AT242539B - Reifenherstellungsmaschine - Google Patents

Reifenherstellungsmaschine

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AT242539B
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sack
tire
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Goodyear Tire & Rubber
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Description


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  Reifenherstellungsmaschine 
Die Erfindung betrifft eine Reifenherstellungsmaschine mit einer drehbaren Trommel, die von kleineren auf grössere radiale und axiale Abmessungen verstellbar ist und hiebei ihre zylindrische Oberfläche im wesentlichen beibehält sowie mit je einem starren ringförmigen, an jedem Ende der Trommel koaxial zu dieser angeordneten Träger und je einem den Träger ringförmig umgebenden und an diesem befestigten aufblasbaren Sack, der in aufgeblasenem Zustand mit Hilfe eines an ihm angreifenden ringförmigen, koaxial zur Trommel angeordneten und verschiebbaren Treibgliedes auf dem   Träger   begrenzt abrollbar ist, wobei die genannten Bestandteile dazu dienen,

   nach Auflegen von Reifenschichten auf die Reifenherstellungsmaschine die auf dem der Trommel benachbarten Sackteil aufruhenden Randabschnitte der Reifenschichten unter Spannung über die Reifenwulstringe zu schlagen. 



   Bei der Herstellung oder dem Zusammenbau pneumatischer Reifen im   sogenannten Flachbandver-   fahren wird Schichtmaterial aus parallelen Textil-oder Metallfäden, die in Blattgummi gebettet sind, um eine im wesentlichen   zylindrische Aussenfläche einer Trommel   oder Konstruktionsform gewickelt oder   gelegt : die Umfangsrandkanten   des Schichtmateriales werden über die Enden der Trommel oder Konstruktionsform radial einwärts gefaltet. Kreisförmige Wulstringe werden dann an die eingebogenen Kanten des Schichtmateriales gelegt, die dann um die Wulstringe gefaltet werden, um letztere in ihrer Lage zu halten. 



   Zur Herstellung von Luftreifen sind Trommeln mit nicht ausdehnbaren Mittelteilen, ausdehnbaren Endabschnitten und Mitteln bekannt, mit deren Hilfe die Endabschnitte radial auswärts gestreckt werden   können, umSchultern fUr   die Wulstringe zu bilden. Die bekannten Einrichtungen umfassen auch einen ringförmigen festen an jedem Ende der Trommel befestigten Träger und einen ringförmigen aufblasbaren an jedem Ende der Träger angeordneten Sack zum Abkanten der Schichtenden, wobei Befestigungsmittel zum ringförmigen Befestigen jedes Sackes an einem festen Träger in einer von der Schulter der Trommel axial räumlich getrennten Stellung vorgesehen sind. Der Nachteil bei den bekannten Einrichtungen lag unter anderem daran, dass es nicht möglich war, Reifen zu erzeugen, die eng am Wulstring anlagen.

   Der Grund liegt darin, dass sich der Sack während des Aufblasens nicht in axialer Richtung bewegt, so dass die Schichtenden in axialer Richtung gedehnt werden, bevor sie in radialer Richtung um die Wulstringe gelegt sind. 



   Die Hauptaufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Herstellung pneumatischer Reifen zu schaffen, die relativ einfach in Anordnung und Konstruktion ist und die verbesserte Reifen bei verminderten Kosten ergibt. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass jedem Sack je ein Treibglied zugeordnet ist, das von seiner in axialem Abstand vom Trommelende vorgesehenen Ausgangsstellung mittels Betätigungseinrichtungen in Richtung zur Längenmitte der Trommel und wieder   zurückbewegbär   ist, wobei das Treibglied so ausgebildet ist, dass es jeweils nur mit solchen Oberflächenteilen des aufgeblase-   nen   Sackes in Berührung kommt, die von den Reifenschichten unbedeckt sind. 



   Nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung hat jedes Treibglied im Querschnitt die Form eines einen axialen und einen radialen Schenkel aufweisenden Winkels, wobei die Innenfläche des Winkelringes der jeweiligen radial und axial äusseren Fläche des aufblasbaren Sackes zugewendet ist. 



   Ferner ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass die axiale Länge jedes Sacktreibgliedes kleiner als die Hälfte der Länge des unaufgeblasenen Sackes ist. Dabei weist vorteilhafterweise jeder Sack im unaufge- 

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 blasenen Zustand eine Länge auf, die kleiner als die Länge der Trommel ist. 



