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Rollgestellanlage
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung der im Hauptanspruch des Stammpatentes Nr. 243181 gekennzeichnetenRollgestellanlage mit einer Mehrzahl dicht aneinanderliegender, fahrbarer Lagergestelle, welche von einer steuerbaren Antriebsvorrichtung so hin-und hergeschoben werden können, dass zwischen zwei ausgewählten Gestellen ein Bedienungsgang entsteht und bei welcher jedes Rollgestell einen in seiner Drehrichtung umschaltbaren Antriebsmotor, ein Einschaltorgan zum Einschalten des Antriebsmotors, einen in der einen Endstellung des Gestells und einen in dessen andern Endstellung betätigten Endschalter aufweist, welche Endschalter die mögliche Drehrichtung des Antriebsmotors bestimmen,
wobei jedes Einschaltorgan die Motoren der in der einen oder andern Fahrrichtung vorhergehenden Gestelle nach Massgabe der betreffenden Endschalter steuert.
Gemäss der Erfindung ist jedemRollgestell ein sich über dessen mögliche und ein ganzzahliges Vielfaches der maximalen Gestellbreite betragende Fahrstrecke ausdehnendes Antriebsleiterpaar mit je einem Stromabnehmer für den Antrieb seines Motors und eine elektrisch gesteuerte, das Leiterpaar an zwei Phasen des Stromversorgungsnetzes anschliessende und durch einen auf eine erste Eingangsklemme gegebenen Steuerimpulse in die eine Richtung und einen auf eine zweite Eingangsklemme gegebenen Steuerimpuls in die andere Richtung umschaltbare Polwendeeinrichtung zugeordnet und es weist jedes Rollgestell einen Tastschalter auf, durch welchen in seiner Ruhelage die für alle Rollgestelle in der einen Endstellung und für alle Rollgestelle in der andern Endstellung nach Massgabe von Endschaltern bestimmten ersten bzw.
zweiten Eingangsklemmen in Serie geschaltet sind, so dass bei Betätigung eines der Tastschalter die Serieschaltung unterbrochen und ein Steuerimpuls in die in Fahrrichtung vorhergehenden hintereinandergeschalteten Eingangsklemmen gegeben wird, wodurch alle diesen Rollgestellen zugeordnete Leiterpaare auf die dieser Fahrrichtung entsprechenden Phasenfolge umgeschaltet und die Motoren in der betreffenden Laufrichtung angetrieben werden, wobei zum Abstellen der Motoren am Ende jeder Fahrstrecke eine Abschaltvorrichtung angeordnet ist.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt :
Die Fig. 1 und 2 zeigen schematisch den grundsätzlichen Aufbau der erfindungsgemässenRollgestell- anlage und einen herausgezeichneten Schaltungsteil derselben und dienen zur Erläuterung der Funktionsweise dieser Anlage, Fig. 3 stellt schematisch eine Ausführungsform der Steuereinrichtung und Fig. 4 der Einrichtung zur Speisung der Antriebsmotore dar, Fig. 5 zeigt den schematischen Aufbau einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Rollgestellanlage für Kraftstrombetrieb, in welcher die Ein-
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einem Leiterpaar 2a, 2a2-2bi, 2b2... gespeist wird, das oberhalb des Lagergestells angeordnet ist und sich über dessen Fahrstrecke ausdehnt.
Die Stromentnahme erfolgt wie üblich, mittels Kontaktrollen od. dgl., welche am Lagergestell fest angeordnet sind und während der Verschiebung des Rollgestells auf
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dem Leiterpaar 2 entlang gleiten. In der Figur sind der Übersichtlichkeit wegen die Antriebsmotoren nicht dargestellt und es sind nur für das erste und vierte Lagergestell die Stromabnehmer Sa, 3d schematisch wiedergegeben, während die Stromabnehmer 3b, 3c für die beiden andern Gestelle lb, Ic nur angedeutet sind. Es sei angenommen, dass es sich in diesem Falle am Gleichstrommotoren handelt, welche je nach Polung der beiden Leiter des Leiterpaares links oder rechts umlaufen. Die Polung des jeweiligenLeiterpaares 2 bestimmt demnach dieFahrtrichtung des zugehörigen Lagergestells.
