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Einrichtung zum synchronen Betrieb von mehreren mit Drehstrom-Synchronmotoren ausgerüsteten Laufwerken für
Bild- und Tonaufzeichnungsträger
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum synchronen Betrieb von mehreren mit Drehstrom-Syn- chronmotoren ausgerüsteten Laufwerken für Bild- und Tonaufzeichnungsträger, die zum Hochlauf, zu- nächst einen Gleichstrom niedriger Spannung und dann einen Wechselstrom steigender Frequenz und Span- nung liefert und darauf gegebenenfalls die Synchronmotoren auf das Ortsnetz umschaltet sowie in entsprechend umgekehrter Reihenfolge ein synchrones Auslaufen der Synchronmotoren bewirkt.
Bekannte Einrichtungen dieser Art sind mit einem umlaufenden Drehstromfrequenzumformer-Aggregat ausgerüstet, welches eine Kommutatormaschine enthält, die bei der Frequenz Null einen Gleichstrom liefert und mit steigender Frequenz einen Wechselstrom steigender Spannung zu erzeugen in der Lage ist.
Die bekannten Umformer dieser Art werden beispielsweise zum Hochlauf der Laufwerke in die synchrone Drehzahl ihrer Motoren durch einen besonderen Asynchronmotor angetrieben und in die synchrone Drehzahl "hochgefahren", oder aber, wie es bei einer andern bekannten Ausführungsform der Fall ist, befinden sie sich bereits im Lauf mit Nenndrehzahl und werden zur Erzeugung des Wechselstromes steigender Frequenz bis zum Stillstand abgebremst.
Die bekannten umlaufenden Frequenzumformerhaben verschiedene Nachteile. So erfordern diese wegen ihres mechanischen Geräusches eine Unterbringung entfernt von den Aufnahmestudios in einem schalldichten Raum sowie gegebenenfalls entsprechende Massnahmen, welche die Übertragung von Schwingungen des Umformers auf das Gebäude verhindern. Ferner besteht bei diesen Umformer der Nachteil, dass die Hochlaufbeschleunigung der von ihnen gespeisten Laufwerksmotoren nicht gleichmässig verläuft. Es treten vielmehr Beschleunigungsspitzen auf. Weil man die Hochlaufzeiten nicht beeinflussen kann, kann auch die Anlaufzeit und dementsprechend der Filmverbrauch bis zum Erreichen des normalen Laufes nicht bis zu der durch die Laufwerke selbst bestimmte. 1 Grenze verringert werden.
Ferner erfordem die bekannten Frequenzumformer ein leistungsfähiges Drehstromlichtnetz und sind nicht dazu geeignet, beispielsweise aus einer Fahrzeugbatterie betrieben zu werden. Ganz abgesehen davon sind die bekannten Umformeraggregate nicht ohne weiteres tragbar, so dass ihr Einsatz für bewegliche Anlagen im allgemeinen nicht in Frage kommt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum synchronen Antrieb VO. mit Drehstrom-Synchronmotoren ausgerüsteten Laufwerken für Bild- und Tonaufzeichnungsträger zu schaffen, welche die genannten Nachteile nicht aufweist, sondern einfacher und betriebssicherer bei gleichzeitig besserem Wirkungsgrad ist.
Es ist bekannt, an Stelle des oben beschriebenen bekannten Frequenzumformeraggregates, welches eine Drehstromkemmutatormaschine enthält, einen sogenannten Widerstandsumformer zu verwenden, bei
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dem der Wechselstrom als treppenförmige Spannung von einem Kommutator abgegriffen wird, welcher über entsprechende Widerstände mit einer Gleichstromquelle verbunden ist. Frequenzumformer dieser Art sind jedoch nur für sehr kleine Leistung realisierbar und haben ferner den Nachteil eines sehr schlechten Wirkungsgrades. Ferner ist die Frequenz abhängig von der Belastung. Bezüglich Geräuscharmut stehen sie den oben erwähnten Kommutatorumformern nur wenig nach.
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lastungszustand und Ausbaufähigkeit auf beliebige Leistungen aus.
Zudem gestattet die erfindungsgemä- sse Einrichtung beliebige Eingriffe in den zeitlichen Verlauf des Beschleunigungsvorganges, d. h. die Zeit für den Hochlauf und Auslauf der Laufwerke lässt sich in weiten Grenzen verändern und der Beschleunigung kann der günstigste Verlauf erteilt werden.
