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Vorrichtung zur lösbaren Verbindung verschiedener, unterschiedliche Arbeitsgeräte tragender Ladeschwingen mit
Hubaggregaten eines Schleppers
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur lösbaren Verbindung verschiedener, unterschiedliche Arbeitsgeräte tragender Ladeschwingen mit Hubaggregaten eines Schleppers.
Beim Rationalisieren der Arbeit in der Landwirtschaft durch das Anschaffen von neuen Maschinen ist man oftmals, besonders bei kleineren Landwirtschaften, infolge der hohen Kosten gezwungen, einen Schlepper (Traktor) für eine Menge von verschiedenen Arbeiten auszunutzen. Wichtig ist es dann, wenn der Schlepper mit einem Hubaggregat versehen ist, dass der Schlepper für andere Arbeit freigestellt werden kann. Bei den jetzigen konventionellen, auf dem Markt benutzten Anordnungen bei Schleppern, besonders hinsichtlich der Ladegeräte, war das Problem darin zu erblicken, dass das Entkuppeln bzw. das Ankuppeln lange Zeit in Anspruch nahm.
Die Erfindung hat unter anderem zum Zweck, diesen Übelstand zu beheben. Dazu besitzt die erfindungsgemässe Vorrichtung an das Hubaggregat angeschlossene, schwenkbar gelagerte Führungsschienen zum Aufnehmen der Ladeschwingenarme, deren Rast- und Riegelelemente mit Gegenführungen bzw. Rasten der Schienen zusammenwirken, wodurch bei Vorwärtsfahrt des Schleppers eine selbsttätige Verriegelung herbeiführbar ist.
Durch eine derartige Anordnung wird auch das Garagieren des Fahrzeuges erleichtert, indem das Arbeitsgerät bzw. die Ladeschwingenarme dann ausserhalb der Garage aufgestellt werden können.
Eine andere Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung weist das Merkmal auf, dass rechteckige Bleche an den seitlichen Teilen des Schleppers festgemacht sind, in welchen Blechen zwei zum Tragen des Hubaggregates bestimmte Stützen sowie die halbkreisförmigen Führungen der Verriegelungs- glieder befestigt sind.
Eine derartige Ausführungsform ermöglicht ein schnelles Losmachen des Hubaggregates vom Schlepper, indem dieser dabei ausschliesslich für Transport bzw. Zusammenkupplung derselben zu benutzen ist, wenn der Schlepper für Laden und Transport benutzt werden soll. Da das Arbeitsgerät bzw. die Lade- schwingenarme, wie oben angegeben, mit dem Hubaggregat lösbar verbunden sind, wird eine einzige Person imstande sein, die genannten Teile beim Zusammenkuppeln derselben miteinander und mit dem Schlepper zu betätigen bzw. dieselben voneinander und vom Schlepper loszumachen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert ; es zeigen : Fig. l einen Schlepper mit angekuppeltem Arbeitsgerät in Seitenansicht ; die Fig. 2 und 3 Einzelheiten von Führungschienen und Ladeschwingenarmenj die Fig. 4 und 5 das vom Schlepper losgemachte Arbeitsgerät in Draufsicht ; Fig. 6 das vom Schlepper losgemachte Hubaggregat ; Fig. 7 einen Teil des Hubaggregates ; Fig. 8 eine perspektivische Ansicht eines Verriegelungsgliedes gemäss der Erfindung ; Fig. 9 den vorderen Teil des Schleppers inDraufsichtj Fig. 10 schematisch eine Seitenansicht eines Schleppers und eines vom Hubaggregat desselben losgemachten Arbeitsgerätes, wie z. B. eines Schöpfbechers, und Fig. 11 eine Draufsicht auf den Schlepper und das Arbeitsgerät.
Der Deutlichkeit halber zeigen die Fig. 1-5 lediglich, wie ein Arbeitsgerät mit dem Hubaggregat des Schleppers losnehmbar vereinigt ist, während die Fig. 6 - 11 näher veranschaulichen, wie das Hub-
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aggregat des Schleppers mittels manuell zu betätigender Verriegelungsglieder mit dem Schlepper lösbar zusammengekuppelt werden kann.
Zunächst werden die Vorrichtung und ihre Funktion gemäss den Fig. l - 5 beschrieben. Die Vorrichtung besitzt zwei Führungsschienen 1, deren obere Endteile an einem Mittelzapfen 2 schwenkbar gelagert sind. 3 bezeichnet die untere Verbindung der Führungsschiene mit dem in diesem Fall hydraulischen Hubaggregat der Vorrichtung, 4 bezeichnet die am oberen Seitenteil jeder Führungsschiene befindlichen Verriegelungszapfen, und 5 bezeichnet mit Löchern versehene Flachfedern, während 6 einen an jeder Führungsschiene angebrachten Hebel bezeichnet. Die Führungsschienen 1 sind zur Halterung der Arme 9 der Ladeschwinge an ihrem führungsfreien Ende mit Schlitzen 7 versehen.