Jedes Leitetpaar 2 ist über eine Polwendeeinrichtung 4a, 4b, 4c, 4d am Stromversorgungsnetz angeschlossen, z. B. über je zwei Ausgangsklemmen 5al, 5a2 bzw. 5bl, 5b2.', Die Polwendeeinrichtungen 4 sind elektrisch gesteuert. Jede Polwendeeinrichtung 4 weist zur Einspeisung eines Steuerimpulses zwei Ein-
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Art sind bekannt und bestehen beispielsweise aus einer einfachen Relaissschaltung, wie sie inFig. l dargestellt ist. An jeder Eingangsklemme 6al und 6a2 ist eine Relaisspule 71, 72 mit gemeinsamen Aus- gang angeschlossen. Wird die eine Spule üher einen auf ihre Eingangsklemme gegebenen Impuls erregt, so betätigt sie den Polwender in die eine Richtung und bei Erregung der andern Spule wird der Polwender in die andereRichtung betätigt.
Damit wird dieFahrtrichtung jedes Lagergestells durch einen Steuerimpuls bestimmt, der auf die eine Eingangsklemme gegeben, eine Bewegung des Gestells in der einen Richtung und, auf die andere Eingangsklemme gegeben, eine Bewegung des Gestells in der ändern Richtung aus- löst, wenn die Anlage am Stromnetz angeschlossen ist. Das Verständnis der Funktionsweise dieser Anlage wird erleichtert, wenn zunächst der Abschaltvorgang der einzelnen Motoren betrachtet wird. InFig. 2 ist eine diesem Zweck dienende mögliche Anordnung dargestellt. Wie bereits beschrieben, gleitet ein Strom- abnehmer 3 über das Leiterpaar 21 und 22.
Jeder dieser Leiter 21 und 22 ist über einen Ausschal- ter 111 und 112 mit der entsprechenden Ausgangsklemme 51 und 52 der Polwendeeinrichtung 4 verbunden. Der Ausschalter 11 ist so eingerichtet, dass er im Ruhezustand den Leiter direkt und im be- tätigten Zustand den Leiter über einen Gleichrichter 121 bzw. 122 an die Ausgangsklemme anschliesst.
Betätigt werden diese Schalter 11 z. B. durch den Stromabnehmer 3, wenn dieser am Ende des Lei- terpaares 2 anlangt. Es sei angenommen, dass sich ein Lagergestell und mit ihm sein Stromabnehmer 3 von links nach rechts bewegt und dass für diese Fahrtrichtung der Leiter 21 am Minus- und der Lei- ter 22 am Pulspol angeschlossen sein muss. In der rechten Endstellung also am Ende der Fahrt des La- gergestells, öffnet der Stromabnehmer 3 den Schalter 112'so dass nunmehr dieser Leiter 22 an der Klemme 52 der Polwendeeinrichtung über den Gleichrichter 122 angeschlossen ist. Der Gleich- richter 122 ist so geschaltet, dass er diese Stromrichtung sperrt.
Mit dem Einlaufen des Stromabnehmers in diese Endstellung wird demnach der Motor abgestellt. Wird nun der Polwender umgepolt, so dass der
Leiter 22 am Minus- und der Leiter 21 am Pluspol des Versorgungsnetzes angeschlossen ist, so er- hältderLeiter2züberdenGleichrichter122StromundderMotoristeingeschaltet. DasLagerge- stell wird sich von rechts nach links bewegen. Beim Auslaufen aus der Anfangsstellung schliesst der Schal- ter 122. Am linken Ende der Leiter wiederholen sich dann dieselben Vorgänge in analoger Weise.
Mit einer solchen oder ähnlichen Einrichtung wird erreicht, dass die Antriebsmotoren der sich in den End- stellungen befindlichen Lagergestelle abgeschaltet sind und durch Umpolung der sie speisenden Strom-
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kungsweise ist in Fig. 1 eine leicht überschaubare Steuereinrichtung dargestellt. Wie gezeigt, weist jedes Lagergestell für die ErzeugungundAbgabe derSteuerimpulse an dieEingangsklemmen 6 der Polwendeeinrichtungen 4 einen Tastschalter 8, einen fahrtrichtungsabhängigen Endschalter 9 und Kopplungsteile 10 auf. Die Kopplungsteile 10 haben die Aufgabe, die Steuereinrichtungen der einzelnen Gestelle miteinander zu verbinden, wenn sich mehrere Gestelle in der einen oder der andern Endstellung befinden.
