<Desc/Clms Page number 1>
Registriermaterial mit einer photoleitfähigen Schicht
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
dessen elektrische Leitfähigkeit so klein ist, dass bei dessen Zusatz zum Photohalbleiter, das Gemisch einen merklich höheren Dunkelwiderstand als der Photohalbleiter selbst aufweist.
Infolgedessen ist eine grosse Reihe von hochmolekularen Verbindungen, die übrigens als Bindemittel sehr geeignet sind, z. B. wegen ihres niedrigen Preises und guten Haftvermögens am Träger, Pigmentbindevermögens und ihrer Löslichkeit, im voraus ausgeschlossen. Hinsichtlich der beschränkten Gruppe der übrigen Bindemittel mit genügend hohem Dunkelwiderstand sei es bemerkt, dass die meisten von ihnen nicht zur Verwendung in grosstechnischem Massstab geeignet sind, unter anderem wegen ihrer unzulänglichen mechanischen Eigenschaften und/oder Giesscharakteristiken und ebenfalls wegen ihres erheblichen Preises.
Das erfindungsgemässe Registriermaterial umfasst eine photoleitfähige Schicht, die in einem Bindemittel dispergiertes Zinkoxyd enthält, und ist dadurch gekennzeichnet, dass in dieser photoleitfähigen Schicht und/oder einer damit in enger Berührung befindlichen Schicht mindestens eine aromatische Sulfosäure in freier Form, in Salzform und/oder als Reaktionsprodukt mit dem Zinkoxyd anwesend ist.
Zu dieser Klasse gehörende Verbindungen sind z. B. : Benzolsulfosäure, Toluolsulfosäure und 2, 2'-Stilbendisulfosäure.
Bei der Herstellung des erfindungsgemässen Materials ist es notwendig, das Zinkoxyd mit mindestens einer der Verbindungen in Berührung zu bringen, die zu der oben erwähnten Klasse gehören. Diese werden im nachfolgenden als "die angewendeten Verbindungen" bezeichnet. Das Inberührungbringen des Zinkoxyds mit der angewendeten Verbindung oder Verbindungen kann in jedem Augenblick der Herstellung des Registriermaterials stattfinden. Es kann sowohl vor, während oder nach der Herstellung der Giesszusammensetzungen ; aus denen die photoleitfähige Schicht gebildet wird, wie nach dem Vergiessen dieser Zusammensetzung auf einen Träger erfolgen.
Obwohl die erfindungsgemässe Steigerung des Dunkelwiderstandes durch das Inberührungbringen des Zinkoxyds mit der angewendeten Verbindung sowohl in ihrer sauren Form als in ihrer Salzform erzielt werden kann, wird diese Säureform bevorzugt.
Um eine optimale Wirkung zu erzielen, verwendet man die angewendeten Verbindungen vorzugswei.- se gelöst oder dispergiert in einer Flüssigkeit.
Weiter können zur Steigerung des Dunkelwiderstandes des Zinkoxyds die der oben erwähnten Klasse entsprechenden'Verbindungen verwendet werden, in Kombination mit einer. oder mehreren Verbindungen in Säure- oder Salzform von einer der folgenden Klassen :
1. nicht substituierte aliphatische Mono- und Polycarbonsäuren und ihre Säureanhydride, welche nicht mehr als 10 Kohlenstoffatome in einer geraden Linie enthalten,
2. aliphatische Mono-und Polycarbonsäuren die durch wasserlöslichmachende Gruppen wie eine Hydroxylgruppe oder eine Carbonylgruppe substituiert sind, oder
3. aliphatische Mono- und Polysulfosäuren,
4. aliphatische Borsäureverbindungen, oder
5. aromatische Mono-und Polycarbonsäuren und ihre Anhydride.
Zu der ersten Klasse gehörende Verbindungen sindz. B. : Essigsäure, Propionsäure, Acrylsäure, Crotonsäure, Caprinsäure, Oxalsäure, Malonsäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, 1, 1-Cyclopropandicarbonsäure, Essigsäureanhydrid, Maleinsäureanhydrid und Bernsteinsäureanhydrid.
Zu der zweiten Klasse gehörende Verbindungen ! sind z. B. : Milchsäure, Weinsäure, Citronensäure,
EMI2.1
Zu der dritten Klasse gehörende Verbindungen sind z. B. : Methansulfosäure und 1-Butansulfosäure. Zu der vierten Klasse gehörende Verbindungen sind z. B. : Monododecylborsäure und Monononadecyl- borsäure.
