AT249864B - Verfahren zur Gewinnung eines Tetracyclin-Antibiotikums aus Fermentationsbrühen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines Tetracyclin-Antibiotikums aus Fermentationsbrühen

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AT249864B
AT249864B AT431364A AT431364A AT249864B AT 249864 B AT249864 B AT 249864B AT 431364 A AT431364 A AT 431364A AT 431364 A AT431364 A AT 431364A AT 249864 B AT249864 B AT 249864B
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Enzo Dr Zannini
Ezio Dr Caputo
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Ankerfarm Spa
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Gewinnung eines Tetracyclin-Antibiotikums aus Fermentationsbrühen 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Gewinnung eines Tetracyclin-Antibiotikums, insbe-   sondereTetracyclin, 5-0xytetracyclin und 7-Chlortetracyclin,   aus Fermentationsbrühen durch Fällung als Metallkomplexverbindung, Auflösen in einem organischen, mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, Extraktion der organischen Lösung mit einer wässerigen Lösung eines Chelate bildenden Mittels zur Bindung der Metallionen, insbesondere Äthylendiamintetraessigsäure, Nitrilotriessigsäure, N, N-Di- (8-hy-   droxyäthyl)-glycin,   Natriumtripolyphosphat   undNatriumhexametaphosphat,   wodurch man eine Lösung des Tetracyclin-Antibiotikums in dem organischen Lösungsmittel erhält. 



   Unter Tetracyclin-Antibiotika versteht man   Tetracyclin, 7-Chlortetracyclin   und 5-Oxytetracyclin. 



  Die Tetracyclin-Antibiotika werden durch mikrobiologische Fermentation gewonnen. Sie entstehen in Kulturmedien in Form von verdünnten, unreinen, wässerigen Lösungen und enthalten sowohl organische als auch anorganische Verunreinigungen, die entfernt werden müssen, bevor das Tetracyclin-Antibiotikum zur Verwendung als Therapeutikum geeignet ist. 



   Wir haben nun festgestellt, dass diese Tetracyclin-Antibiotika vorteilhaft aus sauren Lösungen gewonnen werden können, die man aus Fermentationsbrühen durch Fällung unter Zugabe von Kupferionen und eines oberflächenaktiven Agens erhält. Das erfindungsgemässe Verfahren besteht demnach darin, dass das Mycel von der Brühe abfiltriert, der pH-Wert der Brühe auf ein PH zwischen 0,   5 - 6,   0 gebracht, Kupferionen und ein anionisches oberflächenaktives Mittel, insbesondere Natriumlaurylsulfat, im Überschuss, bezogen auf die stöchiometrische Menge Tetracyclin-Antibiotikum, zugesetzt werden, der gebildete Kupferkomplex des Tetracyclin-Antibiotikums mit dem oberflächenaktiven Mittel durch Filtrieren abgetrennt und das Antibiotikum aus dem Komplex auf die oben genannte Weise isoliert wird. 



   Hiebei kann irgendeines der wasserlöslichen Kupfersalze, wie   z. B. Kupferacetat,   Kupferbromid, Kupferchlorid, Kupfernitrat, Kupfersulfat usw., verwendet werden. Wir ziehen jedoch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und wegen der leichteren Handhabung die Verwendung von Kupfersulfat vor. 



   Als oberflächenaktive Agentia zur Fällung des Tetracyclinkupferkomplexes werden anionische oberflächenaktive Mittel verwendet, d. h. solche oberflächenaktive Mittel, bei denen der lange Kettenteil des Moleküls bei Lösung in Wasser das negative Ion oder Anion wird. Eine grosse Zahl anionischer oberflächenaktiver Mittel sind im Handel erhältlich und können bei dem erfindungsgemässen Verfahren Verwendung finden. Dazu gehören die Natriumalkylsulfate (ROSOsNa) und die Natriumalkylbenzolsulfona- 
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 ssen Zahl dieser Stoffe ist verwendbar, wie z. B. Natriumlaurylsulfat, die Igepone, die Natriumsalze der   Dodecyldiphenyläther-Disulfosäure, Natriumlaurylsulfoacetat, Natriumglycerylmonolauratsulfat,   Dioctylnatriumsulfosuccinat, Natrium-ss-oleyläthansulfonat, Natriumtaurat usw.

