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Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen eines glatten, formsteifen Rohres
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen eines glatten, formsteifen
Rohres aus Papier od. dgl. Werkstoff in Form eines Bandes, das in seiner Längsrichtung zu einem Rohr ge- formt wird. und dessen sich überlappende Ränder, zwischen die ein Faden aus thermoplastischem Kunst- stoff gespritzt wird, unter Anwendung von Hitze und Druck verbunden werden, worauf auf der Innenseite des Rohres eine in sich geschlossene Hülle aus thermoplastischem Kunststoff durch Strangpressen aufge- bracht wird, mit einem Spritzkopf, der aus zwei konzentrischen Rohren besteht, die zwischen sich zur
Zufuhr des Kunststoffes einen hohlzylindrischen Zuführungskanal freilassen,
welcher an den Enden der
Rohre in eine im Spritzkopfmantel sich befindende Ringdüse endigt und der im Abstand von der Ringdüse eine vom Zuführungskanal abzweigende, seitlich ausmündende Spritzdüse für den die Bandränder ver- bindenden Kunststoffaden besitzt. Die Erfindung bezweckt durch eine Ausgestaltung der Vorrichtung eine bessere Verbindung der überlappenden Ränder des zum Rohr geformten Bandes und der auf der Innenseite des Rohres aufgebrachten Hülle aus thermoplastischem Kunststoff.
Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, dass in der Ausmündung zur seitlichen Spritzdüse eine Stellschraube zur Veränderung des Durchtrittsquerschnittes und damit zur Regelung der aus dieser Spritzdüse austretenden Kunststoffmenge angeordnet ist und dass gegenüber der Mündung der seitlichen Spritzdüse eine einstellbare, federnd gegen die Mündung dieser Spritzdüse nachgiebig angedrückte Haltevorrichtung für den einen Rand des Bandes vorgesehen ist, während zwischen der seitlichen Düse und der Ringdüse und vor den an sich bekannten Druckrollen zum Zusammenpressen der beiden Bandränder ein den Spritzkopf umfassender Ring angeordnet ist,
dessen Innenfläche spiralförmig verläuft und dergestalt eine Stufe zur Führung des andern Randes des
Bandes bildet und dass das innere Rohr der den hohlzylindrischen Zuführungskanal bildenden Rohre mit seiner Stirnfläche unmittelbar an der Mündung der Ringdüse endigt und in dem Kanal durch einen Zentrierring mit axialen Durchlässen für den Durchtritt der Kunststoffmasse gehalten ist.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäss der Erfindung veranschaulicht, u. zw. zeigen Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt durch den Spritzkopf und die Fig. 2 - 4 Querschnitte nach den Linien II -II bis IV-IV der Fig. 1.
Der Spritzkopf besteht aus zwei konzentrischen Rohren 1 und 5, die zwischen sich einen hohlzylindrischen Kanal 2 zur Zufuhr des Kunststoffes freilassen und deren Enden eine im Spritzkopfmantel endigende, sich trichterförmig erweiternde Ringdüse 3 bilden, wozu das Rohr 5 am unteren Ende einen kegeligen Teller 4 trägt, dessen Stirnfläche 41 unmittelbar an der Mündung der Ringdüse 3 endigt. Das Rohr 5 ist in dem Kanal 2 durch einen Zentrierring 5'mit axialen Durchlässen für den Durchtritt der Kunststoffmasse gehalten. Im Inneren des Rohres 5 ist zentrisch ein Füllrohr 6 von kleinerem Aussendurchmesser als der Innendurchmesser des Rohres 5 für das zu verpackende Gut angeordnet, so dass ein weiterer hohlzylindrischer Kanal 7 von ringförmigem Querschnitt für die Zuführung eines inerten Gases in den Verpackungsraum gebildet ist.
An geeigneter Stelle des Spritzkopfes ist oberhalb der Ringdüse im Rohr l eine Spritzdüse 8 für den Austritt eines Teiles der Spritzmasse vor- gesehen, die aus dem Zuführungskanal 2 radial nach aussen gerichtet seitlich ausmündet. Die Kunst-
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stoffmenge, die durch diese seitliche Spritzdüse 8 austritt, kann durch Änderung des Durchtrittsquer- schnittes der Düse 8 mittels einer Stellschraube 9 nach Bedarf geregelt werden. Gegenüber derMün- dung der seitlichen Spritzdüse 8 ist eine Haltevorrichtung vorgesehen, die aus einem Halter 12 und einer daran befestigten Blattfeder 11 regelbaren Federdruckes besteht.