Der Übersichtlichkeit wegen sind diese Kopplungsteile 10 in der Fig. 1 als federnde Kontakte
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taktteil 102 des angrenzenden Lagergestells in Berührung steht.
Der Tastschalter 8 ist vorzugsweise ein Druckknopfschalter mit zwei Eingangskontakten 81 und 88 und einemAusgangskontakt 8z. In Ruhestellung ist der Ausgangskontakt 8z mit dem ersten Eingangskontakt 81 verbunden. Bei Betätigung des Schalters wird der Ausgangskontakt 82 an den zweiten Eingangskontakt 88 gelegt. Alle zweiten Eingangskontakte sind an einer Leitung angeschlossen, über welche sie an einer Steuerspannung von z. B. +24 V liegen.
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Als fahrtrichtungsabhängiger Endschalter ist hier eine übliche Polwendeeinrichtung dargestellt, welche zwei gemeinsam betätigte Umschalter aufweist. Diese Polwendeeinrichtung ist so konstruiert, dass sie beim Fahren des Fahrgestells je nach Fahrtrichtung in die eine oder die andere Stellung umschaltet. Der eine (in den Zeichnungen linke) Umschalter weist zwei zusätzliche Kontakte auf, welche, wie bei den Gestellen la und 1c gezeigt, mit den Eingangsklemmen 6 der dem Gestell zugeordneten Polwendeeinrichtung 6 verbunden sind. Der erste Eingangskontakt 81 des Tastschalters 8 ist mit dem Eingangskontakt des einen Endschalterteiles 91 verbunden und der Ausgangskontakt 82 ist an dem Eingangskontakt des zweiten Endschalterteiles 92 angeschlossen.
Die vier Ausgangskontakte des Endschalters sind, wie bei Polwendeeinrichtungen bekannt, an den beiden Kopplungsteilen 101 und 102 angeschlossen.
Die beiden rechts dargestellten Lagerstellen 1c und 1d sind in ihre Endstellung nach einer Fahrt von links nach rechts gelangt, so dass sich ihre Endschalter 9 in der dargestellen Stellung befinden. Für beide Gestelle ist eine durchgehendestrombahn gegeben : vomKopplungsteil lOdi über den Umschalter 9d1. den Tastschalter 8d und den Umschalter 9d2 zum Kopplungsteil 10d2, vonhier weiter zum Kopplungsteil lOci und wieder über den Umschalter 9C1, den Tastschalter 8c und den Umschalter 9c2 zum Kopplungsteil 10c2. Hier endet der Strompfad, da kein weiteres Lagergestell mehr angrenzt.
Bedingt durch die Stellung der Endschalter 9C2 und 9d2 ist ferner an den Strom- pfaddeslagergestells Ic dieeingangsklemme 6c2 derpolwendeeinrichtung 4c und an den Strom-
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des Lagergestells Id die Eingangsklemme 6dz der PolwendeeinrichtungbeidenPolwendeeinrichtungen erregt und damit die an denPolwendeeinrichtungenangeschlossenenLeiter- paare umgepolt werden.
Zur Einspeisung des Steuerimpulses wird ein Tastschalter 8d oder 8c betätigt. Durch Betätigung des Tastschalters 8c im Gestell 1c wird zunächst der an ihm angrenzende rechte Teil des Strom- pfades abgetrennt und dann in den linken Teils desselben über die Eingangsklemme 8c s ein positiver
Steuerimpuls eingespeist, welcher über den Umschalter 9c2 in die Eingangsklemme 6c 2 der Pol- wendeeinrichtung 4c gelangt. Die Polwendeeinrichtung 4c schaltet und legt den Leiter 2cl an
Plus und den Leiter 2cz an Minus, worauf der Motor im Rollgestell 1c anläuft und dieses von rechts nach links fährt.
Wird der Tastschalter 8d im Rollgestell 1d betätigt, so wird der von ihm rechts liegende Teil des Strompfades abgeschaltet und in den linken Teil desselben ein Steuerimpuls eingespeist.
Dieser Steuerimpuls gelangt einmal über den Enschalterteil 9d2 in die Eingangsklemme 6d2 des Polwenders 4d und zum andern durch den linken Strompfad, bei geschlossenem Tastschalter 8c über den Endschalterteil 9c2. auch in die Eingangsklemme 6C2, so dass die Polwe deeinrichtungen 4c und 4d schalten und gleichzeitig sowohl der Motor desRollgestells 1d als auch der Motor des Rollgestells 1c eingeschaltet und damit beide Rollgestelle nach rechts verfahren werden.
