AT251532B - Optische Aufhellungsmittel - Google Patents

Optische Aufhellungsmittel

Info

Publication number
AT251532B
AT251532B AT220365A AT220365A AT251532B AT 251532 B AT251532 B AT 251532B AT 220365 A AT220365 A AT 220365A AT 220365 A AT220365 A AT 220365A AT 251532 B AT251532 B AT 251532B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
compounds
sodium
radical
desc
optical brighteners
Prior art date
Application number
AT220365A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Hoechst Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst Ag filed Critical Hoechst Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT251532B publication Critical patent/AT251532B/de

Links

Landscapes

  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Optische Aufhellungsmittel 
Es ist bereits bekannt, dass man zum optischen   Aufhellen   von Fasermaterialien, Filmen u. dgl. mit gutem Erfolg fluoreszierende 1,   3-Diaryl- bzw. 1,   3,   5-Triaryl-. . 2-pyrazolinverbindungen,   die verschiedene Substituenten tragen können, verwenden kann. 



   Es wurde nun gefunden, dass sich farblose bzw. nahezu farblose, fluoreszierende   A,-Pyrazoline,   die der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 entsprechen, hervorragend als optische Aufhellungsmittel verwenden lassen. In der Formel A bedeutet der Rest R einen gegebenenfalls substituierten Arylrest, insbesondere einen Phenyl- und vorzugsweise einen p-Chlorphenylrest. Die Reste R,   und R 2 können   Wasserstoff, eine Alkyl-, substituierte Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkylgruppe und ferner gemeinsam die Glieder eines stickstoffhaltigen,   heterocyclischen, vorzugs-   weise   fünf- oder   sechsgliedrigen Ringes bedeuten. 



   Die gemäss der Erfindung als Aufhellungsmittel zu verwendenden   ss2 -Pyrazoline   der allgemeinen Formel A können auf verschiedenen Wegen hergestellt werden, beispielsweise durch Addition primärer oder sekundärer Amine an Vinylsulfonverbindungen der folgenden allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 in welcher der Rest R die oben angegebene Bedeutung hat. 



   Ein weiterer Herstellungsweg besteht z. B. in der Kondensation von   4- (ss-Dialkyl-amino-äthyl-sulfo-     nyl)-phenyl-hydrazinen   mit gegebenenfalls substituierten   -Chlor-propiophenonen   zu A,-Pyrazolinen. 
 EMI2.1 
 primäre und sekundäre Amine kommen solche in Betracht.

   indenenRi undRstoff, eine Alkylgruppe, vorzugsweise eine solche mit   1 - 18   C-Atomen, für eine substituierte Alkylgruppe, insbesondere eine solche die durch Hydroxyl, niedrigmolekulares Alkoxy, COOH, SOgMe, worin Me für ein Kation, beispielsweise ein Alkalimetallkation steht, oder eine niedrigmolekulare Dialkylgruppe substituiert ist, für eine Cyclohexylgruppe, insbesondere eine solche mit   5 - 6   C-Atomen, für eine Aralkylgruppe, insbesondere eine Phenylalkylgruppe, in der der Alkylenteil niedrigmolekular ist, steht, oder in denen   R 1 und R 2   gemeinsam die Glieder eines stickstoffhaltigen, heterocyclischen Ringes bedeuten, vorZugsweiseeinessolchen, derfünf-odersechsgliedrigistundbeispielweiseweiterhindurchStickstoff-oder Sauerstoffatome unterbrochen sein kann.

   Beispielsweise seien genannt :
Ammoniak, Methylamin, Äthylamin, n - Propylamin, Allylamin, n - Butylamin, iso - Butylamin, 
 EMI2.2 
 



     Di-- n-butylamin,   N-methyl-N-dodecylamin, N-Methylstearyl-amin, Diäthanolamin,   N - Methyltaurin,     N-Methylglycin,   Glycin, Leucin, Valin,   0-Alanin,     cd-Aminocapronsäure,   4-Aminobuttersäure, ss-Dimethylamino-äthylamin, ss-Dibutylamino-äthylamin, ss-Diäthylaminoäthylamin, N-Methylbenzylamin, Piperidin, Pyrrolidin und Morpholin. 



