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Maschine zur Übertragung von Etiketten von einem Etiketten mitführenden Trägerband auf zu etikettierende Gegenstände, z. B. Flaschen
Flaschen mit zumindest einem konischen Oberflächenteil sind aus verschiedenen Gründen erwünscht.
So ist beispielsweise eine Flasche, welche eine relativ grosse Grundfläche aufweist und deren Mantel sich zu einer schmalen Spitze hin verjüngt, gegen unbeabsichtigtes Umwerfen stabiler als eine im wesentli- chen zylindrische Flasche gleicher Höhe und gleichen inhalts. Es ist auch oft erwünscht, einen Teil des Flaschenmantels spitz auszubilden, um die Flasche an diesem Teil leichter halten zu können als am üb- rigen Teil der Flasche. Auch ist es in vielen Fällen von Vorteil, wenn sich die Flasche gegen die Entleerungsöffnung hin verjüngt.
Es ist bekannt, Etiketten auf Flaschen von einem sich bewegenden endlosen Trägerband für diese Ketten auf die ebenfalls bewegte Oberfläche der Flasche mittels Wärme zu übertragen. Die hiefür entwickelten Maschinen haben sich jedoch als nicht völlig zufriedenstellend erwiesen, zumal die Übertragung von Etiketten in der oben genannten Art und Weise auf kegelige Oberflächenteile von Flaschen mit diesen Maschinen nicht möglich ist.
Die Aufbringung von Etiketten auf Flaschen durch Anwendung von Wärme unterscheidet sich in mancher Hinsicht von dem blossen Aufkleben zugeschnittener Blätter, z. B. aus Papier, welche als Etiketten dienen. Bei der Etikettenübertragung mittels Wärme oesteht die Etikette im wesentlichen aus einem Bild ausDruckfarbe, welches auf einem als Etikettenträger dienenden Papierstreifen aufgebracht ist. Nach Anbrechen dieses Papierstreifens an die Oberfläche der Flasche haftet das Bild an der Flasche, worauf der Papierstreifen abgezogen werden kann. Dieses Abziehen muss jedoch rasch erfolgen, da ansonsten der Papierstreifen Teile des Druckbildes mitnimmt.
Schwierigkeiten treten ausserdem dadurch auf, dass die gesamte Bildfläche und derjenige Oberflächenteil der Flasche, welcher vom Bild bedeckt werden soll, sich mit genau gleicher Geschwindigkeit bewegen müssen, wenn das Bild nicht verwischt und dieBildhaftung an der Flasche nicht beeinträchtigt werden soll.
Diese Schwierigkeiten steigern sich, wenn die Etiketten auf konischeoberflächenteile der Flasche mittels Wärme aufgebracht werden sollen. In einem solchen Fall entspricht die Etikette, d. h. das zu übertragende Bild in seiner Abwicklung jenem Kegelmantelteil, auf welchen die Etikette aufzubringen ist. Deshalb kann das die Etikette tragende Band nicht einfach um die Kegelfläche der Flasche herumgewickelt werden, weil sonst die bei der Wärmeübertragung von Etiketten besonders kritische Forderung eines möglichst raschen Abziehens des Trägerbandes nach erfolgter Etikettenübertragung nicht erfüllt werden kann.
Es ist auch sehr schwierig, der oben erwähnten Forderung Genüge zu leisten, dass die Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung jedes Bildpunktes genau der Geschwindigkeit und der Bewegungsrichtung jedes diesen Bildpunkt aufnehmenden Punktes der kegeligen Flaschenoberfläche entsprechen muss. Diese Geschwindigkeiten bzw. diese Bewegungsrichtungen ändern sich nämlich je nachdem, welche Höhe der kegeligen Flaschenoberfläche für die Etikettenaufbringung zugrunde gelegt wird.
Die Erfindung geht nun von folgenden Überlegungen aus :
Wenn man eine Flasche betrachtet, deren zu etikettierende Oberfläche kegelmantelförmig gestaltet ist und wenn angenommen wird, dass diese Flasche, mit ihrem verjüngten Teil nach oben gerichtet, um
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eine vertikale Achse rotiert, dann muss jeder auf der Linie, entlang welcher die Bildübertragung vom Trä- gerband auf die Flasche erfolgt, liegende Bildpunkt sich in einer horizontalenEbene bewegen, welche in Berührung mit dem entsprechenden, den Bildpunkt aufnehmenden Punkt auf der Flasche steht, d.
h., dass ein Bildpunkt nahe dem unteren Ende der Übertragungslinie relativ schnell und ein Bildpunkt nahe dem oberenEnde der Übertragungslinie relativ langsam wandern muss, um den Geschwindigkeiten der entsprechenden Punkte der Flaschenoberfläche an diesen Stellen zu entsprechen.