Zu der fünften Klasse gehörende Verbindungen sind z. B. : Pyromellitsäure, 4, 4'-Stilbendicarbonsäure und Phthalsäureanhydrid.
Man hat festgestellt, dass in den meisten Fällen die Adsorption der verwendeten Verbindungen, vor allem die der sauren Form, an der Oberfläche des Zinkoxydkorns sehr rasch verläuft. Um die gewünschten Effekte zu erzielen, ist es jedoch nicht erforderlich, dass die Wirkung der angewendeten Verbindung auf das Zinkoxyd über der ganzen verfügbaren Oberfläche auftritt oder dass alle Körner oder Kornagglomerate diese Wirkung erfahren. Man erzielt den gewünschten Effekt auch wenn man die photoleitfähige Schicht herstellt, ausgehend von einer Mischung von unbehandeltem photoleitfähigem Zinkoxyd und einem erfindungsgemäss behandelten photoleitfähigen Zinkoxyd.
Man kann die folgenden Methoden erfolgreich bei der Durchführung dieser Erfindung verwenden.
<Desc/Clms Page number 3>
1. Man lässt in einer Kolonne oder in einer rotierenden Trommel die angewendete Verbindung in Gasform auf das Zinkoxyd reagieren. Dann dispergiert man das Zinkoxyd in einer Lösung oder Dispersion des Bindemittels. Selbstverständlich berücksichtigt man nur niedrigsiedende Verbindungen.
2. Man setzt die angewendete Verbindung zu einer wässerigen Dispersion des Zinkoxyds zu. Man zentrifugiert oder filtriert das behandelte Zinkoxyd ab, trocknet es und dispergiert es in einer Lösung eines Bindemittels. Diese Methode ist besonders geeignet für Verbindungen die wasserlöslich oder in Wasser dis-
EMI3.1
3. Man löst oder dispergiert das Zinkoxyd in einem organischen Lösungsmittel, indem die angewen- dete Verbindung löslich oder dispergierbar ist, und setzt die benötigte Menge Verbindung zu. Sofort darauf kann man ein Bindemittel zusetzen.
4. Man dispergiert das Zinkoxyd, ein Bindemittel und ein Lösungsmittel für letzteres zusammen, beispielsweise durch Zermahlen in einer Kugelmühle für 2 - 36 h je nach der erzielten Korngrösse. Man setzt vor, während oder nach dem Zermahlen eine oder mehrere der angewendeten Verbindungen zu.
5. Auf einen Papierträger bringt man aus einer Zusammensetzung die eine oder mehrere der ange- wendeten Verbindungen enthält, zu denen ein Bindemittel zugesetzt werden darf, eine Schicht auf. Als eine Alternative imprägniert man das Papier mit solch einer Verbindung z. B. während seiner Herstellung.
Auf diese Schicht trägt man eine zweite Schicht auf, die unbehandeltes Zinkoxyd und ein Bindemittel enthält. Während des Auftragens der letzteren Schicht und/oder während des Aufbewahrens des Materials, diffundiert die Säure aus der ersten Schicht nach dem Zinkoxyd und wird darauf adsorbiert. Damit wird ein doppelter Effekt erzielt. Wenn man eine Verbindung verwendet, die saure Eigenschaften und auch einen ausgesprochenen antistatischen Charakter besitzt, kann man das Dosieren derart einstellen, dass eine ausreichende Menge solcher Verbindung in der ersten Schicht zurückbleibt, so dass diese Schicht genügend leitfähig ist, um die Ableitung einer Ladung während der Belichtung zu ermöglichen.
6. Auf einen Papierträger bringt man erst eine Schicht aus einer Dispersion von unbehandeltem Zink- oxyd in einem Bindemittel auf. Auf diese Schicht trägt man eine Schicht auf, die eine oder mehrere der angewendeten Verbindungen und nötigenfalls ein Bindemittel enthält. Während des Auftragens der Schicht und/oder während des Aufbewahrens des Materials diffundiert diese Verbindung aus der zweiten Schicht zum Zinkoxyd in der ersten Schicht über. Dieses Verfahren wird vorzugsweise verwendet, falls aus irgend welchen Gründen die Oberflächencharakteristiken der Zinkoxydschicht hinsichtlich des in der belg. Patentschrift Nr. 610060 beschriebenen Entwicklungsverfahrens geändert oder beeinflusst werden sollen.
