AT242843B - Mineralölmischungen mit verbessertem Kälteverhalten - Google Patents

Mineralölmischungen mit verbessertem Kälteverhalten

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AT242843B
AT242843B AT371262A AT371262A AT242843B AT 242843 B AT242843 B AT 242843B AT 371262 A AT371262 A AT 371262A AT 371262 A AT371262 A AT 371262A AT 242843 B AT242843 B AT 242843B
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mineral oil
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Gelsenberg Benzin Ag
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  • Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    MinerÅalölmischungen   mit verbessertem Kälteverhalten 
Die Erfindung befasst sich mit der Verbesserung des Kälteverhaltens von Mineralölprodukten, insbesondere der Verbesserung der Filtrierbarkeit von   Mineralölprodukten   des Gasölbereiches. 



   Mineralölprodukte neigen bei tiefen Temperaturen häufig zur Ausscheidung von   Paraffinkristallen.   die agglomerieren und zu einer Beeinträchtigung der Fliess-, Pump- und Filtrierfähigkeit der Öle führen können. 



   Bereits oberhalb des Stockpunktes,   d. h.   oberhalb der Temperatur, bei der das Fliessvermögen des Öles praktisch aufgehoben ist, kann jedoch durch die allmählich einsetzende Kristallisation der paraffini-   schen   Ölanteile schon eine erhebliche Störung in der   Gebrauchsfähigheit   von Mineralölprodukten eintreten. 



   Insbesondere ist das der Fall bei Ölen, die vor ihrer Verwendung durch Filter fliessen müssen, z. B. bei   Dieseltreibstoffen.   Die sich langsam vergrössernden Paraffinagglomerate können bereits lange vor Erreichen des Stockpunktes Verstopfungen der Filter herbeiführen oder aber den Fliesswiderstand des Treibstoffes durch das Filter so anwachsen lassen, dass eine ausreichende Kraftstofförderung unterbunden wird. 



   Während es bisher nicht gelang, die Entstehung der Paraffinkristalle bei der Abkühlung von Mineral- ölprodukten überhaupt zu verhindern, kann man den Stockpunkt durch geeignete Zusätze merklich herabsetzen. Die Wirkung solcher Stockpunkterniedriger besteht in der Absorption ihrer verhältnismässig grossen Moleküle an den wachsenden Kristallkeimen, so dass nur kleine Kristalle entstehen können und die Ausbildung eines zusammenhängenden Paraffingerüstes vermieden wird. 



   Besonders bekanntgeworden als stockpunkterniedrigende Zusätze sind die früher unter dem Handels-   namen"Paraflow"bezeichneten Alkylnaphthaline   mit langkettigen Alkylresten. Diese Stoffe eignen sich auch zur Verbesserung der Filtrierbarkeit. 



   Gegenstand der Erfindung sind nun Mineralölmischungen mit   verbessertem Kälteverhalten   hinsichtlich Paraffinausscheidung und Filtrierbarkeit von Gasölen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Kondensationsprodukten aus Polyhydroxyverbindungen, Monocarbonsäuren und   Di- oder Polycarbol1säuren,   wobei unter Polyhydroxyverbindungen Hexite oder ihre Anhydroverbindungen wie Sorbit und Sorbitan und unter Monocarbonsäure Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure zu verstehen sind. 



   Die als Zusatzmittel beanspruchten Kondensationsprodukte sind   als "fettsäuremodifizierte   Alkydharze" unter anderem für die Herstellung von Lacken bekannt. 



   Es war überraschend festzustellen, dass diese Stoffe, die sich durch einfache und billige Herstellungsmöglichkeiten auszeichnen, das Kälteverhalten von Mineralölen in günstiger Weise beeinflussen. 



   Gegenüber den bereits bekanntenStockpunkterniedrigern zeichnen sich die vorgeschlagenen Kondensationsprodukte neben ihrer preisgünstigen Herstellungsmöglichkeit durch einen besonders kräftigen Effekt auf die Filtrierbarkeitsgrenze aus, welche zur Zeit als wichtigstes Kriterium für das Kälteverhalten von Dieseltreibstoffen angesehen werden kann. 



