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Ständer für eine ortsbewegliche, elektromotorisch oder pneumatisch angetriebene Handbohrmaschine Die Erfindung bezieht sich auf einen Ständer für eine ortsbewegliche Handbohrmaschine die mit einem elektrischen oder pneumatischen Antrieb ausgestattet ist und verfolgt das Ziel, trotz der Verwendung einer einfach gebauten Bohrmaschine eine empfindliche und genau steuerbare Einstellung des Bohrvorschubes erlangen zu können.
Es ist eine als ganzes tragbareBohreinrichtung mit eingebautem Motor bekannt, bei der ein Bohrvor- schub des axial beweglichen Motors mit Hilfe einer durch einen auf der Motorwelle sitzenden Nocken be- triebenen Pumpe herbeigeführt wird. Der Motor ist dabei mit einem in einem Zylinder befindlichen Kolben verbunden, wobei erster am Gestell der Maschine abgestutzt ist, und die Pumpe fördert dauernd die Flüssigkeit in den Zylinder, so dass sich ein dauernder Vorschub des Bohrers ergibt.
Es ist weiterhin ein Bohrgerät bekannt, bei dem der einen Motor und die Bohrerwelle umfassende Maschinenkopf entlang einer sich vom Maschinenfundament erhebenden Säule bewegbar ist. In der Säule ist eine durch einen zwei Stellungen einnehmenden Handhebel steuerbare Pumpe eingebaut, durch die der Maschinenkopf auf hydraulischem Wege in jede beliebige Höhe gebracht werden kann. Durch Stellen des Betätigungshebels in eine dritte Lage wird ein Ventil geöffnet, durch das das gepumpte Öl freigelassen wird und der Maschinenkopf mit der gewünschten Vorschubgeschwindigkeit absinkt. Die Pumpe muss also schon vor dem Bohrvorgang in Betrieb gesetzt werden und die hydraulische Steuerung des Bohrvorschubes ist als "negativ" zu bezeichnen, weil sie nur eine Verminderung des konstantenFlüssigkeitsdruckes in einem vorausgehenden Vorgang bewirkt.
Gegenstand der Erfindung ist ein Ständer zur Aufnahme einer einfachen, handelsüblichen ortsbeweglichen Handbohrmaschine mit elektrischem oder pneumatischem Antrieb, bei der eine positive, während des Bohrens beliebig einstellbare hydraulische Steuerung desBohrvorschubes durchführbar ist, u. zw. durch individuelle Einstellung des hydraulischen Druckes durch den Bedienenden des Gerätes, je nach den während des Bohrens festgestellten Erfordernissen.
Gemäss der Erfindung ist ein Ständer für ortsbewegliche, elektromotorisch oder pneumatisch angetriebene Handbohrmaschinen, bestehend aus einer an einem Fuss angeordneten Führungssäule, auf der eine Hülse entgegen der aufwärts gerichteten Kraft mindestens einer Feder von Hand verschiebbar ist, welche Hülse einAuge oder eine bandförmige Klammer besitzt, in das bzw. in die z. B. der Hals oder der Körper der Handbohrmaschine gesteckt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass an der Hülse bzw. an der Handbohrmaschine eine von Hand betätigbare Pumpe angeordnet ist, deren vom Pumpenauslass kommende Leitung an einen an sich bekannten hydraulischen Vorschubzylinder angeschlossen ist, der an einem längs der Säule verstellbaren Arm befestigt ist und dessen Kolbenstange mit der Handbohrmaschine verbunden ist.
Wenn also eine ortsbewegliche Handbohrmaschine durch Befestigung an der Hülse zu einem ortsfesten Bohrgerät umgewandelt wurde, führt eine Betätigung der Pumpe mittels des Handgriffes zum Vorschub des Bohrers gegen das Werkstück und der Bohrvorgang kann unmittelbar beginnen, wobei der Bohrdruck nach Belieben grösser oder kleiner bemessen werden kann, entsprechend dem jeweiligen Vordringen des Bohrers im Werkstück.
Die Steuerung ist auf diese Weise sehr empfindlich und genau wirkend, denn der Bohrdruck kann vom Bedienenden immerfort abgefühlt und entsprechend den Erfordernissen verändert werden, wobei jedoch zufolge der hydraulischen Kraftübertragung die vom Bedienenden aufzuwendende Kraft wesentlich geringer ist, als wenn die Kraftübertragung lediglich durch rein mechanische Übertragungselemente erfolgt.
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Um dies in besonders vorteilhafter Weise zu bewerkstelligen, ist die Erfindung weiterhin gekennzeichnet durch einen an einem Haltegriff der Handbohrmaschine bzw. der Hülse angebrachten Betätigungsgriff für die Pumpe, derart, dass beide Griffe in der Ruhelage gleichzeitig von eine ! : Hand erfasst werden können.