Durch geeignete Auswahl der Bindemittel für die zweite Schicht kann man z. B. die Adhäsion des Entwicklungspulvers entweder erhöhen, wodurch ein verbessertes Fixieren erreicht wird, oder sie kann vermindert werden, was sich in einer besseren Pulverübertragung äussert.
Der Dunkelwiderstand der erfindungsgemässen photoleitfähigen Zinkoxydschichten nimmt mit steigender Menge der den Dunkelwiderstand erhöhenden Verbindung bis zu einem Optimalwert zu und fällt dann langsam wieder ab.
Es hat sich in Versuchen herausgestellt, dass man einen optimalen Dunkelwiderstand erzielt, wenn man der Zusammensetzung der photoleitfähigen Schicht während seiner Herstellung, je nach der Natur der angewendeten Verbindung (Molekulargewicht, Säuregrad, Löslichkeit) 0, 1 - 10% einer derartigen Verbindung (wenn man sie in saurer Form verwendet), bezogen auf das Gewicht des photoleitfähigen Zinkoxyds, zusetzt. Vorzugsweise verwendet man 0, 1-SOlo einer sauren Verbindung. Bei Verwendung der Verbindungen in Salzform sind erheblich grössere Mengen erforderlich, z. B. zwischen 0, 5 - 40%.
Falls die angewendete Verbindung einer der photoleitfähigen Schicht benachbarten Schicht oder Folie einverleibt wird, soll aber eine Menge der Verbindung benutzt werden, welche bis 10 Gew.-% des photoleitfähigen Zinkoxyds betragen kann.
Wenn man die Zinkoxydkörner behandelt, indem man sie mit den angegebenen Mengen einer oder mehrerer der angewendeten Verbindungen in innige Berührung bringt, zeigt sich beim Messen des Widerstandes in einer wie von W. Simm, Chemie-Ingenieur-Technik 31 [1959] S. 44 beschriebenen Messzelle, dass der Dunkelwiderstand des derart behandelten Zinkoxyds höher ist als derjenige des unbehandelten Zinkoxyds.
Bei der Herstellung des erfindungsgemässen photoleitfähigen Registriermaterials wird die photoleitfähige Schicht aus einer das Zinkoxyd und ein Bindemittel enthaltenden Zusammensetzung vergossen.
Das Verhältnis der Mengen des isolierenden Bindemittels zur Menge des Photohalbleiters ist abhängig von den gewünschten Eigenschaften der Photohalbleiterschicht, nämlich den photoleitfähigen Eigenschaften, der mechanischen Festigkeit und dem Isoliervermogen. Die besten Ergebnisse werden bei einem Verhältnis von Bindemittel zu Photohalbleiter von 1 : 3 bis 1 : 9 erzielt ; wenn man Schichten mit einer ver-
<Desc/Clms Page number 4>
hältnismässig hohe Menge Bindemittel verwendet, wird die erzielbare Bildschärfe verschlechtert ; im allgemeinen ist es nicht möglich, brauchbare Resultate zu erzielen, wenn die Photohalbleiterschicht nicht zumindestens 50ufo aus Zinkoxyd besteht ;
wenn man Schichten mit einem viel niedrigeren Bindemittelgehalt verwendet, ist es möglich, dass die mechanische Festigkeit der Schicht ungenügend ist.
Das erfindungsgemässe photoleitende Aufnahmematerial ist für die verschiedensten Reproduzierverfahren geeignet ; man kann leicht sehr kontrastreiche Bilder auf sehr reproduzierbare Weise erhalten, sogar unter den verschiedenen Umständen, wie sie durch den stark sich ändernden Feuchtigkeitsgrad der Luft verursacht werden.
Es wurde bisher nochnichtmitSicherheit geklärt, welche Vorgänge während der Berührung des Zinkoxyds mit den erfindungsgemäss-verwendeten Verbindungen stattfinden.
Es darf mit einiger Wahrscheinlichkeit behauptet werden, dass die Adsorption der mit den Zinkoxydkörnern beteiligten Verbindung das Abfliessen der Ladung erschwert. Es kommt hier ein Hydrophobmachen der Zinkoxydkörner in dem üblichen Sinne gar nicht in Frage und dies wird tatsächlich bewiesen, weil die Dunkelwiderstandserhöhung z. B. auch durch Zusatz eines wasserlöslichen Phosphorsäurederivates mit antistatischen Eigenschaften wie z. B. ZELEC NK (Handelsname für ein Netzmittel das aus einem mit Aminen neutralisierten sauren Phosphat besteht und von E. I. du Pont de Nemours & Co. (Inc.), Wilmington, Del., V. S ; A. auf den Markt gebracht wird), erhalten werden kann.
