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Abstimmeinrichtung für Fernsehempfänger
Die Erfindung betrifft Abstimmeinrichtungen für Fernsehempfänger mit einer Mehrzahl gesonderter, eineKanalwahl ermöglichender, abgestimmterSchaltungseinrichtungen und mit einem Rotorschalter, des- senKontaktgruppen diewahlweiseinbetriebnahme jeder abgestimmtenSchaltungseinrichtung zwecks Emp- fangswahl ermöglichen.
Normalerweise ist bei solchen Abstimmeinrichtungen eine Gruppe von fixen Kontakten vorgesehen, die der individuellen, aufeinanderfolgenden Verbindung der vorabgestimmten Kanalwählkreise mit dem signalübertragendenKanal dienen. Der restliche Teil der signalauswählenden Schaltmittel des Kanalschal- ters ist in diesem Falle nicht ausgenutzt. In Trommel- oder Rotorwählschaltern ist beispielsweise immer gleichzeitig nur eine der Tragleisten, welche die Kanalabstimm-Induktivitäten trägt, in Verwendung.
Gegenstand der Erfindung ist es nun, eine verbesserte Abstimmeinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die die bisher während des Empfanges des gewählten Kanals nicht ausgenutzten Schaltele- mente der Abstimmeinrichtung oder Teile derselben zur Unterdrückung der Störauswirkungen des benachbartenKanals auf den gewähltenKanal heranziehen. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass bei einer Abstimmeinrichtung der eingangs genannten Art dem Rotorschalter zusätzliche Kontaktgruppen zugeordnet sind, um abgestimmte Schaltungseinrichtungen, die zu Kanälen gehören, die dem jeweils emp- fangenen Kanal benachbart sind, in Wellenfallen verwenden zu können, wozu ferner Kopplungseinrichtungen vorgesehen sind, welche die Wellenfallen vervollständigen und sie mit den abgestimmten Schaltungseinrichtungen des eben empfangenen Kanals koppeln.
In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine Stirnansicht einer mit Rotorkanalschalter ausgestatteten Kanalwähleinrichtung sowie die zugehörigen erfindungsgemässen Kontaktschalteinrichtungen, die dem Kanalschalter zugeordnet sind ; Fig. 2 ist ein schematischesSchaltbild derSignalwähleinrichtung eines Empfängers, der mit einerKanalwähleinrichtung nach Fig. 1 ausgestattet ist und die Kanalabstimmeinrichtungen nach der Erfindung verwendet ;
Fig. 3 zeigt ebenfalls eine schematische Schalteinrichtung nach der Erfindung, u. zw. eine Abänderung der Fig. 2, die ebenfalls in Verbindung mit einem Rotorkanalschalter nach Fig. 1 verwendet werden kann, und Fig. 4 ist ein vereinfachtes Schaltbild der Schaltung nach Fig. 3, die eine vereinfachte Darstellung der Wirkungsweise der erfindungsgemässen Einrichtung ermöglicht.
Entsprechend den Fig. 1 und 2 sind Kanalschalteinrichtungen 5 in einem Signalempfänger für die signalwählendenund-übertragenden Kreise vorgesehen, welche also den Eingangskreisen 6 vorgeschaltet sind. DieSignalwähleinrichtung ist als Rotorschalter mit einem Rotorteil 7 ausgebildet, der auf einerWelle 8 sitzt und Sätze von peripher angeordneten, radial gerichteten Kontaktelementen 9, 10, 11, 12 besitzt, sowie gleiche Sätze von Kontaktelementen für die restlichen aufeinanderfolgenden Kanäle, wobei alle diese Elemente fortschreitend in einem gemeinsamenBewegungsweg angeordnet sind, um mit einem Satz von ortsfesten Kontakten 14 in Eingriff zu kommen, die auf einem isolierenden Basisteil 15 angeordnet sind, der von dem Rahmen 16 des Kanalschalters getragen wird.
Die Endlager der Welle 8 sind herkömmlicher Beschaffenheit und sind nicht dargestellt, um die Übersichtlichkeit der Skizze nicht zu beeinträchtigen.