   Als Vinylsulfonverbindungen der Formel B seien bespielsweise die angeführt, in denen der Rest R einen Phenyl- oder durch niedrigmolekulares Alkyl alkylierten, vorzugsweise methylierten bzw. halogenierten Phenylrest darstellt,   z. B.   4-Methylphenyl, 4-Bromphenyl,   3, 4-Dichlorphenyl.   Besonders gute Ergebnisse erhält man im allgemeinen mit Verbindungen, in denen R einen Phenylrest oder einen p-Chlorphenylrest bedeutet. 



   Die neuen Verbindungen zeichnen sich durch ein hervorragendes Fluoreszenzvermögen und sehr gute Lichtechtheit beim Aufhellen von Fasermaterial aus natürlichem und synthetischem Material, wie z. B. aus Wolle und Baumwolle, vor allem aber aus Polyacrylnitril und dessen Mischpolymerisaten, sowie aus Polyamid und Cellulosetriacetat aus. 



   Die Aufhellungsmittel gemäss der Erfindung können in an sich bekannter Weise eingesetzt werden, beispielsweise in Form von Lösungen in Wasser bzw. in organischen Lösungsmitteln, in Form von Lösungen in Wasser unter Zusatz von wasserlöslichen organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Dimethylformamid, Diexan usw., in Form von Dispersionen, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von Dispersionsmitteln, oder in Form von Lösungen in hochverdünnten organischen oder anorganischen Säuren, wie beispielsweise Ameisensäure, Essigsäure, Salzsäure, wobei im letzteren Falle insbesondere solche Lösungen in Betracht kommen, in denen die Säuremenge der eingesetzten Aufhellermenge äquivalent ist. Für die Behandlung des Textilmaterials mit dem Aufhellungsmittel kommen Temperaturen zwischen Raumtemperatur und 2000 C, vorzugsweise solche zwischen 45 und 1200 C in Betracht.

   Die erforderlichen Mengen, die in weiten Grenzen, beispielsweise zwischen etwa 0,001 und etwa   10 ; 0,   vorzugsweise zwischen etwa 0,01 und 0,   5%,   bezogen auf das Warengewicht schwanken können, lassen sich durch Vorversuche leicht ermitteln. In Abhängigkeit von Substrat und den gegebenenfalls mitverwendeten andern Textilhilfsmitteln kann der pH-Wert zwischen schwach sauren und schwach alkalischen Werten liegen. 



   Die neuen Verbindungen können handelsüblichen Waschmitteln, selbst wenn diese oxydative Bleichmittel, wie z. B. Perborat, enthalten, zur Verschönerung des Waschgutes beigefügt werden, wobei auch bei tiefen Waschtemperaturen gute Aufhelleffekte erzielt werden. Ferner können die neuen Verbindungen   auch gemeinsam mit chemischen Bleichmitteln, z. B.   Natriumdithionit, Natriumborhydrid usw. eingesetzt werden. Die Verbindungen können weiterhin mit geeigneten Textilhilfsmitteln, wie Weichmachern, Hydrophobierungsmitteln usw. kombiniert eingesetzt werden, wodurch man in einem Arbeitsgang gute Aufhell- und Ausrüstungseffekte erzielt. Ein weiteres Anwendungsgebiet dieser Körper ist der Einsatz in Färbebädern, insbesondere solchen, die für Rot- oder Blaufärbungen eingesetzt werden.

   Es ergeben sich hiebei lebhafte, leuchtende Färbungen, die besonders bei Pastelltönen erwünscht sind. 



   Weiterhin können sie auch Spinn- oder Giessmassen zugesetzt werden, die zur Herstellung künstlicher Fasern, Fäden, Filme, Folien oder anderer Gebilde dienen. Die folgenden Beispiele sollen die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten zeigen, ohne dass diese jedoch darauf beschränkt wären. 



     Beispiel l :   Ein in üblicher Weise gebleichtes Mischpolymerisat-Gewebe aus mindestens   850 ; 0 Po-   lyacrylnitril, wird im Flottenverhältnis 1 : 20 während 30 min bei Siedetemperatur nach   demAusziehver-   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 fahren mit einer Flotte behandelt, die im Liter 0, 1 g der dispergierten Verbindung 
 EMI3.1 
 
1 g eines Dispergators und
0,85 ml Ameisensäure   10010   enthält. 