   Die übrigen Kenndaten der Mineralölerzeugnisse,   z. B.   der Zinkstreifentest,   der Conradsontest,   die Harzbildungsneigung und das motorische Verhalten werden durch Zusatz der erfindungsgemässen Kondensationsprodukte in den erforderlichen Mengen nicht beeinflusst. 



   Geeignete Polyhydroxyverbindungen für die Herstellung der vorgeschlagenen Kondensationsprodukte sind z. B. Mannit, Dulcit, Sorbit sowie deren Anhydroverbindungen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Als Monocarbonsäuren eignen sich Palmitin-, Stearin- oder Behensäure. 



   Als Polycarbonsäure können   Di-, Tri-oder Tetracarbonsäuren verwendet werden,   wie z. B. Oxalsäure, Malinsäure, Adipinsäure, Phthalsäure, Zitronensäure,   Alkylendiamintetraessigsäure   und die entsprechenden Säureanhydride. 



   Die Herstellung der Kondensationsprodukte, für die im Rahmen der Erfindung kein Schutzrecht bean- 
 EMI2.1 
 einanderfolgendes Erhitzen der Komponenten bzw. durch Umsatz eines aus zwei Komponenten gebildeten Vorproduktes mit der dritten Komponente bei höheren Temperaturen unter Rühren und gegebenenfalls in einer inerten Gasatmosphäre. Als Katalysatoren können Zinnchlorid, Zinkchlorid od. ähnl. Verbindungen verwendet werden. Im allgemeinen kommt man jedoch ohne Katalysator aus. Die erfindungsgemässen Zusatzmittel haben wachsähnliche Konsistenz und lösen sich leicht in Kohlenwasserstoffen. Um die erforderliche Dosierung zu erleichtern, kann es zweckmässig sein, zunächst eine   höherkonzentrierteStamm-   lösung des Zusatzstoffes in einem Teil des zusatzbedürftigen   Mineralölproduktes   zu bereiten.

   Um einen ausreichenden Effekt zu erhalten, genügt in den meisten Fällen eine Konzentration des Zusatzmittels im Mineralölprodukt von 0, 1 bis 0,   5%.   



   Die durch die erfindungsgemässen Zusatzstoffe erreichte Herabsetzung der Filtrierbarkeitsgrenze ermöglicht in vielen Fällen, eine höhere Ausbeute an Gasöl durch Heraufsetzung des Siedeendes zu erzielen. Es ist ferner in vielen Fällen möglich, ein und dasselbe Mineralölprodukt durch Zusatz der vorgeschlagenen Kondensationsprodukte den jahreszeitlich unterschiedlichen Anforderungen in bezug auf das   Kälteverhalten   anzupassen, ohne eine Veränderung der Siedegrenzen vornehmen zu müssen. 



   Beispiel 1 : Ein   übliches Dieselöl vomSiedebereich 181-3390C   mit einer Dichte von   d   = 0, 8293 und einem BPA (Beginn der Paraffinausscheidung) von -9 C wurde mit erfindungsgemässen Kondensationsprodukten aus Sorbit, Stearinsäure und verschiedenen Dicarbonsäuren versetzt. Stockpunkt und Filtrierbarkeit wurden nach DIN 51583 bzw. 51770 bestimmt. 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Zusatz- <SEP> Versuchs- <SEP> Zusatzart <SEP> Stockpunkt <SEP> Filtriermenge <SEP> Nr. <SEP>  C <SEP> barkeit
<tb> Gew. <SEP> OC <SEP> 
<tb> - <SEP> - <SEP> ohne <SEP> Zusatz <SEP> -17 <SEP> -12 <SEP> 
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> 11/61 <SEP> c <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> Sorbit <SEP> + <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Mole <SEP> Bern--27-18
<tb> steinsäureanhydrid <SEP> + <SEP> 4 <SEP> Mole
<tb> Stearinsäure
<tb> 0. <SEP> 1 <SEP> 11/61 <SEP> f <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> Sorbit <SEP> + <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Mole <SEP> Oxal--17-19, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> säure <SEP> + <SEP> 2, <SEP> 65 <SEP> Mole <SEP> Behensäure
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> 6/61 <SEP> a <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> Sorbitantristearat <SEP> + <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Mole-27-20 <SEP> 
<tb> Bernsteinsäureanhydrid
<tb> 0.