Jeder Satz von Kontaktelementen des Rotorschalters ist mit einer Abstimminduktivität verbunden, die jeweils einem der verschiedenensignalkanäle oder Signalfrequenzen zugeordnet sind, zu deren Aufnahme der Empfänger eingerichtet ist. Im vorliegenden Beispiel sind nur vier dieser Kanalabstimmelemente ge-
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aus der Quelle 48-49 stammenden Signal gespeist, u. zw. in Serie durch die abgestimmten Wellenfallen
18-38 und 20-39.
Es ist demnach möglich, in einer abgestimmten S chaltungsanordnung für Fernseh-oder Rundfunkemp- fangszwecke od. dgl.. welche getrennte abges0timmteKreise für eine Signal- oder Kanaltrennung verwen- i det, einfacheMittel zur Verminderung oderAusschaltung der von dem Nachbarkanal ausgehenden Störun- gen zu schaffen. Die Erfindung erreicht dies durch die Hinzufügung von zwei Sätzen von festen Kontakten zu den Kanalwähleinrichtungen 5, so dass eine Verbindung mit den Kontaktelementen 9 und 11 und den zu beiden Seiten des gewählten Kanals B befindlichenAbstimmelementen 18 und 20 hergestellt wird.
Das eingehende Signal wird dann dem Eingangskreis oder dem Übertragungskanal 6 des Empfängers, der die
Abstimminduktivität 19 des gewähltenKanals einschliesst, durch Hinzufügung vonKopplungseinrichtungen angelegt, welche kapazitive Abstimmeinrichtungen für die induktiven Abstimmelemente in einer leiten- den Serienschaltung beinhalten, die zwischen der Signalquelle und dem signalübertragenden Kanal des
Empfängers besteht. Es ist ersichtlich, dass, indem dieKanalwähleinrichtung, etwa der gezeichneteRotor- schalter, betätigt wird, die aufeinanderfolgenden vorabgestimmtenSignalwähleinrichtungenso angeordnet werden, dass sie sich individuell mit dem signalübertragenden Kanal des Empfängers in einer vorbestimm- ten Aufeinanderfolge verbinden.
So wird selbsttätig eine verbesserte Trennschärfe benachbarter Kanäle durch dieAbstimmelemente benachbarter Kanäle gewährleistet, die zu Wellenfallen mittels Kurzschluss- schaltelementen geschaltet werden, die mit ihnen verbunden werden, indem sie durch die den Nachbar- kanälen entsprechenden Lagen der Kanalwähleinrichtung hindurchgehen.
Wie bereits im vorhergehenden dargelegt, kann die Kopplung zwischen den gebildeten Wellenfallen und dem signalübertragenden Kanal, der die Abstimmelemente des gewählten Kanals enthält, auch eine geregelte gegenseitige induktive Kopplung oder eine geregelte kapazitive Kopplung umfassen, um die eigentliche Tätigkeit der Wellenfallen zu sichern, d. h. um Energie aus den angrenzenden Kanalfrequen- zen oder aus Frequenzbändern zu absorbieren, die oberhalb und unterhalb der gewählten Signalfrequenz liegen.
Das Koppeln der Wellenfallenkreise mittels geregelter Kopplungsmittel kann leicht in einem Ka- nalwähler erfolgen, der ein aufeinanderfolgendes Einschalten der Kanäle erlaubt, wie dies für den in den
Fig. 1 und 2 dargestellten Rotorschalter mit Traggliedern oder für die abgeänderten Bauweisen der Fall ist, welche die Fig. 3 und 4 zeigen und die nunmehr beschrieben werden.
