freie Ende des zweiten Hebels 3 ist mit einer Lasche 12 zur Befestigung einer Halterung 13 für den Schifahrer versehen.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Vorrichtung ist folgende :
Die Feder 9 drückt gegen den Bolzen 10, wodurch in der Seilaufnahmestellung der Vorrichtung der Hebel 1 mit dem Hebel 3 einen spitzen Winkel einschliesst und das Führungsblech 11 des Bolzens 10 in eine im wesentlichen parallele Stellung zum Seil 8 ragt, wodurch letzteres in die am freien Ende des Hebels 1 vorgesehene Seileinbringungsöffnung eingelegt werden kann. Erfolgt durch das Gewicht des Schiläufers ein Zug an der Halterung 13, so wird der Hebel 3 um den Zapfen 2 gegenüber dem Hebel 1 in einer Weise verschwenkt, dass der Bolzen 10 über die Blattfeder i.) das Seil 8 gegen den Hebel 1 presst. Bei dieser Verschwenkung wird auch das Führungsblech 11 verschwenkt, welches nunmehr seitlich vom Seil zu liegen kommt und dessen Herausgleiten aus der Klammer verhindert.
Treten nun durch den Schifahrer weitere Zugkräfte an der Halterung 13 auf, so verdreht sich der Hebel 1 mit dem geklemmten Seilstück aus seiner zur Zugrichtung parallelen Lage und schliesst mit dem ziehenden Trum des Seiles 8 einen stumpfen Winkel ein.
Dadurch erfolgt ein reibungsschlüssiges Klemmen des Seiles 8 gegen einen Teil des Hebels 1 nicht nur durch die Blattfeder 9, auf die der Bolzen 10 drückt, sondern auch durch die Umlenkung an der Abrundung 4 des Hebels 1, gegen die das Seil gepresst wird. Soll die Klemmvorrichtung vom Seil gelöst werden, ist es nur notwendig, die Klemme zu entlasten, d. h. die Zugkraft auf die Halterung 13 nicht mehr wirken zu lassen. Dadurch kann die Blattfeder 9 die auf den Bolzen 10 drückt, den Hebel 3 gegenüber den Hebel 1 verdrehen, so dass diese wieder einen spitzen Winkel miteinander einschliessen. Das Führungsblech 11 gibt das Seil 8 frei und die Klemmvorrichtung kann von diesem gelöst werden.
Die in den Fig. 4-6 gezeigten Ausführungsformen zeigen die beschriebene Klemmvorrichtung in Verbindung mit verschiedenen Ausbildungen von Halterungen für den Schifahrer. So ist einmal ein Seil 13 mit einer Schlinge gezeigt, in welche die Schistockspitze gesteckt werden kann. Ein andermal ist am Ende des Seiles 13 ein steifer Quergriff 15 vorgesehen. Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ist der Hebel 3 direkt als steifer Handgriff 15 für den Schifahrer ausgebildet.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemässen Klemmvorrichtung besteht darin, dass das Seil 8 an zwei Stellen reibungsschlüssig und schonend geklemmt wird, wobei jedoch das Anklemmen allmählich vorgenommen werden kann und so der unerwünschte starke Anfahrruck verhindert wird.