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Lichtelement zur Erzeugung polarisierter Strahlung
Die Erfindung bezieht sich auf ein langgestrecktes Lichtelement, das zur Erzeugung polarisierter Strahlung dient.
Die Vorrichtungen zur Erzeugung von polarisiertem Licht, die bisher bekannt und zum praktischen Gebrauch hergestellt worden sind, sind mit dem Nachteil behaftet, dass sie ausser einem aktiven Lichtelement Filter und andere Sonderausrüstungen erfordern, wodurch die Lichtausbeute herabgesetzt und die Vorrichtung in gewissen Fällen wesentlich verteuert wird.
Der Zweck der Erfindung ist, den genannten Nachteil zu beseitigen und ausserdem die Emissionsfähigkeit der Lichtquelle zu steigern.
Ein Lichtelement, das gemäss der Erfindung hergestellt worden ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass das langgestreckte Lichtelement winkelrecht zu seiner Längsrichtung eine Erstreckung hat, die von derselben Grössenordnung wie die Wellenlänge der gewünschten Strahlung ist.
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung, die einige mögliche Ausführungsformen ganz schematisch zeigt, näher beschrieben. Der schematische Charakter muss stark hervorgehoben werden, da es sich in diesem technischen Gebiete um äusserst kleine und für herkömmliche Zeichnungstechnik nicht geeignete Dimensionen handelt.
In Fig. 1 wird eine Lichtquelle gezeigt, die mehrere Lichtelemente umfasst, welche je aus einer aus einer ebenen Platte 1 hervorragenden Rippe bestehen. Drei von diesen Rippen sind mit 11, 12 und 13 bezeichnet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel hat jede Rippe einen quadratischen Querschnitt mit der Seite d, die gleich oder auf jeden Fall von derselben Grössenordnung wie die Wellenlänge der aus der Lichtquelle erhaltenen Strahlung ist. Wenn d herabgesetzt wird und sich der erwähnten Wellenlänge nähert, wird die Lichtausbeute grösser. Energie wird der Lichtquelle in der Weise zugeführt, dass die Platte 1 z.
B. durch Anschluss an eine elektrische Spannungsquelle erwärmt wird, so dass ein Strom die Platte 1 winkelrecht zu den Rippen 11,12, 13 durchfliesst. Durch die angegebene Dimensionierung der Rippen werden ihre Plasmaresonanzeigenschaften die Vibrationsrichtung der thermischen Emission steuern, so dass eine starke Polarisation bei der aus der Platte 1 austretenden Strahlung auftritt.
Gemäss einer Weiterentwicklung des Erfindungsgedankens werden die Rippen 11, 12, 13... in solcher Entfernung voneinander angebracht, dass die Polarisation, die von den Spalten zwischen den erwähnten Rippen verursacht wird, dieselbe Richtung wie die polarisierte Strahlung der Rippen selbst bekommt. Der Abstand zwischen zwei nebeneinanderliegenden Rippen soll hiebei der Breite einer Rippe, d. h. prinzipiell gleich sein.
Die Platte 1 kann aus z. B. Wolfram, Molybdän oder Platin bestehen. Die Herstellung der Lichtquelle aus einer solchen Platte erfolgt z. B. durch ein Ätzverfahren. An Stelle einer ebenen Unterlage kann auch eine zylindrische verwendet werden.
Die in Fig. 1 gezeigten Rippen 11,12, 13... müssen aber nicht notwendig aus demselben Material wie die Platte 1 oder aus demselben Stück sein. Also kann man an Stelle dessen eine Anzahl dünne parallele Drähte auf der Platte 1 anordnen, wobei Energie entweder der Platte l primär zugeführt wird, welche Platte die Drähte dann durch Leitung erwärmt, oder auch den Drähten direkt zu-
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geführt wird, indem diese einer elektrischen Spannungsquelle angeschlossen werden. Besonders im vorliegenden Falle ist es geeignet, den Abstand zwischen den Drähten so zu wählen, dass das polarisierte Licht, das von der Platte in den Öffnungen zwischen den Drähten abgegeben wird, dieselbe Richtung wie das von den Drähten abgegebene polarisierte Licht erhält.
Der erwähnte Abstand soll hiebei von derselben Grössenordnung wie der Durchmesser der Drähte sein.
In Fig. 2 wird ein Lichtelement gemäss der Erfindung gezeigt, das aus einem dünnen Draht 21, der um einen groben Draht 2 gewickelt worden ist, besteht. Der Durchmesser d des dünnen Drah- tes entspricht prinzipiell der Wellenlänge der gewünschten Strahlung. Diese Vorrichtung unterliegt denselben Bedingungen betreffend Energiespeisung und Wahl des Abstandes zwischen den einzelnen Windun- gen des dünnen Drahtes 21 wie entsprechende Einzelheiten der Lichtquelle gemäss Fig. 1.
Fig. 3 zeigt ein Lichtelement, das eine Vielzahl dicht nebeneinandergelegter Platten 31,32, 33... umfasst, wovon jede zweite Platte einen Brechungsexponenten und/oder einen Durchmesser hat, der sich vom Brechungsexponenten und/oder Durchmesser der übrigen Platten unterscheidet. Die Platten bilden zusammen eine Stange, worin die Dicke der einzelnen Platten und/oder der Durchmesserunterschied von derselben Grössenordnung wie die Wellenlänge der gewünschten Strahlung sind. Die Endplatten der Stange können mit Anschlussorganen für eine elektrische Spannungsquelle versehen werden.
Die Platten können aus Metall mit abwechselnd verschiedenen Brechungsexponenten oder aus Metallen abwechselnd mit Halbleitern bestehen.
EMI2.1
Glashülle 4 einer Entladungslampe, wie in Fig. 4 dargestellt, oder auf der Innenseite der Hülle, ist zuerst eine undurchsichtige Schicht 41 aufgetragen, und in dieser Schicht ist dann eine spaltförmige durchsichtige Aussparung, entweder in Form einer Wendellinie, was in Fig. 4 der Fall ist, oder auch in Form einer Serie nebeneinanderliegender Ringe ausgekerbt. Die Breite der Wendellinie oder der Ringe soll gleich d sein, siehe obige Beschreibung.
Es ist offenbar, dass für ein Lichtelement gemäss der Erfindung bisher bekannte Spiegel- und/oder Linsensysteme ausgenutzt werden können, ohne in diesem Zusammenhang besonders exemplifiziert werden zu müssen, daeinsolches Ausnutzen ausser den Rahmen der Erfindung fällt.
PATENT ANSPRÜCHE ;
1. Langgestrecktes Lichtelement zurErzeugungpolarisierterStrahlung, d ad u r ch g ekennz ei ch - net, dass es winkelrecht zu seiner Längsrichtung eine Erstreckung hat, die. von derselben Grössenordnung wie die Wellenlänge der gewünschten Strahlung ist.