Ferner muss das die Übertragungslinie verlassende Trägerband unter Spannung gehalten werden, um ein sauberes Ablösen des Trägerbandes vom übertragenen Bild zu ermöglichen. Darüber hinaus muss sich das Trägerband zumindest annähernd kontinuierlich zur Aufwickelspule zurückbewegen, um eine rasche Aufbringung der Etiketten zu ermöglichen.
Die Erfindung geht nun aus von einer Maschine, welche eine rotierende Aufbringwalze für die Etiketten und eine das Trägerband an der Arbeitslinie der Aufbringwalze vorbeiführende Fördervorrichtung aufweist. Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen darin, dass zwecks Aufbringung der Etiketten auf konische Oberflächenteile der zu etikettierenden Gegenstände die Arbeitsfläche der Aufbringwalze in an sich bekannter Weise eine Kegelfläche ist und dass Führungen für das Trägerband während der Etiketten- übertragung eine Schwingbewegung ausführen, die eine Komponente in Richtung einer Vorwärtsförderung des Trägerbandes enthält, und dass gegebenenfalls dieser Komponente eine sie stärkende Vorwärts- oder sie schwächende Rückwärtsbewegung des Trägerbandes überlagert ist,
so dass das Trägerband stets um eine Achse schwingt, welche durch den Scheitel der konischen Arbeitsfläche der Aufbringwalze verläuft. Auf diese Weise kann nicht nur eine sichere Aufbringung der Etiketten auf konische Oberflächenteile von Flaschen od-. dgl. erfolgen, sondern es kann auch einer variablen Konizität dieser Oberflächenteile Rechnung getragen werden. Wenn nämlich die Achse, um welche die Führungen schwingen, an sich nicht mehr durch den Scheitelpunkt der Kegelfläche der Aufbringwalze geht, so kann durch die Vorwärtsbewegung bzw. Rückwärtsbewegung des Trägerbandes, welche Bewegung zusätzlich zur Schwingbewegung des Trägerbandes erfolgt, eine fiktive Absenkung bzw. Anhebung der Schwenkachse der beiden Führungen erzielt werden.
Dadurch wird sichergestellt, dass auch in diesem Falle eine Übereinstimmung zwischen der Schwenkachse der Führungen und dem Scheitelpunkt der Arbeitsfläche der Aufbringwalze besteht.
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Patentschrift Nr. 960791stellung eine Stirnansicht der Aufbringwalze, Fig. 9 etwa vom selben Standpunkt aus, von welchem aus die Fig. 2 abgeleitet wurde, einen Teil der Etikettiermaschine mit mehr Details als sie in Fig. 2 unterzubringen sind, Fig. 10 eine Einzelheit eines Schnittes entlang der Linie 10-10 der Fig. 9, Fig. 11 eine Rük- kenansicht entlang der Linie c-c der Fig. 1 unter Weglassung einzelner Teile und Fig. 12 einen Schnitt entlang der Linie 12-12 der Fig. 11, während die Fig.
13, 14 und 15 aufeinander folgende Stellungen des Trägerbandes für die Etiketten relativ zu einem Drehpunkt, der mit dem gemeinsamen Scheitel der konischenAussenfläche der Flasche und dem Scheitel der konischen Arbeitsfläche der Aufbringwalze zusammenfällt, zeigen, die Fig. 16 ist der Fig. 14 ähnlich, der gemeinsame Scheitel liegt jedoch unterhalb des Drehpunktes und Fig. 17 ist der Fig. 14 ähnlich, der gemeinsame Scheitel liegt jedoch oberhalb des Drehpunktes.
Wie in Fig. 4 gezeigt ist, weist die Maschine eine Abwickelspule 2 und eine Aufwickelspule 3 für das Trägerband S, ein Antriebskettenrad 12 und einen Walzen 8 und 9 tragenden Schwingschlitten 11 auf.
Das Trägerband S kann zwischen der Abwickelspule 2 und dem Antriebskettenrad 12 einerseits und zwischen der Walze 9 des Schwingschlittens 11 und der Aufwickelspule 3 anderseits durch Führungswalzen 7 geführt sein. Der Laufweg des Trägerbandes S zwischen der Walze 8 und Jer Walze 9 des Schwingschlittens 11 wird später noch beschrieben. Der Antrieb der Maschine erfolgt, wie in Fig. 5 gezeigt ist, über eine von einem Motor angetriebene Welle 42, das Zahnrad 49, das Zahnrad 63 und die Welle 64, worauf die Antriebswirkung geteilt wird.