   <SEP> 1 <SEP> 6/61 <SEP> b <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> Sorbitantristearat <SEP> + <SEP> 0,5 <SEP> Mole-28-19, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Phthalsäureanhydrid
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> 5/61 <SEP> p <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> Snrbitantristearat <SEP> + <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Mole-2P-19, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Adipinsäure
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> 6/61 <SEP> s <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> Sorbit <SEP> + <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Mole <SEP> Oxal--27-20
<tb> säure <SEP> + <SEP> 3 <SEP> Mole <SEP> Stearinsäure
<tb> Filtrierbarkeitzverbesserei <SEP> auf <SEP> Alkylnaphthalin--18-12, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> basis
<tb> 0. <SEP> 5 <SEP> Filtrierbarkeitsverbesserer <SEP> auf <SEP> Alkylnaphthalin- <SEP> -27 <SEP> -18, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> basis
<tb> 
 Der BPA wurde in allen Fällen praktisch nicht verändert.

   Die Herstellung der Zusatzstoffe geschah in folgender Weise : 11/61 c 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 mählicher Steigerung der Temperatur auf 1700C so lange weiter erhitzt, bis eine homogene Lösung entstand. Nach Zusatz von 2 Molen Stearinsäure wurde weitere 3 h unter einer   Stickstoffatmosphäre   und unter Rühren auf 2300C erhitzt. 



   11/61 f
1 Mol Sorbit und   0, 5 Mole wasserfreie Oxalsäure   wurden   unter Rühren 1 h in einer Stickstoffatmosphäre   auf 2000C erhitzt. Nach Zusatz von 2, 65 Molen Behensäure wurde noch 2 weitere h bei gleicher Temperatur gerührt. 
 EMI3.1 
 
Die einzelnen Komponenten wurden in den angeführten Mengenverhältnissen zusammengeschmolzen und unter   Rühren   noch 3 h auf 2100C erhitzt. 



   6/61 s
Wie vorstehend, Temperatur jedoch 2000C. 



   Beispiel 2 : Ein Dieselöl ähnlicher Art wie in Beispiel 1 wurde mit folgenden Zusatzstoffen versehen : 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Zusatz- <SEP> Versuchs- <SEP> Zusatz <SEP> art <SEP> Stockpunkt <SEP> Filtriermenge <SEP> Nr. <SEP>  C <SEP> barkeit
<tb> Gel. <SEP> oc <SEP> 
<tb> ohne <SEP> Zusatz-14-8 <SEP> 
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> 12/60 <SEP> b <SEP> 2 <SEP> Mole <SEP> Glycerin <SEP> + <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> Adipin--24-15
<tb> säure <SEP> + <SEP> 4 <SEP> Mole <SEP> Stearinsäure
<tb> 0, <SEP> 1 <SEP> 25/60 <SEP> c <SEP> 2 <SEP> Mole <SEP> Glycerin <SEP> + <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> Phthal--25-14, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> säure <SEP> + <SEP> 2 <SEP> Mole <SEP> Stearinsäure
<tb> 0,2 <SEP> Filtrierbarkeitsverbesserer <SEP> auf <SEP> Alkylnaphthalin--19-10,

   <SEP> 5 <SEP> 
<tb> basis
<tb> 
 Die Herstellung der in der Tabelle angeführten Zusatzstoffe geschah durch Zusammenschmelzen und 
 EMI3.3 


Claims (1)

  1. SnCI. 2 H 0barkeit von Gasölen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Kondensationsprodukten aus Polyhydroxyverbindungen, Monocarbonsäuren und Di- oder Polycarbonsäuren, wobei unter Polyhydroxyverbindungen Hexite oder ihre Anhydroverbindungen wie Sorbit und Sorbitan und unter Monocarbonsäure Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure zu verstehen sind.
AT371262A 1961-05-15 1962-05-07 Mineralölmischungen mit verbessertem Kälteverhalten AT242843B (de)

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