AT237567B - Verfahren zum Färben von Polyolefinmaterial - Google Patents
Verfahren zum Färben von PolyolefinmaterialInfo
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Description
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Verfahren zum Färben von Polyolefinmaterial
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Färben von Polyolefinmaterial in Anwesenheit von Anthrachinonfarbstoffen.
Bekanntlich können Polyolefinmaterialien mit bekannten Farbstoffen und nach üblichen Verfahren kaum angefärbt werden. Dieser Nachteil hängt mit den hydrophoben Eigenschaften dieser Substanzen zusammen und ausserdem mit der Tatsache, dass darin keine Atome oder Atomgruppen vorhanden sind, die infolge ihrer Polarität oder ihrer Reaktionsfähigkeit mit den verschiedenen Farbstoffarten Bindungen bilden können.
Auch die Verwendung von"plastolöslichen"Farbstoffen, die unter bestimmten Bedingungen aus dem Farbbad in das zu färbende Material übergehen und darin gelöst werden, ergab nicht die erwarteten Vorteile ; die erhaltenen Anfärbungen sind so wenig intensiv und so wenig echt, dass jegliche praktische Verwendung der derzeit am Markt befindlichen "plastolöslichen" Farbstoffe ausgeschlossen erscheint.
Es wurde bereits in der eigenen franz. Patentschrift Nr. 1. 257. 940 vorgeschlagen, als plastolösliche Farbstoffe Anthrachinonverbindungen zu verwenden, die in ex-Stellung wenigstens eine Alkoylamin- oder Zykloalkylamingruppe besitzen, wobei die Alkylgruppe 2 - 18 Kohlenstoffatome enthalten kann ; diese Verbindungen können auch weitere Substituenten enthalten, die in ex-Stellung und gegebenenfalls auch in B-Stellung vorhanden sein können.
Es wurde nun eine weitere Gruppe von plastolöslichen Farbstoffen gefunden, mit denen überraschenderweise Polyolefinmaterialien wirksam angefärbt werden können.
Insbesondere wurde gefunden, und dies ist Gegenstand der Erfindung, dass eine wirksame Anfärbung von Polyolefinmaterialien durch Anthrachinonverbindungen erhalten werden kann, die in ss-Stellung eine Alkylgruppe besitzen, worin der Alkylrest 3 - 6 Kohlenstoffatome aufweist. Unter diesen Anthrachinon-
EMI1.1
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besonders geeignet erwiesen.
Aus der Prüfung einer grossen Zahl von Verbindungen dieser Art kann geschlossen werden, dass gerade die aliphatische Kette in ss-Stellung der Anthrachinone die Affinität zu den Polyolefinmaterialien bedingt. Jedenfalls üben auch die weiteren Substituenten einen augenscheinlichen Einfluss aus, wobei-je
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nach deren Natur, Stellung oder Anzahl - die Farbkapazität dieser Farbstoffe erhöht oder erniedrigt werden kann.
Die Substanzen an sich sind grösstenteils bekannt und können entweder durchKondensationvonot-Hy- droxyanthrachinonen mit Aldehyden
EMI2.1
oder durch Synthese aus Phthalsäureanhydrid
EMI2.2
nach üblichen Verfahren gewonnen werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren entspricht den bekannten Farbtechniken zum Färben von hydrophoben Fasern mit plastolöslichen Farbstoffen, wie es in wässerigem Medium unter eventueller Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln, wodurch eine gute Dispersion des Farbstoffes erreicht wird, durchgeführt wird. Es müssen keinesfalls Trägerstoffe oder Quellmittel anwesend sein, da diese Serie von Farbstoffen eine beträchtliche Affinität zu den Fasern besitzt.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern, ohne dass diese jedoch hierauf beschränkt werden soll. Die Angaben beziehen sich auf Gewichtsteile.
EMI2.3
EMI2.4
EMI2.5
l :Beispiel 2 : Nach der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise, jedoch unter Verwendung des Farbsto'fes
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
wird ein intensiv violettroter Farbton erhalten.
Beispiel 3 : Nach der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise, jedoch unter Verwendung des Farbstoffes
EMI3.2
wird ein intensiv violetter Farbton erhalten.
Beispiel 4 : Nach der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise, jedoch unter Verwendung des Farbstoffes
EMI3.3
wird ein intensiv violetter Farbton erhalten.
Beispiel 5 : Nach der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise, jedoch unter Verwendung des Farbstoffes
EMI3.4
wird ein intensiv violetter Farbton erhalten.
Beispiel 6 : Nach der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise, jedoch unter Verwendung des Farbstoffes
EMI3.5
<Desc/Clms Page number 4>
wird ein veilchenblauer Farbton erhalten.
Beispiel ?: Nach der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise, jedoch unter Verwendung des Farbstoffes
EMI4.1
wird ein rosa Farbton erhalten.
Beispiel 8 : Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt, jedoch werden 5 g Polyäthylengarn an Stelle des Polypropylenmaterials verwendet. Es wird ein intensiv oranger Farbton erhalten.
Beispiel 9 : Das Verfahren von Beispiel l wird wiederholt, jedoch werden 5 g Polyäthylenfilm verwendet. Es wird ein intensiv oranger Farbton erhalten.
Beispiel 10 : Das Verfahren von Beispiel 1 wird wiederholt, jedoch werden 5 g Polybuten-Körner verwendet. Es wird ein intensiv oranger Farbton erhalten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Färben von Polyolefinmaterial, insbesondere Polyäthylen, Polypropylen oder Polybuten, wobei das Farbbad eine in B -Stellung substituierte Anthrachinonverbindung enthält, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anthrachinonverbindung verwendet wird, die in B-Stellung eine Alkylgruppe mit 3 - 6 Kohlenstoffatomen aufweist.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anthrachinonverbindung der all- gemeiner-formel EMI4.2 worin X eine Gruppe OH, OR, SH, SR, SOIR, CN, CONH2, NH2, NHR oder NO2 (R ist Alkyl, Hydroxyalkyl, Zykloalkyl oder Aryl) darstellt; X', X", X'gleich oder verschieden ist und H, OH, OR, SH, SR, SO2R, CN, CONH2, NH2, NHR oder N02 (R hat die wie oben beschriebene Bedeutung) darstellt ; Y Was- EMI4.33. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Farbstoff verwendet wird, worin die Alkylgruppe eine Butylgruppe ist.4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Farbstoff eine Verbindung der Formel EMI4.4 verwendet wird.5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Farbstoff eine Verbindung der Formel <Desc/Clms Page number 5> EMI5.1 verwendet wird.6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Farbstoff eine Verbindung der Formel- EMI5.2 verwendet wird.7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Farbstoff eine Verbindung der Formel EMI5.3 verwendet wird.8. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Farbstoff eine Verbindung der Formel EMI5.4 verwendet wird.9. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Farbstoff eine Verbindung der Formel EMI5.5 verwendet wird. <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1 EMI6.2 EMI6.3
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