AT240330B - Verfahren zur Präparation von geschnittenem vollsynthetischem Faserkabel - Google Patents

Verfahren zur Präparation von geschnittenem vollsynthetischem Faserkabel

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AT240330B
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Hoechst Ag
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04HMAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H11/00Non-woven pile fabrics
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44FSPECIAL DESIGNS OR PICTURES
    • B44F11/00Designs imitating artistic work

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Präparation von geschnittenem vollsynthetischem
Faserkabel 
Es sind Verfahren bekannt, nach denen sich Textilmaterialien mit flor-oder samtartigem Charakter herstellen lassen, indem auf eine bestimmte Länge geschnittenes Faserkabel aus Reyon oder vollsynthetischen Materialien, wie z. B. Polyamiden, Polyestern oder Polyacrylnitril, im elektrischen Hochspannungsfeld auf ein mit einem Klebemittel versehenes Trägermaterial aufgetragen wird. Bei den hiefür üblichen Einrichtungen befindet sich die Faserflocke im allgemeinen in einem mit siebartigen   Löchern   versehenen Behälter, an den eine hohe Spannung, meist etwa 40   000-120   000 V angelegt ist. Das mit einem Klebemittel versehene Trägermaterial läuft über eine negativ geladene Metallplatte in einem gewissen Abstand unter dem Sieb hindurch.

   Lässt man nun die Flocken,   z. B.   durch Bürsten, Schütteln od. dgl., durch das Sieb hindurchtreten, so geraten sie mit einer positiven Aufladung in das zwischen Sieb und negativ geladener Metallplatte befindliche elektrische Feld und springen in Richtung auf die negative Metallplatte bzw. das darüber gespannte, mit Klebemittel überzogene Trägermaterial und werden dort von dem Klebemittel festgehalten. 



   Bei der Beflockung mit synthetischem Fasermaterial treten in der Praxis dadurch Schwierigkeiten auf, dass die Faserflocken zu Zusammenballungen neigen und ihre Sprungfähigkeit im elektrischen Feld nicht befriedigend ist. Beides führt dazu, dass die Beflockung unregelmässig verläuft, so dass ein   ungleichmä-   ssiges Warenbild erhalten wird oder dass sogar noch weitergehende Störungen, wie z. B. Bildung von Leitern oder Zöpfchen aus den Flocken auftreten, die an diesen Stellen ein Erliegen des Beflockungsprozesses, die Entstehung toter Zonen, bewirken. 



   Man hat bereits versucht, durch Präparieren der Flocken aus synthetischem Fasermaterial mit einem antielektrostatischen Mittel Zusammenballungen des synthetischen Materials zu vermeiden und eine bessere Sprungfähigkeit der Flocken zu bewirken. Es sind hiefür bereits verschiedene Hilfsmittel, wie   z. B.   



  Oxalkylierungsprodukte höherer Fettsäuren oder Fettalkohole, Phosphorsäureester, sulfurierte Fettsäurederivate u.   dgl.,   vorgeschlagen worden. Es wird mit diesen Hilfsmitteln zwar eine gewisse Verbesserung der Beflockung bewirkt ; es gelang hiemit jedoch bisher nicht, einen den Anforderungen der Praxis genügenden Verlauf der Beflockung sicherzustellen. 



   Es wurde nun gefunden, dass die vorstehend geschilderten Nachteile nicht auftreten und dass ein störungsfreier Verlauf der Beflockung auch mit vollsynthetischem Fasermaterial, wie Polyamiden, Polyestern und Polyacrylnitril, sichergestellt wird, wenn man die gewaschene, gefärbte oder ungefärbte Flocke mit wässerigen Zubereitungen von kationischen Hilfsmitteln behandelt, die durch Umsetzung von 1 Mol einer 10 - 20 Kohlenstoffatome enthaltenden Fettsäure mit 1 Mol Diäthylentriamin und bzw. oder Tri- äthylentetramin und anschliessende Alkylierung erhalten worden sind, sodann trocknet und die Beflockung in üblicher Weise durchführt. 



   Durch diese Behandlung wird eine Zusammenballung der Flocken mit Sicherheit vermieden und eine gute Öffnung sowie eine Verbesserung des Sprungvermögens der Flocken bewirkt, so dass ein störungsfreier Verlauf der Beflockung und eine gleichmässige Flordichte der Waren sichergestellt ist. 



   Die Herstellung der erfindungsgemäss verwendeten kationischen Hilfsmittel erfolgt durch Umsetzung 

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 von 1 Mol einer Fettsäure mit 10-20 Kohlenstoffatomen mit etwa 1 Mol Diäthylentriamin oder Tri-   äthylentetramin   oder 1 Mol einer Mischung der beiden Polyamine in beliebigem   Verhältnis   bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei Temperaturen im Bereich von 100 bis 160 C. Als Fettsäuren kommen für die Umsetzung vorzugsweise gesättigte Fettsäuren, insbesondere solche mit   17 - 20   Kohlenstoffatomen, zur Anwendung. Das Reaktionsprodukt wird anschliessend in wässeriger Suspension bei Raumtemperatur oder wenig erhöhter Temperatur bis zu etwa 600C mit Alkylierungsmitteln, wie z. B. Dimethylsulfat, bis zur höchst möglichen Aufnahme umgesetzt. 



   Die kationischen Hilfsmittel werden in möglichst feiner Verteilung in schwach alkalischer wässeriger Suspension, die gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von Dispergierungsmitteln bereitet wird, eingesetzt. 