Wie es auch sei, es ist ein überraschender Effekt, dass durch die Behandlung des Zinkoxyds mit einem Antistatikum der Dunkelwiderstand erhöht wird.
Um die Erhöhung des Dunkelwiderstandes beim erfindungsgemässen Registriermaterial zu bestimmen, misst man den Dunkelwiderstand der photoleitenden Schicht.
Die Bindemittel können in zwei Gruppen eingeteilt werden, nämlich je nachdem der spezifische Dunkelwiderstand höher oder niedriger ist als der spezifische Dunkelwiderstand des behandelten Zinkoxyds.
Es hat sich gezeigt, dass beim erfindungsgemässen Registriermaterial die Verwendung von Bindemitteln möglich ist, die früher wegen ihres zu niedrigen spezifischen Widerstandes nicht verwendet werden konnten.
Das erfindungsgemäss behandelte Zinkoxyd gestattet also die Verwendung von Bindemitteln bei der Herstellung von photoleitfähigen Schichten, deren Dunkelwiderstand, gemessen auf Schichtdicken von 5 bis 15 li wie üblich in der Elektrophotographie, an sich nicht genügt, um eine befriedigende elektrostatische Ladung zu tragen, insbesondere bei relativen Feuchtigkeiten der Luft, die höher sind als 50-60%.
Falls Zinkoxydpulver gemäss einer bekannten Weise einem solchen Bindemittel zugesetzt wird, dann wird der Dunkelwiderstand der Schicht bei z. B. 60% relativer Feuchtigkeit nicht verbessert. Dieser Dunkelwiderstand wird jedoch verbessert, falls erfindungsgemäss das Zinkoxyd mit einer Phosphorverbindung, entsprechend den angegebenen allgemeinen Formeln, behandelt wird. Schliesslich ist es auch möglich, bei dem Registriermaterial gemäss vorliegender Erfindung das Verhältnis des Zinkoxyds zum Bindemittel bedeutend zu vergrössern (z. B. bis zu 7 Gew. -Teilen Zinkoxyd für 1 Gew.-Teil Bindemittel) und dadurch ist die Herstellung von höher empfindlichen photoleitfähigen Schichten möglich.
Bei der Herstellung des erfindungsgemässen Aufnahmematerials kann in der Praxis jedes handelsübliche Zinkoxyd verwendet werden, das nach dem "French Process" durch Oxydation von Zinkdämpfen hergestellt wurde.
Besonders geeignete Zinkoxydtypen sind z. B. :
BLANC DE ZINC, Neige extra pure, Typen A. B und C, in den Handel gebracht von Vieille Montagne S. A., Lüttich, Belgien,
Zinkoxyd Typen Gl, G2 und G3, in den Handel gebracht von Zinkweiss-Forschungsgesellschaft m. b. H., Oberhausen (Rhld),'
Zinkoxyd Reinst,
In den Handel gebracht von E. Merck A. G., Darmstadt,
Florence Green Seal lead-free zinc oxide, in den Handel gebracht von The New Jersey. Zinc Company, New York, N. Y., V. S. A.,
Zinc Oxide Analytical Reagent, in den Handel gebracht von Mallinckrodt Chemical Works, St. Louis, Mo., V. S. A.,
Zink Oxide Standard Gold Seal, in den Handel gebracht von Durham Chemicals Ltd., Birtley, England.
Bindemittel für den Zinkoxydphotoleiter, die- geeignet sind für die Herstellung eines erfindungsgemä-
<Desc/Clms Page number 5>
ssen Aufnahmematerials sind unter anderem in der niederländischen Patentschrift Nr. 95533 und den belgischen Patentschriften Nr. 533514 und Nr. 587301 beschrieben. Die thermokonduktiven makromolekularen Verbindungen, die in der belgischen Patentschrift Nr. 597778 beschrieben sind, die halogenierten Polymeren und Polykondensate, die in der brit. Patentschrift Nr. 964885 beschrieben sind und die in den belgischen Patentschriften Nr. 588049 und Nr. 589996 beschriebenen photokonduktiven Polymeren sind ebenfalls hiefür geeignet. Vertreter der folgenden Verbindungsklassen können ebenfalls als Bindemittel verwendet werden :
A. Naturstoffe und modifizierte Naturstoffe,
B.
