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Verfahren zur Herstellung von Federkörpern für Matratzen und Polsterungen
Im Stammpatent Nr. 236591 ist ein Verfahren zur Herstellung von Federkörpern für Matratzen und Polsterungen, vorzugsweise für Möbel und Kraftfahrzeuge beschrieben, wobei Stahlfedern zumindest teilweise mit einem elastisch nachgiebigen Stoff, insbesondere Schaumstoff, beispielsweise Schaumgummi, umhüllt und im Abstand voneinander gehalten werden.
Es wurde nun gefunden, dass es besonders vorteilhaft ist, die Federkerne im Mittelbereich der Federn von Einbettungsmaterial freizuhalten. Zu diesem Zweck werden erfindungsgemäss die Federn gemeinsam zunächst mit je einem Ende in das elastisch nachgiebige Material eingebettet und nach Abbinden bzw.
Erhärten der Einbettungsschicht die andern Enden der Federn mit dem elastisch nachgiebigen Stoff umhüllt, wobei zwischen den Einbettungsschichten ein Hohlraum verbleibt.
Unter der Bezeichnung elastisch nachgiebiger Stoff sind in erster Linie Schaumstoffe, insbesondere sogenannte "weiche Schäume" zu verstehen. Bevorzugt wird hiebei Schaumgummi, wenngleich auch Polyurethanschäume oder mit einem Treibmittel aufgebläht Schäume aus thermoplastischen Kunststoffen ebenso wie z. B. Viskoseschäume Verwendung finden können.
In vielen Fällen wird man ein fliessfähiges Ausgangsmaterial verwenden, das erst in der Form, nach entsprechender Behandlung, seine endgültigen Eigenschaften annimmt. Unter der Bezeichnung "fliessfä- higes Ausgangsmaterial" sind auch gepulverte Ausgangsstoffe zu verstehen, sofern dessen Fliesseigenschaften für eine gleichmässige Verteilung in der Form ausreichen. Die zur Überführung desausgangsmaterials in den gewünschten Endzustand erforderliche Behandlung richtet sich nach dem gewählten elastischen Stoff, wird aber in den meisten Fällen auch einen Erhitzungsschritt umfassen, der beispielsweise zum Freisetzen von Gasen aus Treibmitteln und bzw. oder zum Verfestigen, z. B. Vulkanisieren, dient.
MitVorteil kann eine Form angewendet werden, die um 1800 schwenkbar ist. Die Schwenkachse liegt hiebei horizontal und vorzugsweise ausserhalb des Formkörpers.
In der Zeichnung ist eine besonders geeignete Vorrichtung zur Durchführung des zweistufigen Einbettungsverfahrens beispielsweise beschrieben.
Hiebei sind zwei Formen 1 und 2 vorgesehen, die beispielsweise durch einsetzbare Deckel l* und 2'allseitig verschliessbar sind. Die beiden Formen sind zentralsymmetrisch um eine gemeinsame horizontale Schwenkachse 3 angeordnet und miteinander verbunden.
Bei abgenommenem Deckel l* werden zunächst in die Form l Federn 4 eingesetzt und durch Haltemittel, z. B. Dorne, gehalten. Hierauf wird soviel Schaumstoff oder dessen fliessfähiges Ausgangsmaterial in die Form eingebracht. dass er die ersten Windungen der Federn 4 bedeckt. Nach Verfestigen der Schaumstoffschicht 5 wird der Deckel l* eingesetzt und die Formen 1, 2 werden geschwenkt, worauf die Federn 4 im Bereich ihrer andern Enden mit einer zweiten Schaumstoffschicht 6 umhüllt werden. Inzwischen wird in der Form 2 der oben beschriebene Vorgang zur Herstellung einer neuen Schicht 5 wiederholt.
Im nächsten Arbeitstakt wird nach neuerlichem Umschwenken der Formen 1 und 2 aus der Form 1 ein fertiger Federkörper entnommen, wodurch diese Form zur Aufnahme neuer Federn 4 und zur Wiederholung des ersten Verfahrensschrittes frei wird, während gleichzeitig in der Form 2 die zweite Schicht 6 des nächsten Federkörpers hergestellt wird.
Geeignete Haltemittel sind im Boden der Formen l, 2 eingesetzte Dorne, auf welche die Federn aufgesetzt werden.
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Wie im Stammpatent vorgeschlagen wurde, können zwischen den Domen an deren Fuss auch auf einer Kante stehende Blechstreifen vorgesehen sein, welche die Federn in Abstand vom Boden der Form halten.
Auch Magnete können zum zeitweiligen Festhalten der Kerne in der Form dienen.
Die erfindungsgemässen Federkörper können, insbesondere in einer flacheren Ausführungsform, vorzugsweise unter Verwendung von härteren Schaumstoffen, mit Vorteil auch als Polsterung von Transport- behältern für stossempfindliche Geräte, Maschinen, Flaschen od. dgl. eingesetzt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Federkörpern für Matratzen und Polsterungen, vorzugsweise für Möbel und Kraftfahrzeuge, wobei Stahlfedern zumindest teilweise mit einem elastisch nachgiebigen Stoff, insbesondere Schaumstoff, beispielsweise Schaumgummi, umhüllt und im Abstand voneinander gehalten werden und bei dem zumindest ein Teil der Federn gemeinsam über wenigstens einen Teil ihrer Höhe vermittels einer quer zur Hauptbelastungsrichtung, z. B. quer zu den Federachsen verlaufenden geschlosse-
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nachgiebigenStoffesumhülltwerden, nachPatentNr. 236591, dadurch ge-der Federn mit dem elastisch nachgiebigen Stoff umhüllt werden, wobei zwischen den Einbettungsschichten ein Hohlraum verbleibt.
2. VorrichtungzurDurchführungdesVerfahrensnachAnspruchl, gekennzeichnet durch eine um 180 schwenkbare Form.