AT236428B - Verfahren und Einrichtung zum Glühen von Blech in Form von locker gewickelten Bunden - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Glühen von Blech in Form von locker gewickelten BundenInfo
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- AT236428B AT236428B AT145062A AT145062A AT236428B AT 236428 B AT236428 B AT 236428B AT 145062 A AT145062 A AT 145062A AT 145062 A AT145062 A AT 145062A AT 236428 B AT236428 B AT 236428B
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Einrichtung zum Glühen von Blech in Form von locker gewickelten Bunden Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Glühen von Blech in Form von locker gewickelten Bunden, welches es gestattet, den Glühprozess zu rationalisieren. Bei den Öfen, die bisher zum Glühen von Blechen in Form von locker gewickelten Bunden verwendet wurden, um diese durch den Einfluss einer Ofenatmosphäre aus feuchtem Wasserstoff nichtalternd zu ma- chen. ist die durch den Ventilator oder das Gebläse auf die heisse Wasserstoffatmosphäre ausgeübte mo- torische Kraft nicht ausreichend, um eine wirklich wirksame Zirkulation dieses Gases im Inneren der lo- sen Blechbunde herbeizuführen, was eine beträchtliche Verlängerung der Behandlungsdauer zur Folge hat. Um diese Schwierigkeiten zu beseitigen, wurde bereits ein Verfahren vorgeschlagen, das im Prinzip darin besteht, die Eintritts-bzw. die Austrittsöffnung des Gebläses durch einen Deckel abzuschliessen und eine Gasquelle zu benutzen, deren Druck so hoch ist, dass er die Zirkulation des Wasserstoffes und gege- benenfalls anderer Gase durch die Schichten der locker gewickelten Blechbunde erzwingen kann. Es wurde auch schon darauf hingewiesen, dass es, um die einzelnen Arbeitsstufen der Glühbehandlung, d. h. die Erhitzung, das Durchweichen und die Abkühlung, zu verkürzen, vorteilhaft ist, die Gaszirkula- tion durch die Blechbunde während jeder dieser Perioden zu verstärken. Um dies zu verwirklichen, wurde ein Verfahren empfohlen, das darin besteht, die jedem einzelnen Ofen zugeordneten Gebläse wegzulas- sen und statt dessen die Öfen als Gruppen mit mehreren Ofeneinheiten zu betreiben, deren jede ihre eige- nen Heiz-und Kühleinrichtungen besitzt und deren Öfen, was die Zirkulation der die Ofenatmosphäre bildenden Gase anbelangt, in Serie geschaltet sind. Das Verfahren gemäss der Erfindung vermeidet ebenfalls die für die Zirkulation der Gase im Inneren der Öfen vorgesehenen Gebläse, unterscheidet sich jedoch von dem vorerwähnten Verfahren dadurch, dass die Öfen einzeln und nicht in Gruppen betrieben werden. Dieses Verfahren ist in denjenigen Fällen vor- teilhaft, in welchen die Kapazität des Werkes nicht ausreicht, um den Betrieb einer ganzen Ofengruppe zu rechtfertigen. Das Verfahren gemäss der Erfindung zum Glühen von Blech in Form von locker gewickelten Bunden in einem Glühofen mit eigener Heizeinrichtung unter Verwendung eines Schutzgases, wie z. B. HNX-Gas, und feuchten Wasserstoffes als Gasatmosphäre, wobei die Bunde zuerst während der Erhitzung mit dem Schutzgas, während der Durchweichungsperiode mit dem feuchten Wasserstoff und schliesslich während des Abkühlens neuerdings mit dem Schutzgas in Berührung gebracht werden, kennzeichnet sich im we- sentlichen dadurch, dass während der Aufheizperiode und der Durchweichungsperiode das Schutzgas bzw. der feuchte Wasserstoff in einer Menge von 4 bis 12 Nm3 je Stunde und Tonne Stahl in den Ofen einge- führt wird und diesen mit der Charge nur einmal, ohne zusätzliche Umwälzung im Ofen durch ein Ge- bläse, durchquert, wonach das aus dem Ofen kommende Gas zur Aufheizung des zugeführten Gases aus- genutzt wird, und dass ferner während der Abkühlungsperiode dem Ofen Schutzgas in einer Menge von 40 bis 120 Nm3 je Stunde und Tonne Stahl zugeführt wird, das durch den Ofen und die Charge hindurchgeht, beim Austritt aus dem Ofen gekühlt und entweder in den Ofen oder in das Schutzgasleitungsnetz zurück- geleitet wird. <Desc/Clms Page number 2> Es hat sich als zweckmässig erwiesen, dass der Kreis des Wärmeaustauschers und derjenige des Kühlers derart zum Auslass des Ofens parallelgeschaltet sind, dass die aus dem Ofen austretenden Gase in den einen oder in den andern Kreislauf geleitet werden können. Das erfindungsgemässe Verfahren gestattet es, dass das während der gesamten oder während eines Teiles der Aufheizperiode verwendete Gas der Ofenatmosphäre Wasserstoff ist. EMI2.1 tur