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Stromversorgungsgerät für elektrophotographische
Kopiereinrichtungen
Die Erfindung betrifft ein Stromversorgungsgerät für elektrophotographische Kopiereinrichtungen, das die Durchführung aller Verfahrensschritte, die der Anwendung elektrischer Energie bedürfen, gewährleistet.
Bekannte Geräte dieser Art weisen die elektrischen Versorgungsaggregate meist in Form von voneinander unabhängigen Einzelbausteinen auf.
Derartige Geräte weisen einige Nachteile auf. Die für den Schutz der am Gerät arbeitenden Personen notwendigenSicherheitsmassnahmen sind meist zusätzliche Elemente wieTürkontakte mitRelais usw. und stehen in keinem inneren Zusammenhang mit den die eigentliche Gefährdung bedingenden Bauteilen und Verfahrensschritten. Ferner fehlt bei diesen von Hand zu bedienenden Geräten ganz oder teilweise eine sinnvolle Kupplung der manuell vorzunehmenden Arbeitsgänge mit parallel dazu auszulösenden und nach einer gewissen Zeit zu beendenden Vorgängen elektrischer Art. Die Folge davon ist eine Vielzahl von zusätzlich zu den verfahrenstypischen Handgriffen des Kopierprozesses zu betätigenden Schaltern und andern Einstellhilfen, wobei die Reihenfolge der Betätigung nicht zwangsläufig ist, so dass Fehlbedienungen leicht möglich sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Stromversorgungsgerät für von Hand zu bedienende elektrophotographische Kopiereinrichtungen zu schaffen, welches die Sicherheit des die Kopiereinrichtung Bedienendengewährleistet und beidenen die zur Auslösung aller Verfahrensschritte (Aufladung, Belichtung, Übertragung) notwendigen Handhaben auf ein Minimum reduziert sind.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Verschwenkmechanismus der Ladeelektroden einerseits mit der Auslöseeinrichtung eines alle Verfahrensschritte steuernden Zeitschalters verbunden ist, der mit Schaltkontakten gekuppelt ist, die in den die einzelnen Verfahrensschritte bewirkenden Stromkreisen liegen und anderseits Schaltelemente betätigt, die diese Stromkreise vorbereiten. Da der Zeitschalter in Abhängigkeit von der Stellung des Verschwenkmechanismus auf verschiedene Schaltzeiten umschaltbar ist, werden lediglich in Abhängigkeit von deren Lage alle notwendigen Stromkreise nacheinander vorbereitet und durch den Zeitschalter automatisch geschlossen. Eine Fehlbedienung des Kopiergerätes sowie eine Gefährdung des Bedienenden ist also nicht mehr möglich.
Der Grundgedanke der Erfindung wird an Hand eines dargestellten Schemas und Einzelheiten der Erfindung werden an Hand eines Ausführungsbeispieles nachstehend erläutert. Es zeigen Fig. l eine schematische Darstellung des Erfindungsgedankens ; Fig. 2 das Schaltbild des Stromversorgungsgerätes.
Gemäss Fig. 1 ist ein Zeitschalter 1 über Mehrfachschalter 2,3 einerseits mit die Schaltdauer des Zeitschalters bestimmenden Schaltelementen 4 und anderseits mit zu steuernden Stromkreisen 5 elektrisch verbunden. Die Mehrfachschalter 2,3 sind miteinander gekuppelt und unmittelbar bzw. mittelbar durch eine gemeinsame Handhabe 6 zu betätigen. Letztere ist über einen Auslösekontakt 7 auch mit dem Zeitschalter 1 verbunden. Bereits aus dieser Darstellung geht hervor, dass zur Beeinflussung der für die verschiedenen Verfahrensschritte notwendigen Stromkreise 5 mit frei vorwählbarer
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mit dem Zeitschalter 1 vorbereitet werden und letzterer über dieSchaltelementeterschiedliche Zeiten eingestellt und über den Auslösekontakt in Betrieb genommen wird.
Der Zeitschalter 1 ist gemäss Fig. 2 elektromechanisch ausgebildet und besteht unter anderem aus einem geschwindigkeitsregelbaren Asynchronmotor 9 in Barkhausenschaltung mit Feldwicklungen 10, 11 sowie einem nicht dargestellten Getriebe, auf dessen Abtriebswelle Kurvenscheiben 12 (eine davon ist nur dargestellt) angeordnet sind, die auf die Schaltkontakte 13,14, 15 einwirken. Zwischen die Feldwicklungen 10, 11 geschaltet sind die Drehzahl des Asynchronmotors 9 bestimmende Potentiometer 16,17, die über einen Schaltkontakt 18 sowie einen Schaltkontakt 19 wahlweise in den Ankerstromkreis einzubeziehen sind. Mittels eines Schaltkontaktes 20 ist der Anker des Motors 9 kurzschliessbar. Mit dem Schaltkontakt 18 sind weitere Schaltkontakte 21,22 gekuppelt, die alle gemeinsam von der mittels der Handhabe 6 verschwenkbarenLadeelektrode 23 betätigt werden.
