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Registriervorrichtung zur selbsttätigen Aufzeichnung der von einer
Winkel-Durchmesserlehre mit festen Anlegeschenkeln und einer verschiebbaren Tastschiene gemessenen Werte
Die Erfindung bezieht sich auf eine Registriervorrichtung zur selbsttätigen Aufzeichnung der von einer Winkel-Durchmesserlehre mit festen Anlegeschenkeln und einer verschiebbaren Tastschiene gemessenen Werte auf einem im Halter der Lehre geführten Registrierstreifen.
Diese Registriervorrichtung ist hauptsächlich für die Verwendung zum Messen der Durchmesser einer grossen Zahl stehender Bäume vorgesehen. wobei es vor allem darauf ankommt, bei möglichst einfacher Handhabung der Vorrichtung eine ausreichend zuverlässige Messung und Registrierung der gemessenen Werte zu gewährleisten.
Die bisher verwendeten Registrierlehren mit verschiebbaren Massstäben sind meist unhandlich und unzuverlässig. da sie in der Regel einen ziemlich komplizierten Aufbau besitzen und ausserdem ein für die bequeme Handhabung zu grosses Gewicht aufweisen.
Die Erfindung macht es sich nun zur Aufgabe, die eingangs erwähnte Registriervorrichtung zur selbsttätigen Aufzeichnung der von einer Winkel-Durchmesserlehre gemessenen Werte zur Vermeidung der vorerwähnten Nachteile zu verbessern, zu welchem Zwecke die erfindungsgemässe Registriervorrichtung vor allem dadurch gekennzeichnet ist, dass die Tastschiene selbst mit einem skalenartigen, durch eine Farbauftragvorrichtung einfürbbaren Druckstock versehen ist, an welchen der von einer Vorratsrolle abgezogene und durch eine Schaltrolle schrittweise nach jeder Registrierung bewegte Registrierstreifen mittels eines Stempels an der Aufzeichnungsstelle andrückbar ist,
wobei dieser Druckstempel schlagbolzenartig durch die Verschiebung der Tastschiene in die Messlage gespannt wird und sodann zum Andrücken des Registrierstrierstreifens auslosbar ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weist der Halter im wesentlichen die Form eines Pistol lengriffes auf, wobei ein zur Auslösung des Druckstempels betätigbarer Schalthebel nach Art eines Pistolenhahnes ausgebildet angeordnet ist, bei dessen automatischer Rückkehr in die Ausgangslage die Regi- strierstreifen-Schaltrolle um einen Schritt gedreht wird.
Ferner ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass der Druckstempel entgegen der Wirkung einer Feder mittels eines durch die Verschiebung der Tastschiene verschwenkbaren Spannhebels in eine gespannte Vorbereitungsstellung bewegbar und in dieser mittels einer durch den hahnartigen Schalthebel betätigbaren Sperrklinke vorübergehend blockierbar ist.
In der nachfolgenden Beschreibung wird die Erfindung an Hand der ein Ausführungsbeispiel schematisch darstellenden Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung ist mit 1 die Tastschiene bezeichnet, die im Kopfteil 2 des Gerätes verschiebbar geführt ist, an welch letzterem die beiden an die zu messenden Gegenstände anlegbaren Rastschenkel fest angebracht sind. Die Tastschiene 1 weist an ihrer Unterseite einen erhabenen Skalen-Druckstock auf, auf welchem bei der Verschiebung der Tastschiene 1 mittels der Farbwalzen 10 Stempelfarbe aufgetragen wird. Die Tastschiene 1 ist über den Seilzug 14 mit einer Scheibe 7 verbunden, die mit einer Feder ver-
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an der Stelle 13 über Walzen und wird auf eine zweite Rolle 9 aufgewickelt.
Diese zweite Rolle 9 ist unter Vermittlung eines Schaltzahnrades durch einen Stift 11 schrittweise verdrehbar, welch letzterer auf einem in einer Ausnehmung der pistolengriffartigen Handhabe angeordneten, nach Art eines Pistolenhahnes ausgebildeten Hebel 4 angebracht ist, der unter dem Einfluss einer Blattfeder 5 steht.