Das auf der Welle 64 angeordnete Kettenrad 86 treibt über eine Kette 84 ein auf einer Welle 83 angeordnetes Kettenrad dn. Die Welle 83 betätigt die als Wärmeeisen ausgebildete Aufbringwalze.
Das auf der Welle 64 angeordnete Zahnrad 63 greift in ein Zahnrad auf einer Welle 67 ein, das seinerseits in ein Zahnrad 68 eingreift, welches ein auf einer Welle 71 angeordnetes Zahnrad 69 antreibt. Ein auf einer Welle 71 angeordnetes Zahnrad 72 treibt ein auf einer Welle 74 angeordnetes Zahnrad 73 an.
Das auf der Welle 74 angeordnete Kettenrad 76 treibt nun über eine Kette 77 die Aufwickelspule vermittels einer nicht dargestellten Reibungskupplung, deren Welle in den Fig. 5 und 6 mit 79'bezeichnet ist,
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Ein auf der Welle 67 angeordneter Nocken 89 steuert ein Ventil 91, über welches Druckluft in das Innere zu etikettierender, zusammendrückbarer Flaschen geleitet wird.
Ein auf der Welle 64 angeordneter Nocken 38 wirkt mit Nockenrollen 37 und 37'zusammen, die, wie am besten in Fig. 4 gezeigt ist, einen in einer Führung 25 gleitenden Schlitten 27 betätigen.
Ein im Schlitten 27 verdrehbar einstellbarer Nockenblock 26 betätigt einen den Schwingschlitten 11 hin- und herbewegenden Gleitstein 23.
Ein in ähnlicher Weise drehbar verstellbarer Nockenblock 26'betätigt einen Gleitstein 23', der einen mit einer Zahnstange 39 verbundenen Schlitten 39'hin- und herbewegt.
Ein dritter, um einen Winkel verstellbarer Nockenblock 200 im Schlitten 27 bewegt über einen Gleitstein 201 einen weiteren, einen Teil des Trägerbandes ruckweise bewegenden Schlitten 202.
Die in Fig. 4 beschriebene Zahnstange 39 greift, wie in Fig. 7 gezeigt ist, in ein auf einer Hülse 32b, welche um eine Drehtischspindel 28a drehbar ist, gelagertes Ritzel 32a ein. Ein auf der Hülse 32b angeordnetes Zahnrad 48a trägt eine in ein auf der Drehtischspindel befestigtes Klinkenrad 37a eingreifende Sperrklinke 36a, so dass die Drehtischspindel bei Bewegung der Zahnstange 39, auf Fig. 7 bezogen vom Betrachter weg, um einen Schritt weiter verdreht wird. Wie der Fig. 4 entnommen werden kann, erfolgt die Verdrehung derDrehtischspindel und damit desDrehtisches im Gegenuhrzeigersinn. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel, in welchem vier Flaschen angedeutet sind, betragen die Verdrehschritte 900 und werden von der Zähnezahl des Klinkenrades 37a und von der Einstellung des in Fig. 4 gezeigten Nockenblockes 26'bestimmt.
Die Flaschen B werden mittels eines Förderbandes 17a (Fig. 4) zum Drehtisch gefördert und auf dem Drehtisch in übereinanderliegenden Gabeln 16a abgestellt. Der Abtransport der Flaschen vom Drehtisch erfolgt mittels des Förderbandes 18a. Die Flaschen B werden durch Führungen 13 so in ihrer Lage gehalten, dass die Aufbringwalze I wirksam bleibt.
An der Etikettierstelle des Drehtisches gelangen die Flaschen mit ihren Böden gleitend auf eine Aufspannvorrichtung 44a, auf welche die Flaschen durch eine drehbare Luftdüse 62a, welche von oben in die Öffnung der Flasche eingeführt wird, gedrückt werden. Beim Etikettieren sind somit die Flaschen mit Druckluft gefüllt. Nach dem Etikettieren wird die Druckluft automatisch abgeschaltet und die Luftdüse 62a aus dem Flaschenhals herausgezogen.
Während des Aufbringens der Etiketten wird die Aufspannvorrichtung 44a durch ein mit dem Zahnrad 48ainEinöriff otehendes Zahnrad 47a angetrieben, wobei die Grösse des Drehwinkels durch das Verhältnis der Zähnezahl der Zahnräder 48a und 47a und die Einstellung des in der Fig. 4 gezeigten Nockenblockes
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26'bestimmt ist. Die Flaschen drehen sich an der Etikettierstelle im Gegenuhrzeigersinn und das Etikettieren erfolgt zwischen zwei aufeinanderfolgenden Drehschritten des Drehtisches (Fig. 4).