Um schliesslich die bei hydraulischen Steuerungen erforderliche Ruckfahm : ig der Flüssigkeit zu erhalten, ist nach einem weiteren Merkmal die Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass eine die Pumpe überbrückende Leitung vorgesehen ist, die während des Pumpens vom Kolben der Pumpe verschlossen und nur in seiner Ruhelage geöffnet ist, wobei die Ruhelage des Kolbens durch eine Rückholfeder herbeiführbar ist.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen im einzelnen erläutert ; es zeigen : Fig. 1 eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Halterung mit einer elektrischen Bohrmaschine zur verti- kalen Betätigung derselben ; Fig. 2 einen Schnitt durch die in der Fig. 1 venvendete Pumpe ; Fig. 3 einen Schnitt durch den hydraulischen Vorschubzylinder nach Fig. 1 und Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer abgeänderten Form einer Halterung mit eingesetzter elektrischer Bohrmaschine ebenfalls zur vertikalen Verschiebung derselben.
In Fig. 1 ist eine elektrische Handbohrmaschine 10 in einer Halterung 11 eingesetzt, die im wesentlichen aus einer Grundplatte 12 zur Aufnahme des Werkstückes und einer Gleitschiene 13 mit Kreisquerschnittbesteht. die sich senkrecht von der Grundplatte 12 erhebt und eine Hülse 14 aufweist, welche auf der Schiene 13 gleiten kann'sowie Klemmen 15 zum Festklemmen des Gehäuses der Bohrmaschine 10 an der Hülse 14, so dass die Hülse und die Klemmen 15 einen Halter für die Bohrmaschine 10 bilden und die Achse der Bohrmaschine parallel zur Gleitschiene 13 liegt. Der Bohrkopf der Bohrmaschine ist auf die Grundplatte 12 gerichtet, so dass das eingesetzte Werkzeug, welches hier als Spiralbohrer 16 dargestellt ist, auf ein Werkstück gedrückt werden kann, welches auf der Grundplatte 12 aufgelegt ist.
Die Bohrmaschine wird durch den üblichen Schaltgriff 17 in Tätigkeit gesetzt.
Oberhalb der Bohrmaschine ist ein Arm 18 an die Gleitschiene 13 einstellbar angeklemmt, welcher eine Schraubenfeder 19 aufweist, an welcher die Bohrmaschine mit ihrem Halter am Arm 18 aufgehängt ist und welche normalerweise die Bohrmaschine mit dem Halter nach oben zum Arm 18 zieht.
An der Hülse 14 des Bohrmaschinenhalters ist ein Ölbehälter 20 durch eine Klemme 21 bu festigt, und eine vom Behälter versorgte Pumpe sitzt am Bohrmaschinengehäuse an der Stelle, welche nur-
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Pumpengehäuse ragt eine Hülse 23 heraus, welche einen Handhebel 24 trägt, der von der einen Hand des Arbeiters ergriffen werden kann und durch welchen die Pumps betätigt werden kann. Der Zylinder 33 (Fig. 3) des hydraulischen Zylinders 25 wird vom Arm 18 gehalten, und das unterste Ende seiner Kolbenstange 36 sitzt auf dem Oberteil des Gehäuses der Bohrmaschine 10 auf, so dass der Zylinder eine einstellbare Verbindung zwischen der Gleitschiene 13 und der Bohrmaschine 10 im Bohrmaschinen-Halter bildet.
Eine Leitung 26 verbindet den Behälter 20 mit dem Pumpeneinlass und eine Leitung 27 den Pumpenauslass mit dem Zylinder 25.
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bels 24 gelangt ist. Die Pumpe besitzt federbelastete Förder- und Einlassventile 29 und 30. Ein Ent= lastungskanal 32 führt von oberhalb des Ventiles 29 zu einer Stelle unterhalb des Ventiles 30 wird jedoch an einer Stelle 31 durch den Arbeitskolben 38 unterbrochen, wenn dieser zur Betätigung des Vorschubzylinders 25 seinen Arbeitshub vollführt.
Wie Fig. 3 zeigt, besitzt der Kolben 34 im Vorschub zylinder 25 eine hohle Kolbenstange 3'3 mit einem Anschluss 35, an welchen die Leitung 27 angeschlossen ist. über welche die Pumpe das Öl in den Zylinder drückt.