   Andere Merkmale der Erfindung werden nachstehend an Hand der Zeichnung beschrieben. In dieser zeigt Fig. 1 einen Längsaufriss einer Reifenherstellungsmaschine. Fig. 2 ist ein teilweiser Schnitt der Reifenherstellungstrommel mit weggebrochenen Teilen und Teilen im Schnitt. Fig. 3 zeigt Trag- und Treibmittel für die Wulstbildner und den Stirnflächenverbinder. Fig. 4 ist ein Seitenriss der   Wulstbildungs-und   Begrenzungseinrichtung für die Abkantblase mit teilweise weggebrochenen Teilen. Fig. 5 gibt eine Endansicht der Maschine mit teilweise weggebrochenen Teilen wieder.

   Fig. 6 veranschaulicht einen teilweisen Schnitt der Trommel, der Schichtabkantmittel und des Wulstbildners und zeigt ihre relative Lage vor der Ausdehnung der Trommel.   Fig. ?   ist ein Schnitt ähnlich Fig. 6 mit der Trommel in ausgedehnter Lage und dem Wulstringbildner in seiner axial innersten Stellung. Fig. 8 gibt einen Schnitt ähnlich Fig. 7 mit einem Sack in einer teilweise aufgeblasenen Anfangsstellung. In Fig. 9 ist der Sack mehr und in Fig. 10 voll aufgeblasen. Fig. 11 ist ein Schnitt ähnlich Fig. 10 und zeigt das anfänglich mit dem Sack zusammenwirkende Treibglied, und Fig. 12 ist eine Darstellung ähnlich Fig. 11 und zeigt das Treibglied in seiner axial innersten Stellung. 



   Wie man aus der Zeichnung ersieht, ist eine   Reifenherstellungstrommel   1 drehbar an einer drehbaren Welle 2 angebracht, die von Lagern 3 und 4 getragen wird. Die Lager 3 und 4 sind an den sich vertikal erstreckenden Rahmenteilen 5 und 6 des Maschinenrahmens 7 befestigt. Die Trommelwelle 2 ist von einem Maschinensatz antreibbar, der einen Wendemotor 8, eine Bremse 9 und geeignete Antriebsmittel zur Verbindung des Motors mit der Welle 2 umfasst. Zu den Antriebsmitteln gehören eine Motorscheibe 10, die mittels V-Riemen 11 mit der auf der Welle 2 verkeilten Wellenscheibe 12 verbunden ist. 



   Die Trommel besteht aus mehreren Abschnitten, von denen jeder mittels einer ringförmigen aufblasbaren Blase 13 radial dehnbar ist. Die Blasen 13 sind an Klemmen 14, 14a, 14b angeordnet, von denen jede an der Welle 2 befestigt ist. Die Mittelklemme 14a ist an der Welle 2 fixiert ; die Klemmen 14 und 14b sind axial gleitbar auf der Welle angeordnet. An der Klemme 14a sind Lagerzapfen 15 und 16 vorgesehen, die drehbar eine Schraubenwelle 17 tragen, die in Glieder 18 und 19 der Klemmen 14 und 14b eingeschraubt ist. Eine Drehung der Welle 17 ruft eine axiale Bewegung der Klemmen 14 und 14b relativ zur Klemme 14a hervor. Jede der Klemmen   14 - 14b   trägt eine Anzahl von starren, länglichen, schmalen Elementen 20, die sich radial nach innen erstreckende Arme 21 besitzen, die mit der seitlichen Fläche 22 der Klemmen 14,14a und 14b in Eingriff stehen.

   Die Elemente 20 sind mit einer radialen inneren Fläche 23 versehen, die mit der radial äusseren Fläche der ringförmigen Blasen 13 zusammenwirkt. Die Arme 21 enden in einem Flansch 24, über welchem eine ringförmige Schraubenfeder 25 elastisch gehalten ist, die die Elemente 20 radial einwärts drängt. In der unausgedehnten Lage wirkt der Flansch 24 jedes der Elemente 20 mit dem Flansch 26 an Gliedern 27 zusammen ; von diesen Gliedern ist je eines an jedem Ende der Klemmen   14 - 14b   mittels geeigneter Bolzen gehalten. Die Welle 2 ist mit einer Drehkupplung 30 versehen, an der ein Luftschlauch 31 befestigt ist, der mit der   von'der Kupp-   lung 30 bis zum äusseren Ende 33 der Welle reichenden Bohrung 32 in der Welle 2 in Verbindung steht.