Für das Abdrucken des dem jeweiligen Messwert entsprechenden, über der Stelle 13 befindlichen Teiles des Skalen-Druckstockes auf dem Registrierstreifen 15 ist ein im Gerätekörper verschiebbar gelagerter Druckstempels vorgesehen, der nach Art eines Schlagbolzens mittels des auf der Achse der Scheibe 7 sitzenden Hebels 16 entgegen der Wirkung der Feder 17 spannbar und in der gespannten Lage durch eine Klinke 18 verriegelbar ist, die durch Betätigen des Hahnes 4 ausrückbar ist.
Der Hebel 16 ist dabei so bemessen, dass er bei der durch den Seilzug 14 bewirkten Drehung der Scheibe 7 nur vorübergehend (für das Spannen des Druckstempels) mit einem auf dem Druckstempel vorgesehenen Stift zusammenwirkt, hingegen bei Weiterdrehung sich frei bewegen kann, u. zw. äusserstenfalls so lange, bis er wieder in die in der Zeichnung mit vollen Linien dargestellte Lage gelangt. Das Spannen des Druckstockes könnte aber auch mittels eines andern Hebelsystems erfolgen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung arbeitet wie folgt :
Das Gerät wird mit den An1e. geschenkeln 3 an-den zu messenden Gegenstand, z. B. an den Baumstamm, angelegt, wobei die Tastschiene 1 entsprechend dem Durchmesser dieses Gegenstandes nach rechts verschoben wird. Diese Bewegung wird durch den Seilzug 14 auf die Scheibe 7 und von dieser über den Hebel 16 auf den Druckstempel 8 im Sinne eines Spannens desselben nach Art eines Schlagbolzens übertragen. In der gespannten Lage wird der Druckstempel 8 durch die Klinke 18 verriegelt.
Hierauf wird durch das Drücken des Hahnes 4 die Klinke 18 in die Auslösestellung bewegt, wodurch der Druckstempel 8 unter der Wirkung der Feder 17 gegen den Registrierstreifen 15 an der mit 13 bezeichneten Stelle vorschnellt und dadurch den oberhalb der Stelle 13 befindlichen Teil des auf der Tastschiene 1 angebrachten Skalen-Druckstockes auf dem Registrierstreifen abdruckt. Nach Loslassen des Hahnes 4 kehrt dieser in seine mit vollen Linien dargestellte Ausgangslage zurück, wobei gleichzeitig mittels des Stiftes 11 die Registrierstreifen-Schaltrolle 9 um einen schaltschritt weiter gedreht wird, so dass ein neuer Abschnitt des Registrierstreifens für die nächste Registrierung vorbereitet ist.
Bei jedem Messen wird also der festgestellte Durchmesserwert auf dem Registrierband abgedruckt.
Nimmt z. B. die Vorratsrolle 7 ein 5 m langes Registrierband auf, so reicht dieses für etwa 900-1000 Aufzeichnungen. Die Druckstock-Skala ist nach Bedarf und mit der erforderlichen Genauigkeit in mm oder cm für den gemessenen Durchmesser (die Dicke des Baumstammes in mm oder cm) geteilt. Die auf dem Registrierstreifen aufgezeichneten Werte werden nachher abgelesen und verarbeitet. Zur Unterscheidung der auf dem Streifen aufgezeichneten Werte dienen Symbole, die am Ende des Skalen-Druckstockes der Tastschiene angebracht sind und die Möglichkeit bieten, Holzarten oder Gruppen der gemessenen Gegegenstände voneinander zu unterscheiden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Registriervorrichtung zur selbsttätigen Aufzeichnung der von einer Winkel-Durchmesserlehre mit festen Anlegeschenkeln und einer verschiebbaren Tastschiene gemessenen Werte auf einem im Halter der Lehre geführten Registrierstreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die Tastschiene (1) selbst mit einem skalenartigen, durch eine Farbauftragvorrichtung einfärbbaren Druckstock versehen ist, an welchen der von einer Vorratsrolle (12) abgezogene und durch eine Schaltrolle (9) schrittweise nach jeder Registrierung bewegte Registrierstreifen (15) mittels eines Stempels (8) an der Aufzeiclmungsstelle andrückbar ist, wobei dieser Druckstempel (8) schlagbolzenartig durch die Verschiebung der Tastschiene in die Messlage gespannt wird und sodann zum Andrücken des Registrierstreifens auslösbar ist.