Die aus der Spritzdüse 8 aus- tretende Spritzmasse wird auf den einen Rand des rohrförmig über den Spritzkopf zusammengebogenen
Bandes 10 aus Papier oder sonstigem geeignetem Werkstoff aufgetragen, wobei dieser Rand durch die
Blattfeder 11 gegen die Mündung der seitlichen Spritzdüse gedrückt wird. Unterhalb der Haltevorrich- tung 11,12 ist am Halter 11 eine feste Druckrolle 13 gelagert, die entsprechend der Krümmung des Papierrohres konvex geformt ist und der gegenüber innerhalb der sich überlappenden Bandränder in einer Ausnehmung 14 des Rohres 1 eine Gegendruckrolle 15 vorgesehen ist, die am Ende eines
Hebels 16 gelagert ist, der unter der Wirkung einer Feder gegen die Druckrolle 13 schwenkbar ist.
Die Druckrolle 15 ist entsprechend der inneren Krümmung des zusammengebogenen Bandes 10 kon- kav ausgebildet. Zwischen der seitlichen Düse 8 und der Ringdüse 3 und vor den Druckrollen 13,15 ist ein den Spritzkopf umfassender Ring 17 angeordnet, dessen Innenfläche spiralförmig verläuft und dergestalt eine Stufe 17'zur Führung des ändern Randes des Bandes 10 bildet. Der Ring 17 bil- det daher eine Führung, um die beiden Bandkanten bis zum ordnungsgemässen Auftrag des Kunststoffbelages auf dem einen Bandrand in Abstand zu halten, damit sie sich nicht vorzeitig vor dem Eintritt zwischen die Druckrollen 13,15 berühren.
Am Rohr 1 ist zur Vorbeheizung des darüber geführten Papierbandes 10 ein elektrischer Heizkörper 18 vorgesehen, der gegenüber dem Band 10 durch einen Schutzmantel 19 abgedeckt ist.
Im Bereich zwischen der seitlichen Spritzdüse 8 und dem Führungsring 17 ist ferner eine das zu einem Rohr zusammengebogene Band 10 mantelförmig umhüllende elektrische Strahlungsheizung 20 vorgesehen, die das Band 10 auf die für die nachfolgende Aufbringung einer in sich geschlossenen Hülle aus thermoplastischem Kunststoff erforderliche Temperatur bringt und ausserdem den Klebestreifen zwischen den sich überlappenden Rändern des Bandes 10 so hoch erhitzt, dass die nachfolgende Verklebung zu einer Längsnaht zwischen dem Druckrollenpaar 13,15 eine dauerhafte ist.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende :
Das zunächst glatte, von einer Rolle ablaufende Band 10 wird über den Spritzkopfkörper hinweggeführt und hiebei allmählich zu einem offenen Zylinder zusammengebogen, was unter dem Zwang des Führungsringes 17 erfolgt. Von den zunächst noch verhältnismässig weit auseinanderstehenden Kanten des eingerollten Papierbandes gelangt die eine Kante vor die seitliche Spritzdüse (Fig. 2), auf. welche Klebstoff aufgetragen wird. Knapp vor dem Erreichen des Führungsringes (Fig. 3) liegen sich die beiden Kanten des Papierstreifens bereits gegenüber, werden jedoch durch den Führungsring 17 noch in bestimmtem Abstand gehalten. Beim Erreichen der Druckrollen 13,15 erfolgt das Zusammenpressen der Bandkanten (Fig. 4) und das Verkleben derselben zu einer Naht, wodurch ein geschlossenes Rohr entsteht.
Unmittelbar danach gelangt dieses Papierrohr in den Bereich der Spritzdüse 3, aus welcher der Kunststoff radial, austritt und sich in Form einer in sich geschlossenen Hülle unter dem Druck des über den Kanal 7 zwischen den Rohren 5 und 6 eingeführten inerten Gases fest an die Innenwand des Rohres anlegt. Im weiteren Verlauf des kontinuierlich fortbewegten Papierbandes 10 wird das Verpackungsgut in das an der Innenseite mit einem Kunststoffauftrag versehene Rohr kontinuierlich eingeleitet und nach Erreichen der gewünschten Füllung durch zwei Schweissbacken in zwei zueinander senkrechten Richtungen in an sich bekannter Weise abgequetscht und Verpackungsbehälter in Tetraederform hergestellt.