   Zu den anionischen oberflä- 

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 chenaktiven Mitteln, die Markenartikel sind, gehören : Lowila   der Firma Foster Milburn Co., Nytron der   Solvay Process Co., Santomerse   der Monsanto   Chemical Co., Surf der Lever Bros. Co und Lensex der der Shell Chemical Co. 



   Der Niederschlag wird aus der Fermentationsbrühe abfiltriert und das Tetracyclin-Antibiotikum daraus durch Lösung des Niederschlages in einem organischen Lösungsmittel, das in hohem Grade mit Wasser unvermischbar ist, gewonnen. Bevorzugte Beispiele geeigneter organischer Lösungsmittel sind Alkohole, 
 EMI2.1 
 - 8vermischbare Lösungsmittel verwendet werden, wie z. B. flüssige Kohlenwasserstoffe, wie Hexan, Heptan, Oktan, Cyclohexan, Benzol, Toluol, die Xylole usw. 



   Die Kupferionen werden aus   dem Kupfertetracyclin-Antibiotikumkomplex durch Extraktion   mit einem wässerigen Chelat entfernt, das eine grössere Neigung zum Kupfer hat als das Tetracyclin-Antibiotikum und die Kupferionen in eine wässerige Lösung ausscheidet. Beispiele von geeigneten wässerigen Chelaten, die eine Ausscheidung der Kupferionen bewirken, sind wässerige Lösungen von Äthylendiamintetraessigsäure, Nitrilotriessigsäure, N,   N-Di- (ss-hydroxyäthyl)-glycin,   Natriumtripolyphosphat und Natriumhexametaphosphat. 



   Die das Tetracyclin-Antibiotikum enthaltende organische Phase kann dann auf übliche Weise gereinigt werden. Geeignete Verfahren hiezu sind folgende :
Verfahren A
Die das Tetracyclin-Antibiotikum enthaltende organische Phase wird im Vakuum auf ein kleines Volumen konzentriert. Sodann wird ein wasserlöslicher Alkohol, wie Methanol,   Äthanol   oder Isopropanol, zugesetzt, bis man eine Konzentration von   100 000   bis   150000 y/ml   Tetracyclin-Antibiotikum erhält. 



  Durch Zusatz von konzentrierter Salzsäure entsteht das Antibiotikum in Form eineskristallinenSalzes. 



   Verfahren B
Die organische Phase wird im Vakuum konzentriert und dann mit einer organischen Base, wie Oleylamin,   Linoleylamin, N, N-Dibenzyläthylendiamin, Dibenzylamin   oder quartäres Ammoniumsalz, wie z. B. die Arquads, behandelt, welche quartäre Ammoniumsalze, enthaltend eine oder mehrere Alkylgruppen mit   8 - 18   Kohlenstoffen, sind und durch die Firma Armor & Co., Chicago 8, Illinois, in den Handel gebracht werden. Die Beschaffenheit der organischen Base spielt keine Rolle, und es sind die verschiedensten Stoffe dieser Art verwendbar. 



   Die Amine oder Quartärsalze gehen mit den im Komplex vorhandenen oberflächenaktiven Stoffen   lösliche Verbindungen   ein. Das Tetracyclin kann dann aus dem Lösungsmittel durch eine wässerige Mineralsäurelösung, wie   z. B.   verdünnte Salzsäure, ausgeschieden werden. Dieser wässerige Extrakt, der die Antibiotika enthält, kann dann auf ein PH von etwa 3 bis zirka 7,3 gebracht werden. Nach einigen Stunden oder sobald die Ablagerung des Tetracyclin-Antibiotikums in Form der freien Base beendet ist, kann die freie Tetracyclin-Antibiotikum-Base durch Filtrieren aus der Lösung gewonnen werden. 