   Mehrere radial sich erstreckende Bohrungen 34 stehen mit der Bohrung 32 und mit jeder der ringförmigen Blasen 13 durch Bohrungen 35a und 35b in Verbindung. Die Klemmen   14 - 14b   sind mit C-Ringen 36,36a und 36b versehen, die gewährleisten, dass eine luftdichte Verbindung zwi-   schen den Bohrungen 34 und 35 besteht und die anderseits eine axiale Bewegung der Klemmen 14 und    14b relativ zur Klemme 14a   erlauben. Wenn also den ringförmigen Blasen   13 Luftdruck zugeleitet wird,   dehnen sich diese Blasen wurstförmig aus und jedes Element   20 wird gegen den Druck der Federn 25   radial nach aussen bewegt, bis sich die Flansche   24 gegen die Flansche 29 auf den Elementen 27 abstutzen.

   In ausgedehntem Zustand gewährleisten die Elemente 20 eine im wesentlichen starre zylindrische Arbeitsfläche. 



   Wenn der Luftdruck in den Blasen 13 vermindert wird, werden die Elemente 20 durch die Federn 25 in ihre radial innere Lage   zurückgeführt   (Fig. 2). 
 EMI2.1 
 ergeben die Platten 37 eine radiale und auf dem Umfang fortlaufende starre Arbeitsfläche an der   Trommel ; um   jede Bruckenbildung des Reifengewebes über die Kanten der Platten 37 zu verhindern, umgibt ein zylindrischer, flexibler, dehnbarer und elastischer Überzug 39 vollständig das Element 37 (Fig. 2). Der Überzug 39 ist mit sich radial einwärts erstreckenden Flanschen 40 versehen, die in 

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 einem Ringwulst. 41 enden. Der Wulst 41 ist zwischen dem Glied 27 und einer ringförmigen Platte 28 an jedem Ende der Trommel 1 in radialem Abstand von der Arbeitsfläche der Trommel einwärts festgeklemmt. 



   Mit jedem Ende der Trommel ist eine Schichtabkantungsvorrichtung 49 verbunden, die einen starren zylindrischen Träger 50 mit einem radial sich erstreckenden Flansch 51 umfasst. Die axiale Fläche des Flansches 51 steht mit dem Ring 28 in Eingriff. Eine Anzahl Bolzen 52 verbindet das zylindrische Glied 50 direkt mit dem axial äusseren ringförmigen Glied 27 der Trommel. Ein aufblasbarer flexibler Sack 53 ist auf dem Glied 50 angeordnet, in unaufgeblasenem Zustand hat der Sack 53 einen   äusseren   Durchmesser, der im wesentlichen mit dem äusseren Durchmesser der Trommel 1 im unausgedehnten Zustand übereinstimmt. Der Sack 53 ist mit einem ringförmigen, sich radial erstreckenden, am Umfang durchlaufenden Abschnitt 54   (Fig.   12) versehen, durch den er mit dem Glied 50 in Eingriff steht.

   Am Glied 33 der Welle 2 sind mehrere Schläuche 56. angeschlossen und mit der Austrittsöffnung 59 am Sack 53 mittels einer Schnellösekupplung 60 verbunden. Die Austrittsöffnungen 59 erstrecken sich durch den Abschnitt 54 und sind mit dem Inneren des Sackes 53 verbunden. 



   Der innere Abschnitt 61 des Sackes 53, d. i. der Abschnitt des Sackes 53, der sich von der Fläche 62 (Fig. 6)   axial bis gerade Über die Austrittsöffnung   59 erstreckt, ist aus einem Material gefertigt, das flexibler ist als der äussere oder restliche Teil des. Sackes. Der Sack 53 ist flach im unaufgeblasenen Zustand und erhält beim Aufblasen eine Wurstform. Er ist vorzugsweise aus elastomerischem Material, wie Gummi hergestellt und durch zwei Textilfadenschichten verstärkt, die sich in einem Winkel relativ zum Umfang des Sackes 53 erstrecken. Der Neigungswinkel der Fäden ist derart, dass der Sack durch diese Fäden in einer im wesentlichen elliptischen Form gehalten wird, wenn er aufgeblasen wird. 



