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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Federkörpern für Matratzen und Polsterungen
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Eine für die Serienerzeugung besonders vorteilhafte Vorrichtung weist eine Halterung auf, auf der
Magnete angeordnet sind, welche die Stahlfedern festhalten. Die erwähnten Magnete können Elektromagnete sein. Dies hat den Vorzug, dass die Magnetkraft abgeschaltet werden kann, wodurch das Abnehmen der Fe- dern erleichtert wird.
In der Folge sei die Erfindung an Hand der Zeichnungen beispielsweise erläutert. Hiebei sind Fig. l eine erfindungsgemässe Vorrichtung, bestehend aus zwei Teilformen und einem schwenkbaren Halterahmen in schematischer Darstellung teilweise im Schnitt, Fig. 2 eine Ansicht des Halterahmens teilweise geöffnet,
Fig. 3 eine Ansicht des fertigen Federkörpers von der kürzeren Seite her, Fig. 4 und 5 schematische Dar- stellungen einer andern Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung in zwei verschiedenen Ar- beitsphasen.
Fig. l zeigt einen um eine horizontaleAchse l schwenkbarenRahmen 2, aus dessen Ebene han- delsübliche Matratzenfedern 3 beidseitig hervorragen. Der Rahmen 2 ist, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, teilbar ausgeführt, wobei zwei Rechteckseiten 2\ 2 gelenkig an die übrigen Rahmentei- le 23, 24 angeschlossen sind. Bei geöffnetem, senkrecht stehendem Rahmen 2 schiebt man einen handelsüblichen Federkern 4, dessen Federn 3, z. B. durch Rahmen 41 und Stützdrähte 42, unverrutschbar verbunden sind, ein. Nach. Schliessen des Rahmens 2 wird dieser in die eine horizontale End- stellung geklappt, so dass die Federn in das in der ersten Teilform 5 befindliche Ausgangsmaterial für die erste.
Schaumstoffschicht 6, z. B. geschäumtes Latex, eintauchen. In dieser Stellung bleibt der Rahmen 2 bis zur Verfestigung der ersten Teilschicht 6 aus Schaumstoff. Falls zur Verfestigung die Einwirkung von Wärme erforderlich ist, kann man mit Vorteil heizbare Formen verwenden.
Im nächsten Schritt wird der Rahmen 2 um 1800 geschwenkt, wodurch die Federn 3 mit der daran befindlichen ersten Schaumstoffschichi t ! aus der Teilform & gehoben und mit ihren ändern Enden in die zweite Teilform 7 mit dem Ausgangsmaterial für die zweite Schaumstoffschicht 8 getaucht werden. Nach dem Verfestigen der zweiten Schicht 8 wird der Rahmen 2 hochgeschwenkt, geöffnet und der fertige Federkörper entnommen, wie er in Fig. 3 dargestellt ist.
Eine andere Ausführungsform der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ist in den Fig. 4 und 5 schematisch dargestellt.
Eine Platte 11, die bei 12 schwenkbar gelagert ist, ist auf einer in der Fig. 4 unteren Seite mit einer Anzahl von Elektromagneten 13 versehen. Die Federn 14 werden bei eingeschaltetem Erregerstrom von Handaus auf die Halteplatte 11 gesetzt, während sich diese in der einen, in den Zeichnungen rechten, z. B. horizontalen Endstellung befinder. Ist die erforderliche Anzahl von Federn 14 aufgebracht, wird die Halteplatte 11 in die andere Endstellung geschwenkt, wie in Fig. 5 dargestellt, und kommt nun horizontal über einer Teilform 15 so zu liegen, dass die Federn 14 in das in der Form befindliche fliessfähige Ausgangsmaterial für eine erste Schaumstoffschicht 16 tauchen.
Diese Teilform 15 ist selbst bei 17 schwenkbar gelagert und befindet sich während des Tauchvoranges in ihrer einen Endstellung. inder sie eine nach oben offene Wanne bildet. Die Füllhöhe des Ausgangsmaterials in der Form 15 richtet sich nach dem angewandten Verschäumungsverfahren. Im Falle von geschäumtem Latex wird die
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Verwendung von Treibmitteln, ist die Volumszunahme während der Reaktion zu berücksichtigen. Mit Vorteil wird die Form beheizbar ausgeführt, um z. B. die Verfestigung, z. B. Vulkanisation, zu beschleunigen, oder die Gasentwicklung bei Verwendung von Treibmitteln in Gang zu bringen.