   Die Temperatur, bei der die Reinigung nach der Erfindung erfolgt, spielt im allgemeinen keine Rolle. Am günstigsten sind während der anfänglichen Behandlung der Fermentationsbrühe Temperaturen oberhalb der Raumtemperatur bis etwa   50 C   oder bis zu einer Temperatur unterhalb derjenigen, bei welcher 
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 Mycels u. a. Sinkstoffe aus der Fermentationsbrühe durch Filtrieren. 



   Die Konzentration desKupfersalzes istnicht besonders wichtig, doch sollte dieselbe das zur Komplexbildung des gesamten vorhandenen Tetracyclin-Antibiotikums erforderliche Mass übersteigen. Analog sollte, wie oben erwähnt, das zur Fällung des Kupfertetracyclin-Antibiotikumkomplexes verwendete   oberflächenaktive   Agens in einem die stöchiometrische Menge übersteigenden Ausmass vorhanden sein. 



   Die pH-Verhältnisse, unter denen die Kupferionen aus dem Kupfertetracyclin-Antibiotikumkomplex ausgeschieden werden, sind je nach dem verwendeten Chelat verschieden. So ist die technische Entwicklung bis zu einem Punkt gediehen, wo besondere Bedingungen wünschenswert und den Fachleuten bekannt sind, die für die einzelnen Chelate gelten, die zur Ausscheidung der Kupferionen aus dem Kupfertetracyclin-Antibiotikumkomplex verwendet werden können. Wird z. B.   Äthylendiamintetraessigsäure (Versene)   als Chelat verwendet, so muss ein saures PH verwendet werden. 



   Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. 



   Beispiel   1-10 1 mycelfreierkulturbrühe werdenmitschwefelsäure aufein PH   von 1, 5 angesäuert. 

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  Die 10 1 haben einen Tetracyclinhydrochloridgehalt von 33, 5 g. 



   Die 10 1 werden sodann auf ein PH von 2 mit 10   Gew.-'% NaOH   gebracht. 105 ml einer   Zotigen   Lö- 
 EMI3.1 
 so entstandene Niederschlag wird von der verbrauchten Brühe abgeschieden und in 800 ml Butylalkohol aufgelöst. Die verbrauchte Brühe ergibt bei der Probe 102   Y/cm3.   



   Der Butylalkohollösung werden 250 ml der   lomiger   Versenelösung zugesetzt, die vorher mit   37tiger   Salzsäure auf ein PH von 2, 1 angesäuert worden war. Die beiden Phasen werden gemeinsam 3 h lang verrührt. Sodann wird die organische Phase von der wässerigen Phase getrennt. Die wässerige Phase wird hierauf mit 200 ml Butylalkohol extrahiert und der Alkohol nach der Abscheidung mit dem ersten Extrakt vereinigt. 



   Die vereinigten organischen Extrakte werden unter Vakuum auf ein Volumen von etwa 300   m1   konzentriert. Die Temperatur während der Konzentration darf   300C   nicht übersteigen, da sich sonst das Tetracyclin etwas zersetzt. Dem Konzentrat wird sodann eine dem verwendeten Natriumlaurylsulfat entsprechende Menge Arquad 16/50 zugesetzt und das Gemisch mit 300 ml n-Hexan verdünnt. Dann wird das Tetracyclin aus der organischen Phase mit 0, 1 n-Schwefelsäure ausgelaugt. Nachdem das gesamte Tetracyclin aus der organischen Phase extrahiert ist, werden   fi   g feinverteilter Holzkohle den   vereinig-   ten wässerigen Extrakten zugesetzt. Nach halbstündigem Rühren wird die Lösung filtriert und 3,5 g Versene zugesetzt. Das Filtrat wird mit 10   Gew.-% NaOH   auf ein PH von 4 bis 6 gebracht.