Für die beiden links dargestellten Rollgestelle la und 1b gilt dasselbe nur mit dem einen Unterschied, dass die Endschalter 9a und 9b in der andern Richtung geschaltet sind, da ja beide Gestelle nach einer Fahrt von rechts nach links in ihre Endstellung gelangt sind. Damit sind an der Steuereinrichtung die beiden Eingangsklemmen 6ai und 6bi angeschlossen, so dass bei einem in sie eingespeisten Steuerimpuls durch die Polwendeeinrichtungen 4a und 4b die Leiter 2ai und 2b, an Minus und die Leiter 2a2 und 2bz an Plus gelegt werden, was eine Fahrtrichtung nach rechts bedeutet.
Ein kurzes Niederdrücken des Tastschalters 8 an irgendeinem Gestell bewirkt demnach, dass dessen Antriebsmotor und gleichzeitig die Motoren aller an das ausgewählte Rollgestell in der möglichen Fahrtrichtung angrenzenden Lagergestelle mit dem dieser Fahrtrichtung entsprechenden Umlaufsinn eingeschaltet und diese Gestelle auf die andere Seite hin verschoben werden.
Im folgenden wird nun eine bevorzugte Ausführungsform der Rollgestellanlage beschrieben.
Fig. 3 zeigt schematisch eine Einrichtung zur Erzeugung der Steuerimpulse und Weiterleitung derselben an die Eingangsklemmen 6aI, 6a2, 6b1, 6bz... der Polwendeeinrichtungen 4a, 4b... In dieser Figur sind wieder vier Rollgestelle la, lb, lc, ld in derselben Stellung gezeichnet, wie in Fig. l, d. h. zwei in der linken und zwei in der rechten Endstellung und jedes Rollgestelle 1 weist einen Tastschalter 8 auf, dessen Aufbau und Wirkungsweise bereits vorher beschrieben worden ist.
Oberhalb der Gestelle 1 erstrecken sich zwei parallele Leiterschienen H und J, u. zw. über die gesamte mögliche Fahrstrecke aller Rollgestelle hinweg. Unterhalb der Leiterschienen H und J sind auf jedem Rollgestell 1 einander gegenüberliegend zwei Anschläge 141 und 142 befestigt, welche als Mitnehmer für einen zwischen ihnen angeordneten Schleppkontaktblock 15 dienen. Der Schlepp-
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J14bi, 14b2... bei der Fahrt der Gestelle 1 mitgeschleppt werden. Alle Leiterpaare 2 sind gleich lang. Wegen der Verwendung von Schleppkontaktblöcken entspricht ihre Länge im wesentlichen der Breite desBedienungsganges abzüglich des Abstandes zwischen den beiden Anschlägen 14 eines Gestells. Ihre Lage ist aus Fig. 4 ersichtlich.
Das dem in der linken Endstellung befindlichen Gestell la zugeordnete Leiterpaar 2al, 2a2 liegt oberhalb des Platzes für das anschliessende Gestell lb, u. zw. völlig sym-
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Zwischenraum getrennt sind und im wesentlichen die einem halben Abstand der Anschläge 14 eines Gestells entsprechende Länge aufweisen. Die Leiterenden eines jeden Leiterpaares werden gleichfalls durch den ihm zugeordneten Schleppkontaktblock 15 abgetastet. In der linkenEndstellung der Gestelle befinden sich die Schleppkontaktblöcke 15 jeweils auf den linken Endleitern 2au, 2a21 bzw. 2b11, 2b2l usw., in der rechten Endstellung der gestelle auf den rechten Endleitem 2a12, 2a22 bzw.2b12, 2b usw., u. zw. wegen der Mitnahme der Schleppkontaktblöcke durch die Anschläge.
Um beispielsweise das Rollgestell 1b zu einer Fahrt nach rechts und zum Anhalten in seiner rechten Endstellung zu veranlassen genügt es offensichtlich unter Beibehaltung der bereits getroffenen Annahme, dass sich ein Lagergestell von links nach rechts bewegt, wenn der Leiter 21 an Minus und der Leiter 22 an Plus angeschlossen ist, dass das Leiterende 2b, und der Leiter 2bl an die Minusleitung, das Leiterende 2b und der Leiter 2z an die Plusleitung des Stromversorgungsnetzes angeschlossen werden und die Leiterenden 2b12 und 2b22 spannungslos bleiben.
