AT255628B - Verfahren zur Eliminierung bzw. Vermeidung rauchgasseitiger Korrosionsschäden - Google Patents

Verfahren zur Eliminierung bzw. Vermeidung rauchgasseitiger Korrosionsschäden

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AT255628B
AT255628B AT1004164A AT1004164A AT255628B AT 255628 B AT255628 B AT 255628B AT 1004164 A AT1004164 A AT 1004164A AT 1004164 A AT1004164 A AT 1004164A AT 255628 B AT255628 B AT 255628B
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  Verfahren zur Eliminierung bzw. Vermeidung rauchgasseitiger
Korrosionsschäden 
Auf der Rauchgasseite von   Warmwasser- und Dampfkesseln,   die durch automatische Ölbrenner befeuert werden, bilden sich infolge des Verbrennungsvorganges zwangsläufig Rückstände, die sich zuwei-   len schichtweise auf den Kesse1-Metallflächen ablagern.   Diese Inkrustationen wirken nicht nur isolierend, sondern auch korrodierend,   u. zw.   vorwiegend durch darin enthaltene Schwefelverbindungen, welche schädigend auf die Kesselmetallteile einwirken, insbesondere infolge der bei Ölfeuerungen unvermeidlichen intermittierenden Kesselfunktion.

   Zur Einschränkung solcher Gefahren und zur Erhaltung des optimalen Kesselwirkungsgrades neben der Erzielung längerer Kessellebensdauer werden bis jetzt verschiedene Vorkehrungen getroffen ; so ist bekannt das Entfernen der Inkrustationen in Kesseln von Hand (vermittels Bürsten, Kratzwerkzeugen, Aspirateuren usw. ), mit unvollkommenem Resultat, beinachfolgendem Aufsprühen graphithaltiger Öllösungen   usw.   zur Konservierung, wodurch aber erneuter, rascher Inkrustationsbildung nur Vorschub geleistet wird. Auch werden wässerige alkalische Lösungen in Art einer Kesselauswaschung angewandt,. mit unvollkommener Wirkungsweise und der Gefahr der Rostbildung. So bestanden bisher keine bzw. unvollkommene Möglichkeiten, rauchgasseitigen Korrosionsgefahren wirksam zu begegnen. 



   Dem Erfindungsgedanken liegt zugrunde, in periodischen Zeitabständen sämtliche rauchgasseitigen Metallflächen mit einem Schutzfilm zu überziehen, welcher besteht aus einer Lösung von Silikaten, vorwiegend Metasilikaten   (NASIO),   ergänzt durch Nitrate (NA    NO,), Nitrite   (NA    NO,)   oderChromate    (CRO ). Diese zum Anwendungszweck verflüssfgtenchemischen Anteile, ineinembestimmten   Mischungsverhältnis zueinanderstehend, können schwach alkalisch angereichert werden ; das Mischungsverhältnis steht in Abhängigkeit zum Kesselzustand und dessen Betriebstemperatur, ist also in praktischer Anwendung variabel. 



   Diese variablen Mischungen werden vermittels Druck von mindestens 3 atü, möglichst weit mehr,   z. B.   mit Wasser-, Dampf-, Luftdruck usw., auf die Kesselinnenflächen aufgetragen, welche sich hiezu in optimal-heissem Zustand (mindestens   800C   Oberflächentemperatur) befinden sollen. Bei Vorhandensein derartig hoher Temperaturen ergibt sich, sobald die chemischen Sprühnebel auf die inkrustierten Metallflächen auftreffen, auf Grund der sogleich eintretenden chemischen Reaktion ein Emulsionsvorgang, welcher zur sofortigen Auflösung dieser Inkrustationen führt, insbesondere durch die freiwerdende 
 EMI1.1 
 wirkt.

   Die Auftragung der vorbeschriebenen chemischen Lösung kann mit üblichen druckgebenden Geräten erfolgen, auf manuelle Weise, oder, wenn es die Kesselkonstruktion zulässt, über eine fix-installierte Sprühleitung auf der Rauchgasseite im Kesselinneren (s. Zeichnung). In bestimmten Fällen kann es vorteilhaft sein, die chemische Lösung in stark erhitztem Zustand einzusprühen, um bei nicht optimal erhitzten Kesseln den gleichen Emulsionsvorgang zu erzielen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Eliminierung bzw. Vermeidung rauchgasseitiger Korrosionsschäden an ölgefeuerten Kesseln durch Auftragung eines Lösungs- und Schutzfilmes aus einer Silikate-Gruppe, gekenn- EMI2.1 liche Rauchgaskesselflächen, die wenigstens 800C aufweisen sollen, aufgesprüht wird, so dass auf Grund der sogleich eintretenden chemischen Reaktion, insbesondere durch die freiwerdende Kieselsäure (H2SIO3), in Form eines Emulsionsvorganges vorhandene Inkrustationen sich auflösen, wobei auf nunmehr metallreinen Flächen ein vorwiegend aus NASlOg bestehender Mikro-Film haften bleibt, welcher wärmeleitend, schmutzabweisend und korrosionsschützend wirkt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass zur Verstärkung des Lösungseffektes auch Chromate (CRO ) als Mischungsanteil Verwendung finden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass diese verflüs- sigtenlösungen vor Auftragung auf über 80 C erhitzt werden zur Erzielung des Emulsionsvorganges auch bei nicht optimal-heissen Kesselrauchgasflächen.
AT1004164A 1964-11-16 1964-11-27 Verfahren zur Eliminierung bzw. Vermeidung rauchgasseitiger Korrosionsschäden AT255628B (de)

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