   Die Kristalle der rohen Tetracyclinbase werden filtriert, mit Wasser gewaschen und bei   600C   unter Vakuum getrocknet. Die so gewonnene rohe Tetracyclinbase wog 24,5 g und hatte eine Aktivität von 1027 Y/mg. 



      Bei s pie 1 2 : Wie   Beispiel   1,   aber mit einem PH- Wert von 0,5 während der Fällung. 
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 angesäuert. Die 10 1 haben einen Tetracyclinhydrochloridgehalt von 33, 5 g. 



   Die 101 werden dann mit   l Öligem NaOH   auf ein PH von 2 gebracht. Hierauf erfolgt ein Zusatz von 105 ml einer   2obigen   Lösung von    CuSO,,'5 H20.   Nach wenigen Minuten werden unter Umrühren 990 ml   5%igues   Natriumlaurylsulfat zugesetzt. Das Rühren wird 30 min lang fortgesetzt. Der so entstandene Niederschlag wird von der   verbrauchtenBrühe abgeschieden   und in 800 ml Butylalkohol aufgelöst. Der Butylalkohollösung werden 250 ml einer   zeigen   Versenelösung zugesetzt, die vorher mit   37%) iger   Salzsäure auf ein PH von 2, 1 angesäuert worden war. Die beiden Phasen werden 3 h lang verrührt. Die organische Phase wird hierauf von der wässerigen Phase geschieden.

   Die wässerige Phase wird dann mit 200 ml Butylalkohol neuerlich extrahiert und der Alkohol nach der Ausscheidung mit dem ersten Extrakt vereinigt. Die beiden vereinigten organischen Extrakte werden dann mit 200 ml einer wässerigen gesättigten Natriumchloridlösung gewaschen. 



   Die vereinigten organischen Extrakte werden im Vakuum zu einem dicken Sirup konzentriert. Die Temperatur während der Konzentration darf   300C   nicht übersteigen, da sich sonst das Tetracyclin etwas zersetzen würde. Das Konzentrat wird in 220 ml Methylalkohol aufgelöst, und in die Methanollösung werden langsam unter Kühlung 25 ml konzentrierte Salzsäure geschüttet. 



   Nach 12stündigem Abstehen in einem Kühlschrank werden die entstandenen Kristalle abfiltriert und mit Methylisobutylketon und Äther gewaschen. Nach Trocknung unter Vakuum bei   400C   erhält man 26 g rohes Tetracyclinhydrochlorid. Dieses ergibt bei der Probe 886 y/mg. 



   Beispiel 10 : Wie Beispiel 9, jedoch Verwendung von Isoamylalkohol statt Butylalkohol und von Nitrilotriessigsäure statt Versene. 



     Beispiel 11 :   Wie Beispiel 9, jedoch Verwendung von Äthylalkohol statt Methylalkohol. 

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   Tabelle I : Ausbeute an Tetracyclin 
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<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Tetracyclinhydrochloridgehalt <SEP> Extrahiertes <SEP> Antibiotikum
<tb> Nr. <SEP> der <SEP> filtrierten <SEP> Brühe
<tb> g/10 <SEP> 1 <SEP> g <SEP> Aktivität <SEP> y/mg <SEP> 
<tb> 1 <SEP> 33, <SEP> 5 <SEP> 24, <SEP> 5 <SEP> Base <SEP> 1027
<tb> 2 <SEP> 33, <SEP> 5 <SEP> 23 <SEP> Base <SEP> 950
<tb> 3 <SEP> 33, <SEP> 5 <SEP> 25 <SEP> Base <SEP> 988
<tb> 4 <SEP> 33, <SEP> 5 <SEP> 23, <SEP> 2 <SEP> Base <SEP> 980
<tb> 5 <SEP> 33, <SEP> 5 <SEP> 25 <SEP> Base <SEP> 988
<tb> 6 <SEP> 33, <SEP> 5 <SEP> 27, <SEP> 5 <SEP> Base <SEP> 890
<tb> 7 <SEP> 33, <SEP> 5 <SEP> 22, <SEP> 5 <SEP> Base <SEP> 965
<tb> 8 <SEP> 33, <SEP> 5 <SEP> 24 <SEP> Base <SEP> 990
<tb> 9 <SEP> 33, <SEP> 5 <SEP> 26 <SEP> Hel <SEP> 886
<tb> 10 <SEP> 33, <SEP> 5 <SEP> 27, <SEP> 4 <SEP> HCl <SEP> 875
<tb> 11 <SEP> 33, <SEP> 5 <SEP> 25,