Vinylpolymeren und substituierte Vinylpolymeren,
C. Polykondensate
D. Synthetische Harze und synthetische Kautschuksorten.
Die Wahl von geeigneten Bindemitteln ist nicht auf vorher polymerisierte Verbindungen beschränkt.
Man kann auch niedrigmolekulare Verbindungen oder Mischungen von niedrig-und makromolekularen Verbindungen oder Verbindungen von Halbpolymerisaten verwenden, die durch irgend eine in der Polymerenchemie bekannte Methode in situ polymerisiert, kondensiert oder verknüpft sind.
Zu der die erfindungsgemässen Photohalbleiterschichten bildenden Schichtzusammensetzung kann man gegebenenfalls geeignete Weichmacher zusetzen, z. B. Dibutylphthalat, Dimethylphthalat, Dimethylglykolphthalat, Trikresylphosphat, Triphenylphosphat, Monokresyldiphenylphosphat usw. in Mengen von 10 bis 300/0 des Bindemittelgewichtes.
Andere bekannte Zusätze einschliesslich Pigmente und Mittel, die die Viskosität, die Alterung und die Wärmebeständigkeit, die Oxydation und/oder den Glanz beeinflussen, können ebenfalls verwendet werden. Bei der Auswahl dieser Zusätze wird man solchen Substanzen den Vorzug geben, die den Dunkelwiderstand der Photohalbleiterschicht nicht merklich beeinträchtigen.
Schliesslich können Verbindungen in den Photohalbleiterschichten anwesend sein, die selbst gegebenenfalls photoleitfähige Eigenschaften besitzen, und die eine Erhöhung der Allgemeinempfindlichkeit und/oder der Empfindlichkeit für elektromagnetische Strahlungen in einem gewissen Teil des Spektrums verursachen.
Auf diese Weise können die Allgemeinempfindlichkeit und/oder die Empfindlichkeit für elektromagnetische Strahlungen in einem gewissen Teil des Spektrums erheblich gesteigert werden, indem zu der Photohalbleiterschicht eine oder mehrere aus den folgenden Klassen ausgewählten Verbindungen, vorzugsweise in einer Menge von 0,, 1 bis 50/0, bezogen auf das Zinkoxydgewicht, zugesetzt werden.
A. Triphenylmethan-Farbstoffe ohne Ringschluss
B. Triphenylmethan-Farbstoffe mit Ringschluss
C. Diarylmethan-Farbstoffe
D. Polymethinfarbstoffe :
1. Styryle
2. Monomethincyanine
3. Trimethincyanine
4. Oxonole
5. Merostyryle
6. Merocyanine
7. Komplexe Cyanine
E. Azeniumfarbstoffe
F. Azofarbstoffe
G. Anthrachinonfarbstoffe
H. Indigofarbstoffe
I. Vinylenverbindungen
J. Azomethinfarbstoffe
K. Leukokristallviolett nach der Formel :
EMI5.1
<Desc/Clms Page number 6>
L. Acylmethylenderivate von Benzthiazolin nach der Formel :
EMI6.1
in der R eine Alkylgruppe bedeutet, R eine Alkylgruppe oder ein heterocyclisches Radikal wie 3-Pyridyl, und A1 ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe oder eine Oxyalkylgruppe bedeutet.
M. Pyrazolinderivate nach der Formel
EMI6.2
in der R, R,R je eine Phenylgruppe oder eine p-Halophenylgruppe bedeuten.
N. Tetrachlor-p-chinon (geeignet für Ultrarot-Sensibilisierung).
Die Sensibilisatoren sind im allgemeinen farbige Verbindungen. welche die photoleitende Schicht auf unerwünschte Weise anfärben. Bei der erfindungsgemässen Verwendung von sauren Verbindungen in Anwesenheit von gewissen farbigen Sensibilisatoren, wird- die Intensität der unerwünschten Farbe in den sensibilisierten photoleitenden Schichten vermindert bzw. kann die Farbe sogar zum Verschwinden gebracht werden.
