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Transportrinne für die Holzbringung und Element hiefür
Für die Holzbringung (Holzlieferung) im Gebirge werden bisher neben Fuhrwerken und Schlitten der verschiedensten Artauch sogenannte"Holzriesen"verwendet, in denen die geschlagenen Stämme (Bloche) durch die Schwerkraft, unterstützt von Wasser als Gleitmittel, zu Tal gebracht werden. Solche Holzriesen sind sehr teuer in der Anschaffung und im Betrieb und verbieten sich insbesondere dort, wo sie nicht ständig aufgeste11tsein können. sondern wo nach einer Schlägerung die Transportrinne wieder an einen andern Ort verlegt werden muss.
Die Erfindung geht von einer Transportrinne der Gattung aus, die aus. mehreren in der Längsrichtung aneinanderstossenden muldenförmigen Elementen aus Blech od. dgl. zusammengesetzt ist undbestehtdarin, dass jedes der Elemente der Rinne am Grund in Form einer Mulde verläuft, an die sich beidseits je ein ebener Teil und an deren äusseres Ende wieder ein gegenläufig gebogener Rand anschliesst. Dieser Rand dient einerseits der Versteifung und anderseits der Führung von Stämmen mit besonders grossem Durchmesser.
Durch die erfindungsgemäss ausgebildete Rinnenform wird gesichert, dass Stämme mit kleinerem Durchmesser im Bereich der kleinen Bodenradien zweckmässig geführt werden, wodurch ein Schlingen und Herausspringen der Stämme aus der Rinne vermieden wird. Stämme grösseren Durchmessers werden im oberen Bereich der Rinne ebenfalls besser geführt, während ganz grosse Stämme, die verhältnismässig selten zu fördern sind, am obersten Rand der Rinne noch immer sicher geführt und transportiert werden können.
Sie unterscheidet sich dadurch von im Bergbau bzw. für die Brikettförderung bekannten Förderrinnen oder Rutschen, die im Querschnitt entweder die Form eines U mit zueinander parallelen oder auseinander gerichteten Schenkeln oder eines Kreisabschnittes mit auswärts gerollten Kanten haben, denn solche Förderrinnen oder Rutschen wären nicht für die Kurz- und Langholzförderung im Gebirge verwendbar.
Vorteilhafterweise sind die Elemente der Transportrinne an der Aussenseite ihrer beiden Längsenden durch angeschweisste Leisten verstärkt, um ein Verbiegen bei der starken Beanspruchung zu verhindern.
Weiters ist es zweckmässig, wenn die Elemente der Transportrinne am Grund ihrer Mulde nach einem Kreiszylinderbogen von etwa 1000 gekrümmt sind und wenn sich an den Kreiszylinderbogen beidseits eine Fläche anschliesst, deren Breite etwa gleich dem halben Radius des Kreiszylinderbogens ist, und an diese Fläche eine äussere Rückbiegung von etwa 1000 in einem Radius von etwa ein Zehntel der Grösse des Radius des muldenförmigen Mittelteiles.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform einer erfindungsgemäss ausgebildeten Transportrinne nebst ihren Elementen schematisch dargestellt, u. zw. ist Fig. l eine schaubildliche Teilansicht einer aus mehreren Elementen zusammengesetzten Rinne, die Fig. 2 und 3 zeigen in grösserem Massstab in der Seitenansicht bzw. in der Stirnansicht ein Element und Fig. 4 ist eine Ansicht eines Verbindungsbolzens.
Wie aus Fig. l hervorgeht, besteht die Transportrinne aus einer Reihe von Elementen 1 aus Blech, deren jedes einen muldenförmigen Mittelteil 2, zwei beidseits dieses Mittelteils anschliessende ebene Teile 3 und einen gegenläufig zurückgebogenen Rand 4 aufweist. Der muldenförmige Mittelteil erstreckt sich bei der dargestellten Ausführungsform über einen Winkel von etwa 1000. die beiden ebenen Teile 3 sind etwas breiter als der halbe Radius des muldenförmigen Mittelteils 2. An jeden ebenen Teil schliesst sich aussen ein gegenläufig gebogener Rand 4 an, der sich wieder über einen Bogen von
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etwa 1000 erstreckt und dessen Radius etwa ein Zehntel des Radius des muldenförmigen Mittelteils 2 beträgt.
Die in Fig. 3 linke Leiste 5 ist in ihren ebenen Teilen je mit einem angeschweissten Block 6 versehen, der eine durchgehende Bohrung 7 enthält, an der in Fig. 3 rechten Leiste sind der Bohrung 7 entsprechende Zapfen 8 mit kegelstumpfförmiger Spitze 9 angeschweisst, so dass dadurch die ein- zelnen Elemente l aneinander gesteckt werden können, wobei der in Fig. 3 linke Teil das links ange- schobene Element etwas überlappt. Zur Sicherung der einzelnen Elemente in ihren richtigen Lagen sind winkelförmig gebogene Bolzen 11 vorgesehen, die mit ihren kegelstumpfförmigen Spitzen 12 in Bohrungen 10 in den Zapfen 8 eintreten können. Mit 13 ist ein Bügel bezeichnet, an den eine Kette angeschlossen sein kann, mittels welcher die Elemente im Gelände verankert werden können.
Zur Bildung der erfindungsgemäss ausgebildeten Transportrinne verlegt man die einzelnen Elemente so im Gelände, dass die Transportrinne möglichst gerade oder nur in Bögen mit sehr grossem Radius verläuft. Dabei werden die einzelnen Elemente durch Einstecken der Zapfen 8 in die Bohrungen 7 und Sicherung mittels der winkelförmig gebogenen Bolzen fest miteinander verbunden.
Es genügt schon eine verhältnismässig geringe Neigung, um es den geschlagenen und entrindeten Baumstämmen zu ermöglichen, unter dem Einfluss der Schwerkraft in der Rinne abwärts zu gleiten. Die besondere Ausgestaltung der Rinne mit ihrem muldenförmigen Mittelteil und den daran anschliessenden ebenen Teilen sichert dabei die Holzstämme yor einem Herausrutschen während ihres Abwärtsgleitens.
Es lassen sich natürlich noch die verschiedensten Abänderungen denken, ohne vom Rahmen der Erfindung abzuweichen, dies gilt insbesondere für die Art der Verbindung der einzelnen Elemente untereinander, zu welcher beispielsweise auch Flanschen mit durchgehenden Schrauben und Muttern verwendet werden könnten, doch hat sich die oben beschriebene und in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsform als besonders einfach gezeigt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Transportrinne für die Holzbringung, die aus mehreren, in der Längsrichtung aneinanderstossenden, muldenförmigen Elementen aus Blech od. dgl. zusammengesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass jedes ihrer Elemente (1) aus einem Stück Blech gebogen ist, das am Grund (2) in Form einer Mulde verläuft, an die sich beidseits je ein ebener Teil (3) und an deren äusseres Ende wieder ein gegenläufig gebogener Rand (4) anschliesst.