   <SEP> 4 <SEP> HC1 <SEP> 980
<tb> 
   Beispiel 12 : 10 Imycelfreier Kulturbrühe werden mit Schwefelsäure auf ein PH von 1,5 angesäuert. Die 10 1 haben einen Oxytetracyclinhydrochloridgehalt von 31 g. 



  Die 10 1 werden dann mit lomiger NaOH auf ein PH von 2 gebracht. Hierauf werden 105 ml einer 2   eigen Lösung von CuSO4'5 H O zugesetzt. Nach einigen Minuten werden unter Rühren 820 ml einer 3% igen Natriumlaurylsulfatlösung zugesetzt. Das Rühren wird 30 min lang fortgesetzt. Das dabei ent- stehende Fällprodukt wird von der verbrauchten Brühe abgeschieden und in 500 ml Butylalkohol aufgelöst. Die verbrauchte Brühe ergibt bei der Probe 164 Y/cm3. Der Butylalkohollösung werden 250 ml einer looien Versenelösung zugesetzt, nachdem diese mit 37%) piger Salzsäure auf ein PH von 2, 1 gebracht worden war. Die beiden Phasen werden 3 h lang gerührt. Die organische Phase wird dann von der wässerigen Phase geschieden. Die wässerige Phase wird dann mit 200 ml Butylalkohol wieder extrahiert und der Alkohol nach der Abscheidung mit dem ersten Extrakt vereinigt. 



  Die vereinigten organischen Extrakte werden im Vakuum auf ein Volumen von 300 ml konzentriert. 



  Die Temperatur während der Konzentration darf 300C nicht übersteigen, da sich sonst das Oxytetracyclin etwas zersetzen würde. Dem Konzentrat wird eine dem verwendeten Natriumlaurylsulfat entsprechende Menge Arquad 16/50 zugesetzt und das Gemisch mit 300 ml n-Hexan verdünnt. Das Oxytetracyclin wird sodann mit 0, 1 n-Schwefelsäure aus der organischen Phase extrahiert. Nachdem das ganze Oxytetracyclin aus der organischen Phase extrahiert wurde, werden 5 g feinverteilter Holzkohle den vereinigten wässerigen Extrakten zugesetzt. Nach halbstündigem Rühren wird die Lösung filtriert und 4 g Versene zugesetzt. 



  Das Filtrat wird mit 10%iger NaOH auf ein PH von 6,8 bis 7, 0 gebracht. Nach 12stündigem Rühren der Lösung werden die Kristalle der rohen Oxytetracyclinbase abfiltriert, mit Wasser gewaschen und bei 600C im Vakuum getrocknet. Die rohe Oxytetracyclinbase wog 22,7 g und ergab beim Test 960 Y/mg. 



  Beispiel 13 : Wie Beispiel 12, aber mit einem pH-Wert von 0,5 während der Fällung. 



  Beispiel 14 Wie Beispiel 12, aber mit einem PH- Wert von 3 während der Fällung. 



  Beispiel 15 Wie Beispiel 12, aber Verwendung von Natriumlaurylsulfonat statt Natriumlauryl- sulfat.   
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Beispiel 18 Wie Beispiel 16, aber Verwendung von N-Dibenzyläthylendiamin statt Arquad 16/50. 