Beim Anschalten der Leiter 2b erhält der Antriebsmotor des Gestells 1b über seinen Schleppkontaktblock 15b zunächst Spannung von den Leiterenden 2bu und 2b21'worauf sich das Gestell lb nach rechts bewegt. SeinSchleppkontaktblock 15b bleibt hiebei zunächst in Ruhe, bis sich das Gestell so weit fortbewegt hat, dass er von dessen Anschlag 14bz mitgenommen wird. Auf Grund der Trägheit des fahrenden Gestells wird der Schleppkontaktblock über die
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eine gleiche Polung haben wie die linken Leiterenden, so dass der Motor in der gleichen Umlaufrichtung weiter angetrieben wird.
Bei Fortsetzung der Fahrt wird der Schleppkontaktblock 15b schliesslich über die am rechten Ende des Leiterpaares 2bl, 2bz befindliche Isolationsstelle hinweg auf die beiden End-
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rechte Leiterende 2b12 und der Leiter 2b, werden hiezu an den Plusleiter, das Leiterende 2bisa und derleiter 2b2 an den Minusleiter des Stromversorgungsnetzes gelegt und die beiden linken Leiterenden 2b11 und 2b21 abgeschaltet.
Zur Umpolung sind die Leiterteile eines jeden Leiterpaares 2 über eine steuerbare Polwendeein-
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net. Der erste Umschalter liegt am Minusleiter des Netzes, sein linker Kontakt ist mit der Ausgangsklemme 5an und mit dem linken Kontakt des zweiten Umschalters verbunden, sein rechter Kontakt ist an der Ausgangsklemme 512 angeschlossen. Der zweite Umschalter liegt an der Ausgangsklemme 51 und sein rechter Kontakt an der Ausgangsklemme 5a22. Der dritte Umschalter ist mit der Ausgangsklemme 5a2 verbunden, sein linker Kontakt mit der Ausgangsklemme 5a21 und sein rechter Kontakt mit der Ausgangsklemme 5a22. Der vierte Umschalter liegt am Plusleiter des Netzes, sein lin-
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ebenfalls 0, was entsprechend den getroffenen Annahme einer Bewegung des Fahrgestells nach links hervorrufen würde.
Wird über einen Steuerimpuls auf eine der beiden Eingangsklemmen 6 die Polwende-
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einrichtungumgeschaltet, so liegt 5a an 0, 5a21 an 0, 5al an+, Sa an-, 5a an + und 5a22 an-und das Rollgestell würde sich von rechts nach links bewegen. Was vorstehend an Hand eines einzelnen Rollgestells beschrieben worden ist, gilt auch für alle übrigen Rollgestelle.
InFig. 4sinddieLeiterpaare 2a, 2b, 2c usw. übereinanderliegend dargestellt. Wie aus dieser Figur ersichtlich ist, können bei einer Abzählung der Leiterpaare 2 von links nach rechts alle ungeraden und alle geraden Leiterpaare zu je eine sich über die Fahrstrecke der Gestelle erstreckende Antriebsschiene hintereinander angeordnet werden, wobei jede dieser beidenAntriebsschienen abwechselnd aus einem langen Antriebsleiterstück und zwei kurzen Schaltleiterstücken zusammengesetzt und an ihrem. Anfang und Ende je ein kurzesSchaltleiterstück angeordnet ist. Alle Leiterstücke sind, wie beschrieben, an den Aus-
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die Motoren der Rollgestelle la, 1c, le... mit Spannung versorgt werden.
Auf der andernAntriebsschiene, welche aus den Leiterteilen 2b, 2d, 2f... zusammengesetzt ist, gleiten die Schleppkontakt-
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dieser Sammelschiene gleiten dann die Schleppkontaktblöcke aller Lagergestelle der Anlage, wobei lediglich dafür gesorgt werden muss, dass jederSchleppkontaktblock mit seinen Schleifkontakten die fürsein Gestell massgebende Antriebsschiene abtastet.
Vorstehend ist die erfindungsgemässe Rollgestellanlage der Übersichtlichkeit wegen für Gleichstrombetrieb schrittweise entwickelt worden. Üblicherweise wird die Anlage in der Praxis mit Wechselstrom (Drehstrom) betrieben.
