AT252834B - Verfahren zum Aufbereiten des bei der biologischen Reinigung von Abwässern anfallenden Überschußschlammes - Google Patents
Verfahren zum Aufbereiten des bei der biologischen Reinigung von Abwässern anfallenden ÜberschußschlammesInfo
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Description
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Verfahren zum Aufbereiten des bei der biologischen Reinigung von Abwässern anfallenden Überschussschlammes
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Die bei der biologischen Reinigung tätigen Bakterien sind von einer schleimartigen Hülle umgeben, die sie zu Flocken zusammenkleben lassen. Dieses schleimartige Hüllen- oder Kapselmaterial ist wahrscheinlich in erster Linie für die unerwünschten Eigenschaften des Schlammes verantwortlich. Der günstige Effekt des chromsalzhaltigen Wassers auf die Filtrierbarkeit und Entwässerung des Schlammes ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass durch eine Art Gerbverfahren der hydrophile Charakter der Bestandteile des Schlammes, die vornehmlich das Wasser festhalten, abgeschwächt wird.
Die chromsalzhaltigen Abwässer der chemischen Industrie und der Galvanik-Betriebe ermöglichen eine wirtschaftliche Verwertung des Erfindungsgedankens, da in der Regel andere chromsalzhaltige Lösungen zu teuer zur Aufbereitung von Abwässerschlämmen sein werden. Ein besonderer Vorteil des neuen Verfahrens liegt auch darin, dass damit das Problem der Beseitigung der höchst unerwünschten chromsalzhaltigen Abwässer gelost wird. Die bisher erforderlichen Kosten zur Beseitigung des Chroms, insbesondere der Chromationen, aus den Abwässern der chemischen Industrie und der Galvanik-Betriebe können dadurch eingespart werden.
Die dem Schlamm zuzusetzenden chromsalzhaltigen Lösungen können das Chrom in beliebigen Oxy-
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üblicherweise anschliessenden Fällung mit Kalkmilch als Hydroxyd ausgefällt und dann mit dem Schlamm abgeschieden werden kann.
Um die zu verarbeitenden Wassermengen einzuschränken, wird in der Regel der mit den chromsalzhaltigen Wassern zu behandelnde Schlamm aus der biologischen Kläranlage in einem der üblichen Eindicker, z. B. auf 0, 5-3% Trockensubstanz voreingedickt.
Der aufbereitete Schlamm wird in üblicher Weise filtriert oder zentrifugiert und in dieser Form der weiteren Verarbeitung zugeführt.
Selbstverständlich kann, sofern der aufbereitete Schlamm verbrannt worden ist, das in der Asche enthaltene Chrom wieder zur Behandlung des Belebtschlammes verwendet und somit in Kreislauf geführt werden.
Die Erfindung eröffnet zudem eine günstige Möglichkeit, das Chrom aus chromsalzhaltigen Abwässern zu gewinnen. Die chromsalzhaltigen, industriellen Abwässer enthalten zumeist neben den Chromsalzen noch erhebliche Mengen organischer Stoffe, die eine Wiedergewinnung des Chroms ausserordentlich erschweren. Wenn nun solche Abwässer entsprechend der Erfindung zur Behandlung von biologischem Überschussschlamm verwendet werden, so liegt das Chrom nach der Verbrennung des Schlammes nur noch neben anorganischen Stoffen in der Asche vor und lässt sich daraus relativ einfach gewinnen.
Beispiel l : Frischer biologischer Überschussschlamm mit 0, 6% Trockensubstanz wird in einem Eindicker auf 2% Trockensubstanz voreingedickt.
Diesem voreingedickten Schlamm werden 0, 8% eines Abwassers beigemischt, das etwa 4% sechswertiges und 6% dreiwertiges Chrom gelöst enthält. Nach etwa 1 h werden 0, 4% technisches Eisen (II)-sulfat und 1, 0% Calciumhydroxyd in wässeriger Aufschlämmung zugegeben.
Der so behandelte Schlamm wird auf einem Vakuum-Drehfilter filtriert, wobei ein 6 mm dicker Filterkuchen mit 120/o Trockensubstanz bei guter Filtriergeschwindigkeit und klarem Filter gewonnen wird. Der Filterkuchen kann anschliessend in an sich üblicher Weise verbrannt werden.
Beispiel 2 : Ein auf 2, 4% Trockensubstanz voreingedickter Belebtschlamm wird mit 0, 8% Eisen-
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angegeben behandelt.
Der gleiche Schlamm erhält bei sonst gleichen Zusätzen und gleicher Behandlung an Stelle des Eisensulfats einen Zusatz von 0, 032% ChromVI und 0, 048% ChromIII durch Zugabeeines chromsalzhaltigen Abwassers.
Im ersten Fall ist die Trockensubstanz des Filterkuchens 25% bei einer Filterleistung von 1251/m2. h, im zweiten Fall 350/0 bei einer Filterleistung von 2201/m2. h.
Beispiel 3 : Ein auf 1, 40/0 Trockensubstanz voreingedickter Belebtschlamm wird-auf seine Trok-
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gegeben, behandelt.
Während im ersten Fall nur eine Filterleistung von 200 11m2. herreicht \'w'Írd, ist die Filterleistung im zweiten Fall 720 11m2. h.
Beispiel 4 : 4 Vol. -Teile frischer biologischer Überschussschlamm und 1 Vol.-Teil Schlamm aus der Vorklärung werden zusammen in einem Eindicker auf etwa 2, 5% Trockensubstanz gebracht. Einem
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so voreingedickten Schlamm werden pro 1 m3 30 l eines 3, zien chromsalzhaltigen Abwassers und 12,5 kg Calciumhydroxyd in Form von Kalkmilch zugemischt.
Der so behandelte Schlamm ist gut filtrierbar und gibt ein klares Filtrat.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Aufbereiten des bei der biologischen Reinigung von Abwässern anfallenden Überschussschlammes, dadurch gekennzeichnet, dass dem gegebenenfalls voreingedickten Schlamm chromsalzhaltige Lösungen zugesetzt werden und sodann seine Filtrierung bzw. Zentrifugierungund Weiterverarbeitung in üblicher Weise erfolgt.
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Claims (1)
- verwendet werden.3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Chromgehalt der Lösungen etwa 2 - 100/0, vorzugsweise etwa 5% beträgt. EMI3.2 zusätzlich noch mit üblichen Zusätzen, wie Calciumhydroxyd, Eisen-und/oder Aluminiumsalzen oder Schlammasche, behandelt wird.5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass vor oder während der Behandlung mit den chromsalzhaltigen Lösungen zusätzlich noch Schlamm der Vorklärung beigegeben wird.6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass manwenigstens einen Teil des Schlammes verbrennt und das in der Asche des verbrannten Schlammes enthaltene Chrom wieder zur Behandlung des Schlammes verwendet.
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