   Beispiel19 :WieBeispiel12,aberVerwendungvonOleylaminstattArquad16/50. 



     Beispiel 20 10 l mycelfreier Kulturbrühe   werden mit Schwefelsäure auf ein pH von 1,5 angesäuert. Die 10 1 haben einen Oxytetracyclinhydrochloridgehalt von 31 g. 



   Die 10 1 werden sodann mit   lwolger NAOH   auf ein PH von 2 gebracht. Nun werden 105 ml einer   zuigen   Lösung von   CUS04. 5 H : p zugesetzt.   Nach ein paar Minuten werden unter Rühren 820 ml tiges Natriumlaurylsulfat zugesetzt. Das Rühren wird 30 min lang fortgesetzt. Das so entstandene Fällprodukt wird aus der verbrauchten Brühe abgeschieden und in 500 ml Butylalkohol aufgelöst. Der Butylalkohollösung werden 250 ml 10%ige Versenelösung zugesetzt, die vorher mit   37igerSalzsäure   auf ein PH von 2, 1 

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 angesäuert worden war. Die beiden Phasen werden   2 - 3   h lang verrührt. Sodann wird eine genügende
Menge Natriumchlorid zugesetzt, um das Wasser in der Mischung zu sättigen. Die organische Phase wird von der wässerigen Phase geschieden.

   Die wässerige Phase wird hierauf neuerlich mit 200 ml   Butylalko-   hol extrahiert und der Alkohol nach der Abscheidung mit dem ersten Extrakt vereinigt. 



  Dievereinigten organischen Extrakte werden mit 200ml einerwässerigen gesättigten Natriumchlorid- lösung gewaschen. Die organische Phase wird unter Vakuum zu einem dicken Sirup konzentriert. Die
Temperatur während der Konzentration darf   300C   nicht übersteigen, da sonst eine gewisse Zersetzung des
Oxytetracyclins eintritt. Das Konzentrat wird in 200   m1 Methylalkohol aufgelöst, und   in der Methylalko- hollösung werden langsam, unter Kühlung 25 ml konzentrierte Salzsäure eingegossen. Nach 12stün-   diger   Abkühlung werden die Kristalle abfiltriert und mit Methylisobutylketon und Äther gewaschen. 



   Nach Trocknung bei 600C unter Vakuum wog das so gewonnene 5-Oxytetracyclinhydrochlorid 25 g und ergab bei der Probe 925   7/mg.   



   Beispiel 21 : Wie Beispiel 20, aber Verwendung von Isoamylalkohol statt Butylalkohol und von
Nitrilotriessigsäure statt Versene. 



   Tabelle II : 
Ausbeute an Oxytetracyclin 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Oxytetracyclinhydrochloridgehalt <SEP> Extrahiertes <SEP> Antibiotikum
<tb> Nr. <SEP> der <SEP> filtrierten <SEP> Brühe
<tb> g/10 <SEP> 1 <SEP> g <SEP> Aktivität'Y/mg <SEP> 
<tb> 12 <SEP> 31 <SEP> 22, <SEP> 7 <SEP> Base <SEP> 960
<tb> 13 <SEP> 31 <SEP> 20, <SEP> 7 <SEP> Base <SEP> 880
<tb> 14 <SEP> 31 <SEP> 22, <SEP> 2 <SEP> Base <SEP> 877
<tb> 15 <SEP> 31 <SEP> 21,2 <SEP> Base <SEP> 912
<tb> 16 <SEP> 31 <SEP> 23, <SEP> 1 <SEP> Base <SEP> 920
<tb> 17 <SEP> 31 <SEP> 22,5 <SEP> Base <SEP> 946
<tb> 18 <SEP> 31 <SEP> 21 <SEP> Base <SEP> 923
<tb> 19 <SEP> 31 <SEP> 24 <SEP> Base <SEP> 902
<tb> 20 <SEP> 31 <SEP> 2E <SEP> Hel <SEP> 925
<tb> 21 <SEP> 31 <SEP> 25,8 <SEP> HC1 <SEP> 918
<tb> 
 
Beispiel 22   :

   101 mycelfreier Kulturbrühe   werden mit Schwefelsäure auf   ein PH von 1, 5   angesäuert. Die 10 1 haben einen 7-Chlortetracyclinhydrochloridgehalt von 15 g. 



