AT235469B - Verfahren zur Herstellung von optisch aktiven substituierten Phenoxyessigsäuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von optisch aktiven substituierten Phenoxyessigsäuren

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AT235469B
AT235469B AT680362A AT680362A AT235469B AT 235469 B AT235469 B AT 235469B AT 680362 A AT680362 A AT 680362A AT 680362 A AT680362 A AT 680362A AT 235469 B AT235469 B AT 235469B
Authority
AT
Austria
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sep
phenoxybutyric acid
isobutylamide
optically active
preparation
Prior art date
Application number
AT680362A
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English (en)
Inventor
Werner Frommer
Hermann Kubin
Erich Rauenbusch
Original Assignee
Bayer Ag
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  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von optisch aktiven substituierten
Phenoxyessigsäuren 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 ton.
Tabelle I 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Menge <SEP> (g) <SEP> % <SEP> der <SEP> [&alpha;]20D <SEP> Reinheit
<tb> Theorie <SEP> in <SEP> Aceton <SEP> der <SEP> Isomeren
<tb> c= <SEP> l <SEP> in% <SEP> 
<tb> Ausbeute <SEP> an <SEP> L <SEP> (-)-a-phenoxybutter- <SEP> 
<tb> säureisobutylamid <SEP> 0,233 <SEP> 94-37, <SEP> 4 <SEP> 97 <SEP> 
<tb> Ausbeute <SEP> an <SEP> D <SEP> (+)-&alpha;-Pheuoxybuttersäure <SEP> 0,172 <SEP> 90 <SEP> +61,9 <SEP> 97
<tb> 
   Beispiel 2 :

     Ein 1000 ml   fassenderErlenmeyerkolben   mit 100 ml der im Beispiel 1 genannten Nährlösung, jedoch mit einem Zusatz von 0,   05'li   Glucose, wurde sterilisiert, mit einer Sporensuspension des Stammes A 8 beimpft und bei   280C   auf der Rundschüttelmaschine bebrütet. Nach 7-tägiger Bebrütung wurde der PH-Wert der Mischung auf 7 eingestellt und das Amid mit Essigsäureäthylester extrahiert. Die organische Schicht wurde getrocknet, filtriert und das Lösungsmittel im Vakuum abgedampft. Der Rückstand bestand aus   L(-)-&alpha;-Phenoxybuttersäureisobutylamid.   



   Die wässerige Schicht wurde mit wässeriger 2n-HCl auf den pH-Wert 2 eingestellt und danach ebenfalls mitEssigsäureäthylester extrahiert und die organische Schicht zur Trockne eingeengt. Der Rückstand bestand nahezu ausschliesslich aus   D(+)-&alpha;-Phenoxybuttersäure.   Die Ausbeuten und Drehwerte sind in der Tabelle II aufgeführt. 



   Tabelle II 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> Menge <SEP> (g) <SEP> % <SEP> der <SEP> [a] <SEP> Reinheit <SEP> 
<tb> Theorie <SEP> in <SEP> Aceton <SEP> der <SEP> Isomeren
<tb> c=l <SEP> in <SEP> 
<tb> Ausbeute <SEP> an <SEP> L <SEP> (-)- < x-Phenoxybuttersäureisobutylamid <SEP> 0, <SEP> 221 <SEP> 88'rIo <SEP> - <SEP> 35, <SEP> 7 <SEP> 95
<tb> Ausbeute <SEP> an <SEP> D(+)-&alpha;-Phenoxybuttersäure <SEP> 0,160 <SEP> 84 <SEP> + <SEP> 62,6 <SEP> 98
<tb> 
 
 EMI2.4 
 
3 :Nährlösung, mit einem Zusatz von   0. 20/0   Glucose, die jedoch an Stelle von 0,   5% 2% DL-&alpha;-Phenoxybut-   tersäureisobutylamid enthielt, wurde sterilisiert, mit einer Sporensuspension des Stammes A 8 beimpft und bei   280C   auf der Rundschüttelmaschine bebrütet.