Vorzugsweise ist derDrehtisch mit einerMarkierungseinrichtung für die Flaschen ausgestattet, welche Markierungseinrichtung einen DrehschrittvorderEtikettierstelle angeordnet sein kann.
Wie der Fig. 8 entnommen werden kann, besitzt die Aufbringwalze I eine konische Arbeitsfläche in Form eines Sektors aus einem Kegelstumpf. Die Form dieser Arbeitsfläche wird im folgenden der Kürze halber als konisch bezeichnet. Die Erzeugende dieser konischen Fläche der Aufbringwalze ist etwas länger als die Breite des bildtragenden Teiles der Etikette. Der Öffnungswinkel des Kegelstumpfsektors ist so bemessen, dass die durchschnittliche Bogenlänge desselben etwas grösser ist als die Bogenlänge, über welche sich das aufzubringende Bild erstreckt, gemessen unter der Annahme, dass das aufzubringende Bild auf die Oberfläche der Aufbringwalze aufgelegt ist.
Der Sektorwinkel der Arbeitsfläche der Aufbringwalze ist darüber hinaus noch so bemessen, dass sich die Arbeitsfläche ausserhalb des Arbeitsbereiches befindet, wenn der Drehtisch von einer Stellung in die folgende Stellung verdreht wird. Wenn kleine Flaschen etikettiert werden sollen oder kleine Etiketten auf Flaschen aufgebracht werden sollen, ist es möglich, die Aufbringwalze mit einer Mehrzahl von in Umfangsrichtung voneinander getrennten Arbeitsflächen geeigneter konischer Form auszustatten. Gleichgültig, ob auf der Aufbringwalze nur eine oder mehrere konische Arbeitsflächen vorgesehen sind, fällt die Kegelspitze der konischen Arbeitsfläche bzw. der konischen Arbeitsflächen mit der Kegelspitze der konischen Aussenfläche der Flaschen zusammen.
Die Achsen, um welche die Aufbringwalze und die Flaschen rotieren, liegen während des Aufbrin-
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Die Welle 218 der Aufbringwalze I wird von der Welle 83 über die Kegelräder 220, 221 und 222 und über die Stirnräder 223, welche in den Fig. 2 und 9 dargestellt sind und über die Stirnräder 224, welche in denFig. 3 und 7 dargestellt sind, angetrieben. Über Schleifringe 225 und Bürsten 226, welche in Fig. 7 ersichtlich sind, wird eine im Inneren der Aufbringwalze vorgesehene elektrische Heizung mit Strom versorgt.
Wie bereits oben angedeutet, wird das Trägerband für die Etiketten in spezieller Weise zwischen der Walze 8 und der Walze 9 des Schwingschlittens, d. h. auf seinem Weg hinter die Linie, auf welcher die Übertragung vorgenommen wird, angetrieben. Obwohl, wie später noch beschrieben wird, die Bewegung des Kettenrades 12 und dieBewegung desSchwingschlittens 11 dieBewegung des Trägerbandes im genannten Bereich bestimmende Faktoren sind, werden der Bewegung des Förderbandes weitere Bewegungskomponenten überlagert.
Ein verschiebbares Joch 230 von gemäss der Darstellung in Fig. 2 umgekehrt U-förmiger Form und von
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drehbar gelagert und trägt Führungen 236 und 237 tür das Trägerband, die, wie in Fig. 2 gezeigt ist, relativ zueinander geneigt sind. Diese Führungen 236, 237 für das Trägerband liegen auf einander gegen- überliegenden Seiten der die Drehachse der Aufbringwalze und die Drehachse der Flasche enthaltenden Ebene, so dass die Führungen 236, 237 die Übertragungslinie eingabeln. Dem Joch 230 und den Führungen 236, 237 wird durch einen am Joch 230 befestigten Arm 239 und über eine drehbar am Schlitten 202 befestigte Stange 240 eine ruckartige Bewegung erteilt.
In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass die drehbar gelagerte Stange 240 frei durch ein Loch im Ständer 232 geführt ist, um vom Schlitten 202 ausgehend zum Arm 239 hingeführt werden zu können. Eine Zwischenstellung der Führungen 236 und 237 und desjoches 230 ist inFig. 2 mit voll ausgezogenen Linien dargestellt. Weitere Stellungen der Führung 237 sind strichliert dargestellt.
