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Rahmenkonstruktion für Schiebefenster, Schiebetüren u. dgl.
Gegenstand der Erfindung ist eine Rahmenkonstruktion für Schiebefenster, Schiebetüren u. dgl., deren vertikale und horizontale Rahmenprofile mit Zusatzelemente zu Verbundteilen zusammensetzbar sind, um Einheiten beliebiger Aufteilung und Ausfachung erstellen zu können.
Die Erfindung bezweckt, bei nur wenigen Grundprofilen den Aufbau von in weitem Bereich variablen Konstruktionen zu gestatten. Es soll insbesondere ermöglicht werden, trotz im Prinzip gleicher Einzel-
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jeweils eigener Gestaltung zu erhalten.
Konstruktionen dieser Art für Fenster, Türen u. dgl., insbesondere für Schiebefenster, sind bereits in grosser Anzahl bekannt. Die Variationsmöglichkeiten der meisten Konstruktionen sind jedoch beschränkt, man verzichtet zum Teil bewusst darauf zugunsten einfachster Profilformen. Dadurch entfiel unter anderem aber auch die Möglichkeit, die A usfachung der Rahmen auf üblichem Wege durch Einsetzen in die fertigen Rahmen durchzuführen. Durch das Herumlegen der Rahmenteile um die Ausfachung werden bei einem Teil dieser Konstruktionen zumeist stumpf aufeinanderstossende Profilverbindungen erhalten, denen aber im allgemeinen die Gehrungsverbindungen vorgezogen werden.
Mit der Rahmenkonstruktion gemäss der Erfindung wird angestrebt, nicht nur die aufgezählten Nachteile zu vermeiden, sondern auch Konstruktionen zu schaffen, die vielseitig gegliedert werden können und dabei doch schlichtes und zweckmässiges Aussehen besitzen.
Die Rahmenkonstruktion gemäss der Erfindung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenprofile in bekannter Weise im wesentlichen die Form eines H aufweisen, dessen beide kürzere Flanken als Glasfalz zur Aufnahme einer Verglasung und dessen beide längeren Flanken mit Rastgesperren zur Aufnahme von Zusatzelemente ausgebildet sind. Die Erfindung ermöglicht den Aufbau von Rahmenkonstruktionen, die bewegliche bzw. verschiebbare und feste Teile in beliebiger Kombination aufweisen sowie mit festen Ausfachungen beliebiger Art versehen und auch untereinander verbunden werden können.
Die Erfindung wird an Hand eines in den Zeichnungen schematisch und beispielsweise dargestellten Ausführungsbeispieles beschrieben. Es zeigen Fig. 1 und 2 ein Fenster mit drei verschiebbaren Teilrahmen, Fig. 3 und 4 ein Fenster mit zwei verschiebbaren und einem festen Teilrahmen, Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V der Fig. 3, Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI der Fig. 3 mit Rahmenverbindung für den Einbau in sogenannte Vorhangfassaden, Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie VII-VII der Fig. 3, Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie VIII-VIII der Fig. 1 bzw. 3, Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie IX-IX der Fig. 3 und Fig. 10 einen Schnitt längs der Linie X-X der Fig. l.
Wie die Fig. l - 4 zeigen, kann die erfindungsgemässe Rahmenkonstruktion in verschiedenen Ausführungsformen erstellt werden. Die dargestellten Rahmen können untereinander in jeder gewünschten Weise vertauscht oder zusammengestellt werden. Der ohne Pfeil dargestellte Rahmenteil 1 ist feststehend, wie auch der Schnitt V-V in Fig. 5 zeigt.
Das Grundelement 2 des Innenrahmens ist im wesentlichen H-förmig gestaltet, wobei einer der beiden kürzeren Flankenteile 3 und 4, die der Aufnahme der Verglasung 5 dienen, lösbar gehal-
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ten ist. Der lösbare Flankenteil 3 dient als Glasfalzleiste und ist mit seiner zum Profilinneren hin angeordneten Abkröpfung 6 in eine an der Stegseite des Grundelementes vorgesehene Nut 7 einschiebbar, wobei eine am Ende der Abkröpfung vorgesehene Nase 8 und eine Verstärkung 9 für genau achsparallele Führung der Leiste sorgen.
Ein zwischen den längeren Flanken 10,11 befindlicher Hohlraum ist zur Aufnahme von Rollenkäfigen 12 bestimmt, die zwischen einem Steg 13 und Rippen 14 im Klemmsitz gehalten werden. Im Bereich der Rahmenecken können in den Hohlraum zwischen Steg und Rippen Verbindungsstücke, die nicht dargestellt sind, eingeführt werden.
