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Haltevorrichtung für Blitzschutzleiter
Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für Blitzschutzleiter an Dächern und Mauerwerk, bestehend aus einem nichtrostenden Stahldraht mit einer den Blitzschutzleiter eng umschliessenden Windung mit einer so grossen Steigung, dass ein als Blitzschutzleiter dienender Runddraht oder Flachband in sie leicht einschiebbar ist.
Die bekannten Blitzableitungen bestehen im allgemeinen aus Draht oder Flachband. Eine bekannte Haltevorrichtung für Blitzschutzleiter besteht aus einem Bügel aus nichtrostendem Stahldraht von leicht zu verarbeitenderstärke, der in der Mitte oder seitlich davon eine den Blitzschutzleiter eng umschliessende Windung hat, wobei beide Schenkelenden zum Firstziegel hin umgebogen und angespitzt sind und der Stahldraht eines oder beider Bügelschenkel auf einem kurzen Stück der Schenkellänge zu einer Feder gewickelt ist. Mit dieser bekannten Haltevorrichtung kann aber der Blitzschutzleiter nur an Dachfirstziegeln, Gratsteinen od. dgl. gehaltert werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Haltevorrichtung für Blitzschutzleiter zu schaffen, die die Vorteile dieser bekannten Haltevorrichtung hat und an Dächern und Mauerwerk verwendbar ist. Das wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass der nichtrostende Stahldraht in unmittelbarer Nähe der den Blitzschutzleiter aufnehmenden Windung abgewinkelt ist.
Bei der praktischen Ausführung bilden die abgewinkelten Enden des Stahldrahtes kurze, einander zugekehrte Haken und greifen in zwei einander diametral gegenüberliegende Ausnehmungen im Rand eines Nagelkopfes ein. Bei der Montage rastet der Stahldraht in die Ausnehmungen ein.
Bei einer andern Ausführungsform sind die abgewinkelten Enden parallel zueinander verlängert und laufen in spitze, um annähernd 1800 zurückgebogene Haken aus. Die Haken können an ihrer Biegungstelle eine Schlagnagelkopfform haben.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Es zeigen : Fig. 1 die Haltevorrichtung in Ansicht, Fig. 2 dieSeitenansichtzuFig. 1, Fig. 3 die Draufsicht zu Fig. 2, Fig. 4 eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung in Ansicht, Fig. 5 die Draufsicht zu Fig. 4 und Fig. 6 den Schnitt nach Linie VI-VI der Fig. 5.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1-3 besteht die Haltevorrichtung gemäss der Erfindung aus einem nichtrostenden Stahldraht 10, der eine den nicht dargestellten Blitzschutzleiter eng umschliessende Windung 11 bildet. Wie Fig. 3 zeigt, hat die Windung 11 eine so grosse Steigung, dass der als Runddraht oder Flachband ausgebildete Blitzschutzleiter vom Umfang her leicht in sie einschiebbar ist. In unmittelbarer Nähe der Windung 11 ist der Stahldraht 10 an den Stellen 12 abgewinkelt und bildet kurze einander zugekehrte Haken 13. Die Haken 13 greifen nach der Montage in zwei einander diametral gegenüberliegende Ausnehmungen 14 ein, die sich im Rand eines. Nagelkopfes 15 befinden, der mit einem Nagelstift 16 versehen ist. Vor der Montage sind der nichtrostende Stahldraht 10 und der Nagel 16 voneinander getrennt.
Zur Montage des Blitzschutzleiters wird der Nagel 16 in die Dachfläche oder das Mauerwerk geschlagen, der'Stahldraht 10 auf den Blitzschutzleiter aufgeschoben und zusammen mit dem Blitzschutzleiter so lange gegenüber dem Nagelkopf 15 verdreht, bis die Haken 13 in die Ausnehmungen 14 einrasten. Dazu hat der Stahl" draht 10 eine leichte Vorspannung.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 - 6 hat der nichtrostende Stahldraht 10 ebenfalls eine Windung 11 und ist in deren unmittelbarer Nähe an den Stellen 12 abgewinkelt. Die abgewinkelten
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Enden sind parallel zueinander verlängert und laufen in spitze Haken 21 aus, die um annähernd 1800 zurückgebogen sind. An ihrer Biegungsstelle haben die Haken 21 eine Schlagnagelkopfform 22.
Diese Ausführungsform der Erfindung dient hauptsächlich zur Halterung von Blitzschutzleitern an Dächern, insbesondere Schieferdächern. Zur Befestigung des Blitzschutzleiters auf einem Schieferdach wird die Haltevorrichtung zunächst mit ihrer offenen Windung 11 auf den Blitzschutzleiter geschoben und dann parallel zum Blitzschutzleiter unter eine leicht angehobene Schieferplatte geschoben, bis die Haken 21 über den oberen Rand der darunter liegenden Schieferplatte greifen. Die Haltevorrichtung wird dann wie- der rückwärts bewegt, so dass die Haken 21 sich am oberen Rand der unteren Schieferplatte einhängen.
BeideAusfUhrungsformenderErfindung gestatten einebesonderseinfache Montage von Blitzschutzleitern an Dächern und Mauerwerken. Auch die Demontage ist sehr einfach, weil der dünne Draht, aus dem die Haltevorrichtungen bestehen, nur durchgechnitten werden muss.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Haltevorrichtung für Blitzschutzleiter an Dächern und Mauerwerk, bestehend aus einem nichtrostenden Stahldraht mit einer den Blitzschutzleiter eng umschliessenden Windung mit einer so grossen Steigung, dass ein als Blitzschutzleiter dienender Runddraht oder Flachband in sie leicht einschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der nichtrostende Stahldraht (10) in unmittelbarer Nähe der den Blitzschutzleiter aufnehmenden Windung (11) abgewinkelt ist.