Nach dem Umlenken um die Walze 8 wird das Trägerband so, wie in Fig. 14 gezeigt ist, zunächst um eine geneigte ortsfeste Führung 244 und dann um die Führung 236 abgebogen, worauf das Trägerband, nachdem es über dieübertragungslinie gelaufen ist, zunächst um die Führung 237 und dann um eine weitere geneigte ortsfeste Führung 245 abgebogen wird, worauf es um die Walze 9 des Schwingschlittens 11 abläuft. Um sicherzustellen, dass das Etiketten tragende Trägerband S sich mit dem gewünschten Berührungswinkel an die Arbeitsfläche der Aufbringwalze anlegt, können in den Fig. 11 und 12 dargestellte, ortsfeste Führungen 247 vorgesehen sein.
Diese Führungen 247 sind vorzugsweise konisch ausgebildet, wobei ihr Scheitel mit dem gemeinsamen Scheitel der konischen Arbeitsfläche der Aufbringwalze und der konischen Flasche zusammenfällt. In diesem Zusammenhang sei nochmals erwähnt, dass das Trägerband mittels des Kettenrades 12 mit bestimmter Geschwindigkeit zur Walze 8 gefördert wird und nach Passieren der Walze 9 und einer geeigneten Spannwalze auf die Aufwickelspule 3 unter Spannung aufgewickelt wird.
Wenn auch, wie der Einfachheit halber in einigen Figuren der Zeichnung dargestellt ist, das Trägerband direkt auf den eine ruckartige Bewegung ausführenden Führungen 236 und 237 ablaufen kann, so werden doch vorzugsweise diese Führungen 236 und 237 mit Gleithülsen 236a bzw. 237a (Fig. 2) ausgestattet, auf welchen das Trägerband abläuft. Während die Führung 236 oder die Führung 237 nach oben bewegt wird, werden die Gleithülsen 236a bzw. 237a leicht gegen den Drehpunkt 231 des Joches geschoben, wodurch dieBewegung desTrägerbandes erleichtert wird. Bei einer Bewegung der Führungen 236 bzw. 237 in entgegengesetzter Richtung werden die Gleithülsen 236a bzw. 237a leicht von dem Drehpunkt 231 des Joches 230 wegbewegt.
Diese Bewegung der Gleithülsen kann durch Schlitzführungen 238 erreicht werden, in deren Schlitzen 238a auf den Gleithülsen 236a und 237a angeordnete Gleitrollen 241 gleiten.
Die geneigten, ortsfesten Führungen 244 und 245 liegen vorzugsweise parallel zudenMittellagender zugehörigen Führungen 236 und 237, welche die oben angegebene Bewegung ausführen.
Die tatsächlich von den Führungen 236 und 237 ausgeführte schwingende Bewegung ist von grösserer Amplitude als den Fig. 13 und 15 entnommen werden kann, jedoch ist in den Fig. 13 und 15 noch am besten dargestellt, wie erreicht werden kann, dass der Etiketten tragende Bereich des Trägerbandes die in den Fig. 13 und 15 eingezeichnete Übertragungslinie TR überstreicht. Ein Etiketten tragender Bereich des Trägerbandes ist mit strichlierten Linien in den Fig. 13 und 15 dargestellt und liegt an der Rückseite des Trägerbandes, so dass er an der Flasche anliegen kann. Die Aufbringwalze I ist hiebei zwischen dem Trägerband S und dem Beobachter befindlich zu denken.
Gemäss Fig. 13 liegt der in Förderrichtung vorne liegende Rand der Etikette an der Übertragungslinie, während gemäss Fig. 15 der in Förderrichtung hinten gelegene Rand der Etikette an der Übertragungslinie TR liegt. Beim Übergang von der in der Fig. 13 dargestellten Stellung in die in der Fig. 15 dargestellte Stellung liegt eine Jer Bewegungskomponenten der
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Führungen 236 und 237 in Förderrichtung, d. h., dass diese Bewegungskomponente horizontal im rechten Winkel zur Übertragungslinie TR liegt.
Die zweite Bewegungskomponente der Führung 236 ist nach oben in Richtung zum einen kleineren Durchmesser aufweisenden Teil der Aufbringwalze gerichtet, während die zweiteBewegungskomponente derFührung 237 nach unten in Richtung zum einen grösseren Durchmesser aufweisenden Teil der Aufbringwalze gerichtet ist.
Die Führungen 236 und 237 schwingen zusammen mit dem Joch 230 um den in Fig. 2 dargestellten Drehzapfen 231. Das den Arm 239 und die Stange 240 verbindende Gelenk ist in Längsrichtung der Stange 240 einstellbar verschiebbar, um den Bereich, welcher während der Schwingbewegung der Führungen 236 und 237 bestrichen wird, verdrehen zu können. Die Schwingungsweite der Führungen 236 und 237 wird durch Einstellung der Winkellage des Nockenblockes 200 (s. Fig. 4) bestimmt.