von 0 C und einem Druck von 760 mm Quecksilbersäule. Die während der Abkühlperiode angewendeten HNX-Gas-Mengen betragen zweckmässig 40 - 120 Nm3 je Stunde und Tonne Stahl. Die Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens kennzeichnet sich im wesentlichen durch einen Ofen mit eigener Heiz- und Kühleinrichtung, jedoch ohne Umwälzgebläse, der mit einer Einrichtung zum Wärmeaustausch zwischen dem austretenden und dem eintretenden Gas sowie mit einem Kühler zum Abkühlen des Gases während der Abkühlungsperiode versehen ist, wobei der Umlaufkreis der Wärmeaustauscheinrichtung und der Umlaufkreis des Kühlers zum Ofenauslass derart parallelgeschaltet sind, dass das den Ofen verlassende Gas wahlweise dem einen oder andern Kreisumlauf zuleitbar ist, und wobei der Umlaufkreis des Kühlers Organe aufweist, um das gekühlte Gas wahlweise in den Ofen oder in das Gasleitungsnetz zurückzuführen. Die Wärmeaustauscher der Heizvorrichtung und des Kühlers besitzen vorzugsweise stromaufwärts eine gemeinsame Leitung, durch die sie abwechselnd mit dem Austritt des Ofens verbindbar sind. Um eine Vorstellung von der Grössenordnung zu geben, sei als nicht einschränkendes Beispiel erwähnt, dass ein 60 t-Ofen mit zwei oder drei übereinandergestellten Blechbunden durch eine Wasserstoffquelle mit einem Druck von 150 mm Wassersäule einerseits und durch eine HNX-Gas-Quelle mit einem Druck von 300 mm anderseits gespeist werden kann. Er ist mi : einem Wärmeaustauscher ausgerüstet, der den Durchgang einer Minimalmenge von 500 Nm3 HNX- oder Wasserstoffgas je Stunde während der Beheizungs- oder Durchweichungsperiode gestattet. Die Leitungen, Ventile und der Kühler der Kühleinrichtung sind für den Durchgang und die Rückgewinnung von 5000 Nm3 HNX-Gas je Stunde bemessen. Der Erhitzer und der Kühler sind parallel. zum Gasaustritt geschaltet und stromabwärts, d. h. nach der Kühlung des Gases, mit Ventilen versehen, um das aus dem Ofen austretende Gas zu dem einen oder dem andern dieser Apparate umzuleiten. Das erfindungsgemässe Verfahren gestattet es infolge des Kreislaufes einer hinreichenden Menge von feuchtem Wasserstoff (500 Nm3 je Stunde bei dem erwähnten Beispiel), die zum Kohlenstoffentzug und EMI2.2 <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1
Claims (1)
- und WärmeaustauschmöglichkeitenPATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Glühen von Blech in Form von locker gewickelten Bunden in einem Glühofen mit eigener Heizeinrichtung unter Verwendung eines Schutzgases, wie z. B. HNX-Gas, und feuchten Wasserstoffes als Gasatmosphäre, wobei die Bunde zuerst während der Erhitzung mit dem Schutzgas. während der Durchweichungsperiode mit dem feuchten Wasserstoff und schliesslich während des Abkühlens neuerdings mit dem Schutzgas in Berührung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass während der Aufheizperiode und der Durchweichungsperiode das Schutzgas bzw.der feuchte Wasserstoff in einer Menge von 4 bis 12 Nm3 je Stunde und Tonne Stahl in den Ofen eingeführt wird und diesen mit der Charge nur einmal, ohne zusätzliche Umwälzung im Ofen durch ein Gebläse, durchquert, wonach das aus dem Ofen kommende Gas zur Aufheizung des zugeführten Gases ausgenutzt wird, und dass ferner während der Abkühlungsperiode dem Ofen Schutzgas in einer Menge von 40 bis 120 Nm3 je Stunde und Tonne Stahl zugeführt wird, das durch den Ofen und die Charge hindurchgeht, beim Austritt aus dem Ofen gekühlt und entweder in den Ofen oder in das Schutzgasleitungsnetz zurückgeleitet wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das während der gesamten oder während eines Teiles der Aufheizperiode verwendete Gas der Ofenatmosphäre Wasserstoff ist.3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Ofen mit eigener Heiz-und Kühleinrichtung, jedoch ohne Umwälzgebläse, der mit einer Einrichtung zum Wärmeaustausch zwischen dem austretenden und dem eintretenden Gas sowie mit einem Kühler zum Abkühlen des Gases während der Abkühlungsperiode versehen ist, wobei der Umlaufkreis der Wärmeaustauscheinrichtung und der Umlaufkreis des Kühlers zum Ofenauslass derart parallelgeschaltet sind, dass das den Ofen verlassende Gas wahlweise dem einen oder andern Kreisumlauf zuleitbar ist, und wobei der Umlaufkreis des Kühlers Organe aufweist, um das gekühlte Gas wahlweise in den Ofen oder in das Gasleitungsnetz zurückzuführen.
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