Die längeren Flanken 10,11 der Grundelemente 2 sind an ihren Enden klauenförmig ausgebildet. Bei Einsatz eines Grundelementes als unterer horizontaler Rahmenteil für Festrahmen (Fig. 5) sind die Öffnungen seiner Klauen 15 zu einem Blendrahmen 17 hin gerichtet. Die Klauen haben an ihrer Innenseite Riefen 16, in die durch den Blendrahmen 17 hindurch eine oder mehrere Schrauben 18 gedreht werden können, wodurch der ganze Rahmen festgelegt wird.
Die klauenförmigen Flankenenden des Grundelementes 2 sind bei Verwendung für verschiebbare Rahmen nach innen abgewinkelt 19 (Fig. 6). In die hier etwa schwalbenschwanz- oder hammerkopfförmige Klauenöffnung 20 können Dichtungen 21 eingeschoben werden. Diese sind vorzugsweise so gestaltet, dass sie beiderseits an einem seitlich mit Rillen 22 versehenen Steg 23 anliegen und auf diese Weise eine Abdichtung zwischen den Rahmen bewirken.
Bei Festrahmen dienen die gleichen Klauen 20 im oberen Querholm der Aufnahme von Sperrelementen 24 (Fig. 8 und 10), die U-förmig gestaltet sind und sich mit ihren widerhakenartig ausgebildeten Flankenenden 26 in den Klauenöffnungen verhaken. Wird der mit den Sperrelementen versehene Rahmen über den Steg des oberen horizontalen Blendrahmens geschoben, rastet einer der Widerhaken mit seinem winkelförmigen Fortsatz 27 in die Rillen 22 ein, wodurch der gesamte Rahmenteil mit dem Blendrahmen verklemmt wird und Quer- und Längsbewegungen des Rahmens unmöglich werden.
Erfindungsgemäss erfolgt die obere Mittelholmabdichtung bei geschlossenem Fenster mit Hilfe einer Edelstahlfeder 25 (Fig. 7), die nur beispielsweise über einem Festrahmen eingezeichnet ist. Auf die Feder gleiten die benachbarten Rahmenprofile mit je einer ihrer längeren Flanken auf. Durch Verformung legt sich die Feder dichtend auf die Flankenstirnseiten.
Ein Rahmenprofil 2 gleicher Form wird auch für die Mittelholme eingesetzt. Wie Fig. 8 zeigt, werden hier zur Abdichtung der Holme gegeneinander auf die abgewinkelten Flanken des Rahmenprofils Zusatzprofile 28 aufgeclipt, die im wesentlichen L-förmig gestaltet sind. An der Innenseite des längeren Schenkels 29 sind zwei Federstege 30 angeordnet, deren Enden sich hinter den abgewinkelten Klauen des Rahmenprofils 2 verhaken. Um zu verhindern, dass sich bei grösserer Beanspruchung das Profil lösen kann, sind erfindungsgemäss an den Innenseiten der Federstege Riefen 31 vorgesehen, die schrauben 32, die durch den Steg des Grundprofils eingeführt werden, aufnehmen können.
Der lange Schenkel 29 des Zusatzprofils überkragt das Grundprofil um die Breite seiner, von dem andern Schenkel 33 mit einer diesem parallelen Abwinkelung 34 gebildeten Kammer 35 in Richtung des Nachbarelementes.
Der Abstand der beiden benachbarten Holme ist so bemessen, dass die Schenkel 33 bei geschlossenem Fenster jeweils in die benachbarte Kammer ragen, wo sie einerseits am Nachbarschenkel, anderseits an einer an der Innenseite der Abwinkelung 34 in einer Nut 36 angeordneten Dichtung 37 anliegen. Durch Abschrägung der Schenkelenden 33 wird erreicht, dass die Schenkel gegenseitig fest und sicher anliegen und glatt aneinander vorbeigleiten können.
Die Flanken 10,11 des Grundprofils 2 werden beim Einsatz als Seitenholme mit einem Zusatzprofil gemäss Fig. 9 versehen, das das Grundprofil auf seiner ganzen Breite überdeckt, wodurch das halboffene Profil in ein Hohlprofil verwandelt wird.
Bei der Rahmenanordnung gemäss den Fig. 3, 4 und 9 stösst ein verschiebbarer Rahmen in geschlossenem Zustand gegen einen Festrahmen, wobei der verschiebbare Teil den Festrahmen teilweise überlappt. Zur Abdichtung dieses Bereiches wird für die benachbarten, einander überlappenden Holme eine Variante des Grundprofils eingesetzt, bei der die beiden längeren Flanken des Profils 39 halsartig abgewinkelt sind, bei sonst gleicher Ausbildung. Auf das Grundprofil des Festrahmens wird als Aufnahmeund Anschlagteil ein Zusatzprofil 38 mit Hilfe seiner beiden Federstege aufgeklemmt. Das Profil ist im wesentlichen Z-förmig ausgebildet und wird mit seinem einen Flansch 40 am Festrahmen befestigt und dient mit dem andern Flansch 41 dem beweglichen Rahmen als Aufnahme und Anschlag. Der Flansch 40 überkragt das Grundprofil etwa um das Mass des Holmenabstandes.