In Fig. 5 ist schematisch ein bevorzugter Aufbau einer Rollgestellanlage für Wechselstrombetrieb wiedergegeben und Fig. 6. zeigt das zugehörige Schaltbild.
Die in dieser Fig. 5 gezeigte Rollgestellanlage besteht aus vier Lagergestellen, von welchen wieder zwei in der linken und zwei in der rechten Endstellung gezeichnet sind. Die Breite des Bedienungsganges beträgt in diesem Ausführungsbeispiel zwei Gestellbreiten. Jedes Gestell la, lb, Ic, Id ruht. auf Laufrädern 17 und wird durch ein Antriebsrad 18 bewegt. Das Antriebsrad 18 wird über ein selbsthemmendes Schneckengetriebe 19 von einem Elektromotor 20 angetrieben. Parallel zur vorderen und hinteren unteren Längskante verläuft je eine Fussleiste, über die Sicherheitskontakte 21 betätigt werden können.
Zur Verhütung von Unfällen sowie zur Vermeidung einer Betätigung der Sicherheitskontakte 21 beim Auflaufen der Gestelle in den Endstellungen sind an passenden Stellen Abstandsklötze 22 vorgesehen, so dass die Gestelle in den Endstellungen einen geringen gegenseitigen Abstand aufweisen. Oben sind an jedem Gestell, wie bereits beschrieben, Anschläge 14 angebracht und jedes Gestell 1 weist einen Tastschalter 8'auf. Oberhalb der Gestelle ist eine aus einer Vielzahl von Leitern bestehende Sammelschiene "23 angeordnet, welche sich über die gesamte Länge der Anlage erstreckt und entlang welcher die Schleppkontaktblöcke 15a... 15d gleiten. Die Schleppkontaktblöcke 15 sind in Fig. 5 schematisch als einevielzahl vonschleifkontakten dargestellt.
Jedem Gestell ist ferner einesteuer- einrichtung 4a'... 4d' zugeteilt, welche entsprechend Fig. 4 als Polwendeeinrichtung ausgeführt sein kann. Die Sammelschiene 23 enthält einen durchgehenden Null-Leiter 0, einen durchgehenden
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Beschreibung derFig : 4 erläutert, in voneinander isolierten Leiterstücken unterteilt ist, einer Steuerschiene H-J, welche, wie in der Beschreibung der Fig. 3 erläutert, in voneinander isolierten Leiterstücken unterteilt ist, einem durchgehenden Impulsleiter P, von welchem die Steuerspannung abgegriffen wird und einem durchgehenden Leiter X, an welchen die Sicherheitskontakte 21 angeschlossen sind.
Jeder Antriebsmotor 20 weist vier Eingänge E auf, welche über seinen Schleppkontaktblock 15 mit den entsprechenden Antriebsschienen und Leitern der Sammelschiene 23 verbunden sind, u. zw., wie bereits beschrieben, in der Reihenfolge der Lagergestelle abwechselnd einmal an die Leiter 0, R, S1, Tl und 0, R, S2, T2. Die Reihenfolge der Anschlüsse am Antriebsmotor ergibt dessen Laufrichtung. Zum Beispiel R-T-S für eine Fahrt nach links und R-S-T für eine Fahrt nach rechts.
Die Leiterstücke der Antriebsschienen Sl-TlundS2-T2 sindwiebeiFig. 4gezeigtundbeschrie-
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richtungen, wie bei Fig. 3 beschrieben und in Fig. 5 durch strichlierte Linien der Übersichtlichkeit wegen nur für die Steuereinrichtung 4a'angedeutet, verbunden.
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Die Tastschalter 8'weisen je drei Kontaktpaare auf, von welchen eines in der Ruhestellung ge- schlossen ist und bei Betätigung geöffnet wird, während die beiden andern Kontaktpaare geschlossen wer- den. Die Kontakte der Tastschalter sind über die Schleppkontaktblöcke mit Leitern der Sammelschiene verbunden. Wie in Fig. 5 gezeigt, ist in der Ruhestellung des Tastschalters über dessen geschlossenes Kon- taktpaar der Leiter J mit dem Leiter H verbunden. Bei Betätigung des Tastschalters wird diese Ver- bindung unterbrochen und gleichzeitig der Leiter R sowohl mit dem Leiter P als auch mit dem Lei- ter H verbunden.