Wie oben angedeutet, stellt die Etikette einer abgewickelten Kegelmantelteil dar, welcher dem Kegelmantel der Flasche entspricht. Der in Förderrichtung der Etikette vorne gelegene Rand der Etikette und der in Förderrichtung hinten gelegene Rand der Etikette und auch jeder andere Punkt der Etikettenfläche sollen sich, wenn sie im Bereich zwischen den Führungen 236 und 237 liegen, um den der konischen Aussenfläche der Flasche und den der konischen Arbeitsfläche der Aufbringwalze gemeinsamen Scheitel bewegen.
Soferne die Drehachse 231 der Führungen 236 und 237 durch diesen gemeinsamen Scheitel ver-
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den Führungen 236 und. 237 ausgeübte Förderwirkung einer Rückwärtsförderung und die vom Gleitschlitten 11 ausgeUheFörderw ; rkung einer Vorwärtsförderung entspricht.
Bisher wurde der Einfluss des Gleitschlittens 11 auf die Bandförderung als ein die Wirkung des Kettenrades 12 während der Etikettenübertragung ausgleichender Einfluss beschrieben. Aber auch dann, wenn eine umgekehrte Bewegung des Gleitschlittens die Förderwirkung des Kettenrades unterstützt, ist es mög-
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tungen ausgleichende Förderwirkung anzusehen.
Wenn angenommen wird, dass die Führungen 236, 237 für sich allein nach rückwärts schwingen, so würde das Trägerband ebenfalls nach rückwärts gefördert werden. Dieser eine Rückwärtsförderung bewirkende Einfluss der Führungen 236, 237 wird mehr oder weniger durch die vom Gleitschlitten 11 bewirkte Vorwärtsförderung ausgeglichen.
Der Nocken 38 kann über einen Sektor von 1600 einen Bewegungshub von beispielsweise 7, 94 cm ausführen und im Bereich 100 vor und im Bereich 100 hinter (insgesamt 200) diesem Sektor kann der Nokken insgesamt weitere 0, 32 cm Hub ausführen. Wenn die gleichförmige Bewegung um 1600 einen Hub von 7, 94 cm ergibt, so ergibt die gleichförmige Bewegung um 1800 einen Gesamthub von 8, 26 cm ent- sprechend dem 1, U4 ! acnen des zur trzlelung einer gieicmormlgen Hewegung ertorderllcnen tiuDes.
Die Wahl des geeigneten Durchmessers an der Basis der Arbeitswalze mit kegelstumpfsektorförmiger Arbeitsfläche und die verschiedenen erforderlichen Einstellungen können am besten getroffen werden, wenn der Weg M berücksichtigt wird, den ein am Trägerband befindlicher und dem BodenderAufbringwalze gegenüberliegender Punkt während der Bewegung des Nockens 38 um 1600 zurücklegt, während welcher Bewegung des Nockens der Hub des Nockens gleichförmig ist und die Etikettenübertragung vor sich geht. Die Bewegung des Nockens 38 um 1600 kann als gleichförmige Etikettenübertragungsperiode bezeich- net werden. Es ist ersichtlich, dass nicht die gesamte gleichförmige Etikettenübertragungsperiode für die Übertragung der Etikette an der Übertragungslinie benötigt wird.
Während der einer Drehung des Nockens 38 um 1600 entsprechenden, gleichförmigen Etikettenübertragungsperiode soll ein Punkt auf der Flasche in Höhe des unteren Randes der Aufbringwalze einen Weg
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L die Anzahl der Umdrehungen (oder des Bruchteiles einer Umdrehung) einer Flasche während der gleichförmigen Etikettenübertragungsperiode und A den Durchmesser der Flasche in jener Höhe bedeutet, in welcher die Flasche am unteren Rand der Aufbringwalze anliegt.
L ist durch die Gleichung L = 1/4 x-bestimmt, in welcher i. das Verhältnis der Zähnezahl des K K Zahnrades 48a zur Zähnezahl des Zahnrades 47a, welche Zahnräder aus Fig. 7 ersichtlich sind, bedeutet.
Die Bogenlänge des unteren Randes der Aufbringwalze ist selbstverständlich durch die entsprechende Dimension der Etikettenfläche bestimmt und ist nur um weniges grösser als die Dimension der Etikettenfläche. Wenn M, berechnet nach der obigen Gleichung, nicht in der erforderlichen Weise die Länge des unteren Randes der Aufbringwalze um etwa 20-25% überschreitet, so kann die Einhaltung dieser Bedin-
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spielsweise-durch Vergrösserung oder Verkleinerung von L und entsprechende Vergrösserung oder Verkleinerung von M.