Zur Vermeidung einer Abbiegung wird der lange Steg 42 durch eine Rippe 43 gegen das Grundprofil des Festrahmens abgestützt.
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Ein U-förmiger Aufnahmeteil des Flansches 41 ist innen seitlich mit zwei einander gegenüberliegenden hammerkopfähnlichen Nuten 44 zur Aufnahme von Dichtungen 45 versehen, zwischen welche sich beim Schliessen des Fensters der bewegliche Rahmen mit dem Halsteil 39 seines Grundprofils schiebt. Zur zusätzlichen Abdichtung stösst die Abdeckleiste 46 gegen eine Dichtungsleiste 47 an, die beispielsweise mit einem Harpunensteg 48 in der halboffenen Nut 49 an der Basis des Aufnahmeteils befestigt ist. Analog der bereits beschriebenen Mittelholmdichtung gemäss Fig. 8 kann auch hier durch eine Schraube, die durch den Steg des Grundelementes geführt und mittels der zwischen den Federstegen angeordneten Riefen arretiert wird, ein Abspringen des Zusatzprofils verhindert werden.
Bei der Rahmenanordnung gemäss den Fig. 1, 2 und 10 stossen zwei verschiebbare, in gleicher Ebene befindliche Rahmen aufeinander. Die Nahtstelle beider Rahmen wird mit Hilfe der Grundprofilvariante 2', die aus einer Kombination des Aufnahmeteils 41 des Zusatzprofils 38 und des Grundprofils 2 besteht, abgedichtet. Der Halsteil 39 des einen Rahmens schiebt sich dabei-wie bereits beschrieben-zwischen die mit Dichtungen versehenen Flanken des Grundprofils 2', wobei wieder der Halsteil 39 mit einer Abdeckleiste verschlossen ist. Es entsteht so eine nut-und federartige Verbindung.
Erfindungsgemäss kann der Blendrahmen 17 wahlweise fest in die Gebäudewand eingebaut oder aber mit weiteren Rahmenprofilen kombiniert werden, z. B. beim Einbau in sogenannte Vorhangfassaden (Fig. 6). Dazu ist das Blendrahmenprofil 17 an seiner Unterseite mit Stegen 50 und 51 sowie in der Mitte mit einem Doppelsteg 52 versehen. Die Stege 50 und 51 sind um das Mass einer Stegstärke nach innen abgesetzt und stützen sich jeweils gegen hakenförmige Ansätze 53 eines Gegenrahmens 54 so ab, dass dieser mit seinen Stegen die des Blendrahmens 17 überlappt. Dadurch entsteht eine glatte äussere Sichtfläche. Verbunden werden die beiden Rahmenteile 17 und 54 mit Hilfe einer Schraube, die, wie bereits oben beschrieben, in die an den Innenseiten des Stegpaares 52 angeordneten Riefen eingedreht wird.
Zur Vermeidung einer Durchbiegung stehen das Profil 54 mit seinem Steg 55 und das Profil 17 mit einem seiner beiden Stege 52 aufeinander.
Das Rahmenprofil 54 ist auf seiner Gegenseite einerseits mit einer Leiste 56 und anderseits mit einer Nut 57 versehen. Die Leiste 56 dient der A usfachung als Anschlag, in die Nut 57 kann eine Glasfalzleiste zur Arretierung der Ausfachung eingeschoben werden. Auf diese Weise können auch Festverglasungen oder Ausfachungen beliebiger Art in der Gesamtkonstruktion mit Schiebefenstern beliebig zu grösseren Rahmeneinheiten kombiniert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rahmenkonstruktion für Schiebefenster, Schiebetüren u. dgl., deren vertikale und horizontale Rahmenprofile mit Zusatzprofilen zu Verbundteilen zusammensetzbar sind, um Einheiten beliebiger Aufteilung und Ausfachung erstellen zu können, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmen- profile (2) in bekannter Weise im wesentlichen die Form eines H aufweisen, dessen beide kürzere Flanken (3,4) als Glasfalz zur Aufnahme einer Verglasung (5) und dessen beide längere Flanken (10,11) mit Rastgesperren (15,20) zur Aufnahme von Zusatzprofilen ausgebildet sind.