Durch Hochdrücken des Handhebels 24 gegen die Hülse 23 wird der Arbeitskolben 28- vorge- schoben, schliesst dabei die Öffnung 31 im Kanal 32 und pumpt Öl in den Zylinder 25 oberhalb des Kolbens 34. Infolgedessen drückt die Kolbenstange 36 die Bohrmaschine 10 und die Hülse 14 um ein gewisses Stück nach unten, wobei das Ausmass der Abwärtsbewegung von der Stärke des Druckes auf denHandhebel 24 abhängt. Der Druck, mit welchem die Bohrmaschine 10 den Spiralbohrer 16 gegen das Werkstück presst, kann sehr genau durch manuellen Druck auf den Handhebel 24 gesteuert werden. Die Feder 19 wird durch die Abwärtsbewegung des Bohrmaschine 10 gespannt.
Wenn der Hebel 24 nicht mehr angedrückt wird, wir der Arbeitskolben 28 durch die Feder 26X
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in die Hülse 23 zurückgezogen und gibt die Öffnung 31 im Kanal 32 frei. Dadurch kann der Zylinder 25 das in ihn eingepumpte Öl über die Leitung 27 wieder in den Behälter 20 ablaufenlassen, während die Feder 19 die Bohrmaschine 10 und die Kolbenstange 36 anhebt.
In der in Fig. 4 dargestellten abgewandelten Ausführungsform sind gleiche Teile wie in den Fig. 1-3 mit gleichen Bezugszeichen mit Zusatz A bezeichnet. Bei dieser Ausführung ist der hydraulische Vorschubzylinder 25A an der Gleitschiene 13A der Halterung durch eine einstellbare Klemme 37 befestigt, undderOberteildesZylindersträgteinQuerstück 3'8, anwelchernzweifedern 39 befestigt sind, die mit ihrem ändern Ende in die obere von zwei Klemmen 15A eingehängt sind, durch welche die Bohrmaschine 10A an der Haltehülse 14A befestigt ist. Der Ölbehälter 20A ist an der Hülse 14A mit einem Band 40 befestigt, und die Pumpe 22A ist direkt an der Hülse 14A mit einer Lasche 41 angeklemmt, wobei der Betätigungshebel 24A direkt auf der Pumpe selbst dicht neben einem ebenfalls an der Pumpe angebauten Handgriff montiert ist.
Die Konstruktion der Pumpe 22A und des Vorschubzylinders 25A sowie die gesamte Betätigung sind im wesentlichen die gleichen wie vorstehend unter Bezug auf die Fig. 1-3 beschrieben.
Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung nicht nur auf die Verwendung eines einzigen Vorschubzylinder, sondern es können beispielsweise auch zwei derartige Aggregate nebeneinander angeordnet und gleichzeitig durch die Pumpe betätigt werden.
Da die Grundplatte 12A auf jeder beliebigen passenden Auflage aufliegen kann, lässt sich die gesamte Halterung bequem mit einer Hand ruhig halten, welche beispielsweise auf das freie Ende der Gleitschiene 13A drückt, wie in Fig. 4 dargestellt. Wenn auch die Halterung in den Fig. 1 und 4 zur verti- kalen Betätigung einer elektrischen Bohrmaschine dargestellt ist, so kann selbstverständlich die Betätigung auch in horizontaler oder schräger Richtung erfolgen, wenn der Ölbehälter 20 und die Verbindung zu ihm über die Leitung 26 entsprechend angeordnet sind, um die Förderung zum Pumpeneinlass bei jeder Arbeitsposition sicherzustellen. Die Position des Betätigungshebels kann entsprechend der Betätigungsposition einstellbar sein.
Die Führungsschiene 13 braucht nicht unbedingt Kreisquerschnitt zu haben, wie in den Figuren dargestellt, doch muss natürlich bei einem andern Querschnitt auch die Hülse 14 sich dem neuen Querschnitt der Schiene anpassen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Ständer für eine ortsbewegliche, elektromotorisch oder pneumatisch angetriebene Handbohrmaschine, bestehend aus einer an einem Fuss angeordneten Führungssäule, auf der eine Hülse entgegen der aufwärts gerichteten Kraft mindestens einer Feder von Hand verschiebbar ist, welche Hülse ein Auge oder eine bandförmige Klammer besitzt, in das bzw. in die z. B. der Hals oder der Körper der Hand-
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bzw. an der Handbohrmaschine (10 bzw. 10A) eine von Hand betätigbare Pumpe (22 bzw. 22A) angeordnet ist, deren vom Pumpenauslass kommende Leitung (27) an einen an sich bekannten hydraulischen Vorschubzylinder (25 bzw. 25A) angeschlossen ist, der an einem längs der Säule verstellbaren Arm (18 bzw. 37) befestigt ist und dessen Kolbenstange (36) mit der Handbohrmaschine verbunden ist.