  Für das Einstellen der wässerigen Suspension wird vorzugsweise weiches, von Härtebildnern freies oder nahezu freies Wasser verwendet. 



   Für die Präparation wird das geschnittene Faserkabel im gewaschenen und gegebenenfalls gefärbten Zustand bei Raumtemperatur oder wenig erhöhter Temperatur, bis zu   etwa 700C,   vorzugsweise bei 40 bis   55 C,   mit einer vorzugsweise mit Ammoniak schwach alkalisch, auf etwa pH 7 - 10 eingestellten wässerigen Suspension des kationischen Hilfsmittels behandelt und anschliessend das überschüssige Behandlungmittel,   z. B.   durch Abschleudern in der Zentrifuge, entfernt. Danach wird gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur, bis zu etwa   IOOOC,   getrocknet und, falls erforderlich, auf einen gewünschten Feuchtigkeit- 
 EMI2.1 
 wendung. 



   Die Länge der Flocken des synthetischen Fasermaterials kann je nach dem gewünschten Warenbild in weiten Grenzen schwanken. Sie liegt im allgemeinen im Bereich zwischen etwa 0, 5 und 15 mm. Als zu beflockendes Material können Gewebe, Gewirke, Faservliese und Folien jeglicher Art verwendet werden. 



  Als Klebemittel kommen die bei der Beflockung üblicherweise verwendeten Kleber, wie z. B. Polyacrylverbindungen, zur Anwendung. Wird das Klebemittel nicht gleichmässig, sondern in einem gewünschten Muster auf das zu beflockendeMaterial aufgetragen, so lassen sich auch gemusterte Waren herstellen. 



   Es hat sich gezeigt, dass die mit den erfindungsgemäss verwendeten Präparationsmitteln erzielte vorteilhafte Wirkung hinsichtlich des Sprungvermögens und der Öffnung der Flocke bei Anwendung anderer antielektrostatischer Mittel und selbst bei Anwendung kationischer Mittel ähnlicher Konstitution,   z. B.   eines Produktes, das durch Umsetzung von Fettsäure mit Äthylendiamin und anschliessender Alkylierung erhalten wird, nicht auftritt. Die mit derartigen Mitteln präparierte Flocke neigt zu Wirbel- und Zöpfchenbildung, schrägem Faserstand, Ungleichmässigkeit des Faserauftrages und führt somit zu unbrauchbaren Waren. 



   Beispiel : In den mit einem Gewebe ausgekleideten Packeinsatz eines etwa 400   l   fassenden Hochtemperaturfärbeapparates werden 30 kg Polyamid-Flocken von 20 den und 4 mm Schnittlänge lagenweise eingepackt und mit Wasser angeschwemmt. Beim Verschliessen des Apparates wird ein festes Anpressen des Füllgutes mit dem Abschlussdeckel vermieden.

   Das Fasermaterial wird mit einer Flotte der Zusammensetzung   0, woo   auf Warengewicht eines 1 : 2 Kobalt-Komplexes aus einem Gemisch von
50   Gew.-Teilen   des Farbstoffes der Formel 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 und 50   Gew.-Teilen   des Farbstoffes der Formel 
 EMI3.1 
   0, 3 g/l   eines Kondensationsproduktes aus 1 Mol Octylphenol und 15 Mol Äthylenoxyd   0, 1 g/l   Essigsäure   601o   bei einseitiger Flottenzirkulation von innen nach aussen und geringem Differenzdruck (0, 05-0, 1 atü) und hohem statischem Druck   (2 - 3   atü) bei 1100C gefärbt. Der Flottendurchsatz beträgt 1500   l   pro kg Material und Stunde. 



   Nach dem Färben wird bei 500C 15 min lang mit einer Flotte behandelt, die im Liter 12 g eines Produktes enthält, das durch Umsetzung von 1 Mol Stearinsäure mit 1 Mol eines Gemisches von Diäthylentriamin und Triäthylentetramin bei   1400C   und anschliessende Alkylierung in wässeriger Suspension bei   500C   mit Dimethylsulfat erhalten wurde, und die mit Ammoniak auf pH 8 eingestellt wurde. Für das Ansetzen der Behandlungsflotte wurde Wasser von 00 DH verwendet. Hiezu wurde das kationaktive Produkt zunächst mit wenig heissem Wasser angeteigt, danach mit einem Drittel des erforderlichen Wassers kurz zum Sieden erhitzt und unter Zusatz von Ammoniak sowie gegebenenfalls eines Dispergiermittels auf das erforderliche Volumen gebracht. 



   Nach dem Präparieren wird gut abgeschleudert und bei   800C   bis auf   8 - lolo   Restfeuchtigkeit getrocknet. 



   Die so vorbehandelten Flocken lassen sich auf einer üblichen elektrostatischen Beflockungsapparatur hervorragend verarbeiten und geben einen gleichmässigen dichten Flor.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Präparation von geschnittenem vollsynthetischem Faserkabel für die elektrostatische Beflockung durch Behandeln der geschnittenen und gegebenenfalls gefärbten Faserkabel mit wässerigen EMI3.2 säure mit 10 - 20 Kohlenstoffatomen mit 1 Mol Diäthylentriamin und bzw. oder Triäthylentetramin und anschliessende Umsetzung mit einem Alkylierungsmittel erhältlich sind.
AT111463A 1962-02-15 1963-02-13 Verfahren zur Präparation von geschnittenem vollsynthetischem Faserkabel AT240330B (de)

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