Bei der Herstellung des erfindungsgemässen Registriermaterials kann man manche Techniken für das Auftragen der Photohalbleiterschicht anwenden. Die das photoleitfähige Zinkoxyd und das Bindemittel enthaltende Dispersion wird gleichmässig auf die Oberfläche eines geeigneten Trägers verteilt, beispielsweise durch Zentrifugieren, Aufspritzen, Bürsten oder Beschichten, worauf die gebildete Schicht derart getrocknet wird, dass auf der Oberfläche des Trägers eine gleichmässige photoleitfähige Schicht gebildet wird. Die gebildete Schicht wird vorzugsweise schnell getrocknet, beispielsweise mittels eines warmen Luftstromes oder mittels Ultrarotbestrahlung.
Die Dicke der photoleitfähigen Schicht ist nicht kritisch und kann je nach Wahl und dem betreffenden Sonderfall in weiten Grenzen variieren. Gute Resultate werden erreicht mit photoleitfähigen Schichten von 5 bis 30/l, vorzugsweise von 5 bis 15 li Dicke.
Zur Herstellung des erfindungsgemässen Aufnahmematerials wird vorzugsweise als Träger für die photoleitfähige Schicht eine elektrisch leitfähige Platte oder Folie verwendet oder eine isolierende Platte oder Folie, die mit einer elektrisch leitfähigen Schicht ausgerüstet ist. Unter einer elektrisch leitfähigen
EMI6.3
Als geeignete leitfähige Platten kommen beispielsweise Platten aus Aluminium, Zink, Kupfer, Zinn oder Eisen in Betracht. Geeignete leitfähige Folien sind z. B. Filme aus polymeren Substanzen mit geringem spezifischem Widerstand, wie z. B. Polyamidfilme oder Papier mit geringem spezifischem Widerstand. Gute Resultate sind erhältlich bei Verwendung von Papier, das in der belgischen Patentschrift Nr. 587301 beschriebene hygroskopische und/oder antistatische Stoffe enthält. Vorzugsweise werden diese hygroskopischen und/oder antistatischen Substanzen dem Material, während der Herstellung des Papiers einverleibt, entweder durch unmittelbaren Zusatz zu dem Papierbrei oder durch eine Nachbehandlung vor oder nach dem Kalandrieren der Papierbahnen.
Die Substanzen können den Papierbahnen auch dadurch einverleibt werden, dass auf das Rohpapier eine Zusammensetzung aufgetragen wird, die die hygroskopischen und/oder antistatischen Substanzen enthält.
Nebst den üblichen Papiersorten können auch synthetische Papiersorten, wie diejenigen in der belgischen Patentschrift Nr. 587301 beschriebenen Papiersorten verwendet werden.
Geeignete Träger sind unter anderem Glasplatten, die mit einer leitfähigen Schicht, z. B. einer durch-
<Desc/Clms Page number 7>
sichtigensilber-, Gold-, oder Zinnoxydschicht versehen sind, die darauf aufgebracht werden können, z. B. durch Aufdampfen in Vakuum.
Sonstige geeignete Träger sind isolierende Folien, die mit einer leitfähigen Schicht versehen sind, z. B. mit einer dünnen Metallschicht oder mit einer elektrisch leitfähige und/oder hygroskopische Substanzen enthaltenden Schicht. Solche Folien sind in der belgischen Patentschrift Nr. 587301 beschrieben.
Erfindungsgemäss photoleitfähige Registriermaterialien können nach irgend einer Technik verwendet werden, wobei auf einer photoleitfähigen Schicht ein Strahlungsbild registriert wird.
Nach einer der meist angewendeten Methoden wird ein elektrostatisch latentes Bild auf einer photoleitfähigen Schicht durch bildmässiges Aufbringen einer elektrischen Ladung oder durch bildmässiges Ableiten einer Ladung, die auf einer homogen elektrostatisch aufgeladenen photoleitfähigen Schicht anwesend ist, gebildet.
Wenn letztere Methode angewendet wird, kann das elektrostatische Aufladen nach irgend einer der in der Elektrophotographie bekannten Methoden erfolgen, z. B. durch Reibung mit einem glatten Material, durch Reibung mit einem Material, das einen hohen elektrischen Widerstand besitzt, z. B. mit einem mit Polystyrol beschichteten Zylinder, durch Korona-Entladung, durch Kontaktaufladung oder durch Entladung eines Kondensators ; nach der Aufladung wird das photoleitfähige Element bildgemäss einer geeigneten elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt, wobei die bestrahlten Teile der photoleitfähigen Schicht entladen werden und ein elektrophotographisches latentes Bild entsteht.