Mit letzterer sind über eine Schaltklinke 24 ebenfalls gekuppelt die Schaltkontakte 19 und 20. Ein Hochspannungsgerät 25 ist mittels der Schaltkontakte 14 und 21 mit der Netzleitung 26 verbindbar. An diese kann auch eine zur Beleuchtung der Vorlage dienende Lichtquelle 27 gelegt werden. Im Gehäuse 28 der Kopiereinrichtung sind ein Abbildungssystem 29, eine photoleitfähige Platte 30 sowie eine Innenraumbeleuchtung 31 angeordnet. Letztere ist über einen Schalter 33, derdurcheine das Gehäuse 28 verschliessende Tür 32 zu betätigen ist, mit der Netzleitung 26 zu verbinden, während gleichzeitig Schalter 34 geöffnet wird,
Die Wirkungsweise ist folgende :
Durch das Schliessen der Tür 32 wird die Innenraumbeleuchtung 31 ausgeschaltet und das Strom- versorgungsgerät durch denSchalter 34 in Betriebsbereitschaft gebracht.
Durch Verschwenken der Ladeelektrode 23 in die gestrichelt dargestellte Lage nehmen die Schaltkontakte 18,21 und 22 die ge- zeichnete Stellung ein, d. h. der Stromkreis für das Hochspannungsgerät 25 und der Motorstromkreis ist für den Verfahrensschritt "Aufladung" der Platte 30 vorbereitet. Kurz vor Erreichen der unteren Endstellung der Ladeelektrode 23 werden durch die nur schematisch dargestellte Schaltklinke 24 die Schaltkontakte 19, 20 kurzzeitig umgelegt, so dass der Kurzschluss der Ankerwicklung aufgehoben und über den Schaltkontakt 19 der Motorstromkreis geschlossen wird. Dadurch beginnen die Kurvenschei- ben 12 zu rotieren.
Eine von ihnen legt den Schaltkontakt 13 um, so dass nunmehr die federnden Kontakte 19,20 wieder in ihre dargestellte Lage zurückkehren können. Durch die ändern Kurvenschei- ben 12 werden auch die Schaltkontakte 14, 15 in die gestrichelt dargestellte Lage gebracht, so dass das Hochspannungsgerät 25 an die Netzleitung 26 und somit an die Ladeelektrode 23 die für die Aufladung der Platte 30 nötige Hochspannung gelegt wird. Die Dauer der Aufladung ist durch die Ab- laufgeschwindigkeit des Motors 9 und diese wieder durch den abgegriffenen Widerstandswert des Poten- tiometers 16 bestimmt. Sobald die Kurvenscheibe 12 die Kontakte 13,14, 15 wieder umlegen lassen, wird durch Kurzschluss der Ankerwicklung des Motors 9 derselbe sofort abgebremst und die Hochspannung abgeschaltet.
Zur Kontrolle dieses Zeitpunktes verstummt ein während der Hochspannungsperiode erzeugtes akustisches Signal. Nunmehr kann die Ladeelektrode 23 mittels der Handhabe 6 in ihre lotrechte Lage gebracht werden. Damit gekuppelt ist das Umlegen des Schaltkontaktes 18, um die elektrische Verbindung zu dem die Drehzahl des Asynchronmotors 9 bestimmenden und damit die Belichtungszeit festlegenden Potentiometer 17 herzustellen sowie das Öffnen des Schaltkontaktes 21 und das Schliessen des Schaltkontaktes 22. Auf diese Weise ist der Stromkreis für die Lichtquelle 27 vorbereitet. Kurz vor Erreichen der oberen Endstellung wird, wie bereits beschrieben, der elektromechanische Zeitschalter durch den Motor 9 wieder in Betrieb gesetzt, so dass unter anderem der Schalter 15 geschlossen wird und über das Projektionssystem 29 die Belichtung der aufgeladenen Platte 30 erfolgen kann.
Sind die Kurvenscheiben 12 soweit gelaufen, dass der Schaltkontakt 15 wieder öffnet, dann ist die Belichtung beendet und die Bildübertragung kann erfolgen. Zu diesem Zweck wird in bekannter Weise auf die belichtete und mit Tonerpulver versehene Platte 30 ein Bildträger gebracht und sodann die Ladeelektrode 23 abermals in die gestrichelt dargestellte Lage bewegt. Die Hochspannung dient jetzt zur Bildübertragung. Mit diesem Betätigen der Ladeelektrode wiederholen sich alle bereits zu dem Aufladevorgang notwendigen und vorstehend beschriebenen Schaltvorgänge. Nach erneutem Verstummen des akustischen Signalgebers ist die Übertragung beendet und die Hochspannung abgeschaltet, so dass nun die Tür 32 ohne Gefahr für den Bedienenden geöffnet werden kann.
Mit dem Hochklappen der Ladeelektrode 23 und dem Herausnehmen der noch einzuschmelzenden Kopie ist der Anfangszustand wieder erreicht. Durch Betätigendes Schalters 34 wird das Stromversorgungsgerätgänzlich ausser Betrieb gesetzt.