Eine zum Betrieb der beschriebenen Rollgestellanlage geeignete Relaisschaltung ist in Fig. 6 darge- stellt. In Fig. 6 sind neben dem Netzteil NT und einem Teil der Sammelschiene 23 mit den zum
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und X schematischDer Netzteil NT weist einen geerdeten Null-Leiter 0 auf, welcher mit dem Leiter 0 der Leiterschiene 23 und mit den Klemmen 20 der Steuereinrichtungen 4 verbunden ist. Zwischen
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Klemmeführt die R-Phase direkt zum R-Leiter der Leiterschiene 23 und zwischen der R-Phase und dem Null-
Leiter sind neben der Primärwicklung eines Transformators Tr Relaisspulen Spl, Sp3 und SpZ ge- schaltet. Das eine Ende der Sekundärwicklung des Transformators Tr führt über eine Relaisspule Sp4 zum Leiter X der Leiterschiene 23, ihr anderes Ende liegt am Null-Leiter 0.
Die Relaisspule Sp3 ist mit ihrem einen Ende am Null-Leiter 0 angeschlossen, ihr anderes Ende führt über das nor- malerweise offeneKontaktpaar K4 des Relais Sp4 zur R-Phase. Die Relaisspule Sp3 bedient zwei Kontaktpaare K3a und K3b. Der eine Kontakt des normalerweise geschlossenen Kontaktpaares K3a ist über dieRelaisspule Spl amNull-Leiter 0 angeschlossen und der andere Kontakt ist einmal direkt mit dem P-Leiter der Sammelschiene 23 und zum andere über die Serienschaltung der Kontaktpaare Kla, Kz und K3b mit der R-Phase verbunden. Das Kontaktpaar Kla ist normalerweise offen und wird durch die Relaisspule Spl geschaltet. Die Kontaktpaare Kz und K3b sind normalerweise geschlossen. Das Kontaktpaar Kz wird durch die Relaisspule SpZ geschaltet.
Die Relaisspule SpZ ist mit ihrem einen Ende mit dem Null-Leiter 0 verbunden und ihr anderes Ende ist an dem einen Kontakt des normalerweise offenen Kontaktpaares Klb angeschlossen. Parallel zur Relaisspule SpZ liegt die Relaisspule Sp2. Der andere Kontakt des Kontaktpaares Kbl ist an der R-Phase angeschlossen. Die Relaisspule Sp2 bedient Kontakte K2a und K2b. durch welche Leiter So und To an die S- bzw.
T-Phase des Netzes angeschlossen werden. Der Leiter So führt zu den Klemmen 21 der Steuereinrichtungen 4 und der Leiter To zu den Klemmen, 22 derselben. Innerhalb der Steuereinrichtungen 4 sind die Klemmen 21 und 22 angeschlossen, wie bereits beschrieben und in Fig. 4 dargestellt.
Wird nach dem Einschalten der Anlage durch Betätigung des Hauptschalters HS derTastschalter 8' irgendeines Lagergestells gedrückt, so wird zunächst der Leiter R mit dem Leiter P. der Leiterschiene 23 kurzzeitig verbunden und damit die Relaisspule Spl an Spannung gelegt, wodurch die Kontaktpaare Kla und Klb geschlossen werden. Der geschlossene Kontakt Kla wirkt als Haltekontakt für das Relais Spl, so dass dessen anderes Kontaktpaar Klb auch noch geschlossen bleibt, wenn der Tastschalter 8'losgelassen worden und in seine Ausgangsstellung zurückgekehrt ist. Über den geschlossenen Kontakt Klb erhalten die Relaisspulen SpZ und Sp2 Spannung von der R-Phase des Netzes.
Das Relais SpZ ist ein Zeitschalter, welcher mit dem Schliessen des Kontaktes Klb eingeschaltet wird und nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit, welche so bemessen ist, dass während ihr ein einmaliger Verschiebungsvorgang der Gestelle gerade abgeschlossen ist, sein Kontaktpaar Kz öffnet. Das Öffnen des Kontaktes Kz bewirkt das Abschalten der Relaisspule Spl und damit auch ein Trennen des Kontaktpaares Klb, so dass nach Ablauf dieser Zeit die Einrichtung in ihre Ausgangsschaltstellung zurückgeführt ist. Durch die Relaisspule Sp2 werden die Kontakte K2a und K2b geschlossen und die Klemmen 21 und 22 der Steuereinrichtungen 4* überdieLeiter SoundTo andieS-bzw. T-Phasedes Netzes angeschlossen.