Die oben beschriebene Vorrichtung fungiert wie folgt :
Beim Anbringen der Vorrichtung an einem Schlepper wird darauf geachtet, dass die Ladeschwingenarme 9 in die Führungsschienen 1 hineingepasst werden. Durch die aufwärtsgebogenen Endteile der federnden Flachfedem 5 laufen die Ladeschwingenarme selbsttätig über die Verriegelungsbolzen 4, wobei die letzteren gleichzeitig in den in den Flachfedern 5 vorgesehenen Löchern festgelegt werden.
Um eine zuverlässige Führung zu erreichen, sind die Führungsschienen 1 an den Befestigungen 3 der Hebeglieder mit Schlitzen 7 versehen, und ferner ist der obere Kantenteil jeder Führungsschiene mit Verriegelungszapfen 3 versehen. Diese Verriegelungszapfen wirken mit den mit Löchern versehenen Hebearmen der Flachfedern 5 zusammen. Um die Flachfedern von den Verriegelungszapfen freizumachen, ist an jeder Führungsschiene ein Hebel angebracht, bei dessen Niederdrücken die Vorrichtung vom Hubaggregat freigemacht wird.
Für den Fall, dass der Schlepper mit einer Kabine versehen ist, wird ein Seil od. dgl. vom Hebel gezogen, wobei das Losmachen stets vom Führerraum erfolgen kann.
Die Fig. 6-11 veranschaulichen eine abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung. Hier bezeich-
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den Halter befestigten Zapfen 13 versehen sind. Mit 14 sind an den Blechen 11 befestigte Stützen bezeichnet, in welche die Zapfen 13 beim Zusammenkuppeln des Hubaggregates und des Schleppers hineintreten. Am hinteren Teil des betreffenden Bleches 11 ist eine Stütze angebracht, gegen welche am hinteren Teil des Hubaggregates vorgesehene Vorsprünge 16 anliegen. In den Vorsprüngen 16 sind Glieder befestigt, auf denen etwa radial gerichtete Handgriffe 18 drehbar gelagert sind. An jeder Stütze 15 ist eine halbkreisförmige Führung 19 festgemacht, welche einen T-förmigen, axialen Querschnitt hat.
Jedes Glied 17 ist mit einem Absatz 20 versehen, welcher beim Drehen des Gliedes, gegen die Führung 19 anliegend, in die letztere hineintritt und hiedurch das Hubaggregat mit dem Schlepper verriegelt. Mit 21 sind an den Seitenstücken 10 schwenkbar angebrachte Beine bezeichnet, welche Stützen für das Hubaggregat in vom Schlepper entkuppelter Stellung bilden.
An den Seitenstücken 10 des Hubaggregates sind nach oben gerichtete Arme 22 befestigt, an deren oberen Endteilen die für lösbares Zusammenkuppeln des Hubaggregates und eines Hebezeuges 23 bestimmten Führungsschienen 24 an Zapfen 25 schwenkbar angeordnet sind. Das Hebezeug 23 ist, wie oben angegeben, mit Hebearmen 26 versehen, welche mit den Führungsschienen 24 des Hubaggregates lösbar verriegelt werden können. Die Führungsschienen 24 können in diesem Fall mittels hydraulischer Vorrichtungen 27 betätigt werden.
Beim Losmachen des Hebezeuges und des Hubaggregates vom Schlepper wird zunächst ersteres losgemacht, und darauf wird das Glied 17 aus der Verriegelungsstellung in den Führungen 19 gedreht, worauf das Hubaggregat vorwärts geführt und mit Hilfe der Beine 21 in die in Fig. 6 gezeigte Stellung gegen den Boden gebracht wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur lösbaren Verbindung verschiedener, unterschiedliche Arbeitsgeräte tragender Ladeschwingen mit Hubaggregaten eines Schleppers, gekennzeichnet durch an das Hubaggregat angeschlossene, schwenkbar gelagerte Führungsschienen (1) zum Aufnehmen der Ladeschwingenarme (9), deren Rast- und Riegelelemente (8) bzw. (5) mit Gegenführungen (7) bzw. Rasten (4) der Schienen zusammenwirken, wodurch bei Vorwärtsfahrt des Schleppers eine selbsttätige Verriegelung herbeiführbar ist.