AT254134B - Verfahren zur Herstellung von wässerigen Lösungen von Chlordioxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wässerigen Lösungen von Chlordioxyd

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von wässerigen Lösungen von
Chlordioxyd 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die erfindungsgemäss erzielbaren Ausbeuten liegen im allgemeinen zwischen 85 und   95%,   in besonderen Fällen sogar oberhalb 95% der nach Gleichung (I) erhältlichen Menge. In der folgenden Tabelle sind sowohl die ohne Katalysatorzusatz als auch die mit verschiedenen Katalysato en erzielten Ergebnisse zusammengefasst. 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Allgemeine <SEP> Bedingungen <SEP> : <SEP> NaCIO-Konzentration <SEP> = <SEP> 10 <SEP> Gew.
<tb> 



  HC1-Konzentration <SEP> = <SEP> 12 <SEP> Gew.
<tb> 



  Mischungsverhältnis <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 1 <SEP> (Vol. <SEP> -Teile) <SEP> 
<tb> Molverhältnis <SEP> NaCIO <SEP> : <SEP> HC1 <SEP> = <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 2, <SEP> 91. <SEP> 
<tb> 



  Zugabe <SEP> des
<tb> Katalysator <SEP> Menge <SEP> Katalysators <SEP> Ausbeute
<tb> (g/l) <SEP> zu <SEP> : <SEP> (%)
<tb> Kein <SEP> Zusatz <SEP> 86 <SEP> 
<tb> Kaliumperoxodisulfat
<tb> (KSO) <SEP> 1-10 <SEP> NaCIO <SEP> 95
<tb> Kaliumperborat <SEP> 1-10 <SEP> HCl <SEP> 95
<tb> Kobaltsulfat <SEP> 10 <SEP> HCl <SEP> 89
<tb> Nickelsulfat <SEP> 10 <SEP> HC1 <SEP> 89
<tb> Natriumperchlorat <SEP> 10-2 <SEP> HC1 <SEP> 92-89
<tb> Natriumchlorat <SEP> 10 <SEP> HC1 <SEP> 89
<tb> Natriumbisulfat <SEP> 10-1 <SEP> HCl <SEP> 86-92 <SEP> 
<tb> Natriumbisulfit <SEP> 5 <SEP> NaClO <SEP> 89
<tb> Oxalsäure <SEP> 10 <SEP> HCl <SEP> 88
<tb> Weinsäure <SEP> 10 <SEP> HC1 <SEP> 89
<tb> Methylalkohol <SEP> 10 <SEP> HC1 <SEP> 89
<tb> Amylacetat <SEP> 10 <SEP> HCl <SEP> 87
<tb> Wasserstoffperoxyd <SEP> 10 <SEP> HC1, <SEP> NaClO <SEP> 86, <SEP> 86 <SEP> 
<tb> (lOOig)
<tb> 
   Beispiel l :

     In einem ersten Vorratsbehälter befindet sich eine 10 gew.-%ige Natriumchloritlösung, die 2 g Natriumperoxodisulfat/1 enthält. Ein zweiter Vorratsbehälter ist mit 12   gew.-% iger   Salzsäure beschickt. Beide Lösungen werden im Verhältnis   1 : 1 (Vol. -Teile)   einer Reaktionszone zugeführt und dort etwa 10 min lang bei Zimmertemperatur gemischt. 



   Beispiel 2 : Man arbeitet gemäss dem Verfahren von Beispiel   l,   jedoch unter Ersatz des dort verwendeten Katalysators durch 5 g Natriumperborat/1   NaCIO-Lösung.   



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältliche, saure Chlordioxydlösung lässt sich direkt   zur Wasserentkeimung verwenden. Besonders   vorteilhaft ist die Anwendung auf die Badewasserentkeimung. 



  Hier machen sich gegenüber der bisherigen Entkeimung mit Chlor besonders das Fehlen von unangenehmen Geruch und Geschmack sowie verminderte Reizwirkung auf Haut und Schleimhäute vorteilhaft bemerkbar. Man stellt den pH-Wert des mit der erfindungsgemäss erhältlichen Lösung behandelten Wassers vorzugsweise auf 7, 0-7, 4 ein, wozu eine gesonderte   PH- Regelierung   erforderlich ist. 



   Die dem Wasser zuzugebende Menge an erfindungsgemäss erhältlicher Lösung hängt zum Teil vom Verschmutzungsgrad des Wassers ab. Im allgemeinen werden günstige Ergebnisse erzielt werden, wenn 0, 1 -0, 5 mg ClO2/l Badewasser vorliegen. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Im Vergleich mit den für die Badewasserentkeimung bekannten Verfahren, bei denen aus Natriumchlorit und Salzsäure hergestelltes Chlordioxyd angewendet wird, ist das erfindungsgemässe Verfahren wegen der hohen Ausbeuten an Chlordioxyd besonders bemerkenswert, wodurch die Menge an vorhandenen Chloritionen beträchtlich beschränkt wird. Dies ist besonders vorteilhaft für eine in geschlossenem Umlauf erfolgende Badewasserbehandlung, denn es ist bekannt, dass in diesen Fällen die Gegenwart von Chloritionen unerwünscht ist, einerseits weil sie dieAnalyse der Oxydationsprodukte im Wasser stören, und anderseits weil sie, von einer gewissen Konzentration an, physiologische Schwierigkeiten verursachen können (s. BERNDT, Städtehygiene [1953], 4, S. 131).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von wässerigen Lösungen von Chlordioxyd aus mindestens 10 gew.-% igen Natriumchloritlösungen und aus Salzsäure, insbesondere von für die Badewasserentkeimung geeigneten EMI3.1 wart mindestens eines Katalysators aus der Reihe Wasserstoffperoxyd, Kaliumperoxodisulfat, Kaliumperborat, Natriumperoxodisulfat, Natriumperborat, Natriumperchlorat, Kaliumperchlorat, Kobalt-, Nickel- oder Kupfersulfat, Natriumbisulfat oder Natriumbisulfit, Natriumchlorat, Oxalsäure, Weinsäure, Methylalkohol und Amylacetat zur Einwirkung bringt.
AT227065A 1964-03-18 1965-03-12 Verfahren zur Herstellung von wässerigen Lösungen von Chlordioxyd AT254134B (de)

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