   DieSchichten des herzustellenden Reifens werden mittels der Schichtabkantungsvorrichtung 49 um die Wulste gelegt, indem die Blasen 53 abgerollt werden. Ein solches Abrollen der Blasen wird durch ein kombiniertes Begrenzung-un Treibglied 63'bewirkt, das an einem Träger 64 bzw.   65   (Fig. 1) angebracht ist, der an Schlitten 66 und 66a an jedem Ende der Trommel befestigt ist. Die Schlitten 66 und 66a sind axial relativ zur Trommel 1 hin und her beweglich. Sie sind mit einer Basis 67 (Fig. 4) versehen, die ein Paar in geeigneter Weise durchbohrte Ansätze aufweist, durch weiche Gleitstangen 69 ragen   (Fig. 3).   Die Stangen 69'erstrecken sich vom Rahmenglied 6 am inneren Ende der Trommel 1 zu einem Auflager   70 am   äusseren Ende der Trommel, das am Rahmen 7 der Maschine befestigt ist.

   Der Schlitten 66 wird mittels eines Luftzylinders 71 bewegt   (Fig.   1 und 5), der eine mit dem Schlitten 66 verbundene Kolbenstange 72 besitzt. In ähnlicher Weise wird der Schlitten 66a entlang der Gleitstangen 69 mittels eines Zylinders 74 bewegt, der in gleicher Weise durch eine Kolbenstange 75    mit dem Schlitten 66a, ver unden ist. Jeder der Zylinder 71 und     74 wird gleichzeitig mit Druckluft von einer Quelle versorgt, so dass die Schlitten 66 und 66a   gleichzeitig und in gleichförmiger Geschwindigkeit von und zum betreffenden Ende der Trommel bewegt werden. 



   Zur Entfernung der Reifenkarkasse nach ihrer Herstellung ist   das Begrenzungsglied   63, das auf dem Schlitten 66 an   der Aussenseite   der Trommel angeordnet ist, schwenkbar an dem Schlitten angebracht. Der Ständer 64 endet in einer bearbeiteten Fläche 76, die in der normalen Arbeitslage mit der Basisplatte 77 am Schlitten 66 in Eingriff steht. Vorzugsweise, sind die Flächen 76 und 77 geneigt   und dieFläche   77 ist durch eine geeignete Schraube 78   einstellbar, so dass die Achse des Gliedes   64   so verstellt werden kann, dass sie genau mit der Achse der Trommel l übereinstimmt. Ein abstehender    Ansatz 79   erstreckt sich vom Ständer   64 und ist schwenkbar auf einem Zapfen 80 befestigt.

   Das Ende 81 des Ansatzes 79 ist mit der Kolbenstange 82 eines Antriebszylinders 83 verbunden, der den Ständer 64 um den Zapfen'80 schwenkt. 



   An der Gleitstange 69 ist gleitbar auch ein Paar Stirnflächenverbinder vorgesehen, die an Armen 85   (Fig. 3)   drehbar befestigt sind, die. ihrerseits schwenkbar mit jedem Verbinderschlitten 86 verbunden sind. Die Schlitten 86 sind'passend gebohrt, so dass sie entlang der Stange 69 hin und her bewegt werden können. Jeder Schlitten 86 weist eine Gewindebohrung 87 auf, die mit einer angetriebenen Schraube 88 in Eingriff steht ; die Schraube 88 hat an jedem ihrer Enden entgegengesetzte Gewinde. Sie erstreckt sich durch den Schlitten 66 und ist bei 89 und 90 in geeigneter Weise gelagert. Das äussere Ende 91 der Schraube 88 ist mit einer Scheibe 92 versehen und wird Über einen passenden Riemen 94 durch einen Motor 93 angetrieben.

   Wenn die Schraube 88 gedreht wird, werden die Schlitten 86 zwangsläufig axial mit Bezug auf die Trommel bewegt, um so die Gewebefläche zu heften. 

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   Jeder Schlitten 66 trägt vorzugsweise aber eine Sperrplatte nicht nur das Begrenzung-un Treibglied 63, sondern auch eine Anzahl radial einstellbarer Wulstringhalteelemente 95 (Fig. 4 und 6). 



  Diese Sperrplatte kann leicht von dem Schlitten 66 entfernt und ein anderer Satz mit einer gleichen Sperrplatte, aber mit Wulsthalteelementen und einem Begrenzungs- und Treibglied anderer Grösse darauf befestigt werden, der für Wulstumfänge passt, die innerhalb der Grenzen der kleineren Einsteller der vorbeschriebenen Elemente 95 nicht eingestellt werden können. 