   Durch diese Behandlung erfährt die Ware eine Steigerung der Remission, gemessen bei einer Wellenlänge von 460   mp,   von 75 auf   10310.   



   In gleicher Weise können z. B. die Verbindungen II, III, IV, IX, X, XII, XV, XVI, XVII, XVIII, XIX, XX, XXI, XXII und XXIV (Tabelle 1 und 2) eingesetzt werden. 



   Die im Beispiel 1 genannte Verbindung I kann in folgender Weise hergestellt werden :
17,3   Gew.-Teile des 1- (4*-Vinyl-sulfonyl-phenyl)-3- (4"-chlor-phenyl)-A -pyrazolins vom Schmelz-   punkt   190 - 1920   C werden in eine Mischung von 70 Gew.-Teilen Wasser, 7   Gew.-TeilenDimethylforma-   midund 7,5   Gew.-Teilen   Diäthylamin eingetragen und unter Rühren 3 h auf   65 - 700   C erhitzt. Anschliessend lässt man unter Rühren auf Raumtemperatur abkühlen, saugt das ausgefallene Reaktionsprodukt 
 EMI3.2 
 



   Die in den Tabellen 1 und 2 angeführten Verbindungen können unter Verwendung der entsprechenden Amine mit geringen Abänderungen nach der für I angegebenen Vorschrift dargestellt werden. 



     Beispiel 2 :   Zur Erzeugung eines ansprechenderen und brillanteren Farbtons wird ein gebleichtes Mischpolymerisat-Gewebe aus mindestens   8510 Polyacrylnitril   mit einer 0,05   g/l   eines Triphenyl-methanFarbstoffes folgender Konstitution 
 EMI3.3 
 0,25   g/l   Natriumacetat und 0,15 g/l der Verbindung XI (Tabelle   1)   enthaltenden wässerigen Flotte gefärbt (Flottenverhältnis 1 : 20). 



   Bei 400 C wird das Gewebe in das Färbebad eingebracht, dieses dann während 20 min auf 800 C aufgeheizt, bei dieser Temperatur 10 min gefärbt, dann das Färbebad auf Siedetemperatur erhitzt und nach 30 min weiteren Färbens auf 400 C abgekühlt. Danach wird das behandelte Gewebe gut gespült und fertiggestellt. 



     Beispiel 3 :   Ein gebleichtes Gewebe aus Polycaprolactam wird   im Flottenverhältnis 1 :   20 während 30 min bei 600 C mit einer wässerigen Dispersion behandelt, die im Liter 0,15 g der Verbindung vm (Tabelle   1)   und 1 g Soda enthält. Danach wird der pH-Wert mit Essigsäure auf 4 eingestellt, die Flotte auf 300 C abgekühlt und 1 g/l einer Paste aus 

 <Desc/Clms Page number 4> 

   300/0   eines Esters der Stearinsäure mit
4 fach oxäthyliertem Ammoniak 
7,   5%   Natriumsulfat 
2,   5%   Harnstoff 
60 % Wasser zugegeben. Nach 20 min wird ohne zu spülen getrocknet. Duch diese Behandlung kann die Remission des Gewebes, gemessen bei 460   mg,   von 84 auf 101% gesteigert und ein schöner, weicher Griff erzielt werden. 



    Beispiel 4 : Zur hydrophoben Ausrüstung wird ein gebleichtes Proteingewebe im Flottenverhältnis 1 : 20 während 30 min bei 45 C und einem pH-Wert von 4, eingestellt mit Essigsäure, nach dem Aus-   ziehverfahren mit einer wässerigen Dispersion, die im Liter 
2 g einer handelsüblichen, leimfreien, tonerdehaltigen Paraffinemulsion und 
0,2 g der Verbindung VI (Tabelle   1)   enthält, behandelt. 



   Die so behandelte Ware zeigt neben einer guten wasserabstossenden Ausrüstung ein schönes klares Weiss. Die Remission ist von   72%   (nichtbehandelte Ware) auf   85%   angehoben. 



