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Elektromagnetisches Relais
Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches, in erster Linie für das fernsprechtechnische Gebiet verwendbares Relais, mit übereinander angeordneten Federreihen, deren zusammenwirkende Kontaktenden durch eine Bewegungskarte voneinander abgehoben bzw. miteinander in Berührung gebracht werden, wobei das Federbündel eine von der Magnetarmatur des Relais unabhängig für sich im voraus montierbare Einheit bildet.
Die Erfindung zielt darauf ab, die Montage und Instandhaltung des Relais einfacher als bisher durchführen zu können.
Bei den bekannten, zeitgemässe Ansprüche bei der Herstellung befriedigenden Relaiskonstruktionen werden im Interesse einer besseren Massenfabrikation die Kontakt-Federreihen zu einer Einheit zusammengefasst. Bei einem Teil dieser Lösungen kann das Federbündel nur mit dem Elektromagnet gemeinsam montiert werden, wogegen das Federbündel des Relais nach der österr. Patentschrift bk. 229. 380 eine selbständige Einheit bildet und vom Magnet unabhängig montiert und überprüft werden kann. Diese unabhängige Einheit erleichtert die Montage und Kontrolle der Federkraft. Die Kontakte sind bei dieser Ausführung aber hinter der Bewegungskartenebene vorgesehen, weshalb diese Lösung vom Gesichtspunkt der Zugänglichkeit und Kontrollierbarkeit der Kontakte nachteilig ist.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass unter Beibehaltung der Vorteile der bekannten Relais mit unabhängig montierbaren Federbündeln ein solches Relais gebildet werden kann, das den erwähnten Nachteil nicht mehr aufweist. Erfindungsgemäss wird vorgeschlagen, dass die Bewegungskarte in der Ebene der zu den Relaiskontakten ausgebildeten freien Federenden angeordnet ist, wobei an einem Steg der Karte die freien Enden der inneren Federreihen von zwei Paaren je miteinander zusammenwirkender Federreihen anliegen, und dass die freien Kontaktenden der jeweils äusseren Federreihen in der Trennlage auf einem mit dem Relais festen Isolierkörper aufliegen. Demnach sind die Kontakte des Relais an der Stirnfläche desselben angeordnet und daher unmittelbar zugänglich, wobei auch die Bewegungskarte ohne Schwierigkeiten herausgehoben und an ihre Stelle gehoben werden kann.
Eine beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemässen elektromagnetischen Relais ist in den Zeichnungen dargestellt, in denen Fig. 1 eine Ansicht der Anordnung der Kontaktfedern, Fig. 2 das Federbündel gemäss Fig. l in der Ruhelage des Relais in grösserem Massstab zeigt. Fig. 3 veranschaulicht die Kontaktanordnung des Relais in betätigtem Zustand. Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht der Kontaktfedern, der Bewegungskarte und des Isolierkörpers.
Aus Fig. 1 ist zu entnehmen, dass die das Kontaktfederbündel bildenden Federreihen gemäss der bereits bekannten Lösung an beiden Seiten des starren Isolierkörpers 1 so angeordnet sind, dass die inneren Federreihen 2,12 durch die Isolierklötze 5 der äusseren Federreihen 4,14 an die Oberfläche des Isolierkörpers gepresst werden. Die Federreihen 2,12 und 4,14 werden durch den Federbügel 3 zusammengefasst gehalten.
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Gemäss der erfindungsgemässen Lösung liegen die äusseren Federreihen 4,14 bei noch nicht eingesetzter Bewegungskarte 8 mit einer dem Kontaktdruck entsprechenden Vorspannung auf den Isolierplatten 6 und 7, die die beiden Seiten des starren Isolierkörpers 1 überbrücken und zu den Federreihen 4,2 bzw. 14,12 in Querrichtung liegen. Die freien Kontaktenden der Federreihen 2,12 liegen dagegen auf der Rippe 9 der Bewegungskarte 8 auf, mit der sie sich immer gemeinsam bewegen. Letztere stützt sich auf den Anker 11, wobei eine Spannfeder 10 die Karte 8 dauernd in Richtung des Ankers 11 drückt und diesen im Ruhezustand des Relais in der vom Eisenkern entfernten (geöffneten) Lage hält.
In Fig. 2 ist die Kontaktanordnung in der Ruhelage des Relais vergrössert dargestellt. Die Spannfeder 10 hält die Federreihe 4 mit Hilfe der Karte 8 in der von der Isolierplatte 7 abgehobenen Lage und schliesst somit die Kontakte der Federreihe mit den Kontakten der Federreihe 2. Auf der andern Seite des starren Isolierkörpers 1 liegen die freien Kontaktenden der Federreihe 14 auf der Isolierplatte 6 auf und stehen mit der Federreihe 12 nicht in Berührung.
Bei dem in Fig. 3 im Betätigungszustand dargestellten Relais sind die Kontakte verstellt und es sind jetzt die Kontakreihen 12,14 geschlossen, während die Kontaktreihen 2,4 offen sind. Die Verstellung wurde durch die Bewegungskarte 8 hervorgerufen, die durch den Anker 11 angehoben wurde. Die Kontakreihen 4 haben sich von der Isolierplatte 6 abgehoben und sind, sich weiterbewegend, mit den Federkontakten 12 in Berührung gelangt, während die Kontaktfederenden 4 auf der Isolierplatte 7 anzuliegen kommen. Die magnetische Betätigung bewirkt demnach das Schliessen bzw. das Lösen der Federreihen.
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht des Relais in der Ruhelage mit den Kontaktenden der Federreihen 4,14 und 2,12 und den Isolierplatten 6,7.
In der beispielsweisen Darstellung sind die Kontaktfedern 2,12 Plattenfedern und die Kontaktfedern 4,14 Drahtfedern. Die die Seiten des starren Isolierkörpers 1 verbindenden überbrückenden Isolierplatten 6,7 können als isolierende Einlageplatten hergestellt werden oder mit dem Isolierkörper aus einem Stück bestehen.