Ist die erste Schaumstoffschicht 16 im Bereich der einen Enden der Federn 14 fertiggestellt, so werden die Elektromagnete 13 abgeschaltet, die Halteplatte 11 wird in die Ausgangsstellung gemäss Fig. 4 zurückgeklappt und die erste Teilform 15 wird über eine zweite, ähnliche Teilform 18 so geschwenkt, dass die im ersten Verfahrensschritt frei gebliebenen Enden der Federn 14 in das in dieser zweiten Form 18 befindliche Ausgangsmaterial für die zweite Schaumstoffschicht 20 tauchen. Diese Stellung ist aus Fig. 4 ersichtlich. NachderenFertigstellungwirdieersteTeilform 15 zurückgeklappt, wobei der ganze Federkörper in der zweiten Teilform 18 verbleibt. Nunmehr wird diese ebenfalls, z. B. bei 21, schwenkbar gelagerte Form 18 umgedreht und der Federkörper entformt.
Zur Erleichterung des Entformens können eine oder beide Teilformen mit ausstossbarem Boden versehen sein, wie dies z. B. für den Boden 19 der zweiten Teilform 18 in Fig. 5 gezeigt ist.
Wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich, können in der erfindungsgemässen Vorrichtung zwei Federkörper gleichzeitig, jedoch in verschiedenem Herstellungsstadium, bearbeitet werden, da während der Bildung der zweiten Teilschicht 20 des einen Federkörpers (Fig. 4) gleichzeitig nun Federn 14 auf die Platte 11 aufgesetzt werden können. Ebenso kann die Wartezeit bis zur Verfestigung der ersten Teilschicht 16 gemäss Fig. 5 zum Entformen eines bereits fertigen federkörpers aus der Form 18 ausge-
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nutzt werden. Die erfindungsgemässe Vorrichtung erlaubt somit eine besonders wirtschaftliche Herstellung der beschriebenen Federkörper.
Falls gewünscht, können die erfindungsgemäss hergestellten Federkörper an den offenen Seiten noch mit vorgeformten Abschlussteilen aus ähnlichem Schaumstoff beklebt werden, um den Hohlraum zwischen den beiden Schaumstoffschichten staubdicht zu verschliessen.
Die erfindungsgemässen Federkörper können, insbesondere in einer flacheren Ausführungsform, vorzugsweise unter Verwendung von härteren Schaumstoffen, mit Vorteil auch als Polsterung von Transportbehältern für stossempfindliche Geräte, Maschinen, Flaschen od. dgl. eingesetzt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Federkörpern für Matratzen und Polsterungen, vorzugsweise für Möbel und Kraftfahrzeuge, wobei Stahlfedern zumindest teilweise mit einem elastisch nachgiebigen Stoff, insbesondere Schaumstoff, beispielsweise Schaumgummi, umhüllt und im Abstand voneinander gehalten werden, und bei dem zumindest ein Teil der Federn gemeinsam über wenigstens einen Teil ihrer Höhe vermittels einer quer zur Hauptbelastungsrichtung, z. B.
quer zu den Federachsen verlaufenden geschlossenen Schicht des elastisch nachgiebigen Stoffes umhüllt werden, nach Stammpatent Nr. 236591, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn zuerst mit einem Ende bis zu einer einem Teil der Federhöhe entsprechenden Tiefe in ein fliessfähiges Ausgangsmaterial für den elastisch nachgiebigen Stoff, insbesondere Schaumstoff, das in einer ersten Teilform enthalten ist, getaucht werden und dass nach dem Verfestigen des sich aus dem Ausgangsmaterial ergebenden elastisch nachgiebigen Stoffes die noch freien Enden der Federn in eine zweite Teilform mit dem Ausgangsmaterial eingetaucht und so mit dem elastisch nachgiebigen Stoff umhüllt werden.
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