   Die Arbeitsweise der Maschine ist folgende :
Der Arbeiter bringt einen Wulstring 112 in Eingriff mit den Flächen 96 und 97 des Wulsthalters 95 und dreht den Ring 105 von Hand aus bis die Wulstringe gut in die Elemente 95 passen. 



  Hierauf wird der Ring 105 durch eine Schraube in seiner Stellung festgehalten. Bei allen Reifen, die nachher mit einem gleichgrossen Wulstring hergestellt werden, passen die Wulste gut in die Elemente 95 und es ist keine weitere Einstellung notwendig, solange kein Reifen anderer Grösse mit der Maschine hergestellt wird. 



   Nachdem die Wülste in ihre Stellung gebracht sind, werden die Lagen oder Schichten 113 auf gummiertem Reifengewebe um die Trommel herum angeordnet, wobei schiefe Schnitte in jeder Lage einander entgegenstehen oder sich kreuzen. Das Gewebe umfasst gewöhnlich mit einer Gummimasse imprägnierte   Baumwoll-, Seiden-oder Nylonfäden ;   es ist klebrig und jede Lage klebt sofort an der benachbarten. Die Lagen oder Schichten des gummierten Reifengewebes sind auf der Trommel so angeordnet, dass die Enden 114 sich über die Schulter 115 der Trommel erstrecken und die Säcke 53 überdecken (Fig. 7). Hierauf wird Luft in die Blasen 13 eingelassen, so dass die Elemente 20 ausgedehnt werden, bis sich der Flansch 24 gegen den Flansch 29 abstützt und die Elemente in einer radial ausgedehnten Lage festgehalten werden.

   Wird nun die Trommel nach dem Aufbringen der Gewebelagen ausgedehnt, dann werden die Gewebelagen gestreckt und dadurch gegeneinander gedrängt, um alle Höcker, Rippen oder Lufttaschen zu beseitigen und in den Lagen eine Schulter 116 zu formen. 



   Nachdem die Gewebelage um die Trommel herum angeordnet worden sind und die Trommel ausgedehnt wurde, müssen die   Wülste -112.   gegen die in dem   Gewebe-gebildete   Schulter 116 gelegt werden. In die Zylinder 71 und 74 wird gleichzeitig Luft eingelassen und die Schlitten 66 und 66a werden axial gegen die Mitte der Trommel bewegt, bis die Wülste 112 an den Schultern 116 des Gewebes anliegen (Fig. 7). Dieser Vorgang verbindet die Seitenfläche 117 des Wulstes 112 fest mit der axial äusseren Fläche der Schulter 116.

   Da die gesamte Fläche einschliesslich der Schultern der Trommel von einem nachgiebigen Überzug 39 überdeckt ist, der alle durch die übergreifenden Ele- 
 EMI4.1 
 an der Schulter 116 fest   aneinandergepresst, wobei   jede zwischen den Lagen und zwischen den geschichteten Lagen und der Überdeckung 39 eingeschlossene Luft beseitigt ist. 



   Die Endabschnitte 114 des Gewebes erstrecken sich axial zur Trommel und überlagern den Sack 53 etwa über dessen halbe Länge ; nun wird den Öffnungen 59 Luft zugeführt und gleichzeitig ein Aufblasen der Säcke 53 eingeleitet. Da das innere Ende 62 der Säcke 53 wesentlich dünner als die Stärke des übrigen Teiles ist, wodurch es auch biegsamer ist, bewirkt das anfängliche Aufblasen der Säcke 53, dass sich der Teil 61 axial von der Mitte der Trommel 1 in Richtung des   Feues   in Fig. 8 wegbewegt. Das anfängliche Aufblasen bewirkt eine tatsächliche Verkleinerung der Querschnittlänge der Säcke 53. Aber der biegsame Innenabschnitt 61 bewegt sich verhältnismässig rascher gegen die Mitte der Säcke 53, als er gleichzeitig radial nach aussen bewegt wird.