   Nach 7-tägiger Bebrütung wurde der pH-Wert der Mischung auf 7 eingestellt und das Amid mit Essigsäureäthylester extrahiert.Die organische Schicht wurde getrocknet, filtriert und das Lösungsmittel im Vakuum abgedampft. Der Rückstand bestand aus L   (-)-a-Phen-   oxybuttersäureisobutylamid. 



   Die wässerige Schicht wurde mit wässeriger 2n-HCI auf den pH-Wert 2 eingestellt, danach ebenfalls mit Essigsäureäthylester extrahiert und die organische Schicht zur Trockne eingeengt. Der Rückstand bestand nahezu ausschliesslich aus   D(+)-&alpha;-Phenoxybuttersäure.   Die Ausbeuten und Drehwerte sind in der Tabelle III aufgeführt. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Menge(g) <SEP> % <SEP> der <SEP> [&alpha;]20D <SEP> Reinheit
<tb> Theorie <SEP> in <SEP> Aceton <SEP> der <SEP> Isomeren
<tb> c <SEP> = <SEP> ¯1 <SEP> in <SEP> %
<tb> Ausbeute <SEP> an <SEP> L(-)-&alpha;-Phenoxybuttersäureisobutylamid <SEP> 1,053 <SEP> 106 <SEP> -34,4 <SEP> 93
<tb> Ausbeute <SEP> an <SEP> D(+)-&alpha;-Phenoxybuttersäure <SEP> 0,722 <SEP> 94 <SEP> +63, <SEP> 7 <SEP> 99
<tb> 
 
 EMI3.3 
 
Beispiel 4 :

   Ein 10 l fassendes Glasgärgefäss, das mit 8   l   der im Beispiel 1 genannten Nährlösung, die jedoch 0,05% Glucose enthält, beschichtet war, wurde sterilisiert und mit dem Inhalt von 2 Erlenmeyerkolben, der bei Bebrütung von Nährlösung nach Beispiel 1 erhalten wurde, unter sterilen Bedingungen versetzt und im Wasserbad bei   280C   unter ständigem Rühren und Belüften bebrütet. Täglich wurden Proben entnommen und der Ansatz nach 4 Tagen nach Beispiel 1 aufgearbeitet. Das Ergebnis zeigt Tabelle IV. 



   Tabelle IV 
 EMI3.4 
 
<tb> 
<tb> Probenahme <SEP> nach <SEP> Endwerte <SEP> nach <SEP> 4 <SEP> Tagen
<tb> Fermentation
<tb> Fermentation
<tb> 1 <SEP> Tag <SEP> 2 <SEP> Ta- <SEP> 3 <SEP> Ta- <SEP> Menge <SEP> % <SEP> der <SEP> [&alpha;]@D <SEP> Refngen <SEP> gen <SEP> (g) <SEP> Theorie <SEP> heit
<tb> [&alpha;]20D <SEP> [&alpha;]20D <SEP> [&alpha;]20D <SEP> der
<tb> Isomeren
<tb> In <SEP> % <SEP> 
<tb> Ausbeute <SEP> an <SEP> L(-)-&alpha;-Phenoxybuttersäureisobutylamid <SEP> -2,5 <SEP> -2,5 <SEP> -36,2 <SEP> -36,2 <SEP> 18,0 <SEP> 90 <SEP> -38,7X <SEP> 99
<tb> Ausbeute <SEP> an <SEP> D(+)-&alpha;-Phenoxybuttersäure <SEP> +54,6 <SEP> +61, <SEP> 0 <SEP> +60, <SEP> 6 <SEP> 11, <SEP> 2 <SEP> 74 <SEP> +62, <SEP> 4 <SEP> 98
<tb> 
 
 EMI3.5 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Das Mycel wurde zur restlosen Entfernung der D   (+)-&alpha;-Phenoxybuttersäure   noch zweimal in Wasser suspendiert und abzentrifugiert, in m/40-Phosphatpuffer pH 7 aufgenommen und unter Eiskühlung mit scharfkantigem Quarzsand im Starmix aufgeschlossen. Die erhaltenen Zelltrümmer wurden abzentrifu- giert, der klare überstehende Enzymextrakt steril filtriert und auf 120 ml aufgefüllt. 