   Die 10 1 werden sodann mit   250/oiger NaOH   auf ein PH von 2 gebracht. Nun werden 55 ml einer   20% gen   Lösung von CuSO'5 H20 zugesetzt. Nach ein paar Minuten werden unter Rühren 410 ml einer   5% gen   Lösung von Natriumlaurylsulfat zugesetzt. Das Rühren wird 30 min lang fortgesetzt. Das so entstandeneFällprodukt wird durch Filtrieren aus der   verbrauchten Brühe   abgetrennt und in 250 ml   Butylalko-   hol aufgelöst. Die verbrauchte Brühe ergab bei der Probe 53   #/cm3.   



     DerButylalkohollösung   werden 125   ml lOoige   Versenelösung zugesetzt, die vorher mit Schwefelsäure auf ein PH von 2, 1 angesäuert worden war. Die beiden Phasen werden 3 h lang verrührt. Die organische Phase wird von der   wässerigen Phase   geschieden. Die   wässerige Phase   wird mit 100 ml Butylalkohol neuerlich extrahiert. Nachdem die beiden organischen Extrakte miteinander vereinigt wurden, werden die letzten Kupferreste durch Auswaschen der organischen Phase mit 50 ml einer wässerigen gesättigten Glaubersalzlösung entfernt. Die organische Phase wird unter Vakuum auf ein kleines Volumen konzentriert. 



  Die Verdampfungstemperatur darf   300C   nicht   übersteigen,   da sonst eine gewisse Zersetzung des   7-Chlor-   tetracyclinhydrochlorids eintritt. Das Konzentrat wird mit 150 ml Methylalkohol verdünnt und in die Methylalkohollösung langsam unter Kühlung 13 ml konzentrierte Salzsäure eingegossen. Nach mehrstündiger Abkühlung werden die Kristalle des 7-Chlortetracyclinhydrochlorids abfiltriert und mit Äther gewaschen und bei   400C   unter Vakuum getrocknet. Das auf diese Weise gewonnene 7-Chlortetracyclinhydrochlorid wog 12 g und ergab bei der Probe 940   Y/mg.   
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 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 säuert. Die 10 1 haben einen 7-Chlortetracyclinhydrochloridgehalt von 15 g. 



   Die 10 1 werden sodann mit   25Oloiger NaOH   auf ein PH von 2 gebracht. Dazu gibt man 55 ml einer   200/eigen   Lösung von CuSO'5 H20. Nach ein paar Minuten werden unter Rühren 410 ml einer   Saigon   Natriumlaurylsulfatlösung zugesetzt. Das Rühren wird 30 min lang fortgesetzt. Die so gebildete Fällung wird aus der verbrauchten Brühe durch Filtrieren abgetrennt und in 250 ml Butylalkohol aufgelöst. 



   Der Butylalkohollösung werden 125 ml einer 10%igen Versenelösung zugesetzt, nachdem diese mit Schwefelsäure auf ein PH von 2, 1 angesäuert worden war. Nach   3stündigem   Rühren wird die organische Phase von der wässerigen Phase geschieden. Die wässerige Phase wird mit 100 ml Butanol neuerlich extrahiert. Nach Vereinigung der beiden organischen Extrakte werden sie unter Vakuum auf ein Volumen von etwa 150 ml konzentriert. Dabei darf die Konzentrationstemperatur   300C   nicht übersteigen, da sonst eine gewisse Zersetzung des 7-Chlortetracyclinhydrochlorids eintritt. 