Dann wird das gebildete elektrostatische Bild in ein sichtbares Bild umgesetzt, u. zw. entweder auf dem elektrophotographischen Material, auf dem das latente Bild erzeugt wurde, oder auf einem andern Material, auf das das elektrostatische latente Bild beispielsweise durch Anwendung der in der brit. Patentschrift Nr. 772873 beschriebenen Methode übertragen wurde.
Die Umsetzung des ursprünglichen oder übertragenen latenten Bildes in ein sichtbares Bild kann nach einer der in der Elektrophotographie bekannten Techniken erfolgen, wobei die elektrostatische Anziehung oder Abstossung von feinverteilten gefärbten festen Substanzen, die beispielsweise in einem Pulver oder einer Pulvermischung (USA-Patentschrift Nr. 2, 297,691), in einer elektrisch isolierenden Flüssigkeit (z. B. in der Form einer Suspension wie beschrieben in der brit. Patentschrift Nr. 755486), oder in einem Gas (z. B. in der Form eines Aerosols) anwesend sind oder von feinverteilten gefärbten Flüssigkeitströpfchen, die beispielsweise in einer elektrisch isolierenden Flüssigkeit (z. B. in der Form einer Dispersion) oder in einem Gas (z. B. in der Form eines Aerosols) anwesend sind, benutzt wird.
Durch geeignete Wahl des Vorzeichens der Aufladung des Entwicklerpulvers oder der Entwicklerflüssigkeit kann man in beliebiger Weise von jedem Original eine negative oder positive Kopie anfertigen.
Die ursprünglichen oder übertragenen sichtbaren Bilder können nötigenfalls nach einer der in der Elektrophotographie bekannten Methode beispielsweise durch Erwärmen oder durch chemische Reaktion, fixiert werden. Sie können ebenfalls auf einen andern Träger nach einer der in der brit. Patentschrift Nr. 658699 beschriebenen Methode übertragen und darauf fixiert werden.
Als eine Alternative zu allgemein in der Elektrophotographie bekannten Entwicklungstechniken,
EMI7.1
materialien keineswegs auf irgend eine besondere Ausführungsform beschränkt, und die Belichtungstech- nik, die Aufladungsmethode, die eventuelle Übertragung, die Entwicklungsmethcde und die Fixierme- thode Fowie die für diese Verfahren verwendeten Materialien können den jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden.
Die erfindungsgemässen photoleitfähigen Registriermaterialien lassen sich in den Reproduktionstechniken verwenden, die mit Strahlen elektromagnetischer oder nuklearer Natur arbeiten. Es soll deshalb betont werden, dass, obwohl erfindungsgemässe Materialien hauptsächlich für Verfahren bestimmt sind, die eine Belichtung einschliessen, die in der Beschreibung und den Ansprüchen vorkommende Bezeichnung "Elektrophotographie"breit zu interpretieren ist und sowohl Xerographie als Xeroradiographie umfasst.
Beispiel : Ein Gemisch aus folgenden Bestandteilen wird 24 h in der Kugelmühle gemahlen : 41oigne Lösung von FLEXBOND D-13 (Handelsname für ein Vinylacetat/Vinylstearat-
Mischpolymerisat der Colton Chemical Company, Cleveland) in Äthylalkohol 90 ml
10%ige Lösung von Polymer C 3 (Handelsname für ein Vinylacetat-Crotonsäure-
Mischpolymerisat der Monsanto Chemical Company, St. Louis, Mo. USA) in Äthylalkohol 10 ml photoempfindliches Zinkoxyd 15 g tige Lösung von Sulfosalicylsäure in Äthylalkohol 0,2 ml
<Desc/Clms Page number 8>
Nach dem Vergiessen und Trocknen wird die elektrophotographische Schicht in bekannter Weise elektrostatisch aufgeladen, belichtet pulverentwickelt und fixiert. Man erhält eine gute Maximaldichte, was nicht der. Fall ist, wenn die vorgenannten sauren Verbindungen der Schicht nicht zugegeben wurden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Registriermaterial mit einer photoleitfähigen Schicht, die in einem Bindemittel dispergiertes Zinkoxyd enthält, dadurch gekennzeichnet, dass in der photoleitfähigen Schicht und/oder in einer benachbarten Schicht mindestens eine aromatische Sulfosäure in freier Form, in Salzform und/oder als Reaktionsprodukt mit dem Zinkoxyd anwesend ist.