  Zwei 1000 ml   fassende Erlenmeyerkolben,   die je 30 ml der im Beispiel 1 genannten Nährlösung, die jedoch anstelle von   0,5% nur 0,1%DL-&alpha;-Phenoxybuttersäureisobutylamid   und 60 ml des Enzymextraktes enthielt, wurden unter ständigem Rühren bei 280 bebrütet. Nach 3tägiger Bebrütung wurde der Ansatz wie im Beispiel 1 aufgearbeitet. Die Ergebnisse sind in der Tabelle V aufgeführt. 



   Tabelle V 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Menge <SEP> (mg) <SEP> % <SEP> der <SEP> [&alpha;]20D <SEP> Reinheit <SEP> der
<tb> Theorie <SEP> in <SEP> Aceton <SEP> Isomeren <SEP> in
<tb> c <SEP> = <SEP> ¯1 <SEP> %
<tb> Ausbeute <SEP> an <SEP> L <SEP> (-)-a-Phenoxybuttersäureisobutylamid <SEP> 68, <SEP> 3 <SEP> 137-10, <SEP> 3 <SEP> 63 <SEP> 
<tb> Ausbeute <SEP> an <SEP> D <SEP> (+)-oc-Phenoxybuttersäure <SEP> 20, <SEP> 2 <SEP> 53 <SEP> +52 <SEP> 90
<tb> 
 
Beispiel 9 : Ein 1000 ml fassender Erlenmeyerkolben mit 100 ml der im Beispiel 1 genannten Nährlösung, jedoch mit einem Zusatz von   0, 1%   Glucose, wurde sterilisiert und mit einer Sporensuspension des Stammes Fusarium oxysporum Kerling (unter dieser Bezeichnung bezogen vom Centraalbureau voor Schimmelcultures, Baarn) beimpft. Nach einer Bebrütung von 7 Tagen auf der Rundschüttelmaschine bei 
 EMI4.2 
 



      Beispiel1 angegebenenWeise eine SäureBeispiel 10 :   Beimpft man einen Ansatz nach Beispiel 9 mit einer Sporensuspension des Stammes Fusarium oxysporum Gerlach (unter dieser Bezeichnung bezogen vom Centraalbureauvoor Schimmelcul- 
 EMI4.3 
 zu 90% aus D   (+)-&alpha;-Phenoxybuttersärue   besteht. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von optisch aktiven Phenoxyessigsäuren, die am a-Kohlenstoffatom durch eine Methyl- oder Äthylgruppe substituiert sind, aus ihren Racematen, dadurch gekennzeichnet, dass man die racemischen am   a. -Kohlenstoffatom   durch eine Methyl- oder Äthylgruppe substituierten Phenoxyessigsäuren in bekannter Weise in ihre   n-Butyl-bzw. Isobutylamide überfuhrt,   auf diese Amide im wässerigen Mittel einen Pilz der Gattung Fusarium oder aus diesem gewonnene Extrakte einwirken lässt, nach vollständiger Hydrolyse des einen optisch isomeren des Amids aus dem Reaktionsgemisch die entstandene am a-Kohlenstoffatom substituierte optisch aktive Phenoxyessigsäure in an sich bekannter Weise abtrennt und das verbleibende optisch aktive Amid in an sich bekannter Weise hydrolysiert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man die D,L-&alpha;-Phenoxybuttersäure in bekannter Weise in ihr Isobutylamid überführt, auf dieses Amid im wässerigen Mittel den unter der Bezeichnung A 8 (Fusarium oxysporum) in der Sammlung des Centraalbureau voor Schimmelcultures in Baarn, Holland am 14. Juli 1961 hinterlegten Stamm oder aus diesem gewonnene Extrakte einwirken lässt und nach vollständiger Hydrolyse des D (+)-a-Phenoxybuttersäureisobutylamids die entstandene D (+)-&alpha;-Phenoxybuttersäure in an sich bekannter Weise aus dem Reaktionsgemisch abtrennt und das verbleibendel (-)-&alpha;-Phenoxybuttersäureisobutylamid in an sich bekannterweise zurL (-) -a. -Phenoxybutter- säure hydrolysiert.
AT680362A 1961-09-16 1962-08-24 Verfahren zur Herstellung von optisch aktiven substituierten Phenoxyessigsäuren AT235469B (de)

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