   Dem Konzentrat wird sodann eine dem verwendeten Natriumlaurylsulfat entsprechende Menge Arquad 16/50 zugesetzt und das Gemisch mit 150 ml n-Hexan verdünnt. Hierauf wird das 7-Chlortetracyclin aus der organischen Phase mit 0, 1 n-Schwefelsäure ausgelaugt. Nach Erschöpfung der organischen Phase werden den vereinigten wässerigen Extrakten 5 g feinverteilte Holzkohle zugesetzt. Die Lösung wird 30 min lang verrührt, filtriert, hierauf erfolgt Zusatz von 2 g Versene, und das Filtrat wird mit   l Öliger   NaOH auf ein PH von 7 gebracht. Nach 12stündigem Rühren werden die Kristalle der 7-Chlortetracyclin- 
 EMI6.2 
 7-Chlortetracyclinbase wog 10, 1 g und ergab bei der Probe 980 y/mg. 



   Beispiel30 :WieBeispiel29,aberVerwendungvonOleylaminstattArquad16/50. 



   B eisp iel 31 : Wie Beispiel 29, aber Verwendung von Alkyl-(C12H14)-Dibenzylammoniumchlorid statt Arquad 16/50. 



   Tabelle III :
AusbeuteanChlortetracyclin 
 EMI6.3 
 
 EMI6.4 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> Chlortetracyclinhydrochloridgehalt <SEP> Extrahiertes <SEP> Antibiotikum
<tb> Nr. <SEP> der <SEP> filtrierten <SEP> Brühe
<tb> g/10 <SEP> l <SEP> g <SEP> Aktivität <SEP> 7/mg
<tb> 22 <SEP> 15 <SEP> 12 <SEP> HC1 <SEP> 940
<tb> 23 <SEP> 15 <SEP> 11, <SEP> 7 <SEP> Hel <SEP> 927
<tb> 24 <SEP> 15 <SEP> 12, <SEP> 1 <SEP> HC1 <SEP> 870
<tb> 25 <SEP> 15 <SEP> 12,8 <SEP> HC1 <SEP> 872
<tb> 26 <SEP> 15 <SEP> 11, <SEP> 9 <SEP> HCl <SEP> 912
<tb> 27 <SEP> 15 <SEP> 12, <SEP> 1 <SEP> HC1 <SEP> 930
<tb> 28 <SEP> 15 <SEP> 12 <SEP> HC1 <SEP> 930
<tb> 29 <SEP> 15 <SEP> 10,1 <SEP> Base <SEP> 980
<tb> 30 <SEP> 15 <SEP> 10, <SEP> 3 <SEP> Base <SEP> 967
<tb> 31 <SEP> 15 <SEP> 10,3 <SEP> Base <SEP> 980
<tb> 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Gewinnung eines Tetracyclin-Antibiotikums, insbesondere Tetracyclin, 5-Oxytetra- cyclin und 7-Chlortetracyclin, aus Fermentationsbrühen durch Fällung als Metallkomplexverbindung, Auflösen in einem organischen, mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, Extraktion der organischen Lösung mit einer wässerigen-Lösung eines Chelate bildenden Mittels zur Bindung der Metallionen, insbesondere Äthylendiamintetraessigsäure, Nitrilotriessigsäure, N,N-Di-(ss-hydroxyäthyl)-glycin, Natriumtripolyphosphat und Natriumhexametaphosphat, wodurch man eine Lösung des Tetracyclin-Antibiotikums m dem organischen Lösungsmittel erhält, dadurch gekennzeichnet dass dasMycel von der Brühe <Desc/Clms Page number 7> abfiltriert, der PH-Wert der Brühe auf 0,
    5 - 6, 0 gebracht, Kupferionen und ein anionisches oberflächenaktives Mittel, insbesondere Natriumlaurylsulfat, im Überschuss, bezogen auf die stöchiometrische Menge EMI7.1
AT431364A 1963-10-10 1964-05-15 Verfahren zur Gewinnung eines Tetracyclin-Antibiotikums aus Fermentationsbrühen AT249864B (de)

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