Beispielsweise lässt sich in einfacher Weise die Nenndrehzahl so verändern, dass Filme anstatt mit
24 Bildern pro Sekunde mit 25 Bildern pro Sekunde wiedergegeben werden können, wie es zur Fernseh- übertragung notwendig ist. Die Einrichtung gemäss der Erfindung arbeitet ferner geräuschlos und kann gleich in übliche Verstärkergestelle eingebaut werden. Eine ortsbeweglicheverwendung oder Benutzung von Batterien als Stromquelle ist ebenfalls möglich. Die Frequenz ist unabhängig von der Belastung.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass für jede Phase, wie an sich bekannt, eine Stromtoranordnung vorgesehen ist, in der ein oder mehrere Stromtore über jeweils eine
Wicklung einer zwei Wicklungen aufweisenden Drossel an einer Gleichstromquelle liegen, dass dieStrom- toranordnungen und die Verbraucher jeweils für sich im Dreieck oder im Stem zusammengeschaltet und diese Zusammenschaltungen ihrerseits einander parallelgeschaltet sind, und dass die Stromtore zyklisch nacheinander durch Impulse gezündet werden, so dass den Phasenwicklungen der Synchronmotoren sich zu einer treppenförmigen Wechselspannung ergänzende Gleichstromimpulse zugeführt werden.
Soweit bereits Einrichtungen zur Drehzahlregelung von Synchronmotoren bekannt sind, die unter Vermeidung mechanisch bewegter Teile mit elektronischen Mitteln arbeiten, gestatten sie nicht den Hochlauf bzw. das Abbremsen der Motoren vorzunehmen, da sie nicht, wie es hiezu erforderlich ist, zur Abgabe einer Gleichspannung an die Motoren eingerichtet sind. Ferner sind bei diesen bekannten Enrichtungen keine Mittel vorgesehen, die infolge geeigneter Verkettung der Ausgänge von Stromtoranordnungen eine treppenförmige Wechselspannung als Annäherung an eine sinusförmige Wechselspannung zu erzeugen gestatten.
Gegenüber der bei den bekannten Einrichtungen dieser Art erfolgenden Erzeugung rein rechteckförmiger, d. h. grosse Sprünge enthaltender Spannungen bietet die bei der Erfindung vorgesehene Erzeugung treppenförmiger Spannungsimpulse den Vorteil einer Annäherung an den kontinuierlichen Lauf der Motoren und damit die Ausschaltung der Gefahr, dass einzelne Impulse verloren gehen.
Zur Erzeugung geringer Leistungen lässt sich auch eine vereinfachte Ausführungsform der Erfindung verwenden, die sich dadurch auszeichnet, dass jeder Stromphase nur ein einziges Stromtor zugeordnet ist und dass die durch den Eintaktbetrieb bedingte Gleichstrom-Vormagnetisierung durch einen entgegengesetzt gerichteten Gleichstrom in den einzelnen Phasen aufgehoben wird.
Eine zweckmässige Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Stromtore den Verbraucher über eine Doppeldrossel speisen, die auch eine oder mehrere Wicklungen in Spartransformatorschaltung besitzt. Auf diese Weise ist es unter anderem möglich, mit Batterien geringer Spannung auszukommen.
Dadurch kann man auch Stromtore niedrigerer Spannungsklasse verwenden.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Stromtorschaltungen für jede Phase mit einem gemeinsamen Sternpunkt verbunden. Bei der elektrischen Verkettung ergibt sich neben günstigem trep- penförmigem Verlauf der einzelnen Phasenspannungen und der Ständerdurchflutung der Motoren auch ein Ansteigen der Ausgangsspannung mit der Frequenz in gewünschtem Sinn. Die angeschlossenen Synchronmotoren werden vorteilhaft in Dreieckschaltung betrieben, so dass der Nulleiter nicht aus dem Gerät herausgeführt werden muss. Es ist jedoch auch eine andere Art der Phasenzusammenschaltung möglich.
Gemaal der Erfindung wird ferner ein Zündimpulsgeber vorgeschlagen, der zueinander in fester Phasenbeziehung stehende Zündimpulse zyklisch nacheinander auf die Stromtore verteilt und dessen Frequenz regelbar ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Änderungen der Spannung am Verbraucher in Abhängigkeit von der Frequenz durch Änderung der Durchflutung in einer Induktivität bewirkt wird. Hiezu kann beispielsweise derart vorgegangen werden, dass die Spannungsänderung am Verbraucher durch einen frequenzabhängigen Widerstand erfolgt, der z. B. als Nebenschluss zu einem Serienwiderstand geschaltet ist. Eine andere Möglichkeit besteht darin, in Abhängigkeit von der Frequenz einen Serienwiderstand teilweise kurzzuschliessen. Hiezu können unter anderem durch frequenzabhängige Mittel betätigte Relais verwendet werden.
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Zur Verbesserung der Betriebseigenschaften im unteren Drehzahlbereich werden Filter zwischengeschaltet, die unter Umständen auch umschaltbar sein können.
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B.i Eine Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Zündimpulsgeber derart umschaltbar ist, dass mehrere Stromtore gleichzeitig gezündet werden.
Um allen Erfordernissen der Praxis gerecht zu werden, sieht die Einrichtung gemäss der Erfindung zweckmässig vor, dass die Frequenz des Zündimpulsgebers stetig von Null an gegebenenfalls von Hand regelbar ist.
Eine weitere, bei der Erfindung leicht zu verwirklichende Massnahme besteht darin, dass die zykli- sche Verteilung der Zündimpulse auf die Stromtore im Sinne einer Drehrichtungsumkehr der gespeisten
Laufwerksmotoren umschaltbar ist. Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass der Zündimpuls- geber mit einer Wechselstromquelle synchronisierbar ist.
Eine bevorzugte Ausführungform sieht eine Vergleichsschaltung vor, der die Zündimpulsfrequenz i und die Netzfrequenz zugeführt wird und die bei Gleichheit beider Frequenzen und passender Phasenlage die Erregung eines Schaltschützes bewirkt, wodurch die Laufwerksmotoren nach Hochlauf die synchrone
Drehzahl mit dem Ortsnetz verbunden werden bzw. vom Ortsnetz an die Stromtorschaltung zurückge- schaltet werden, wenn ein synchrones Anhalten erfolgen soll.
Ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der Zündimpulsgeber eine, durch einen in seiner Drehzahl leicht regelbaren Gleichstrommotor angetriebene Scheibe oder
Trommel enthält, die mit Schlitzen zur impulsweisen Belichtung von photoelektrischen Abtastem verse- hen ist, denen über Verstärker z. B. mit bistabilen Multivibratoren die Zündimpulse entnommen werden.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, den Zündimpulsgeber nicht von einem besonde- ren Gleichstrommotor antreiben zu lassen, sondern die zu ihm gehörige Scheibe oder Trommel mit
Schlitzen unmittelbar auf die Achse eines der synchron zu haltenden Motore zu setzen, beispielsweise auf die Achse eines Projektorantriebsmotores. Man wird dann immer den stärktsten Motor nehmen, damit man seine Leistung unmittelbar dem Netz entnehmen kann.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend an Hand der Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch eine besonders einfache Anordnung gemäss der Erfindung, bei der als Strom- quelle ein Drehstromnetz dient und bei der in jeder Phase des Speisekreises für die angeschlossenen Dreh- strommotoren zwei Halbleiterstromtore vorgesehen sind, Fig. la zeigt den Spannungsverlauf in einer verketteten Phase des Speisekreises, Fig. 2 zeigt eine vereinfachte Schaltungsanordnung, bei der jeweils nur ein Stromtor zur Speisung einer Motorphase Anwendung findet, Fig. 3 zeigt eine Frequenz- und Pha- senvergleichsschaltung, die beispielsweise zur Umschaltung der angeschlossenen Motoren auf das Licht- netz nach erfolgtem Anlauf Anwendung finden kann, Fig. 3a zeigt eine Abwandlung der Schaltung nach
Fig. 3 mit einem bistabilen Multivibrator, Fig. 4 zeigt eine Gruppe von Laufwerken mit einem Verstär- kergestell, das eine Einrichtung gemäss der Erfindung enthält, Fig.
5 zeigt ein Mischpult für Studios, in welchem ein Steuereinsatz zur Steuerung der Laufwerksmotoren angebracht ist, Fig. 6 zeigt eine Strom- torschaltung einer Phase mit einem Spartransformator, Fig. 7 zeigt eine Schaltung zur Regelung des Mo- tors des Zündimpulsgebers, Fig. 8 zeigt die Anwendung frequenzabhängiger Glieder vom Ausgang des
Frequenzumformers und Fig. 9 eine Schaltungsanordnung zur Synchronisation mit einer beliebigen Im- pulsfrequenz, z. B. Fernsehtaktgeberfrequenz.
In Fig. 1 ist mit SG die Schaltungsanordnung des Steuergerätes bezeichnet, und mit unterbroche- nen Linien umrahmt. Das Steuergerät SG kann als separates, über bewegliche Leitungen angeschlos- senes Gerät ausgebildet sein und enthält einen Drehknopf A und Bedienungstasten E, F, G, die ih- rerseits an einem besonderen Steuereinsatz SE angebracht sein können. Das gesamte Steuergerät SG oder der Steuereinsatz SE können als Femsteuergerät dienen. Der Frequenzumformer FU, dessen
Schaltungsanordnung durch unterbrochene Linien umrandet ist, kann ein weiteres Gerät bilden.
Es ist je- doch zweckmässig, dessen Hauptbestandteile, wie die drei, jeweils einer Phase zugeordneten, Stromtor- anordnungen S1, S2, S3, von denen schaltungsmässig nur die Anwendung von S2 dargestellt ist, so- wie das zugehörige Netzgerät N2 jeweils als separaten Gestelleinsatz auszubilden. Bei Batteriespei- sung kann das Netzgerät N2 entfallen und durch drei Batterien ersetzt werden. Die miteinander in
Synchronlauf zu haltenden Laufwerksmotoren sind mit M., M2 und M3 bezeichnet und an die Aus- gangsklemmen U, V, W des Frequenzumformers angeschlossen. Das Netzgerät N, des Frequenz- umformers FU sowie das Netzgerät N1 des Steuergerätes SG sind an das Drehstromlichtnetz P,
S, T angeschlossen.
Das Steuergerät SG liefert im wesentlichen die zur Zündung der Halbleiter-
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stromtore erforderlichen Zündimpulse über die Leitungen a, a', b, b', c, c'sowie den Erregerstrom für den Schaltschütz SS, welcher die Ausgangsklemmen U, V, W nach Erreichen des Synchronis- mus, d. h. der Netzfrequenz, auf das Ortsnetz umschaltet.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Zündimpulse für die Stromtore eJektro-optisch er- 5 zeugt.Entsprechend den drei Phasen des Drehstromes sind drei Photozellen P1, P2, P3 vorgesehen, de- nen zyklisch nacheinander ein Lichtimpuls der Lampe L über Schlitze in der vom Motor SM ange- triebenen Trommel Z zugeführt wird. Die Impulse der Photozellen P1, P, Pg werden in Verstär- kern Vl'V2'Vs verstärkt und steuern die bistabilen Multivibratoren MV1, MV2, MV3, von d. ren Ausgang über die Leitungen a, a', b, b', c, c'zueinander in starrer Phasenbeziehung stehende ) Zündimpulse den Stromtoren H zugeführt werden.
In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind im einzelnen nur die Stromtore H einer
Phase, nämlich der Stromtorschaltung S2, dargestellt; die Stromtoranordnungen S und Sg sind in gleicher Weise geschaltet.
Die Zündimpulsabgabe des Steuergerätes erfolgt beispielsweise derart, dass nacheinander die Strom- ! tore 2, 5, 4, 1, 6,3, gezündet werden. Die phasenmässige Verkettung der drei Stromtoranordnun- gen S., S,, Ss über den gemeinsamen Sternpunkt bewirkt, dass in jeder Phase, d. h. an jeder Klem- me U, V, W eine treppenförmig angenäherte Sinusspannung zur Verfügung steht, deren Sprünge sich praktischnichtnachteiligbeimBetriebderMotorenM1, M2,M3auswirken.DieKondensatorenC1, c2, c. unterstützen die Verkettung. Der Verlauf der Spannung ist in Fig. la dargestellt.
Bei Stillstand '. der elektro-optischen Impulsgabe, d. h. bei Stillstand des Motors SM werden die Stromtoranordnun- gen S1, S2, S3 mit Gleichstrom gespeist, so dass die Motoren gegeneinander nicht ohne weiteres ver- dreht werden können.
Der Motor SM kann beispielsweise nach Drücken der Handbedienungstaste E über den Regel- knopf A mit wahlweise einstellbarer Geschwindigkeit vorwärts oder rückwärts laufen gelassen werden.
Entsprechend werden die Stromtore H gezündet und dadurch die Motoren M., M,, Mg in Betrieb gesetzt.
Zum selbsträtigen Synchronstart der Motoren M1, M2, M3 wird die Taste F gedrückt, wodurch der Motor SM vom Stillstand gleichmässig auf eine Geschwindigkeit beschleunigt wird, die etwas un- ter der netzsynchronen Geschwindigkeit liegt. In gleichem Masse werden die Motoren M, M , Mg, mitgenommen. Von da ab wird die Beschleunigung sehr vermindert, so dass die Drehzahl auch nur noch langsam weitersteigt. Die Drehzahl des Motors SM läuft somit langsam durch die Nenndrehzahl und eine Automatik hat Zeit, den Synchronpunkt zu registrieren.
Bei Erreichen der Nenndrehzahl, d. h. bei
Frequenzgleichheit der Zündimpulse mit der Frequenz des Drehstromnetzes R, S, T erhält bei Über- einstimmung der Phasenlage über eine in der Steuereinrichtung SE eingebaute Phasenvergleichsschal- tung der Schaltschütz SS Erregerstrom und schaltet die Motoren M,, M,, Mg auf das Lichtnetz R,
S, T.
Sollen die Motoren M1, M2, M3 angehalten werden, ohne dass der Synchronismus verloren geht, so läuft nach Betätigung der Taste G der umgekehrte Vorgang ab. In diesem Fall muss der Mo- tor SM ersthochlaufen und im Moment des Synchronismus die Rückschaltung veranlassen. Wenn die
Zeit zum Hochlaufen des Motors erspart werden soll, kann man auch den Motor SM dauernd laufen lassen und unter Umständen mittels Polrad sogar in Synchronismus halten. Das ! Pol ! ad müsste im Synchron- moment Spannung erhalten.
Der Motor SM ist zweckmässig ein Gleichstrommotor, der durch geeignete Mittel eine konstante, bis zur Nennfrequenz zumindest annähernd drehzahlunabhängige Drehmomentcharakteristik erhält, des- sen Drehmoment jedoch im Bereich der Nenndrehzahl, welcher einer Gleichheit der Zündimpulsfrequenz mit der Netzfrequenz entspricht, stark abnimmt. Mit dem Motor SM kann eine zusätzliche Schwung- masse SR verbunden sein, welche die gleichmässige Drehzahlzunahme noch unterstützt und die im
Falle des synchronen Auslaufes nach Abschalten des Motors SM ein allmähliches Auslaufen der Trom- mel Z bewirkt, so dass entsprechend die Laufwerksmotoren M, M , Mg allmählich stillgesetzt werden.
Zweckmässig wird die Anordnung derart bemessen, dass der Hochlauf der Laufwerksmotoren M1, M, Mg in ihre Nenndrehzahl (synchrone Drehzahl) innerhalb von drei bis vier Sekunden vonstatten geht. Durch entsprechende Bemessung der in Fig. 7 dargestellten Vorwiderstände Rvl und Rv2 für den
Motor SM mit der Schwungmasse SR lässt sich erreichen, dass der Motor SM aus dem Stillstand
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tors SM soweit abfällt, dass der Drehzahlbereich, innerhalb dessen die Laufwerksmotoren ihre synchrone Drehzahl erreichen und gleichzeitig über den Schaltschütz SS auf das Netz umgeschaltet werden, etwa innerhalb einer halben bis einer Sekunde durchlaufen wird. Der Widerstand RV1 bestimmt die maximale Drehzahl: der Widerstand RV2 die Hochlaufzeit.
Eine weitere Möglichkeit einer sehr wirk samen Drehzahlbegrenzung stellt die Verwendung eines Fliehkraftreglers mit Unterbrecherkontakt im An kerstromkreis dar.
Die in jeder Phase liegenden Stromtoranordnungen S, S , Sg, von denen im einzelnen die Stromtoranordnung S2 schaltungsmässig dargestellt ist, erhalten, wie schon weiter oben ausgeführt wurde, zyklisch verteilt aus dem Steuergerät SG Zündimpulse über die Leitungen a, a', b, b', c, c'. Die Stromtoranordnungen S1, S2, S3 sind, wie bereits erwähnt, über einen gemeinsamen Sternpunkt SP miteinander verkoppelt und speisen die Ausgangsklemmen U, V, W mit Gleichstromimpulsen, die sich infolge der Verkettung über den gemeinsamen Stempunkt SP zu einer treppenförmigen Spannung zusammensetzen, welche einen sinusförmigen Wechselstrom annähert. Die Verkettung wird durch die Kondensatoren Cl'C2'Ca unterstützt. Die Wirkungsweise einer derartigen Stromtoranordnung (vgl.
Schaltung von S) ist folgende :
Die Zündung eines der Stromtore H bewirkt einen Stromfluss über den zugeordneten Widerstand Rg (Rg muss bei zirka 35 Hz kurzgeschlossen werden, da dieser Widerstand lediglich zum Überlastungsschutz bei Gleichstrom und niedrigen Frequenzen vorgesehen ist und bei höheren Frequenzen einen unnötigen Leistungsverbrauch bewirkt).
Gleichzeitig erfolgt unter der Wirkung der Drosselhälfte D ein Stromfluss über den Widerstand Rg, über die Klemme V und die Wicklungen der angeschlossenen Motoren M., M,, Mg sowie die Stromtoranordnungen S1, S2, S3 zurück zum Stempunkt. Bei Zündung des Stromtores H4 erhält das Stromtor Hg über den Kondensator C einen Löschimpuls, so dass nunmehr der Stromfluss über die Klemme V umgekehrt ist. Die sechs Stromtore H... H werden zyklisch mit zeitlichem Abstand mit 600 gezündet. Die Zündfolge ist 2,5, 4, 1, 6,3. Die Spannungen an den Klemmen U, V, W haben somit miteinander eine zeitliche Verschiebung von 1200.
Es überlagern sich infolge der Verbindung über den Stempunkt SP jeweils die Spannungen der Phasen derartig, dass der in Fig. la dargestellte Spannungsverlauf in jeder Phase erzielt wird. An Stelle der dargestellten mit sechs Stromtoren H arbeitenden Schaltung können auch mehr Stromtore zur besseren Annäherung des treppenförmigen Sinusverlaufes an eine Sinusspannung verwendet werden. Ferner ist es in manchen Fällen zweckmässig, wie in Fig. 6 dargestellt, den Verbraucher V, also z. B. eine Motorphase über einen Spartransformator TS zu speisen, der gleichzeitig die Funktion der Drossel D in Fig. 1 erfüllt. Die obere Wicklung des Spartransformators TS in Fig. 6 bewirkt zusätzlich zur Tat-
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kleine Drossel bezeichnet, die in bekannter Weise den sonst infolge des schnellen Schaltens der Stromtore auftretenden starken Stromanstieg begrenzt.
Eine vereinfachte Schaltungsanordnung, bei der für jede Phase U, V, W nur ein einziges Strom-
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impulse zugeführt, die zueinander in starrer Phasenbeziehung stehen. Die geschilderte Schaltungsanordnung mit drei Stromtoren eignet sich für Anordnungen geringerer Leistung, bei denen beispielsweise nur zwei Laufwerksmotoren miteinander im Gleichlauf betrieben werden sollen. Die Drossel DB dient als induktiver Begrenzerwiderstand zum Schutz der Stromtore.
Grundsätzlich ist es jedoch möglich, mit den Einrichtungen gemäss der Erfindung beliebige Drehstromleistungen zu erzeugen, da man mehrere Stromtoranordnungen durch ein gemeinsames Steuergerät SG steuern kann.
Jeder Stromtoranordnung wird dann eine Gruppe von Motoren zugeordnet. Die Schaltungen nach den
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Fig. 1 und 2 sind übrigens nicht an Stromtore gebunden, sondern können z. B. auch mit Transistoren durchgeführt werden. In manchen Fällen ist es günstig, zwischen die zu speisenden Motoren und den Frequenzumformer ein Filter, z. B. Tiefpassfilter, einzuschalten, dessen Scheinwiderstand an die Motoren angepasst ist. Fig. 8 zeigt ein Tiefpassfilter TF, das dank einer frequenzabhängigen Schaltvorrichtung (Frequenzrelais) FR umschaltbar ist und im wesentlichen bei tiefen Frequenzen wirksam ist.
Fig. 3 zeigt das Ausführungsbeispiel einer Phasenvergleichsschaltung, die zweckmässig im Steuergerät SG (Fig. 1) untergebracht wird. Die von der Photozelle P erzeugten, im Verstärker V verstärkten Impulse werden dem Multivibrator 11. welcher Zündimpulse an die Stromtore liefert, entnommen und über den Resonanzübertrager Ü, welcher auf die Synchronfrequenz (50 bzw. 60 Hz) abgestimmt ist und über den Diodengleichrichter DG. dem TRansistor Tir, zugeführt.
Im Kollektorkreis des Transistors Tir, befindet sich als Arbeitswiderstand ein RC-Glied RA mit Zeitkonstante von zirka 1 sec in Reihe mit der Zenerdiode DZ, die ein schwellwertabhängiges Schaltungsglied dar-
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Die Netzfrequenz (50 bzw. 60 Hz) wird einer passenden Phase über den Übertrager Ü2entstehen Schwebungen, die von dem RC-Glied gemittelt werden, mit Ausnahme von Schwebungen unter 1 Hz.
Bei Frequenz-und Phasengleichheit der über die Übertrager Ü und Ü eingespeisten Spannungen überschreitet das Signal an der Zenerdiode DZ die Sperrspannung und bewirkt über die Transistoren Tr und Tr3 die Erregung eines Relais RE. Hiedurch wird über den Kontakt re der Schaltschütz SS betätigt, welcher in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise die von den Stromtoranordnungen gespeisten Laufwerksmotoren auf das Ortsnetz umschaltet. Die Flanken des Schwebungssignals können mittels eines monostabilen Multivibrators versteilert werden, wenn eine sehr präzise Aufsuchung des
Synchronpunktes erwünscht wird. Die Schwebungen können auch mittels Glühlampen angezündet werden und über Photozellenverstärker eine Umschaltung veranlassen.
In Fig. 3a ist in Abweichung von der Einrichtung nach Fig. 3 der bistabile Multivibrator BM verwendet.
Weiterhin ist es möglich, mit der Einrichtung gemäss der Erfindung Laufwerksmotoren mit einem Fernsehtaktgeber zu synchronisieren. Die Laufwerksmotoren werden dann unverändert aus dem Frequenzumformer FU gespeist, der seine Triggerspannung von einem mit Taktgeberfrequenz gesteuerten Vorverstärker erhält.
Fig. 4 zeigt eine Gruppe von im Synchronlauf miteinander oder einzeln zu betreibender Geräte, wie sie inTonfilmstudios verwendet werden. Im einzelnen bedeuten LL eine Lichttonaufnahmekamera, PL einen Tonfilmprojektor und ML Magnettongeräte. Im Verstärkergestell RV ist das Steuergerät SG mit dem Steuereinsatz SE, der Frequenzumformer FU und das Netzgerät Nz untergebracht.
Fig. 5 zeigt ein Mischpult MP, welches Regler RT fürTonkanäle und Aussteuerungsinstrumente enthält. Ferner ist ein Steuereinsatz SE eingebaut, der die Fernsteuerung von Ton-und Bildlauf- werken ermöglicht.
In Fig. 9 ist eine Schaltungsanordnung zur Synchronisation von Laufwerken mit einem Pilotton oder Fernsehtaktgeber dargestellt. Das Impulssignal z. B. eines Fernsehtaktgebers (50 Hz Bildfrequenz) wird über den Multivibrator ME einer Siebschaltung ES zugeführt, welche die dritte. Oberwelle des zugeführten Signals aussiebt und zwei um 1800 phasenverschobene Sinusspannungen der Bildfrequenz abgibt, welche zwei Ringzähler ZA und ZB fortschalten. Die Ringzähler ZA und ZB enthalten drei Schaltglieder, von denen aus wechselweise nacheinander die bistabilen Multivibratoren My,,. M , Myg gesteuert werden, die ihrerseits demFrequenzumformer FU die erforderlichen Zündimpulse liefern.
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