Wird an irgendeinem Gestell mittels der Fussleiste der Sicherheitskontakt 21 geschlossen, so zieht das Relais Sp4 an, wodurch sich dessen Kontaktpaar K4 schliesst und die Relaisspule Sp3 unter Spannung setzt. Damit öffnen sich die Kontakte K3a und K3b und Relais Spl fällt ab, was schliesslich zum Öffnen der Kontakte K2a und K2b und zum Abschalten der Anlage führt. Durch diesen Fusskontakt können demnach fahrende Gestelle an jeder beliebigen Stelle zum Anhalten gebracht werden.
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Als Fahrbeispiel sei bei der dargestellten Stellung der Lagergestelle (zwei links, zwei rechts) ange- nommen, dass der Tastschalter 8a'des linken ersten Fahrgestells la betätigt wird. Durch dasNie- derdrücken des Schalters 8a'wird kurzzeitig der Leiter R mit dem Leiter H der Sammelschiene
23 verbunden. Über das Leiterstü. ck Hb1 gelangt dann ein Spannungsimpuls an die Eingangsklemme i 6al der Steuereinrichtung 4'a von hier über das Leiterstück Jb2 dem Schleppkontaktblock 15b, dem nicht betätigten Schalter 8'b des andern linken Rollgestells lb und dem Leiterstück Hb2 zur
Eingangsklemme 6b1 der Steuereinrichtung 4b'und von hier schliesslich zu Leiterstück Jb3.
Da sich hier im angegebenen Beispiel jedoch keinLagergestell befindet, ist an dieser Stelle die Weiterleitung desSchaltimpulses unterbrochen. Es erhalten demnach lediglich die beiden Steuereinrichtungen 4'a und I 4'b über ihre Eingangsklemmen 6al bzw. 6b1 einen Schaltimpuls. Ihre Relaisspulen ? i ziehen an und bringen dieSchalter z. B. in die in Fig. 4 dargestellte Stellung. Da die Klemmen 21 anderS-Phase und die Klemmen 22 an derT-Phase angeschlossen sind, sind die Ausgangsklemmen 5 wie folgt an- geschlossen (Fig. 4) : 5au und 5bu an der S-Phase, 5a21 und 5b21 an der T-Phase, 5a1 und 5b1 an der S-Phase, 5a2 und 5b2 an der T-Phase und die Klemmen 5a12, 5a22 und 5bi2, 5b22 sind spannungslos.
Die gleiche Phasenaufteilung findet sich an den Leiterteilen der Leiter SI, S2, T1undT2, welche von den Schleppkontaktblöcken 15a und 15b abgetastet werden. Über diese Schleppkontakt- blöcke sind die Antriebsmotoren der beiden Lagergestelle la und lb mit der Phasenfolge RST an- geschlossen, was, wie verabredet, eine Fahrt nach rechts hervorruft, die so lange fortgesetzt wird, bis die beiden Schleppkontaktblöcke auf die spannungslosen Leiterteile Sla, Tla22, S2b undT2b22 ge- schoben sind, wodurch die Motoren abgeschaltet werden.
Wird z. B. der T astschalter 8'b am zweiten in der linkenEndstellung befindlichen Lagergestell lb betätigt, so wird das Leiterstück Hb2 an den R-Leiter und damit an die R-Phase angeschlossen und es gelangt ein Schaltimpuls nur in die Eingangsklemme 6b1 der Steuereinrichtung 4'b, da bei der Be- tätigung des Schalters 8'b das Leiterstück Jb2 vox Leiterstücke Hb2 getrennt wird und damit der Schaltimpulsnachlinksnichtweitergeleitetwird. Es virdsichdemnachnurdasLagergestell lb nach rechts in Bewegung setzen, während das Lagergestell la in Ruhe bleibt.
Die beschriebene Rollgestellanlage zeichnet sich durch eine ganz besonders einfache Bedienung und übersichtliche sowie betriebssichereAnordnung aus. JedesLagergestell bildet zusammen mit seiner Steuer- einrichtung und einem Leiterschienenstück eine abgeschlossene Baueinheit, welche in Serienfabrikation hergestellt werden kann. Eine Erweiterung einer bereits vorhandenen Rollgestellanlage um beliebig viele weitere Lagergestelle, ist ohne Aufwand und Schwierigkeiten möglich.
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