Der Faktor 1/4 in der Gleichung L= 1/4 X-rührt daher, dass die in der Zeichnung dargestellte EtiK kettiermaschine einen Drehtisch aufweist, der bei Rückwärtsbewegung der Zahnstange 39 um jeweils 900 verdreht wird. Durch entsprechende Einstellung des Nockenblockes 26'kann erreicht werden, dass während einer Drehung des Nockens 38 um 1600 während der gleichförmigen Etikettenübertragungsperiode las die Klinke 36a tragende Zahnrad 48a sich um genau 900 dreht, so dass die Flasche während der gleichförmigen Etikettenübertragungsperiode 1/4 der Umdrehungen des Zahnrades 48a ausführt.
Nachdem der Wert für M bestimmt worden ist und das Übersetzungsverhältnis-der Zahnräder 4Sa K und 47a geeignet gewählt worden ist, kann der Umfang und damit auch der Durchmesser der Basis jenes gedachten Kegels aus M bestimmt werden, von welchem die Arbeitsfläche der Aufbringwalze einen Ausschnitt darstellt.
Wenn die Aufbringwalze nur eine einzige Arbeitsfläche hat und mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit umläuft wie der Nocken 38, so beträgt der Umfang an der Basis der kegeligen Hüllfläche der
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360 Aufbringwalze das 160 fache des Wertes von M und dies deshalb, weil während der gleichförmigen Etiket-
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Umdrehung vollführt, die linearen Geschwindigkeiten der Aufbringwalze, des Trtgerbandes und der Fla- sche gleich sein müssen. Die Aufbringwalze muss einen Weg zurücklegen, der das--fache von M ist.
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Eine zwei Arbeitsflächen aufweisende Arbeitswalze, welche mit einer nur der halben Winkelgeschwindigkeit einer nur eine Arbeitsfläche aufweisenden Arbeitswalze umläuft, muss an derBasisdendoppelten Durchmesser einer nur eine Arbeitsfläche aufweisenden Arbeitswalze besitzen. Ähnliches gilt für eine Arbeitswalze mit drei Arbeitsflächen.
Wie bereits oben angegeben, soll der Scheitel des die kegelige Hüllfläche der Aufbringwalze bildenden gedachten Kegels mit dem Scheitel der konischen Aussenfläche einer Flasche zusammenfallen, die sich in der Stellung befindet, in welcher auf sie eine Etikette übertragen wird.
Es ist ersichtlich, dass für den Fall einer Aufbringwalze mit nur einer Arbeitsfläche die Arbeitsfläche sich über einen Bogen von etwa 130 erstreckt, so dass die Länge eines Bogens über 1600 die Länge des Bogens über 1300 um etwa 20-25% übersteigt.
Der grösste Teil der Geschwindigkeitsunterschiede des Gleitschlittens 11, der Flaschendrehung und der Führungen 236, 237 während der gleichförmigen Etikettenübertragungsperiode von 1600 einerseits und der Aufbringwalze und des Trägerbandes während der Berührungszeit von Aufbringwalze und Trägerband während etwa 1300 anderseits, welcher Unterschied als"Überschneidung"bezeichnet werden kann, macht sich zum Beginn der gleichförmigen Etikettenübertragungsperiode von 1600 bemerkbar, so dass dennoch sichergestellt ist, dass das Trägerband und die Flasche, bevor die Aufbringwaize wirksam wird, gleichförmig bewegt werden.
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dann so eingestellt werden, dass der Gleitschlitten während der gleichförmigen Etikettenübertragungsperiode von 1600 eine Rückwärtsförderung von 11,84 cm bewirkt. Dazu muss der Gleitschlitten während der gleichförmigen Etikettenübertragungsperiode um die Hälfte dieses Weges bewegt werden.
Wenn angenommen wird, dass die Wegkomponente Q die Wegkomponente P grössenmässig etwas über-
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dann muss die Wegkomponente U nicht nur die Wegkomponente T, sondern auch den Überschuss der Wegkomponente S über die Wegkomponente M ausgleichen. Die negative Wegkomponente U muss in diesem Falle grösser sein als dann, wenn Scheitel und Drehzapfen zusammenfallen.
In ähnlicher Weise muss dann, wenn die Wegkomponente P etwas grösser ist als die Wegkomponente Q,
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ausgleichen, sondern jene Wegkomponente, welche sich als Resultierende aus dem Überschuss der Wegkomponente S und T über die Wegkomponente M ergibt.