   Beispiel 5 : Ein gebleichtes Gewebe aus Polycaprolactam wird während 15 min bei 60 C in einer Waschflotte, die im Liter 2,5 g eines Waschmittels aus 
3 % Kondensationsprodukt aus Kokosfettalkohol und 5 Mol Äthylenoxyd 
6 % Kondensationsprodukt aus Kokosfettalkohol und 8 Mol Äthylenoxyd 
1, 4 % Carboxymethylcellulose 
0, 76% Natriumchlorid 
15 % Natriumpyrophosphat 
15 % Natriumtripolyphosphat 
10 % Natriummetasilikat 
10 % Natriumkarbonat 
15 % Natriumsulfat 
23,   84%   Wasser und 0,006 g der Verbindung V (Tabelle   1)   enthält, behandelt. Dabei wird ein schönes neutrales Weiss erhalten. 



   In gleicher Weise können z. B. die Verbindungen XIII, XIV und XXIII (Tabelle 1 und 2) eingesetzt werden. 



   Beispiel 6 : Zur Herstellung eines nicht zu steifen, jedoch vollen Griffes auf einem Mischpolymerisatgewebe aus mindestens   85%   Polyacrylnitril wird die Ware mit einer wässerigen Dispersion nachstehender Zusammensetzung 
25 g/l Polyvinylacetat
0,4 g/l Alkylarylsulfonat,
0,15   g/l   Natriumacetat und
4 g/l der Verbindung XIII (Tabelle   1)   bei einer Fottenaufnahme von   70go,   bezogen auf das Ausgangsgewicht des Gewebes,   imprägniertund4min   

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 
 EMI5.2 
 
 EMI5.3 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 
 EMI6.2 
 
 EMI6.3 
 
 EMI6.4 
 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 
 EMI7.1 


Claims (1)

  1. EMI7.2 EMI7.3 EMI7.4 EMI7.5
AT220365A 1964-03-13 1965-03-11 Optische Aufhellungsmittel AT251532B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF0042297 1964-03-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT251532B true AT251532B (de) 1967-01-10

Family

ID=7099025

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT220365A AT251532B (de) 1964-03-13 1965-03-11 Optische Aufhellungsmittel

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT251532B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0073996A1 (de) * 1981-09-03 1983-03-16 Bayer Ag Aufhellersalze und deren Verwendung für das Nassspinnen von Acrylfasern

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0073996A1 (de) * 1981-09-03 1983-03-16 Bayer Ag Aufhellersalze und deren Verwendung für das Nassspinnen von Acrylfasern

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2351869A1 (de) Neue diazo-farbstoffe
DE1279636B (de) Aufhellungsmittel
DE1469608A1 (de) Verfahren zum gleichzeitigen Faerben und Bleichen proteinhaltigem Fasergut
AT251532B (de) Optische Aufhellungsmittel
DE904646C (de) Verfahren zur Aufhellung von Faserstoffen
DE1445705B2 (de) 1,3-diphenylpyrazoline
DE1080963B (de) Aufhellungsmittel
DE1594844A1 (de) Aufhellungsmittel
DE1094696B (de) Verfahren zum optischen Aufhellen von Materialien aus Polyestern
DE746569C (de) Aufhellungsmittel fuer organische Stoffe
DE1419330A1 (de) Optische Aufhellungsmittel
US3048584A (en) Hydrophilic optical wmtening agents
DE1029792B (de) Optische Aufhellungsmittel
DE1469223C (de) Optische Aufhellungsmittel
DE1719005C3 (de) 2-(4&#39;-Carboxystyryl)-benzoxazolderivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als optische Aufheller
DE1519479C3 (de) Verfahren zum optischen Aufhellen von Fasermaterial aus gegebenenfalls veresterter Cellulose oder aus Polyamid
DE2217284A1 (de) Neue Pyrazolinverbindungen als optische Aufheller
DE1220381B (de) Verfahren zum Aufhellen von Polyesterfasermaterial
AT162913B (de) Verfahren zum Veredeln von Fasermaterialien
EP0474594A1 (de) Verfahren zum Färben von Wolle und deren Mischungen mit anderen Fasern mit Reaktivfarbstoffen
DE1695057C3 (de) 4-eckige Klammer auf Benzotriazolyl-(2) eckige Klammer zu -stilben-sulfonsäurederivate, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung als optische Aufheller
DE1545895B2 (de) Pyrazolinverbindungen
DE1469222C (de) Pyrazolinderivate sowie ihre Herstellung und Verwendung
DE1469218C (de) 4,4 Bis triazinylamino stilbenver bmdungen und ihre Verwendung als reaktive optische Aufhetlungsmittel
DE749255C (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen