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Behälter für zur Sedimentbildung neigende Suspensionen, insbesondere Nagellack Die Erfindung betriffteinen Behälter in Form einer mit einer Schraubkappe verschlossenen Flasche für zur Sedimentbildung neigende Suspensionen, insbesondere Nagellack, mit einem tiber den Behälterboden streichenden und von aussen betätigbarem Rtjhrwerk, wobei zwischen dem RUhrwerk und der Schraubkappe eine lösbare Kupplungscinrichtung eingeschaltet ist, die zum MitfUhren des Rührwerkes bei Auf-und Abschrauben der Kappc dient.
Derartige Eiprichtungell dicnen zum Durchmischen von Suspensionen, bei denen das spezifische Gewicht der Feststofi'parlikel grôssc' ist als das des Trägermedium und die zur Entmischung und Sedimenttion neigen. Man kann diese Erscheinung durch Erhöhung der Viskosität des Trägermedium lediglich hinauszögern, jedoch keineswegs unterbinden. Besonders unangenehm macht sich das Absetzen bei Fall- gUtern bemerkbar, die nach jeder Benutzung relativ lange Zeit unbewegt stehen, beispielsweise bei Nagellack. Hiebei kann das Sediment derart zusammenbacken, dass ein blosses Schütteln des Behälters zum Verteilen der Feststoffpartikel nicht mehr ausreicht.
Durch die Verwendung eines Rtlhrbehälters erreicht man den Vorteil, dass das RUhrwerk bei Aufschrauben des Behälters zwangsläufig und ohne zusätzliche Manipulationen betätigt wird, so dass anschliessend das Füllgut sofort in gebrauchsfertiger Form und Zusammensetzung vorliegt.
Bei einem bekannten Behälter der eingangs erwähnten Art haften die Oberflächen der Kupplungsteile entweder durch Riffelung oder bei glatten Flächen durch Druck aneinander. Bei häufigem Gebrauch einer dieser. Art ausgebildeten Einrichtung wird durch die Abnutzung der Kupplungsteile die Funktion der Vorrichtung in Frage gestellt.
Dieser Nachteil wird gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass die Kupplungseinrichtung als Steckverbindung ausgebildet ist. Dadurch ist eine Abnutzung der Teile ausgeschaltet und es wird eine dauernde Funktion gewährleistet.
Zweclarässig ist das RUhrwerk Uber einen Steg mit einer Scheibe mit unrunder Ausnehmung verbunden und die Schraubkappe trägt einen in die Ausnehmung der Scheibe formschlUssig eingreifenden Stift.
Um ein Herausfallen des RUhrwerkes bzw. ein unbeabsichtigtes Herausziehen beim Abmachen der Kappe zu verhindern, ist es darUber hinaus vorteilhaft, wenn der Behälterhals oberhalb des Schraubgewindes eine HUlse aus elastischem Werkstoff mit oberhalb des Behälterhalses umlaufendem Bund trägt und die Lochscheibe in dem Spalt zwischen dem Rand des Behälterhalses und dem Bund gefUhrt wird. Wird das RUhrwerk aus elastischen KunststoffflUgeln gebildet, so gleicht es alle Unebenheiten des Flaschenboden aus und wirbelt die sedimentierten Partikel auf. Der in die Scheibe eingreifende Stift kann weiterhin an seinem unteren Ende mit einem Auftragemittel, beispielsweise einem Pinsel, versehen sein.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der tfindung sind den Zeichnungen zu entnehmen, indenenein AusfUhrungsbeispiel dargestellt ist.
Es zeigen Fig. 1 einen Vcrtikxlschnitt durch einen Behälter, Fig. 2 einen Vertikalschnitt mit zu
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Fig. l um 90 gedrehter Schnittebene, Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Behälter entlang der Linie ni-m der Fig. 1 und Fig. 4 einen Querschnitt durch einen Behälter entlang der Linie IV-IV der Fig. 2.
Ein Behälter 10 fur das Füllgut ist mit einer Schraubkappe 11 verschlossen, die nach dem Be-
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stigt ist, und an der Aussenseite einen Handgriff 15 trägt. Der Stift 12 bildet zusammen mit einer Lochscheibe 16, die liber einen exzentrisch angeordneten Steg 17 mit einem Rührwerk 18 verbunden ist, eine als Kupplung zwischen Schraubverschluss und Rührwerk dienende Steckverbindung. Das Ruhrwerk 18 besteht dabei aus elastischen Kunststoffflugeln. Der Querschnitt des Behälters ist zweckmässig oval ausgebildet und die Länge der Rilhrflügel entspricht dem grösseren Durchmesser des Ovals. Dadurch wird die Bewegung der Ruhrflugel abwechselnd gebremst und beschleunigt, und es entsteht ein Wirbeleffekt, der gleichfalls homogenisierend wirkt.
Der Flaschenhals 10a trägt weiterhin eine mise 19 mit einem umlaufenden Bund 19a, wobei in dem Spalt zwischen dem Bund und dem Rand des Behälterhalses die Lochscheibe 16 geführt wird.
Beim Auf- und Abschrauben der Kappe 11 wird zwangsläutig von dem Stift 12 die Lochschei- be 16 und damit das ROhrwerk 18 mitgedreht. Während des Aufschraubens des Behälters wird demnach das auf dem Behälterboden liegende Sediment aufgerührt, so dass nach dem Öffnen des Behälters das Füllgut sofort in gebrauchsfertiger Form vorliegt. Zu diesem Zweck ist es ausserdem vorteilhaft, dass die Gewindehöhc des Schraubverschlusses niedrig gehalten wird, so dass eine grössere Anzahl von Umdrehungen zum Aufschrauben der Kappe erforderlich ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Behälter in Form einer mit einer Schraubkappe verschlossenen Flasche fUr zur Sedimentbildung neigende. Suspensionen, insbesondere Nagellack, mit einem über den Behälterboden streichenden und von aussen betätigbarem Rührwerk, wobei zwischen dem Rilhrwerk und der Schraubkappe eine lösbare
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undKappe dient. dadurch gskennzeichnet, dassdieKupplungseinrichtungalsSteckverbindung(12, 16) ausgebildet ist.