In den Fig. 3 und 4 sind die Kanalabstimm-Induktivitäten 18, 19 und 20 und deren Parallelkonden- satoren 38, 36 und 39 beispielsweise dargestellt. Der Rotor oder Träger ist in Richtung der aus Fig. 3 er- sichtlichen Pfeile beweglich ; es sind die Rotortragglieder 22, 23 und 24 vorgesehen, um Induktionsele- mente zu tragen, welche abgestimmten Zwischenstufenkreisen angehören. Sie sind vorgesehen, um den
Anschluss an eine Signalmischerstufe 55 zu ermöglichen. Diese umfasst eine Mischröhre 56, die einen zwischen Chassismasse 28 und einem Gittereingangsleiter 57 gebildeten Eingangskreis aufweist. Die Lei- tungskapazität des Eingangskreises ist durch einen Kondensator 58 veranschaulicht, der zwischen der Leitung 57 und Masse liegt.
In den aus den Fig. 3 und 4 ersichtlichen Lagen des Rotors bzw. der Tragelemente ist die Abstimminduktivität 19 durch die festen Kontakte 14 mit der Eingangsleitung 29 der Signalfrequenzverstärkerröhre 31 und dem signalübertragenden Kanal des Empfängers verbunden und deren Leitungskapazitäten 36 sind wie im vorhergehenden Beispiel dargestellt. In der vorliegenden Schaltung ist der eine der Kontakte 14 an eine der automatischen Verstärkungsregelung dienende Leitung 60 angeschlossen, die über einen Kondensator 61 an Masse liegt, um den abgestimmten Eingangskreis zu vervollständigen. Der Schaltung werden Signale, wie im vorherigen Beispiel angegeben, von einer Quelle aus zugeführt. Eine Eingangsleitung 62 kann, wie dies in den Fig. 3 und 4 angedeutet ist, diesem Zwecke dienen.
Des weiteren sind in diesem Beispiel die Wellenfallenkreise benachbarter Kanäle ziemlich lose an den Eingangskreis 29 durch kapazitiv wirkende Kopplungsmittel gekoppelt, die einen kleinen Kopplungkondensator 64 für die dem Kanal A zugehörige Wellenfallenschaltung 18-38 und einen kleinen ähnlichen Kopplungskondensator 65 für den zum Kanal C gehörigen Wellenfallenkreis 20-39 umfassen. Der Kondensator 64 ist zwischen die, gesehen in der Zeichnung, rechtsseitigen Kontaktelemente 14 und das Kontaktelement 42 geschaltet, wogegen das Kontaktelement 41, wie gezeigt, mit Masse verbunden ist. In ähnlicher Weise ist der Kondensator 65 zwischen den in der Zeichnung rechtsseitigen Kontakt 14 und den festen Kontakt 45 geschaltet, wogegen das Kontaktelement 44 mit Masse verbunden ist.
Dies sichert einen Signalfrequenzeingangskreis für den Signalverstärker 31, der einen Schaltungsaufbau besitzt, der klar aus dem linken Teil der Fig. 4 in Verbindung mit Fig. 3 ersichtlich ist.
Es ist ersichtlich, dass dies einen Hauptkanal ergibt, der wieder der gewählte Kanal B ist und zwei Nachbarkanalschaltungen, die die abgestimmten Induktivitäten 18 und 20 und die zugehörigen Konden-
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tung zwecks Empfangswahl ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, dass dem Rotorschalter (5) zusätzliche Kontaktgruppen (41, 42 ; 44. 45) zugeordnet sind, um abgestimmte Schaltungseinrichtungen (18, 20), die zu Kanälen gehören, die dem jeweils empfangenen Kanal benachbart sind, in Wellenfallen verwenden zu können, wozu ferner Kopplungseinrichtungen (38, 51 ; 39, 52) vorgesehen sind, welche die Wellenfallen vervollständigen und sie mit den abgestimmten Schaltungseinrichtungen (19) des eben empfangenen Kanals koppeln.
2. Abstimmeinrichtung nachAnspruch 1, dadurchgekennzeichnet, dass die zusätzlichenKontaktgrup- pen (41, 42 ; 44. 45) gesehen in der Drehrichtung des Rotorschalters (5), zu beiden Seiten jener Kontaktgruppe (10) der abgestimmten Schaltungseinrichtung (19) angeordnet sind, welche zu dem eben empfangenen Kanal gehören.