AT252834B - Verfahren zum Aufbereiten des bei der biologischen Reinigung von Abwässern anfallenden Überschußschlammes - Google Patents

Verfahren zum Aufbereiten des bei der biologischen Reinigung von Abwässern anfallenden Überschußschlammes

Info

Publication number
AT252834B
AT252834B AT398265A AT398265A AT252834B AT 252834 B AT252834 B AT 252834B AT 398265 A AT398265 A AT 398265A AT 398265 A AT398265 A AT 398265A AT 252834 B AT252834 B AT 252834B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sludge
chromium
waste water
treating
excess sludge
Prior art date
Application number
AT398265A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Merck Ag E
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Merck Ag E filed Critical Merck Ag E
Application granted granted Critical
Publication of AT252834B publication Critical patent/AT252834B/de

Links

Landscapes

  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zum Aufbereiten des bei der biologischen Reinigung von Abwässern anfallenden Überschussschlammes 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die bei der biologischen Reinigung tätigen Bakterien sind von einer schleimartigen Hülle umgeben, die sie zu Flocken zusammenkleben lassen. Dieses schleimartige   Hüllen- oder   Kapselmaterial ist wahrscheinlich in erster Linie für die unerwünschten Eigenschaften des Schlammes verantwortlich. Der günstige Effekt des chromsalzhaltigen Wassers auf die Filtrierbarkeit und Entwässerung des Schlammes ist vermutlich darauf   zurückzuführen,   dass durch eine Art Gerbverfahren der hydrophile Charakter der Bestandteile des Schlammes, die vornehmlich das Wasser festhalten, abgeschwächt wird. 



   Die chromsalzhaltigen Abwässer der chemischen Industrie und der Galvanik-Betriebe ermöglichen eine wirtschaftliche Verwertung des Erfindungsgedankens, da in der Regel andere chromsalzhaltige Lösungen zu teuer zur Aufbereitung von Abwässerschlämmen sein werden. Ein besonderer Vorteil des neuen Verfahrens liegt auch darin, dass damit das Problem der Beseitigung der höchst unerwünschten chromsalzhaltigen Abwässer gelost wird. Die bisher erforderlichen Kosten zur Beseitigung des Chroms, insbesondere der Chromationen, aus den Abwässern der chemischen Industrie und der Galvanik-Betriebe können dadurch eingespart werden. 



   Die dem Schlamm zuzusetzenden chromsalzhaltigen Lösungen können das Chrom in beliebigen Oxy- 
 EMI2.1 
 üblicherweise anschliessenden Fällung mit Kalkmilch als   Hydroxyd ausgefällt und dann mit dem Schlamm   abgeschieden werden kann. 



   Um die zu verarbeitenden Wassermengen einzuschränken, wird in der Regel der mit den chromsalzhaltigen Wassern zu behandelnde Schlamm aus der biologischen Kläranlage in einem der üblichen Eindicker, z. B. auf   0, 5-3%   Trockensubstanz voreingedickt. 



   Der aufbereitete Schlamm wird in üblicher Weise filtriert oder zentrifugiert und in dieser Form der weiteren Verarbeitung zugeführt. 



   Selbstverständlich kann, sofern der aufbereitete Schlamm verbrannt worden ist, das in der Asche enthaltene Chrom wieder zur Behandlung des Belebtschlammes verwendet und somit in Kreislauf geführt werden. 



   Die Erfindung eröffnet zudem eine günstige Möglichkeit, das Chrom aus chromsalzhaltigen Abwässern zu gewinnen. Die chromsalzhaltigen, industriellen Abwässer enthalten zumeist neben den Chromsalzen noch erhebliche Mengen organischer Stoffe, die eine Wiedergewinnung des Chroms ausserordentlich erschweren. Wenn nun solche Abwässer entsprechend der Erfindung zur Behandlung von biologischem Überschussschlamm verwendet werden, so liegt das Chrom nach der Verbrennung des Schlammes nur noch neben anorganischen Stoffen in der Asche vor und lässt sich daraus relativ einfach gewinnen. 



     Beispiel l :   Frischer biologischer Überschussschlamm mit 0, 6% Trockensubstanz wird in einem Eindicker auf 2% Trockensubstanz voreingedickt. 



   Diesem voreingedickten Schlamm werden 0, 8% eines Abwassers beigemischt, das etwa   4%   sechswertiges und 6% dreiwertiges Chrom gelöst enthält. Nach etwa 1 h werden 0, 4% technisches Eisen (II)-sulfat und 1, 0% Calciumhydroxyd in wässeriger Aufschlämmung zugegeben. 



   Der so behandelte Schlamm wird auf einem Vakuum-Drehfilter filtriert, wobei ein 6 mm dicker Filterkuchen mit 120/o Trockensubstanz bei guter Filtriergeschwindigkeit und klarem Filter gewonnen wird. Der Filterkuchen kann anschliessend in an sich üblicher Weise verbrannt werden. 



   Beispiel 2 : Ein auf 2, 4% Trockensubstanz voreingedickter Belebtschlamm wird mit 0, 8% Eisen- 
 EMI2.2 
 angegeben behandelt. 



   Der gleiche Schlamm erhält bei sonst gleichen Zusätzen und gleicher Behandlung an Stelle des Eisensulfats einen Zusatz von 0, 032% ChromVI und   0, 048% ChromIII durch Zugabeeines chromsalzhaltigen   Abwassers. 