   Dieses Verhalten der Säcke 53 legt eine Spannung an die Lagenenden 114 und die Lagen werden tatsächlich gespannt 
 EMI4.2 
 dieser radialen Ausdehnung werden die Reibungskräfte zwischen den Lagenenden 114 und den Säkken 53 und die an die Enden. 114 angelegte axiale Kraft wesentlich vergrössert. Es wird daher der Abschnitt 118 des Lagenendes, der unter der radial inneren Umfangsfläche 119 des Wulstringes 112 liegt, in der in Fig. 9 gezeigten Weise gegen die Fläche 119 gedrängt, wobei darauf eine wesentliche gleichzeitige und gleichförmige Spannung ausgeübt wird. Das Anpressen d es Abschnittes 118 der Lagen geschieht gleichzeitig und gleichförmig am ganzen Umfang des Lagenendes und gleichzeitig quer zur Fläche 119 beider Wulstringe 112. 



   Wenn die Säcke 53 bis auf einen Druck von etwa 2 1/2 Atmosphären je cm2 weiter aufgeblasen werden, erreichen die Säcke einen Gleichgewichtszustand. Das heisst, der Aufblasdruck dehnt die Säcke zu der in Fig. 10 gezeigten Form aus, in der die Schrägfäden in den Säcken einen Gleichgewichtspunkt mit der Ausdehnungskraft erreicht haben. Der Abschnitt 62 des Sackes wird unter der Kante 120 des Wulstes hervorgezogen und der   Sack hat im Querschnitt eine im wesentlichen knollige Gestalt angenom-   

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 men, wobei sein grösster Durchmesser geringfügig kleiner ist als der grösste innere Durchmesser der Flächen 121 des Begrenzung-un Treibgliedes 63. 



   Nachdem die Säcke völlig aufgeblasen worden sind, werden die Zylinder 71 und 74 wieder betätigt, so dass sich die Schlitten 66 und 66a gleichzeitig gegen die Mitte der Trommel bewegen. Die radial innere Fläche 121 des Treibgliedes 63 ist leicht konisch geformt, wobei der Radius von der Trommel weg abnimmt, und geht in die radial sich erstreckende Seitenfläche 122   uber.   Die äussere Fläche des Sackes 53 ausserhalb des Schichtendes 114 steht mit den Flächen 121 und 122 in Eingriff, wenn das Glied 63 axial in Richtung des Pfeiles in Fig. 11 bewegt wird und der Sack 53 baucht sich radial auswärts vor das Glied 63 aus.

   Der Teil 123 des Sackes 53 erhält dabei einen Krümmungshalbmesser, der abnimmt, wenn das Glied 63 den Sack 53 axial schiebt, Der Abschnitt 123 wird daher frei gegen die axial äussere Stirnfläche 124 des Wulstringes gerollt, wobei auf das Gewebeende 114 eine erhebliche Spannung ausgeübt wird, so dass das Ende 114 mit erheblichem Druck an die Fläche 124 geheftet wird. Da das   Begrenzungsglied   63 seine gegen die Mitte der Trommel 1 gerichtete axiale Bewegung fortsetzt, wird die Randkante 125 des Gewebeendes 114 stetig und gleichförmig gegen die radial äussere Fläche 126 des Wulstringes und über die Schulter und den Endabschnitt der Trommel in Uberlappenden Eingriff mit dem unteren Schichtmaterial gerollt und verbunden. 



  In der axial innersten Stellung der Schlitten 66 und 66a stehen die Flächen 97 der Wulstringhalter 95 in Eingriff mit dem Abschnitt 127 des Sackes und sind an die Fläche 124 des Wulstringes 112 gelegt, so dass ein zusätzlicher Heftdruck gegen den Schichtabschnitt ausgeübt wird, der über der Fläche 124 des Wulstringes liegt. 



   Die Schlitten 66 und 66a werden dann gleichzeitig von der Mitte der Trommel in die Stellung   gemässFig. IzurtickgeftihrtunddieLuftwirdausdenSäcken   53 ausgelassen. Der Laufstreifen mit dem   Reifenprofil wird sodann um die Schichtlagen gehüllt und die Stirnhefter   84 werden durch Betätigung des Motors 93 aus ihrer Mittelstellung gemäss Fig. 1 bewegt ; die Hefter 84 werden dadurch gleich-   zeitig und gleichförmig gegen die Schultern der Trommel l bewegt, während die Trommel rotiert.    Nachdem so der Laufstreifen geheftet ist, wird der Zylinder 83 betätigt, wodurch die Stütze 64 in   die Stellung gemäss Fig. 5 gebracht wird. Der Reifen kann dann nach Verkleinerung der Trommel 1   von der Maschine genommen werden. 



