AT246557B - Verfahren zum Herstellen von photographischen Schichten mit matter Oberfläche - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von photographischen Schichten mit matter Oberfläche

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  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zum Herstellen von photographischen Schichten mit matter Oberfläche 
Zum Mattieren photographischer Schichten ist es bekannt, die Giesslösungen mit entsprechenden Zusätzen zu versetzen. 



   Der seit langem bekannte Zusatz von Stärke ist wegen der geringen thermischen Stabilität dieses Stoffes in Wasser nachteilig. Mit Stärke versetzte Schichten müssen nämlich vorsichtig getrocknet werden, weil die Schicht sonst glänzend wird. Diese Schichten können daher nicht der im Zuge der Rationalisierung erwünschten Maschinenheisstrocknung ausgesetzt werden. 



   Man hat daher zur Vermeidung dieser und anderer Nachteile zahlreiche andere Mattierungsmittel, wie Bariumsulfat, Silikate, feinverteilte Zellulose, Schellacklösung, Polystyrol, Carbamidharze, Polyacrylnitril, vorgeschlagen, doch hat keines dieser Mattierungsmittel die Stärke verdrängen können, weil bei der Verwendung dieser Mattierungsmittel wieder andere Nachteile in Kauf genommen werden müssen. 



   Es wurde nun gefunden, dass durch eine geeignete Vorbehandlung gewonnene, bei Temperaturen bis   1000C   nicht verkleisternde Stärke in ihrem Verhalten so geändert ist, dass die mit dieser vorbehandelten, gehärteten Stärke versetzten photographischen Schichten ohne jede Beeinträchtigung der Mattierung der Maschinenheisstrocknung unterzogen werden können. Vielleicht ist diese überraschende Erscheinung darauf zurückzuführen, dass bei einer solchen Behandlung die Hydroxylgruppen der Amylose im Stärkekorn vemetzt und dadurch die Verkleisterung bei hoher Temperatur verhindert wird. 



   Die Herstellung nicht verkleisternder Stärke ist bereits bekannt. So ist   z. B.   bereits vorgeschlagen worden, derartige Stärke durch Behandeln mit Formaldehyd zu erhalten. Ebenso kann Stärke mit Dihalogeniden, Epoxyhalogen-Verbindungen, Natriumtrimetaphosphat oder andern bifunktionellen oder polyfunktionellen Vernetzungsmitteln unlöslich gemacht werden. Ganz besonders hat sich mit Cyanurchlorid behandelte Stärke bewährt. Alle diese Stärke-Derivate haben als gemeinsames Kennzeichen die Eigenschaft, dass ihre wässerigen Suspensionen bis   1000C   nicht verkleistern. 



   Gemäss einer   bevorzugten Ausführungsform   der Erfindung wird die in Wasser gequollene, vorzugsweise mit Borax versetzte Stärke zur Vorbehandlung mit inAceton oder einem andern geeigneten Lösungsmittel gelöstem Cyanurchlorid versetzt, anschliessend angesäuert, filtriert, getrocknet und dann in üblicher Weise als Mattierungsmittel verwendet. Die in Wasser gequollene, vorzugsweise mit Borax versetzte Stärke kann aber auch zur Vorbehandlung mit in Aceton oder einem andern geeigneten Lösungsmittel gelöstem Cyanurchlorid versetzt, anschliessend mit einer Säure, wie verdünnter Schwefelsäure, auf ein PH von etwa 5,5 gebracht und dann der photographischen Emulsion vor dem Guss unmittelbar zugegeben werden. 



   Neben der meistverwendeten Reisstärke haben sich für besondere Mattierungseffekte auch andere Stärke-Sorten, wie   z. B.   die Kartoffel-, Mais-, Hafer-, Weizen-, Roggen-Stärke, bei dem erfindungsgemässen Verfahren bewährt. Die Isolierung des Stärke-Derivates durch Filtration bietet den Vorteil, dass das Produkt genau wie die unbehandelte Stärke eingesetzt werden kann, ohne dass dadurch irgendwelche Rezeptänderungen der Giesslösungen vorgenommen werden müssen. 

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 EMI2.1 


Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 3>
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine in Wasser gequollene, vorzugsweise mit Borax versetzte Stärke verwendet wird, die zur Vorbehandlung mit in Aceton oder andern Lösungsmitteln gelöstem Cyanurchlorid versetzt und anschliessend angesäuert worden ist und die vor dem Guss der photographischen Emulsion unmittelbar einverleibt worden ist.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit Vernetzungsmitteln, wie Formaldehyd, Natriumtrimetaphosphat, Epichlorhydrin oder andern bifunktionellen oder poly- funktionellen Vernetzungsmitteln, vorbehandelte Stärke verwendet wird.
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