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Rüttelantrieb
Die herkömmlichen Rüttelantriebe, die mittels Unwucht verschiedene Geräte zu besonderen Zwecken in Schwingungen versetzen, besitzen den Nachteil, dass sie viel Energie benötigen. Sie zerstören überdies im Laufe einer mehr oder weniger langen Betriebsperiode das Gefüge der Geräte, an denen sie befestigt sind. Weiterhin lassen sie sich in ihrer Leistung nur bei Stillstand mechanisch verstellen und sind ausser- dem frequenzabhängig.
Die Erfindung betrifft einen Rüttelantrieb, der sich im wesentlichen dadurch auszeichnet, dass we- nigstens ein Strömungsmittelstrahl, der intermittierend unterbrochen wird, gegen den zu rüttelnden Ge- genstand, z. B. eine Förderrinne, gerichtet ist, die in der Strahlrichtung federnd gelagert ist und zweck- mässig am Auftreffpunkt des Strahles eine Prallplatte aufweist. Als Strömungsmittel wird vorzugsweise
Wasser verwendet.
Die durch die erfindungsgemässe Rüttelvorrichtung erzeugte Rüttelbewegung lässt sich, wie noch nä- her ausgeführt werden wird, in vorteilhafter Weise sowohl hinsichtlich ihrer Leistung als auch ihrer Fre- quenz ohne Abschaltung des Antriebes regeln. Eine Materialermüdung tritt an den gerüttelten Geräten in- folge des weichen Aufschlages der zerhackten Wassersäule nicht auf. Eine nicht immer erwünschte Kreis- frequenz tritt bei dieser Art des Rüttelns nicht auf.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Fig. 1 zeigt die Vorrichtung von vorne und Fig. 2 ist ein Schnitt der Fig. l nach der Linie II-II.
Das Wasser 1 in dem Behälter 2 wird von der Pumpe 3 angesaugt und in die Düsenleitung 4 gedrückt, von der die Zweigleitung 5 abzweigt. In der Spritzkammer 6 sind auf einem Steg 7 Stützen 8 befestigt, in denen die Welle 9 einer Scheibe 10 gelagert ist, die auf der Höhe der Düse 11 ein Loch 12 aufweist und am Rand mit Turbinenschaufeln 13 besetzt ist, gegen die eine Düse 14 gerichtet ist.
Gegenüber der Düse 11 ist eine Prallscheibe 15 angeordnet, die mit einer Schüttelrinne 18 fest verbunden ist.
Die Düsenleitung 4 und die Zweigleitung 5 sind mit Drosselventilen 16 und 17 ausgerüstet.
An Stelle der Lochscheibe 10 kann jede andere an sich bekannte Vorrichtung Verwendung finden, die sich dazu eignet, den von der Düse 11 gegen die Prallplatte 15 gerichteten Wasserstrahl zu zerhacken. Zweckmässig wird die Energie für die periodische Unterbrechung des Strahles unmittelbar von dem Druck des Strahles geliefert.
Nach einer weiterenAusführungsform könnenFührungsrinnen für dasStrömungsmittel vorgesehen sein, die Teile des Strahles oder den ganzen Strahl in andere Richtungen, beispielsweise von oben, von unten oder aus verschiedenen seitlichen Richtungen gegen den zu rüttelnden Gegenstand oder an diesem angeordnete Prallplatten lenken. Solche in der Zeichnung nicht dargestellte Führungsrinnen können gegebenenfalls in der Lochplatte 10 selbst angeordnet sein.
Nach einer weiteren'Ausführungsform kann entweder nur der Strahlunterbrecher oder dieser und die Strahldüse 11 zu einer Pendelbewegung angetrieben sein, wie dies bei zahlreichen bekannten Rasensprengern der Fall ist.
Es ist ohne weiteres zu erkennen, dass sich je nach der mittels des Drosselventils 17 regelbaren Umlaufgeschwindigkeit der Lochscheibe 10 die Frequenz der Rüttelstösse auf die Prallplatte 15 ändert.
Die Energie der Rüttelstösse ist wieder durch das Drosselventil 16 in der Leitung 4 kontinuierlich regelbar, wogegen die Dauer der Einzelstösse durch die Wahl einer entsprechenden Lochscheibe 10 beeinflusst werden kann, wobei die einzelnen Lochscheiben entweder ein enges, in der Richtung des Strahldurchtrittes konisches Loch oder einen freien Sektor mit unterschiedlichem Zentriwinkel für den Durchtritt des Strahles besitzen.
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EMI2.1
Erzeugung vonRüttel-und Vibrationsschwingungenzelnen Sieben zugeordnete Düse mit Druckwasser beaufschlagt werden kann. Es ist dann möglich, die
Frequenz der einzelnensiebe der jeweiligen Körnung anzupassen, wodurch eine besonders wirtschaftliche
Siebung gelingt.
Beispielsweise kann Feinkorn von 0 bis l mm ohne Verkleben mit einer Frequenz von
50 Hz abgesiebt werden, wogegen eine geeignete Frequenz für ein Korn von etwa 30 mm bei 10 Hz liegt.
Der erfindungsgemässe Rüttelantrieb gestattet ausserdem erstmals, ein Sieb mit einfachen Mitteln in eine wiegende Bewegung Zu versetzen, indem zerhackte Wasserstrahlen in geeigneter Weise gegen Prallplatten des Siebkörpers gerichtet werden. Mit dem erfindungsgemässen Rüttelantrieb lässt sich beispielsweise der Vorgang der Handsiebung vollständig nachahmen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rüttelantrieb, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Strömungsmittelstrahl, der intermittierend unterbrochen wird, gegen den zu rüttelnden Gegenstand, z. B. eine Förderrinne, gerichtet ist, die in der Strahlrichtung federnd gelagert ist und zweckmässig am Auftreffpunkt des Strahles eine Prallplatte (15) aufweist.