Die Nockenblöcke 26 und 26'werden in diesem Falle in Zoll oder Zentimeter Hub geeicht, wobei gewünschtenfalls unter Vernachlässigung des Umstandes, dass der Hub des Nockens 38 w hrend einer Umdrehung von l8u das 1, fache des während der gleichtörmigei Etikettenúbertragungsperiode ausgeführten Hubes beträgt, der Teilung der während der gleichförmiger Etikettenübertragungsperiode von 1600 ausgeführte Hub zugrundegelegt werden kann.
Es wurde bereits erwähnt, dass, wenn der Winkel, über welchen das Trägerband zu führen ist, V be-
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des um die Führungen 236, 237 erfolgt um 1800, so dass die Ebene, welche vom Trägerband nach dem Umlenken um eine Führung aufgespannt wird, parallel zu der Ebene liegt, die vom Trägerband vor dem Umlenken um dieselbe Führung aufgespannt wird. Jedoch sind, wie der Fig. 14entnommenwerdenkann, die Richtungen, in welchen das Führungsband in diesen Ebenen läuft, verschieden. Die beschriebene Bandführung hat eine Vervielfachung der Schwingbewegung zur Folge. In den Fig. 13 und 15 ist gezeigt, dass das Trägerband den doppelten Winkel bestreicht den die beiden Führungen 236 und 237 bestreichen, obwohl die Schwingbewegung von Band und Führungen um denselben Punkt 231 ausgeführt wird.
Der Fig. 14 kann entnommen werden, dass die Vervielfachung der Schwingbewegung des Trägerbandes beim Schwingen der Führung 237 im Gegenuhrzeigersinn in Richtung zur feststehenden Führung 245 darauf zurückzuführen ist, dass das Trägerband um die schwingende Führung 237 herumgeführt ist.
Es soll erwähnt werden, dass die Richtung, mit welcher das Trägerband von der Führung 244 zur Führung 236 einerseits und von der Führung 237 zur Führung 245 anderseits gelangt, unverändert bleibt und eine Richtungsänderung des Trägerbandes nur im Bereich zwischen den beiden Führungen 236 und 237 eintritt.
Es wurde gezeigt, dass die Schwingungsamplitude der Führungen 236, 237 während einer Drehung des
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von einem dem unteren Rand der Aufbringwalze gegenüberliegenden Punkt zurückgelegten Weg und P den Abstand vom unteren Rand der Aufbringwalze zum der Hüllfläche der konischen Aufbringwalze und der konischen Aussenfläche der Flasche gemeinsamen Scheitel.
Der Winkel, um welchen sich die Führungen 236, 237 während des Anliegens der Arbeitsfläche der
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die Zeit des Anliegens der Arbeitsfläche der Aufbringwalze an der Übertragungslinie kleiner ist als die der gleichförmigen Etikettenübertragungsperiode von 1800 entsprechende Zeit.
Der Winkel, um welchen das Trägerband geführt wird, während die Arbeitsfläche der Aufbringwalze
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Bogenlänge des unteren Randes der Arbeitsfläche der Aufbringwalze und P, wie bereits früher, den Abstand des unteren Randes der Aufbringwalze vom bereits mehrfach erwähnten gemeinsamen Scheitel bedeutet.
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dieser Höhe bis zum gemeinsamen Scheitel einzusetzen ist. Für M'kann auch der von einem beliebigen Punkt der Arbeitsfläche der Aufbringwalze während des Anliegens der Arbeitsfläche an der Übertragungslinie zurückgelegte Weg eingesetzt werden, wobei dann für P der Abstand des gewählten Punktes vom gemeinsamen Scheitel einzusetzen ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Maschine zur Übertragung von Etiketten von einem Etiketten mitführenden Trägerband auf zu eti- kettierende Gegenstände, z. B. Flaschen, mit einer rotierenden Aufbringwalze für Etiketten und mit einer dasTrägerband an der Arbeitslinie der Aufbringwalze vorbeiführenden Fördervorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Aufbringung der Etiketten auf konische Oberflächenteile der zu etikettierenden Gegenstände (B) die Arbeitsfläche der Aufbringwalze (I) in an sich bekannter Weise eine Kegelfläche ist und dass Führungen (236, 237) für das Trägerband (S) während der Etikettenübertragung eine Schwingbewegung ausführen, die eine Komponente in Richtung einer Vorwärtsförderung des Trägerbandes (S)
enthält und dass gegebenenfalls dieser Komponente eine sie stärkende Vorwärts- oder sie schwächende Rückwärtsbewegung des Trägerbandes überlagert ist, so dass das Trägerband (S) stets um eine Achse schwingt, welche durch den Scheitel der konischen Arbeitsfläche der Aufbringwalze (I) verläuft.