   Im ersten Fall ist die Trockensubstanz des Filterkuchens 25% bei einer Filterleistung von 1251/m2. h, im   zweiten Fall 350/0 bei einer Filterleistung von 2201/m2.   h. 



   Beispiel 3 : Ein auf   1, 40/0   Trockensubstanz voreingedickter Belebtschlamm wird-auf seine Trok- 
 EMI2.3 
 gegeben, behandelt. 



   Während im ersten Fall nur eine Filterleistung von 200   11m2. herreicht \'w'Írd,   ist die Filterleistung im zweiten Fall 720   11m2.   h. 



   Beispiel 4 : 4 Vol. -Teile frischer biologischer Überschussschlamm und 1 Vol.-Teil Schlamm aus der Vorklärung werden zusammen in einem Eindicker auf etwa 2, 5% Trockensubstanz gebracht. Einem 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 so voreingedickten Schlamm werden pro 1 m3 30 l eines 3,   zien   chromsalzhaltigen Abwassers und 12,5 kg Calciumhydroxyd in Form von Kalkmilch zugemischt. 



   Der so behandelte Schlamm ist gut filtrierbar und gibt ein klares Filtrat. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Aufbereiten des bei der biologischen Reinigung von Abwässern anfallenden Überschussschlammes, dadurch gekennzeichnet, dass dem gegebenenfalls voreingedickten Schlamm chromsalzhaltige Lösungen zugesetzt werden und sodann seine Filtrierung bzw.   Zentrifugierungund   Weiterverarbeitung in üblicher Weise erfolgt. 
 EMI3.1 


Claims (1)

  1. verwendet werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Chromgehalt der Lösungen etwa 2 - 100/0, vorzugsweise etwa 5% beträgt. EMI3.2 zusätzlich noch mit üblichen Zusätzen, wie Calciumhydroxyd, Eisen-und/oder Aluminiumsalzen oder Schlammasche, behandelt wird.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass vor oder während der Behandlung mit den chromsalzhaltigen Lösungen zusätzlich noch Schlamm der Vorklärung beigegeben wird.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass manwenigstens einen Teil des Schlammes verbrennt und das in der Asche des verbrannten Schlammes enthaltene Chrom wieder zur Behandlung des Schlammes verwendet.
AT398265A 1964-06-27 1965-04-30 Verfahren zum Aufbereiten des bei der biologischen Reinigung von Abwässern anfallenden Überschußschlammes AT252834B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE252834T 1964-06-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT252834B true AT252834B (de) 1967-03-10

Family

ID=29723035

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT398265A AT252834B (de) 1964-06-27 1965-04-30 Verfahren zum Aufbereiten des bei der biologischen Reinigung von Abwässern anfallenden Überschußschlammes

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT252834B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1517730A1 (de) Verfahren zur Reinigung von Abwaessern
DE1244747B (de) Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus industriellen Abwaessern
DE2637288A1 (de) Verfahren zur abwasserbehandlung
DE1299568B (de) Verfahren zum Abtrennen von Radium aus Loesungen
DE2920054A1 (de) Verfahren zur vorbehandlung von rohwasser fuer reversosmoseanlagen
DE69008520T2 (de) Verfahren zur rückgewinnung von metallen aus abfallflüssigkeiten.
DE2118486A1 (de) Verfahren zum Reinigen von Wasser, das organische Stoffe enthält
DE60006595T2 (de) Verfahren zur Entfernung von Metallen aus einer Zitronensäure enthaltenden Reinigungslösung
DE2205671A1 (de) Verfahren zur Abtrennung von Ruthenium aus radioaktiven Lösungen
AT252834B (de) Verfahren zum Aufbereiten des bei der biologischen Reinigung von Abwässern anfallenden Überschußschlammes
DE2712774C2 (de) Verfahren zum Eindampfen zur Trockne von Abwasserkonzentraten zur Gewinnung von Feststoffen daraus in sehr feinteiliger Form
DE669709C (de) Verfahren zur Reinigung von fette oder seifige Stoffe enthaltenden Abwaessern
DE1246612B (de) Verfahren zur Behandlung des bei der biologischen Reinigung von Abwaessern anfallenden UEberschussschlammes
DE2239406A1 (de) Verfahren zur behandlung von biologisch abbaubarem abwasser und einrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE2418169A1 (de) Verfahren zum reinigen von abwaessern
DE599986C (de) Verfahren zur Reinigung von Beizereiablaugen
DE2051234B2 (de) Verfahren zum entwaessern von abwasserschlaemmen
EP0380821A1 (de) Verfahren zur Güllephasentrennung
DE2319976C3 (de) Verfahren zum Entfernen von Kupfer aus einer kupferhaltigen, wässerigen Lösung
DE1940729C3 (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von Ferrioxid aus Eisen enthaltender Abfallbeizflüssigkeit
AT215369B (de) Verfahren zur Koagulierung von Feststoffen in Eisen enthaltenden wässerigen Suspensionen
DE1517685A1 (de) Verfahren zur Reinigung der Abwaesser die bei der Veredelung fester oder fluessiger Brennstoffe als Kondensate anfallen
AT147946B (de) Chemisches Verfahren zur Behandlung von suspendierte Fäulnisstoffe enthaltenden Sielwässern.
AT200521B (de) Verfahren zur Abscheidung der Verunreinigungen aus Papierfabriksabwässern od. ähnl. kolloidhaltigen Industrieabwässern
AT207335B (de) Verfahren zur Entwässerung von Schlämmen