   Es ist leicht, geeignete Steuereinrichtungen zur Betätigung der Luftzylinder 74,71 und 83 sowie für die Motoren 8 und 93 in gewünschter Folge und Zeitbeziehung zu schaffen. Daher wurden hier keine solchen Steuerelemente beschrieben und dargestellt. Schalter und Zeitauslöser können vorgesehen werden, wo dies zur Steuerung der Motoren nötig ist, und zur Steuerung von Schaltern od. dgl. zum Zuführen oder Ablassen von Luft unter Druck in die oder aus den Blasen 13 der Trommel oder den Säkken 53. Diese Steuereinrichtungen liegen im Belieben des geübten Konstrukteurs und es kann keine Erfindung darin gesehen werden, irgendeine der Vielzahl der Typen zu benutzen, die verwendet werden können, um die gewünschte Funktion in geeigneter Reihenfolge und in gewUnschtei Zeitbeziehung auszuführen. 



   Wenn auch gewisse   beispielsmässige   Ausbildungsformen und Details zum Zwecke der Darlegung der Erfindung gezeigt wurden, ist es für Fachleute selbstverständlich, dass verschiedene Änderungen und Modifikationen gemacht werden können, ohne vom Geist oder Umfang der Erfindung   abzugehen.   

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE :' 1. Reifenherstellungsmaschine mit einer drehbaren Trommel, die von kleineren auf grössere radiale und axiale Abmessungen verstellbar ist und hiebei ihre zylindrische Oberfläche im wesentlichen beibehält, sowie mit je einem starren ringförmigen, an jedem Ende der Trommel koaxial zu dieser angeordneten Träger und je einem den Träger ringförmig umgebenden und an diesem befestigten aufblasbaren Sack, der in aufgeblasenem Zustand mit Hilfe eines an ihm angreifenden ringförmigen, koaxial zur Trommel angeordneten und verschiebbaren Treibgliedes auf dem Träger begrenzt abrollbar ist, wobei die genannten Bestandteile dazu dienen,
    nach Auflegen von Reifenschichten auf die Reifenherstellungsmaschine die auf dem der Trommel benachbarten Sackteil aufruhenden Randabschnitte der Reifenschichten unter Spannung über die Reifenwulstringe zu schlagen, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Sack (53) je ein Treibglied (63) zugeordnet ist, das von seiner in axialem Abstand vom Trommelende vorgesehenen Ausgangsstellung mittels Betätigungseinrichtungen (64, 65, 66,66a, 69,71, 72, 74, 75) in Richtung zur Längsmitte der Trommel und wieder zurückbewegbar ist, wobei das Treibglied so ausgebildet ist, dass es jeweils nur mit solchen Oberflächenteilen des aufgeblasenen Sackes in Berührung kommt, die von den <Desc/Clms Page number 6> Reifenschichten unbedeckt sind.
    2. Reifenherstellungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Treibglied (63) im Querschnitt die Form eines einen axialen und einen radialen Schenkel aufweisenden Winkels hat, wobei die Innenfläche (121,122) des Winkelringes der jeweiligen radial und axial äusseren Fläche des aufblasbaren Sackes (53) zugewendet ist.
    3. Reifenherstellungsmaschine nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Länge jedes Sacktreibgliedes (63) kleiner als die Hälfte der Länge des unaufgeblasenen Sackes (53) ist.
    4. Reifenherstellungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Sack (53) im unaufgelbasenen Zustand einelänge aufweist, die kleiner als die Länge der Trommel (1) ist.
    5. Reifenherstellungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Sacktreibglieder (63) am axial äusseren Ende einen Wulstringhalter (95) trägt.
    6. ReifenherstellungsmaschinenachAnspruchl, dadurch gekennzeichnet, dassderTeil (61) des Sackes (53), der der Trommel (1) benachbart ist, eine wesentlich grössere Dehnbarkeit als der ubrige Teil des Sackes (53) aufweist, so dass der Sack (53) beim Aufblasen anfänglich in axialer Richtung von der Trommel (1) wegbewegbar ist.
    7. Reifenherstellungsmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der der Trommel (1) benachbarte Teil des Sackes (53) einen wesentlich geringeren Querschnitt aufweist als der restliche Teil des Sackes.
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